Montag,16.Mai 2022
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Gold und Aktien: Wie lange hält die Kurserholung?

Gold, Goldpreis, Anleihen, Renditen (Foto: Goldreporter)
Erstmals seit September 2014 rentieren deutsche 10-jährige Staatsanleihen in unserer wöchentlichen Analyse wieder über 1 Prozent (Foto: Goldreporter).

Steht nun erneut ein „Turnaround Tuesday“ an? Wie werden Aktien, Anleiherenditen und der Goldpreis auf die Inflationszahlen reagieren?

Kurserholung

Freitag und Montag schwach, Dienstag Kurserholung. Das war in den vergangenen Monaten immer wieder ein typischer Wochenverlauf an den Börsen. Sehen wir heute auch den „Turnaround Tuesday“? Mit den Aktienkursen kamen gestern alle Anlageklassen unter Druck. Auch der Goldpreis verzeichnete Abgaben.

Goldpreis

Am heutigen Vormittag waren auch die Edelmetalle zunächst auf Erholungskurs. Um 9 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.860 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.761 Euro. In beiden Fällen gewann der Kurs rund 0,3 Prozent gegenüber Vortag. Dagegen zeigte der Silberpreis wie üblich ein größere Kursveränderung. Mit 22,00 US-Dollar beziehungsweise 20,81 Euro ging es 1 Prozent voran.

Steigende Marktzinsen

Und auch die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kam gegenüber Vortag wieder etwas deutlicher zurück. Am Montag hatten diese noch mit 3,19 Prozent rentiert. Einen Tag später waren es noch 3,04 Prozent. Aber dies ändert nichts an dem weiteren kontinuierlichen Anstieg der Marktzinsen. Denn gegenüber Vorwoche sehen wir erneut klare Aufschläge.

Beispielsweise rentieren deutsche 10-jährige Staatsanleihen in unserer wöchentlichen Analyse nun erstmals seit dem 19. September 2014 wieder mit mehr als einem Prozent. Währenddessen sind es bei den südlichen Euro-Staaten mehr als 2 Prozent. Und die Renditen Italiens und Griechenlands kletterten schon über 3 Prozent.

Ausblick Goldpreis und Aktien

Die Aktienindizes befinden sich in einem Bärenmarkt. In diesem Abwärtstrend wird es immer Erholungsphasen geben, in denen Investoren die höheren Kurse nutzen, um sich erneut von Papieren zu trennen. Spannend wird es am spätestens am Mittwoch, wenn in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht werden. Hinweise auf eine Entspannung bei den Verbraucherpreisen könnte die Aktienmärkte kurzzeitig etwas stärker beflügeln und die Edelmetallkurse womöglich weiter belasten.

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13 Kommentare

  1. Gibt es den „Focus“ eigentlich noch? Egal, es gilt einmal mehr ‚Daten, Daten, Daten und an die Leser denken‘.

    Die aktuelle Erhebung des ZEW ist draußen.
    Der ZEW-Index ist ein Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung [ZEW]. Dabei werden rund 400 Analysten und institutionelle Anleger nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt.
    Der ZEW-Index gilt als richtungweisend für den noch prominenteren ifo-Geschäftsklimaindex. Der historische Mittelwert liegt bei 24,8.

    Der Index [Konjunkturerwartung] ist mit -36,5 Punkten äußerst schwach ausgefallen [Prognose war -35,0; Vormonat war -30,0]. Das ist der dritte Rückgang in Folge. Dazu das ZEW: Sehr, sehr schlecht.

    Die Einschätzung der aktuellen Lage ist dagegen etwas besser als befürchtet – sie liegt mit -34,3 über der Erwartung (Prognose war -42,0; Vormonat war -41,0). Dennoch: Der Aggregatzustand ist schockgefrostet.

    https://pbs.twimg.com/media/FSYprBPXMAAwXcC?format=png&name=900×900

    Geh‘ n sie mit, Geh‘ n sie mit
    Geh‘ n sie mit, Geh‘ n sie mit
    Geh‘ n sie mit der Konjunktur, Geh‘ n sie mit, Geh‘ n sie mit
    Geh‘ n sie mit auf diese Tour

    Mein Freund hat ’ne Freundin und die ist Gott sei Dank
    Chefsekretärin bei ’nem Boss von ’ner Bank der Chef geht mit ihr soupieren und gibt im Schwips für unsere Aktien ein paar Tipps
    Drum: Geh‘ n sie mit der Konjunktur

    Geld das ist auf dieser Welt der einz’ge Kitt der hält wenn man davon genügend hat

    Hazy Osterwald Sextett

      • @Christian

        Toll, was für ein Prachtexemplar in Sachen manipulativ verbreitete, tendenziöse Berichterstattung. Fast schon Fake News. Wäre wunderbares Anschauungsmaterial für ein Proseminar ‚Medienkritik – problematische Medienentwicklungen und interessengeleiteter Journalismus‘. Darf ich es verwenden?

        Nochmal zur Sache: Der ZEW-Index soll definitionsgemäß auf die mittlere Zukunft ausgerichtete Erwartungshaltungen abbilden. Und hier sind die Daten zur Konjunkturentwicklung einfach mal unterirdisch. Claro, quasi als Beifang fragt man auch danach, wie sich die aktuelle Situation gestaltet. Das ist aber nicht, wie von n-tv suggeriert, die Intention der Datenerhebung.

        Mal ganz abgesehen davon, dass man nicht ernsthaft einen „steigenden Index“ lauthals verkünden kann, der, frei nach Solschenizyn, aus dem tiefsten Kreis der Hölle kommt – und selbigen auch keineswegs verlassen hat.

        Jedenfalls ein netter Versuch.

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  3. Bei den Aktien ist der Anstieg reine Bauernfängerei.
    Man versucht ein paar Unbedarfte rein zu locken und verkündet, nun haben wir Einstiegs Preise. Nichts von dem. Nach ein paar Tagen wird es wieder drastisch abwärts gehen. Der faire Wert des DAX liegt bei etwa 5.000 und der DOW bei etwa 10.000 nach heutigen Punkten
    Alles darüber sind überteuerte Wucherpreise, so oder so.

  4. Wir haben vor nicht mal 3 Monaten einen Goldpreis von 2050 Dollar gesehen. Nun steht er etwa bei 1840 Dollar.
    Glatte 209 Dollar weniger, trotz massiver Inflation, trotz Krieg und anderem Unbill.
    Wie gesagt, für das Bankenkartell ist es ein leichtes, den Preis um etwa 250 Dollar tiefer zu legen. Das haben die in den letzten Jahren gefühlt ein duzend mal hinbekommen.
    Wir nähern uns 1800 und bei etwa 1780, welche wahrscheinlich kommen, wird sich entscheiden, ob Rebound oder durchreichen bis 1640 Dollar bzw. 1550 Euro.
    Ich sehe jetzt schon fassungslose Anleger, welche den Krügerrand vor 3 oder 4 Wochen zu fast 1980 Euro erworben, nein, dem Händler beinahe aus der Hand gerissen haben.
    Sollte es also tatsächlich bis 1550 Euro runter gehen, wäre das ein absoluter Kaufpreis, erst mal.
    (Es könnte auch durchaus noch darunter gehen, sollte der Krieg enden und die Zinsen weiter anziehen.)
    Nichts ist unmöglich, auch ein wieder Erstarken des Euro
    Richtung 1.15 zum Dollar. Und das würden 1420 Euro das Unzerl bedeuten. Ich will es mir gar nicht ausmalen, was das bedeutet.

    • @Maruti
      Also, wenn ich das so lese, dann hat der Kollege @Meister Propper voll ins Schwarze getroffen! Ist das eigentlich so eine Art Tourette;)?
      Und sag mal, hast Du Dir die Lizenz zum Spammen selbst ausgestellt?
      Fragen über Fragen.
      (Bitte keine Schwurbel-Antwort, die verstehe einfach nicht!!)

  5. Maruti:
    Was sollen bloß die Leute machen, die die von Ihnen prognostizierten Tiefs allesamt verpasst haben und die nun auf Bergen von Geld sitzen?

    • @racew
      Ist doch ganz einfach.
      Warten. Die monätere Inflation spielt keine Rolle, da wie man gerade sieht, Gold ganz ordentlich mit inflationiert.

  6. @maruti
    Kaufen, wenn es nichts mehr wert ist. War doch Ihr Credo, hoffentlich verpassen Sie es diesmal nicht (wie den 08.93.2021, wo ich selbst erfreut zugegriffen hatte)…

    • @goldtiger
      Richtig, kaufen, wenn die Medien oder Tenhagen wieder mal schreiben, Gold ist bald nichts mehr wert.
      Das absolute Tief werden Sie nicht erwischen, höchstens hinterher.
      Übrigens, falls Sie sich erinnern, habe ich im Sommer 2020, als Gold bei 2.000 und darüber stand, geraten, doch mit dem Kauf bitte sehr wenigstens bis Frühjahr 2021 zu warten. Dafür erntete ich natürlich viel Spott.
      Wie ich erfreut feststelle, gehören Sie offenbar zu denen, welche meinen Rat befolgt haben.
      Nun habe ich wieder geraten, auf etwas tiefere Preise zu warten. Und ? Immerhin schon 200 Dollar günstiger.
      Ja, Himmel, natürlich soll man Gold kaufen, wenn keiner mehr kaufen will und nicht wenn alle kaufen, weil die Kanonen donnern.
      Ist das so schwer zu verstehen ?
      Auch ich werde zu teuer kaufen, weil auch ich das absolute Tief nicht erwischen werde.
      Trotzdem, eine unumstössliche Regel:
      „Niemals, nie, kaufen, wenn alle meinen es geht nur noch rauf und bald gibt es womöglich kein Gold mehr zu kaufen. Man soll schnell handeln und sein Geld in Sicherheit bringen.“
      Das ist gefährlicher Unsinn und hat manchem hier schon viel Geld gekostet.

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  8. Zusammenfassend kann man sagen, wer dachte der Dollar sei eine “ Schrottwährung“ und ohnehin “ Pleite“
    wird nun wieder einmal eines Besseren belehrt.
    Die USA ist stark wie nie zu vor und das US Finanzwesen der Mittelpunkt von allem.
    Nicht der Dollar ist pleite, wir sind es mit unserem Euro Konstrukt. Die türkische Lira, die ehemals italienische Lira oder die Drachmen lassen grüssen.
    Man stelle sich darauf ein. Auf ehemals südeuropäische Verhältnisse. Hier lacht man nur darüber.
    Inflation ? hatten wir schon immer. Pleite ? waren wir schon immer.
    Schöne Grüsse aus Sizilien, demnächst wieder Malta, sendet
    Maruti

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