Donnerstag,07.Juli 2022
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Goldpreis sinkt nach EZB-Entscheidung

Gold, Goldpreis, EZB, Leitzins (Foto: Goldreporter)
Die EZB zögert weiterhin bei der Anhebung des Leitzinsens. Das stärkt kurzfristig den Euro und belastet den Euro-Goldpreis (Foto: Goldreporter).

Die Europäische Zentralbank zögert einmal mehr bei der Anhebung der Zinsen. Der Euro-Goldpreis gab nach der EZB-Entscheidung nach.

Euro-Goldpreis

Der Euro-Goldpreis ist im Anschluss an das EZB-Sitzungsergebnis am Donnerstagnachmittag zurückgekommen. Um 14:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.844 US-Dollar. Das entsprach 1.717 Euro und einem Abschlag von 0,7 Prozent gegenüber Vortag. Damit gelangte der Euro-Goldpreis charttechnisch erneut in kritisches Fahrwasser (Goldpreis in Euro: Spannender Ritt auf der Kante!).

EZB-Entscheidung

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank, eine Zinsanhebung weiter hinauszögern, stärkte kurzfristig den Euro. Ein stärkerer Kurssauschlag, auch beim Euro-Goldpreis, blieb aber zunächst aus. Dies kann auch mit der konkreten Ankündigung der EZB zusammenhängen, zumindest im Juli eine erste Zinserhöhung von 25 Basispunkten vorzunehmen.

Zinsgefälle

Mit der jüngsten EZB-Entscheidung bleibt das deutliche Zinsgefälle zwischen Dollar- und Euro-Raum bestehen. Denn in den Vereinigten Staaten hat die Fed den Leitzins seit März 2020 schon zweimal angehoben – auf zuletzt 0,75 bis 1.00 Prozent. Und für die nächste Sitzung am kommenden Mittwoch wird an den Märkten ein weiterer Schritt um noch einmal 50 Basispunkte antizipiert.

Das Zögern der EZB

Die EZB geriet zuletzt immer stärker unter Druck, ähnlich zu handeln – angesichts ihres eigentlich eindeutigen Mandats der Sicherstellung der Geldwertstabilität. Immerhin ist die Inflation im Euroraum zuletzt von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt, auf zuletzt 8,1 Prozent. EZB-Vertreter bezeichneten die erhöhte Inflation lange Zeit als nur vorübergehendes Phänomen. Und auch im aktuellen Sitzungs-Statement verweist man auf externe Effekte. So heißt es dort: „Im Mai stieg die Inflation erneut deutlich an, vor allem wegen des Anstiegs der Energie- und Lebensmittelpreise, der auch auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen ist.“

Goldpreis-Effekte

Steigende Zinsen sind eigentlich schlecht für den Goldpreis. Denn aus der Sicht von Investoren werden alternative, defensive Anlageformen (wie Geldmarktpapiere) gegenüber Gold attraktiver, je mehr Rendite diese Wertpapiere versprechen.

Unter dem Strich ist aber der Realzins entscheidend, also was nach Abzug der Inflation an Zinserträgen übrig bleibt. Und hier legen Anleger beim Kauf von Anleihen oder Halter von Festgeldguthaben nach wie vor ordentlich drauf.

Gold, Goldpreis, Chart
Goldpreis in Euro im Tagesverlauf am 09.06.22 (Quelle: GodmodeTrader)

Update, 21:00 Uhr: Der Goldpreis hat am Nachmittag nach oben gedreht (siehe Grafik oben). Um 21 Uhr kostet die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.740 Euro. Parallel legte der Euro gegenüber dem US-Dollar eine Kehrtwende ein. Innerhalb weniger Stunden sackte die Gemeinschaftswährung um 1,4 Prozent ab.

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22 Kommentare

  1. Möglich, dass man versehentlich ( das kann schon mal vornommen), den falschen Knopf gedrückt hat und mit den fat finger abgerutscht ist. Gerade zur Mittagszeit, „Pommes and Catsch“ hat man in diesen Kreisen öfters mal solche Finger.
    Jedenfalls ist der Goldpreis wieder angestiegen und der DAX ordentlich runter. Das hat man so nicht gewollt und verspricht Frau Lagarde demnächst eine Pommes Diät einzuhalten und das Bauchfett aufzubauen, damit nicht das Hüftgold noch mehr wird.
    vermehrt wird

  2. Mit den EM Preisen geht es vermutlich noch einige Zeit nicht bergauf, sondern bergab.

    Das kann man daran erkennen, daß die Minen schon wieder Schwindsucht bekommen.

    Macht alles nur gute Laune, wenn man nachkaufen möchte.

    Nur blöd, daß die Inflation weiter ansteigt. Da wird es für einige Anleger auch mit dem nachkaufen schwieriger.

  3. Heute gab es ein Feuerwerk am EU Anleihen Markt. 10 jährige italienische Anleihen sind z.B. jetzt bei 3,7%.
    Die Euro Zentralbanken sitzen jetzt schon durch die gefallenen Bond Preise auf hohen Verlusten.
    Andreas Beck meint ja immer, dass die Verschuldung von z.B. Italien nicht so dramatisch sei, weil die italienische Zentralbank schon um die 30% der Anleihen hält und damit die gezahlten Zinsen am Ende des Jahres wieder in den Staatshaushalt zurückfliessen werden.
    Aber müsste der italienische Staat nicht auch die Verluste der Zentralbank wegen der gefallenen Bondpreise ausgleichen, wodurch diese Einnahmen gleich wieder weg wären?

  4. Höchstens 1 % Zinssteigerung 2022 bei offiziell 8 % Inflation.
    Das ist doch einmal ein deutliches Zeichen der Inflationsbekämpfung.
    Im Internet findet man z.B. dazu:
    „Die EZB wurde 1998 als offizielle Institution der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ihr vorrangiges Ziel ist es, die Preise in den Ländern, die den Euro als Währung verwenden, stabil zu halten“

  5. Die EZB Muppetshow nimmt doch sowieso keiner ernst wenn sie die möglichkeit hätten die Zinsen richtig anzuheben hätten sie das schon längst getan stattdessen wird immer Verzögert begleitet mit leeren geschwafel das sie die Zinsen anheben wollen .Die Wahrheit ist sie können es nicht wegen den südlichen Pleitestaaten aber um zu verhindern dass das Vertrauen in den Euro komplett einbricht müssen sie halt Propaganda betreiben was anderes bleibt denen nicht übrig .

    • @goldi
      Die EZB hat sicher richtig erkannt, dass wir und auf eine deutliche Stagflation zubewegen. Und genau das ist die gefährlichste Konstellation für eine Zentralbank.
      Lässt man die Zinsen niedrig um die Stagnation der Wirtschaft aufzubrechen, droht eine massive Inflation mit Gefährdung der Währung. Hebt man die Zinsen aber an, droht eine Rezession mit massiver Arbeitslosigkeit.
      Ich bin gespannt, wie die EZB da rauskommen will.
      Man hätte sich wie die USA rechtzeitig ein Polster verschaffen müssen und die Zinsen viel früher anheben.
      Nun aber hat man nichts in der Hand. Eigentlich müsste man die Zinsen senken können, nur, das kann man nicht.
      Schon aufgefallen, wie schweigsam die Politik und Industrie geworden ist ?
      Eigentlich müssten die jetzt losbrüllen, nach Hilfen der EZB.

    • Goldi:
      Man kann und will die Zinsen nicht signifikant erhöhen. Die Inflation ist gewollt, die heute angekündigte Zinserhöhung ist dem öffentlichen Druck geschuldet, der sich aufgebaut hat.
      M.E. geht es darum, sich Zeit zu kaufen und den Kopf über Wasser zu halten. Und zwar möglichst so lange, bis Plan B greifen kann. Und der wird gerade vorbereitet.
      Gestern habe ich den Online-Fragebogen des Zensus 2022 zum Grundbesitz abgearbeitet. Uns sollte weis gemacht werden, dass die Erhebung rein statistischen Zwecken diene. Fakt ist, dass genau angegeben werden muss, wem man mit wievielen Personen welche Wohnung mit wievielen Räumen und Quadratmetern zu welcher Nettokaltmiete und welcher Heizung usw. zur Verfügung stellt.
      Mit anderen Worten: hier wird etwas vorbereitet. Vor diesem Hintergrund muss man wohl auch die Reform des Lastenausgleichsgesetzes und die Einführung des geplanten Vermögensregisters sehen. Unabhängig davon ist der Bürger schon seit geraumer Zeit in finanzieller Hinsicht gläsern. Das wird dem deutlich, der mal eine Bafin-Auskunft gesehen hat. Damit wird der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, welche Konten eine Personen mit welchen Guthaben eine Person in Deutschland zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte oder hat.
      Zu gegebener Zeit wird der Staat diese Erkenntnisquellen nutzen und die Bürger zur Ader lassen. So wird er das Spiel verlängern. Ist die Verarmung vollzogen und gibt es nichts mehr zu holen, wird es zur Währungsreform kommen. Dann werden die Schulden der Staaten, aber auch die letzten Guthaben der Bürger futsch sein.

  6. Ich finde die Propaganda der Notenbanken funktionieren prima! Die breite Masse hat es noch nicht gecheckt!

  7. Die breite Masse checkt hier gar nichts mehr ,sie stehen mit dummen Gesicht hinter den Supermarktkassen und studieren verblüfft die Kassenzettel.Allein dazu bei Wahlen die entsprechenden Zeichen zu setzen reicht es schon wieder nicht mehr.Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst….

  8. @Materialist
    Sehr genaue Beschreibung des aktuellen Wahlergebnisses und der Koalitionsverhandlungen in NRW.
    Dieses Volk lernt nicht aus Schaden.
    Es braucht immer den Zusammenbruch, bis es kapiert , was los ist.

    • @Meister Eder
      Und wenn es diesen Zusammenbruch einmal geben sollte, gibt es dann dafür keine Schuldigen.
      Das alte Personal wird das neue sein.. Und das Volk wird es fragen, was zu tun ist.

      • @Goldhase
        Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt genau, was Sie beschreiben.
        Es war fast immer so.
        Es ist frustrierend.
        Der „homo sapiens“ ist wirklich die dümmste Spezies, die der Evolution seit langer Zeit durchgerutscht ist.
        Ich zumindest kenne keine andere Spezies, die sich fortwährend ohne echten Grund gegenseitig umbringt und die eigenen Lebensgrundlagen geplant zerstört.

        „Witz“:
        Erde und Mars begegnen sich im Orbit.
        Mars an Erde: Mensch Erde, Du siehst aber schlecht aus, was ist denn los ?
        Erde: tja, hab mir homo sapiens eingefangen.
        Mars: kein Grund zur Sorge, das geht schneller vorbei als Du denkst.

  9. Täglich grüßt das Murmeltier. Bestimmte Echoräume finden immer wieder hier Ihren Widerhall. Da wird von einem neuem Lastenausgleichsgesetz geschwurbelt, obwohl schon längst als (rechte) Zeitungsente wiederlegt.
    Oder der ewige Mythos von wegen D alimeniert die Südschiene der EU. Stattdessen erhielten die südlichen Krisenländer Bürgschaften und Kredite im dreistelligen Milliardenbereich, zum Teil mit sehr langen Laufzeiten. Nur wenn diese platzen sollten, würden die Geberländer auf den Belastungen sitzenbleiben. Bisher ist ihnen aber kein Schaden entstanden, ganz im Gegenteil: Allein Deutschland hat für das an Griechenland verliehene Geld bis 2018 fast drei Milliarden Euro an Zinsen eingenommen.
    So sieht das einfach mal aus.

    • @Christian
      Das Lastenausgleichsgesetz als rechte Zeitungsente ?
      Aha.
      Am 19.12.2019 und am 21.08. 2021 haben also der Bundestag Zeitungsenten beschlossen, der Bundesrat hat zugestimmt, der Bundespräsident hat die Enten unterzeichnet und sie wurden formal im Bundesanzeiger veröffentlicht ?
      Wo beziehen denn Sie Ihre Informationen her ?
      Insgesamt gibt es 3 neue Gesetze.
      Jedes einzelne schwarz auf weiss zu finden.
      Auch online.

      Habe im Internet einen Artikel von Correctiv o.ä. dazu gefunden, der von Anfang bis Ende dreist und dumm gelogen ist. Wirklich peinlich, wie die sich die Welt zurecht lügen.
      Als wäre alles von der (öffentlich einsehbaren) Tagesordnung der Bundestagssitzungen bis zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger eine Ente.

      Es gibt insgesamt 3 neue Gesetze.
      Können Sie alle selbst finden.

      Fangen Sie mal bei Artikel 21 Sozialergänzungsgesetz an (SozErG).
      Dann den komplett neuen Abschnitt 11 des Sozialgesetzbuchs XIV.
      Und das neue Lastenausgleichsgesetz ab §§ 190 ff.

      Der neue Lastenausgleich gilt ab 01.01. 2024.
      Es steht explizit drin, dass man die Zeit bis dahin für die Vorbereitungsarbeiten benötigt.
      Die laufen gerade: Datenerhebungen mit dem Vorwand Grundsteuerreform und der Zensus 2022.

      Wenn Sie Mieter sind, sehen Sie das ja nicht.
      Die geforderten Daten gehen so in die Details, dass sie unmöglich nur für die vorgegeben Zwecke nötig sein können.
      Besorgen Sie sich mal einen der Fragebögen, die ich als Vermieter ausfüllen muss.
      Danach kennt der Staat ihre Wohnung besser als der Mieter selbst.
      Haben Sie in der Mietwohnung 1 Waschbecken im Bad oder 2 ?
      Dusche oder Badewanne oder Dusche und Badewanne ?
      Der Staat wird es im August wissen.
      Die Namen aller Bewohner muss ich auch noch mal melden.
      Obwohl ich schon beim Einzug mit einer Bestätigung diese Namen etc. an die Meldebehörden schicken musste.
      Die Nettomiete muss ich auch noch mal unterschreiben, obwohl das Finanzamt die seit Jahren auf den Cent genau kennt.
      irgendwie seltsam, oder ?

      Zum Rest Ihrer Ausführungen muss man nichts mehr sagen.
      Spiegel-Propaganda.

      • @Meister Eder
        Mit Verlaub, Ihr Betrag strotzt nur so vor (faktenfreien) Missverständnissen. Das was Sie „Lastenausgleichsgesetz“ nennen, ist das „Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts“. Das hier entscheidende neue 14. Sozialgesetzbuch (SGB XIV) löst das Bundesversorgungsgesetz und das Opferentschädigungsgesetz ab (teils mit äquivalenten Regelungen).
        Im Link als Oroginal-Faksimiles enthalten.
        https://corona-blog.net/2022/01/03/faktencheck-wurde-bereits-2019-der-lastenausgleich-fuer-impfgeschaedigte-beschlossen/
        Aufhänger für die Aufregung war urprünglich ein neuer Passus zur Entschädigung von Impfgeschädigten. Dazu werden alte Regelungen im Infektionsschutzgesetz aufgehoben und das Lastenausgleichsgesetz abgeändert.

        #1 Von interessierter Seite (und von Ihnen) wird seitdem eine „Enteignung“ ab 2024 behauptet. Und da das Thema „Corona“ nicht mehr so zieht, wurde aus der Aufregung um die „Enteignung“ wg. dem Ausgleich von Impfschäden einfach mal eine allgemeine „Enteignung“,
        #2 Ich bin wie die Autoren im Link durchaus der Meinung, dass die Kosten der Krisen des Wirtschafts- und Finanzsystems, von Corona und jetzt Krieg vor allem zu Lasten der Normalbürger ausgeglichen werden. Aktuell: Die Weigerung, (wie Italien und Großbritannien) die Kriegsprofite der Energie-Multis abzuschöpfen.

        Aber das nichts mit dem SGB XIV zu tun !!! Darum geht es!!

        • @Christian
          Diese Diskussion ist mir natürlich bekannt und (wenn Sie meinen Text lesen) von mir auch nicht zitiert oder irgendwie befürwortet.
          Ich kommentiere nicht jeden Blödsinn, den irgendjemand bei Telegram oder sonstwo schreibt.
          Ich halte mich streng an die Gesetzestexte.
          Sie zitieren lediglich den bekannten Lügenartikel aus Correctiv, der sich allein an der (falschen) Thematik „Impfschäden/Corona/Lastenausgleich“ aufhängt.
          Das ist ein billiges Ablenkungsmanöver und Nebenkriegsschauplatz, um vom eigentlichen Thema abzulenken.
          Und bewusst so konstruiert worden.

          Natürlich gibt es keine direkte „Verbindung“ von Corona/Impfschäden zum Thema Lastenausgleich. Das Thema ist viel grösser.

          Also mal ganz in einfachen Worten:
          1.) Der „alte“ Lastenausgleich von 1952 regelte die Zwangsenteignungen zur Versorgung von Kriegsopfern/Kriegsschäden (vereinfacht ausgedrückt).
          2.) Der damalige Zweck „Ausgleich von Schäden des 2 WK“ ist nun ja eigentlich erledigt.
          Folglich bräuchte man das Gesetz nicht mehr.

          3.) Deshalb gibt es nun ab 1.1.2024 den „neuen“ Lastenausgleich.
          Dazu gibt es auch ein extra Gesetz, gut 300 Paragrafen, das LAG.
          Ich habe noch kein Gesetz gesehen, dass der Staat nur aus Langeweile beschlossen hat. Die wurden immer auch angewendet.

          Einer der Zwecke dieses LAG findet sich dann in der „Sozialen Entschädigung“ (21 SozErG, SGB XIV).
          Ein total irrer Gummiparagraf, unter dem man alles machen kann.
          Dass da auch irgendwelche Impfschäden enthalten sein werden ist m.E. logisch.
          Aber kein Grund, deswegen riesen Theorien aufzustellen. Irgendwer muss das bezahlen, entweder so, oder über die Krankenkassen oder die Rentenversicherung.
          Letztlich nur die Frage an welcher Stelle das Geld abgeholt wird.

          Gründe für Soziale Entschädigung gibt es in einem Land, in dem Rentner nach 35 Arbeitsjahren Pfandflaschen sammeln müssen, oder zu Sozialamt müssen, genug.
          Mich stört die absolute Unbestimmtheit des Rechtsbegriffes.

          4.) Dass unsere Regierung so gut wie alles falsch macht, was man falsch machen kann (Tankrabatt-Milliarden direkt in die Gewinne der Ölmultis) ist gewohnte Übung.
          Dass man die Kohle nicht wieder abholt (wie von Ihnen genannt in Italien) ist entweder Blödheit (würde mich nicht wundern) oder Korruption (würde mich auch nicht wundern).
          Ich finde das genauso zum Ko…., wie Sie.
          Auch die „Sanktionen“ gegen Putin sorgen in allererster Linie für die Verarmung von Millionen, aber für gigantische Kriegsgewinne von Rüstung über Big Oil, den Scheichs bis zu Putin (ja auch Russland verdient sich gerade eine goldene Nase) .
          Etwas weniger blöde Politiker wären jetzt echt eine Hilfe.

          5.) Wir werden sehen was passiert. Uns persönlich ist es egal. Die gesamte Familie hat in den letzten 2 Jahren Deutschland verlassen und das Vermögen ist weitgehend auch draussen.

          Heute Abend, wenn unsere Kids von der Arbeit kommen, geht es für 10 Tage in die Toscana. Ist nicht so weit von hier.
          Da ist Berlin erfreulich weit weg.
          Danach können wir gerne weiter diskutieren.

          • MeisterEder:
            In diversen Foren, u.a. Welt, Spiegel und sogar der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, ist mir aufgefallen, dass einzelne Teilnehmer immer wieder bestimmte Meinungen vertreten und bestimmte Argumente vorbringen. Natürlich ist es Zufall, dass es sich stets um die Linie der Politik und des Mainstreams handelt. Und es ist auch Zufall, dass diese Teilnehmer immer durchkommen und zu einzelnen Artikeln teilweise mehrfache Beiträge bringen, währenddessen der normalsterbliche Forist nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung durchkommt, sodass sein Beitrag praktisch ungelesen bleibt.
            An diese “privilegierten“ Foristen verschwende ich meine Zeit nicht, ich ignoriere sie. Das Recht auf Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber es hat auch eine Abwehrfunktion. Jeder kann seine Meinung äußern, aber ich bin nicht verpflichtet, mich mit jeder Meinung zu befassen.

    • Es stimmt schon, das D vom Euro profitiert hat aber mit erheblichen Risiken für die Zukunft. Was sind schon drei Miliarden in 4 Jahren. Da der Euro eine Fehlkonstruktion ist, ist die Chance sehr groß das er platzt. Alimentieren kann man auf verschiedene Weise. Auch damit, dass jetzt die Zinsen eindeutig aus Rücksicht auf hochverschuldete Länder (allen voran Frankreich) nicht angehoben werden können. Das ist halt indirekt. Reformen werden mit dieser Politik verschleppt. Renteneintritsalter ist ein Beispiel.

      • @Herr Cervenka
        Man muss immer genau hinsehen: nicht „Deutschland“ hat profitiert, sondern nur eine kleine Gruppe: die Eigentümer/Aktionäre der Exportindustrie.
        Leutchen wie die BMW-Eigentümer, die Piechs und Winterkorns.

        Davon ist bei den normalen Arbeitnehmern sehr wenig angekommen.
        Man kann schön die Reallohnentwicklung der EU-Länder vergleichen.
        Deutschland ganz hinten.
        Die Rechnung dafür zahlt aber wieder der „kleine Mann“.
        Da müssen wir gar nicht mit Brüsseler Umverteilung oder Target 2 kommen.
        Ganz einfach: durch den im Wechselkurs fallenden Euro werden alle Importe teurer, von Energie (Öl/GAS) bis Bananen.
        Auch die erneuerbaren Energien werden fast komplett importiert (Photovoltaik aus China, Akkus , Motoren etc. für Elektroautos ebenso.)
        Wäre „ohne Euro“ alles mindestens 30 % billiger.

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