Samstag,15.Juni 2024
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Goldpreis: Kommt jetzt die große Trendwende?

Der Goldpreis hat einen weiteren Schritt zu einer kurzfristigen Bodenbildung vollzogen. Reicht das schon aus für die Trendwende?

Goldpreis stabilisiert

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 1.926 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.775 Euro. Damit sank die Dollar-Notierung von gegenüber Vorwoche noch einmal um 0,4 Prozent. Dagegen hielt sich der Goldpreis auf Euro-Basis ganz leicht über dem Niveau der Vorwoche.

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Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 22. August 2023.

Seit Erreichen des Jahreshochs im April ($ 2.055 / € 1.866) hat der Goldpreis um 6,3 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent (in Euro) nachgegeben. Wir betrachten die aktuelle charttechnische Lage im Euro-Goldchart per 22. August 2023.

Charttechnik

Hier ist beim Euro-Goldpreis eine Stabilisierung auf der Höhe des 200- und 50-Tagsschnitts erkennbar. Zu beachten ist nach wie vor, dass der Futures-Preis (meistgehandelter Kontrakt; in diesem Fall Dezember) gut 30 Euro über dem Spotkurs liegt (Preis zur sofortigen Lieferung). Ausgehend vom aktuellen Kursniveau könnte es nun über die Marken von 1.780 Euro und 1.790 Euro weiter nach oben gehen. Hier stößt der Goldchart dann auf einen beutenden kurzfristigen Widerstand. Denn auf dieser Höhe ereignete sich Ende Januar ein markantes Zwischenhoch. Und im März kam der Goldpreis in einem schnellen Bewegung auf diesen Kursbereich zurück. Dagegen bildet in diesem Betrachtungszeitraum weiterhin die Marke von 1.740 Euro die wichtigste Unterstützung.

Sentiment

Wir haben zuletzt keine hochdynamischen Kursbewegungen gesehen. Entsprechend ist die Markstimmung mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 48 (Vorwoche: 45) weiterhin im neutralen Bereich. Das heißt, aus der Sicht von 14 Tagen ist Gold weder „überkauft“ noch „überverkauft“. Hier bilden 30 und 70 die definitorischen Grenzen.

Gold auf Dollar-Basis

Im Dollar-Goldchart wurden 1.915 US-Dollar als wichtige Unterstützung bestätigt. Das entsprach dem Niveau der 200-Tage-Linie. Mit dem Tief im Juli könnte sich nun ein bedeutender Doppelboden bilden, der einen Rücklauf bis auf 1.950 US-Dollar eröffnet. Auf dieser Höhe befindet sich derzeit die 50-Tage-Line. In jedem Fall bildet der 200-Tage-Schnitt weiterhin einen gewichtigen Support.

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Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 23. August 2023

Ausblick

Die aktuelle Goldpreis-Entwicklung entspricht denen bereits in der Vorwoche genannten Erwartungen. Ob hiermit schon der Boden in der seit Anfang Mai laufenden Konsolidierung ist, kann niemand vorhersagen. Die Grundlagen dafür sind nun jeden Fall vorhanden. Damit man von einer echten Wende sprechen kann, müsste der Euro-Goldpreis den viermonatigen Abwärtstrend durchbrechen. Wir sprechen aus heutiger Sicht von Schlusskursen oberhalb von etwa 1.810 Euro.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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4 Kommentare

  1. Von wegen Verschwörungstheorie:
    „Ehemaliger Leiter der Edelmetallabteilung von JPMorgan wegen Manipulation zu Haftstrafe verurteilt.
    08:30 Presse
    aus Goldseiten
    „Es ist noch gar nicht so lange her, dass ein wahres Heer von Trollen erwachte, wenn wir nur erwähnten, dass die Edelmetallmärkte (wie alle anderen Märkte auch) manipuliert werden, sei es von Geschäfts- oder Zentralbanken oder von irgendwelchen Mitläufern.
    Heute können wir diese Debatte für immer ad acta legen, nachdem der US-Bezirksrichter Edmond Chang den ehemaligen Leiter der Edelmetallabteilung von JPMorgan und seinen Top-Händler wegen Spoofing, Betrug und Marktmanipulation zu Haftstrafen verurteilt hat.“
    Da haben wir es wieder.
    Gott sei Dank, hat GR wenigstens diese Trolle aus dem Forum geschmissen.
    Maruti sagt danke.

  2. @Maruti
    Sie wissen doch alles beruht auf Täuschung und Manipulation. Wenn einer behauptet das Gold nicht interessant sei, aus Absicherung Gründen, oder als Vermögens Speicher, muss der jenige plausibel darstellen warum dies so sei. Mit Sprüchen, Gold kann man nicht essen, ist es nicht getan. Ein Geldschein, eine Aktie, eine Immobilie, ein Diamant, kann man auch nicht essen. Dagegen kann man sehr wohl, gefüllte Paprika mit Reis und Fleisch, oder gefüllte weinblätter essen. Meine Mutter macht die selbst, ein Genuss!
    Also Gold wird neben Edelsteine, seit Jahrhunderte akzeptiert, solange dies so bleibt warum ändern? Gold hat seine Stellung als Vermögens Speicher und fluchtwährung dutzende male unter Beweis gestellt.

    • @Big Driver
      Trotzdem wurde Gold immer schon manipuliert, von den Staatenlenkern. Entweder verwässerte man das Gold ( Nero) oder verbot es ganz ( Roosevelt).
      Nur so konnten die exorbitanten Staatsausgaben, die eigene Wohllust und Kriege finanziert werden.
      Das ist bis heute so und eine Tatsache.
      Wäre Gold alleiniges Geld, hätte es wahrscheinlich weder der Ersten noch den 2. Weltkrieg geben können.
      Nur, wer will das schon ?
      Eine Welt ohne Krieg, Schulden, Hunger und Not.
      Nicht auszudenken., ganz und gar furchtbar. Maruti gruselt es davor. Das kann doch keiner wirklich wollen.
      Dann könnte einer den Reibach nur mit eigener harter Arbeit machen. Ein Albtraum wäre solches.
      Deshalb muss Gold bekämpft werden, auf allen Ebenen, what ever it takes

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