Sonntag,26.September 2021
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Goldpreis-Rückgang belebt indischen Goldmarkt

Gold, Goldschmuck
Goldschmuck: Der Goldpreis ist gesunken, die Hochzeitssaison kommt. Inder kaufen wieder mehr Gold (Foto: I. Maueröder).

Der indische Goldmarkt kommt in Bewegung. Schmuckhändler rechnen im Januar mit einer Steigerung der Schmucknachfrage um bis zu 20 Prozent. Der niedrigere Goldpreis hilft.

Goldmarkt

Aus Asien kamen lange Zeit keine positiven Nachrichten für den Goldmarkt. Die COVID-19-Pandemie, der Wirtschaftsabschwung und der starke Goldpreis-Anstieg in den vergangenen Jahren hat sich auch in der Nachfrage nach Gold niedergeschlagen. Zu den größten weltweiten Goldkonsumenten gehört Indien. Im Jahr 2010 wurden pro Jahr noch 1.000 Tonnen Gold nachgefragt. 2019 nicht einmal mehr 700 Tonnen. Der Goldpreis-Rückgang hat nun offensichtlich zu einer Belebung der Goldgeschäfte geführt.

Indische Goldnachfrage seit 2010

  • 2010: 1.001 Tonnen
  • 2011: 975 Tonnen (-26 %)
  • 2012: 914 Tonnen (-6 %)
  • 2013: 958 Tonnen (+4,8 %)
  • 2014: 833 Tonnen (-13 %)
  • 2015: 857 Tonnen (+2,9 %)
  • 2016: 666 Tonnen (-22 %)
  • 2017: 770 Tonnen (+5,1 %)
  • 2018: 760 Tonnen (-1,3 %)
  • 2019: 690 Tonnen (-9,2 %)

Nachfrage pro Jahr und Veränderung gegenüber Vorjahr, Quelle: World Gold Council

Indien kauft wieder Gold

Die The Economic Times berichtet, erwarten Händler für Januar eine Steigerung der Schmucknachfrage von bis zu 20 Prozent gegenüber Dezember 2020. Neben dem günstigeren Goldkurs wird auch die Nachfrage im Vorfeld der kommenden Hochzeitssaison als Gründe genannt. Diese startet traditionell im April. Die Juweliere müssen sich im Vorfeld mit Gold eindecken, Hochzeitspaare wählen Ware aus. Aber auch die Hoffnungen auf ein Ende der Corona-Krise spielt laut Händlern eine Rolle. „Die Nachfrage ist in den letzten zehn Tagen zurückgekehrt, nachdem die Angst vor COVID mit den beginnenden Impfungen weicht“, erklärt Ananth Padmanabhan, Geschäftsführer des in Chennai beheimateten Schmuckherstellers NAC Jewellers.

Goldimporte

Die Goldimporte Indiens über die Schweiz haben in den vergangenen Monaten bereits wieder etwas angezogen, nachdem sie im Frühjahr fast zum Stillstand kamen. Im November war das Land der größte Abnehmer von Gold aus eidgenössischen Raffinerien. 22 Tonnen hat man importiert. Der Goldpreis zog in den vergangenen Jahren allerdings auch bei gedämpfter physischer Goldnachfrage aus Asien an. Auch China hielt sich mit Käufen auf dem internationalen Markt zurück. Zuletzt waren es vor allem spekulative Aspekte, die den Goldkurs erst nach oben trieben und dann in eine Konsolidierung mündeten.

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