Samstag,15.Juni 2024
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Goldpreis: Was passiert jetzt?

Neue US-Arbeitsmarktdaten und weiterhin die US-Schuldenobergrenze stehen diese Woche im Fokus. Wie reagieren Zinsen und Goldpreis?

Goldpreis-Konsolidierung

Der Goldpreis bewegte sich zuletzt an der Grenze zu 1.950 US-Dollars pro Unze. Am Dienstagvormittag um 8:45 Uhr notierte Gold am Spotmarkt mit 1.936 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.810 Euro. Damit befand sich das Edelmetall weiter auf einem Konsolidierungspfad.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis war bis zuletzt auf Konsolidierungskurs und notiert an kritischen technischen Marken. Am Terminmarkt haben Short-Seller bereits erhebliche Positionen glattgestellt. Welches Gewicht haben nun die anstehenden Wirtschaftsdaten? (Bild: Goldreporter)

Auch wenn sich am US-Terminmarkt zuletzt eine kurzfristige Bodenbildung andeutet, derzeit fehlen die fundamentalen Impulse. Außerdem notiert der Goldpreis nun unmittelbar in der Nähe wichtiger charttechnischer Unterstützungen. Insbesondere die Marke von 1.940 US-Dollar ist in dieser Hinsicht von großer Bedeutung (Goldpreis: Hier entscheidet sich das Gefecht!).

US-Schuldenobergrenze

Aber in dieser Woche stehen noch Termine an, die für Bewegung an den Märkten sorgen können. Zunächst einmal zeichnete sich am Wochenende ein Ende des Streits um die Anhebung der US-Schuldenobergrenze ab. Allerdings hatte diese Debatte bislang nie wirklich großen Einfluss auf die Kurse. Doch die Kuh ist noch nicht vom Eis. Denn der vorgelegte Deal über einen 2-Jahres-Plan muss noch durch den Kongress. Die meisten Investoren gingen bislang davon aus, dass es in letzter Minute eine Einigung geben würde. Ist der Optimismus gerechtfertigt?

US-Arbeitsmarktdaten

Auf dem Programm stehen in dieser Woche unter anderem noch neuen Inflationsdaten aus Deutschland (Mittwoch) sowie am Donnerstag die Einzelhandelsumsätze im April. Nachdem das Land zuletzt in die Rezession gerutscht ist, könnte es hier weitere schlechte Nachrichten geben. Dagegen werden in den USA neue Arbeitsmarktdaten gemeldet – die JOLT Job Openings am Mittwoch und „Non-Farm Payrolls“ am Freitag, sowie einige weitere bedeutende Konjunktur-Indikatoren.

Zinsentwicklung

Währenddessen zeigt sich bei der Entwicklung der Marktzinsen kein einheitliches Bild. So ist die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gegenüber Vorwoche leicht gestiegen auf 3,76 Prozent. Dagegen rentierten die europäischen Bonds niedriger. Beispielsweise brachten deutsche 10-Jährige 2,43 Prozent, nach 2,46 Prozent in der Vorwoche. Die Entwicklung spiegelt gedämpfte Inflations- und Leitzinserwartungen wider, zumal die europäischen Wirtschaftsdaten sich zuletzt vielfach eintrübten.

Anleihen, Zinsen, Renditen. Länder

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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8 Kommentare

  1. Der Goldpreis scheint sich wieder einmal in kleinen Treppchen rauf zu bewegen. Eben 1653 $.
    Das schreit förmlich nach senkrechten Balkonabwurf am Nachmittag.
    Kämpfte man noch vor 2 Wochen um die 2.000 Grenze, scheint es nun die 1940 Grenze zu sein.
    Danach die 1900 Grenze im Fokus ?
    Für Goldkäufer bleiben eben nur Kleinstmengen in Etappen und genau das scheint ja auch gewollt.
    Ein Goldsammler soll sich eben niemals zu sicher fühlen können.
    Auch gut, wir sind vorsichtig und riskieren niemals zu viel. Keine Chance, ihr Player beim Kartell.

  2. Wie passt das zusammen? Hui deutlich im Minus, Gold im Plus! Dazu stark fallender Goldpreis. Logisch ist das für ich nicht wirklich!

    • @ Stillhalter
      Die 1932-1936.- usd ist eine massive Unterstützung, daran ist der Kurs zurück geprallt.
      Mal sehen ob Der halten wird die nächsten Tage.
      Das war auch der Grund warum ich nicht mehr short gegangen bin, hab das vor ein paar Wochen @ Maruti geschrieben
      Liebe Grüße aus Wien

      • @ukunda

        Danke! Das könnte wirklich der Grund sein, anders kann ich mir das auch nicht erklären.

          • @Jogi

            … lesen kann ich den Goldreporter sehr wohl.

            Wie es mir scheint haben Sie allerdings den Sinn eines Forums nicht verstanden. Es geht da nämlich um Meinungsäußerungen und Diskussionen und nicht um Belehrungen.

            Was der Goldreporter schreibt ist nämlich auch nicht in Stein gemeißelt.

  3. Hallo Zusammem
    Ich möchte wirklich niemanden in diesem Forum beeinflussen oder belehren. Ein Investment in Gold ist eine gute Sache.
    Es ist nur so, dass die 2000 er Grenze je unze in Dollar eine Maginotlinie zu sein scheint, der Goldpreis ist dort zum 7. Mal abgeprallt. Dunkle Mächte drücken den Goldpreis nach unten, sobald er 2000 oder mehr in Dollar je Unze erreicht. Vermutlich ist J.P Morgan in Zusammenhang mit dem Derivatemarkt der Uebeltäter. Ich bin gespannt, wann diese Maginotlinie fällt. Gemäss Egon von Greyerz, dem Goldpapst, dauert es nicht mehr lange.
    Silber strapaziert die Nerven der Anleger noch stärker. Die 26 Dollar je Unze sind fast unüberwindbar. Ich hoffe doch, dass es irgend wann klappt.
    Beste Güsse aus der Schweiz

    • Diese maginot Linie wird bald fallen, Kartell hin oder her.
      In allen Währungen ist Gold auf allzeithoch oder knapp darunter. Wieso soll dies in Fiat USA Dollar anders sein.
      Im naher Zukunft wird Gold wie ein Messer durch die Butter über 2100 Dollar steigen! Ich würde vieles darauf wetten….

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