Sonntag,21.April 2024
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Goldpreis: Marktstärke steht jetzt auf dem Prüfstand

Eine ganze Reihe wichtiger Konjunktur- und Inflationsdaten können Goldpreis und Finanzmärkte in dieser Woche durcheinanderwirbeln.

Silber- und Goldpreis

Am Montagnachmittag um 15:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.029 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.870 Euro. Somit war Gold zu diesem Zeitpunkt mit kleinen Verlusten von 0,3 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent (in Euro) in die neue Handelswoche gestartet. Dagegen gab Silber jeweils um mehr als 1,7 Prozent nach auf 22,54 US-Dollar beziehungsweise 20,78 Euro.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis reagierte in den vergangenen Wochen immer wieder kurzfristig auf Nachrichten in Zusammenhang mit der Inflations-Entwicklung. Die Fed signalisierte zuletzt, dass die Stabilisierung des Verbraucherpreis-Anstiegs auf niedrigem Niveau Voraussetzung für Zinssenkungen sind (Bild: Goldreporter)

Nachdem das Geschehen an den Finanzmärkten zuletzt von den gedämpften Zinssenkungserwartungen geprägt war, wird man sich auch in den kommenden Tagen mit diesem Thema beschäftigen. Denn im Mittelpunkt der neuen Handelswoche stehen unter anderem weitere Inflationsdaten aus Europa und den USA.  

Wochenprogramm

Aber der Reihe nach. Zunächst einmal gibt es Informationen über den Konjunkturverlauf in den USA. Denn am Dienstag erscheinen Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Gebrauchsgüter im Januar sowie das CB-Verbrauchervertrauen und Wirtschaftsberichte der regionalen Notenbanken in Richmond und Dallas. Am Mittwoch erscheint dann die zweite Schätzung über das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2023. Gerechnet wird mit einem Anstieg um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr. In diesem Zusammenhang interessiert die Analysten auch der BIP-Preisindex (GDP Deflator), der von der Fed als primärer Inflationsindikator dient.

Inflation

Am Donnerstag gibt es dann weitere Inflationsdaten. Und diese sind in der Regel besonders relevant für die kurzfristige Goldpreis-Entwicklung. Zunächst erscheinen die Verbraucherpreis-Indizes für Länder der Eurozone einschließlich Deutschland (14 Uhr). Kurz danach wird der bedeutende amerikanische PCE-Preisindex bekanntgegeben. Diese Maßgröße basiert nicht auf einem festen Warenkorb, sondern ergibt sich aus tatsächlich gezahlten Güter- und Dienstleistungspreisen Außerdem werden am Donnerstagnachmittag Angaben zu den privaten Einkünften und Ausgaben sowie die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten bekanntgegeben.

Schließlich werden am Freitag die Februar-Inflation für die gesamte Eurozone genannt und in den USA der ISM-Einkaufsmanager-Index veröffentlicht. Außerdem erscheint das vielbeachtete Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Hinzu kommen öffentliche Auftritte diverser Fed-Mitglieder, darunter Board-Member Adriana D. Kugler und Mary C. Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco.

Gold und Zinserwartungen

In Sachen Zinserwartungen ist der Blick auf die Zahlen des Fed Watch Tools interessant. Denn während eine Zinsänderung nach der Fed-Sitzung im März mittlerweile ausgeschlossen wird (zu 97,5 %), wurde eine Zinssenkung im Mai (Folgesitzung) am US-Terminmarkt am Montagnachmittag auch nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von 19,3 Prozent gehandelt. Erst für die Juni-Sitzung steigt die antizipierte Chance dann deutlich auf einen Wert von 64,7 Prozent.

Goldpreis-Perspektive

Der Goldpreis lief in den vergangenen Wochen weitgehend seitwärts. Am US-Terminmarkt gab es zuletzt Hinweise auf einen kurzfristigen Stimmungswechsel unter den Spekulanten. Allerdings hängt der weitere Kursverlauf weiterhin von den oben geschilderten Rahmenbedingungen ab. Allerdings zeigte Gold mehrfach Stärke im Bereich von 2.000 US-Dollar. Damit diese Schwelle auf Tagesbasis erneut unterschritten wird, bedarf es sicherlich eines stark negativen Katalysators. 

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1 Kommentar

  1. Es gibt immer irgendwelche Ereignisse, welche den Goldpreis nach unten wirbeln und die Schuldscheine nach oben. Nach dem Motto, alles ist positiv für doe Papiere und alles negativ für Gold.
    So gesehen sind Zinsen schlecht für Gold und keine Zinsen natürlich auch.
    Im Prinzip mag es egal sein, wann man sein Gold kauft, so es kontinuierlich in Portionen statt findet.
    Steigen wird es ohnehin wie schon die letzten 70 Jahre auch.
    Es gleicht die Geldentwertung aus und schützt vor einem gierigen Staatsgebilde, so niemand davon erfährt.

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