Donnerstag,01.Dezember 2022
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Goldpreis: Wie schwer wiegen diese Termine?

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In Sachen Goldpreis werden die Investoren weiterhin auf Nachrichten achten, die die Inflations- und Zinserwartungen tangieren.

Zumindest auf Euro-Basis ist beim Goldpreis der Kampf um die 1.700er-Marke wieder eröffnet. Zahlreiche bedeutsame Berichtstermine bieten ein spannendes Umfeld. 

Goldpreis

Der Goldpreis hat sich vergangene Woche wieder an die 1.700er-Marke herangetastet. Und zumindest auf Euro-Basis wurde ein Wochenschlusskurs oberhalb dieser Schwelle nur leicht verfehlt. Als Belastungsfaktoren dominieren die steigenden US-Zinsen sowie technische Faktoren. Durch den anhaltend (relativ) starken US-Dollar erhielt der Euro-Goldpreis bis zuletzt etwas Rückenwind. Und einmal mehr erwartet uns eine interessante Berichtswoche – insbesondere aus europäischer Perspektive.

Verfallstermine

Aber zunächst einmal stehen an der US-Terminbörse Verfallstermine an. Denn am Dienstag werden die Oktober-Optionen auf Gold und Silber letztmalig gehandelt. Und am Mittwoch ist letzter Handelstage der entsprechenden September-Kontrakte. Dabei kommt es in diesem Umfeld immer wieder zu volatilen Bewegungen beim Silber- und Goldpreis.

Deutsche Konjunkturdaten

Währenddessen könnte im Verlauf der Woche der Druck auf die Europäische Zentralbank weiter steigen. Denn insbesondere aus Deutschland kommen wichtige Konjunkturdaten. Am Montag um 10 Uhr wird der ifo-Geschäftsklima-Index veröffentlicht. Am Mittwoch folgt das GfK-Verbrauchervertrauen und am Donnerstag gibt es die erste (in der Regel bestätigte) Schätzung der deutschen Inflationsrate im Monat September. Abschließend werden am Freitag die Einzelhandelsumsätze im August sowie die aktuellen Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland bekanntgegeben. Am gleichen Tag veröffentlicht Eurostat auch die neuen Inflationsdaten der Eurozone.

US-Wirtschaft

Aber auch aus den USA werden bedeutende Wirtschaftszahlen erwartet. Dazu gehören am Dienstag die Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter, die Neubauverkäufe sowie am Donnerstag die zweite Schätzung des BIP-Wachstums im zweiten Quartal und am Freitag Zahlen zu den Einkommen und Ausgaben der US-Amerikaner sowie der PCE-Preis-Index.

Außerdem melden sich in den kommenden Tagen immer wieder zahlreiche Zentralbanker aus den USA in öffentlichen Auftritten zu Wort. Unter anderem spricht Fed-Präsident Jerome Powell am Mittwoch auf der Community Banking Research Conference in St. Louis.

Goldpreis-Perspektive

In Sachen Goldpreis werden die Investoren weiterhin auf Nachrichten achten, die die Inflations- und Zinserwartungen tangieren. Auch das Momentum (Charttechnik) spielt hier eine Rolle. Ende vergangener Woche kamen die Edelmetalle nach zwischenzeitlicher Erholung gemeinsam mit den Aktienmärkten wieder etwas stärker zurück. Und am US-Terminmarkt herrschte in Sachen Gold zuletzt düstere Bärenstimmung: Goldpreis: Beschleunigter Ausverkauf am US-Terminmarkt.

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17 Kommentare

  1. Liebe Gemeinde, Italien hat gewählt und sich nicht für Brüssel – Lakaien entschieden.
    Es ist, wie es eben ist.
    Was wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach für die Restlebenserwartung unserer bereits halbtoten Währung (heute bin ich Optimist, sonst hätte ich nicht halbtot geschrieben ) bedeuten ?

    Der alte Schreinermeister kramt gerade nach dem Bauplan eines Billig-Sarges.
    Wird wohl Zeit, mit dieser Arbeit zu beginnen .

    • @meisterEder
      Italiens Regierungen haben eine sehr begrenzte Haltbarkeit, insbesondere die Koalitionen.
      Und noch immer gilt die Aussage:
      Wer die Macht über das Geld hat, dem kann jede Regierung gleichgültig sein. Und die Macht hat die FED und die EZB.
      Gold hat die 1640 Dollar erreicht, jene Marke, welche seit 2-3 Jahren immer wieder prognostiziert wurde.
      Nun kommt es darauf an. Wird diese unterschritten, sehen wir in kurzer Zeit die 1580 Dollar.
      Danach können bei Versagen der Goldbullen sogar die 1550 oder 1480 erreicht werden.
      In Euro wären das etwa gleich, vorausgesetzt dieser erreicht wieder die Parität nach oben, sonst kann man
      60-70 EUR dazu ansetzen.
      Nach wie vor behaupte ich, alles unter 1750 Dollar sind Kaufpreise.
      Da aber ohnehin keiner hört, bitte nicht später unter neuem Pseudonym erzählen, ma hätte zu 1640 Dollar gekauft.
      Wer jetzt kauft, soll es jetzt sagen oder schweigen.
      Ich habe letzte Woche 10 Krügerrand gekauft.

      • @maruti
        Seit über 10 Jahre kaufe ich regelmäßig.
        Meine ersten beiden – 1 Krügerrand und eine Unze Maple um 1360 Euro das Stück.
        Dann begann der Absturz, jede Unze was ich kaufte, war gleich drauf deutlich billiger.
        Der Absturz ging bis 890 Euro.
        Den teuersten Phil kauft ich ca. vor 1 Jahr – mit Porto 1930 Euro.
        Etliche mit 1850 Euro.
        Im Schnitt ca. 450 pro Unze nominal im plus.
        Rechne ich die echte Inflation bin ich sicher im minus.
        Trotzdem sehr zufrieden mit Gold.

        Silber habe ich ca. 50 kg.
        Zum Glück spät eingestiegen, ca. 17 Euro die Unze.
        Im Einkauf ist Silber zwar deutlich gestiegen, im Verkauf (noch) extrem billig.
        Goldvorsorge hat jetzt billige Münzbarren, um 800 Euro das Kilo.

        • @bauernbua
          Eben. Das ist das Normal bei allen Goldanlegern.
          Meist kauft man im Nachhinein zu teuer. Selten billig. Alle, welche auf billig warten, kaufen gar nicht und haben eben bis heute kein Gold oder Silber.
          Prinzipiell ist das doch bei allen Gütern so. Ob Fernseher, Waschmaschine oder Auto. Selbst bei Urlaubsreisen ist das nicht anders. Und bei Aktionären ohnehin. Die haben alle, ohne Ausnahme, zu teuer gekauft.

      • @Maruti
        Auch wenn die neue Italienische Regierung nur 1 Jahr schafft, in der Zeit können die für viel Blutdruck in Brüssel und Frankfurt sorgen.
        Der alte Schreinermeister fängt jetzt langsam an, seinen Vorrat an Sargnägeln für den Euro
        (aus feierlichen Gründen die gelben runden Teile) Richtung Zielmenge aufzubauen.

        HABEN ist jetzt wichtiger, als vielleicht irgendwann 20 Euro billiger bekommen können, aber dann vor leeren Läden zu stehen.
        Das alte Murmeltier wittert den ersten Schnee.

        • @Meister Eder
          Wenn das Schneebrett zu dick ist, kommt es als Lawine runter.
          https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/target2/target2-saldo/target2-saldo-603478
          TARGET2-Saldo – Forderungen der Bundesbank aus TARGET2
          Stand zum 31. August 2022: 1.245.013.839.004,15 €
          Diese Zwangsjacke läßt sich nicht abstreifen. Aber dennoch sollen mir BILD & Co. mal erklären, wie es kommt, daß „Rechte“ an der Macht in Rom und Budapest böse sind, während die Wolfsangel-Demokraten in Kiew von uns Waffen geschenkt bekommen, wir gerne für sie frieren und irre Preise für Gas und Strom ihnen zuliebe bezahlen. Heute mit 180kg Obst zur Mosterei und mit 180 Flaschen á 0,7l Saft-Gemische wieder zurück. Am Wochenende wieder mal gesammelt. Es haben schon etliche Bäcker ihre Läden geschlossen wegen der gestiegenen Preise für Energie. Straßengraben-Wildschweine mit Brille sind mit Murmeltieren wohl seelenverwandt.

          • Geehrter Wolfgang Schneider,
            Du machst das goldrichtig.
            Was Deine Analogie mit der Lawine angeht: ist dem Murmeltier mit ausreichend Vorräten tief genug unter der Erde reichlich egal, ob oben eine Lawine drüberrauscht.
            Wer (bildlich) Mitte November auf 2000 Meter Seehöhe noch mit der Badhose und einer Dose Cola als Vorrat rumläuft, bekommt dann eben in 3d mit, was Charles Darwin mit Ausselektion gemeint hat.

    • @Schreiner Meister
      Maruti hat leider recht, es spielt überhaupt keine Rolle welche Regierung an der Macht ist. Die müssen das machen was die „großen“ denen vorgeben.
      Selbst wenn bei uns die AFD mit Abstand stärkste Kraft werden würde, würden die morgen nicht wissen was sie heute erzählt haben:-)

      • @SAURE
        Vor 4 Jahren hätte ich das auch gesagt.
        Aber der Blick in die Geschichte zeigt, dass immer irgendwann der Punkt gekommen ist, wann die Strippenzieher dann doch die Macht verloren haben, weil die Sache ausser Kontrolle geraten ist.
        1789 Paris, 1917 St. Petersburg, 1989 Leipzig und und….
        1923 Reichsbank, 1929 Börse NY……
        Wer hätte 1987 darauf gewettet, dass die DDR 2 Jahre später Geschichte ist?

        Der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.
        Irgendwann kommt er. Meistens überraschend.

        In stabilen Zeiten, haben diese Machtsysteme eine unglaubliche Stabilität und halten viel Stress aus.
        Die Finanzkrisen 2000 und 2008 waren ein echter Hammer, aber man hat das System mit Gewalt und geballten Kräften irgendwie am Laufen gehalten.
        Bis jetzt.

        Kennen Sie das Spiel, an einer Büroklammer herumzubiegen ?
        Ohne Werkzeug bekommt man die eigentlich nicht kaputt.
        Aber wenn man oft genug an einer Stelle biegt, bricht sie irgendwann.
        Und man merkt es erst kurz davor.

        Davor hat der alte Schreinermeister Angst.
        Der nette Kölner Spruch: et is noch emmer jut jejange….
        Und plötzlich eben nicht mehr.

        DIE Wahl in Italien ist wieder eine Biegung in der Büroklammer.
        Mal sehen.
        Wir sind lieber vorbereitet.
        Und wenn uns Gold nur 30 % Verlust an der Börse in 10 Monaten erspart hat, auch ganz erfreulich.

        Ist es nicht ein wahnsinnig tolles beruhigendes Gefühl, wenn man jetzt ins Bett geht und beruhigt schlafen kann, weil es einem eigentlich komplett egal sei kann, was die da in Rom veranstalten und was das für den Euro bedeuten kann ?

        Sagte der Goldbug am 26.9.2022: war was ?

        • Meister Eder:
          Durch Zufall ergab sich mir heute ein Gespräch mit einem älteren Herrn, ein Flüchtling in Syrien. Er sagte, Nachbarn, die jahrelang friedlich nebeneinander gelebt hatten, haben sich nach Kriegsausbruch plötzlich massakriert. Er habe zwei Häuser zurücklassen müssen. Mittlerweile seien die Fliesen von den Böden und Wänden geklaut worden. Selbst die Wasserrohre habe man aus den Wänden gerissen. Frieden halte er auch in 100 Jahren nicht für machbar. Natürlich weiß ich nicht, ob diese Mitteilungen zu 100 % zutreffend sind. Aber deutlich wurde abermals, dass der Mensch der größte Unsicherheitsfaktor ist. Die beste Absicherung und Vorsorge kann dieses Risiko wohl verringern, aber ausschliessen kann sie dieses nicht.

          • @Racew
            Der Mensch mit all seinen Fehlern (Dummheit, Gier….) ist immer das Hauptproblem, da reicht ein Blick in die Geschichte.
            Und manche Menschen sind ein Glück für ihr enges Umfeld.

            Die Geschichte des Flüchtlings zeigt aber noch ein Faktum: Gold ist die ideale Fluchtwährung, wenn man weg muss. Die Immobilien sind weg.

  2. @ all,auch nach dem Rechtsruck in Italien „Italy first „passiert nichts,es wird auch nichts mehr passieren,Gold +- 50 € mehr nicht!

    • Ich bin mir fast sicher das die melone in italia sich als systemkonform raustellen wird weil sie keine chance hat den druck den sie ausgesetzt sein wird auszuhalten und als Frau noch weniger ,das ist übrigens auch der grund warum darauf gedrängt wird mehr Frauen in Führungspositionen zu installieren die gehorchen besser als Männer .

    • @excellent
      Nunja, bis 1550 Dollar kann es runter gehen.In Euro rechne ich mit 1630.
      Tatsache ist, der Euro verfällt weiter. Die Exportmaschine könnte profitieren, wenn sie denn produzieren könnte.
      Möglicherweise sehen wir 50 Dollarcent für einen EUR.
      Für 1 Dollar muss man dann 2 EUR hinlegen.
      Ich habe es schon mal geschrieben. Und erlebt. Für einen Dollar musste man fast 4 DM hinblättern und ich flüchtete von einer Karibikinsel.
      Stell Dir vor, Öl kostet 60 Dollar, aber man muss 120 EUR bezahlen. Dann gutes Nächtle, Deutschland und EU.

    • Ich folge…
      Was will man mit Gold zu diesen Zeiten überhaupt falsch machen?
      @urkunda
      Wie siehst du die minen? Habe Pulver trocken fürchte mich aber vor einem aktiencrash der die minen natürlich mit runterreißen würde.

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