Donnerstag,25.Juli 2024
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Goldproduktion: Diese Länder fördern das meiste Gold

Laut einer Schätzung des USGS hielten Australien und Russland 2023 Platz 2 in der Liste der größten Gold-Förderländer. China bleibt führend.

Alles geförderte Gold der Welt

Einmal im Jahr veröffentlicht der U.S. Geological Survey (USGS) Zahlen zur weltweiten Goldproduktion. Aus den aktuellen Daten geht die Rangliste der im Jahr 2023 führenden Länder hervor. Allerdings handelt es sich hier um vorläufige Schätzungen. Demnach hat China mit 370 Tonnen erneut das meiste Gold produziert. Auf Rang zwei folgen Australien und Russland, die innerhalb eines Jahres jeweils geschätzte 310 Tonnen förderten.

Gold, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
2023 lief voraussichtlich weniger Gold über die Bänder der Förderbetriebe als 2022. Der USGS schätzt die Menge auf 3.000 Tonnen. An verbleibenden Goldreserven in der Erde soll es noch rund 59.000 Tonnen Gold geben (Bild: Goldreporter).

Goldproduktion rückläufig

Auch an den weiteren Plätzen hat sich nichts geändert (siehe Tabelle unten). Denn insgesamt gibt es nur vier Länder, in denen mindestens 200 Tonnen Gold gefördert wurden, dazu gehört noch Kanada. Daneben schafften laut den USGS-Zahlen zehn Staaten eine Goldproduktion von mehr als 100 Tonnen. In dieser Liga führten zuletzt die USA. Allerdings sehen wir hier eine weiteren Rückgang gegenüber Vorjahr um voraussichtlich knapp 2 Prozent. Währenddessen beziffert der USGS die gesamte weltweite in 2023 erzielte Fördermenge mit (gerundeten) 3.000 Tonnen. Damit förderten die Länder wohl 60 Tonnen weniger als 2022.

Geologische Reichweite

Als verbleibende, bekannte Goldreserven nennt das geologische Institut 59.000 Tonnen. Zahlenspiel: Bei gleichbleibender Goldproduktion wären die verbleibenden Goldvorkommen der Erde in 20 Jahren erschöpft.

Aber diese geologische Reichweite ist eine rein hypothetische Zahl. Denn die Goldförderung wird nicht schlagartig enden. Womöglich entdecken die Bergbauunternehmen neue Goldvorkommen. Oder Gold, das bislang aus wirtschaftlichen Gründen nicht als abbaubar angesehen wurde, kann mit einem gestiegenen Goldpreis rentabel gefördert werden. So schätzte der USGS die verbleibenden Reserven im vergangenen Jahr noch auf 52.000 Tonnen.

Diese Länder förderten 2023 das meiste Gold

Minenproduktion in tReserven
RangLand2023*202220212023
1China3703723293.000
2Australien31031431512.000
3Russland31031032011.100
4Kanada2002062232.300
5USA1701731873.000
6Kasachstan130115116*1.000
7Mexiko1201201201.400
8Indonesien11010566*2.600
9Sdafrika10089107*5.000
10Usbekistan1001041001.800
11Ghana9088881.000
12Peru909797*2.300
13Brasilien6061612.400
14Burkina Faso605867k.A.
15Mali606451*800
16Tansania605760420
andere Länder7007266269.200
Weltweit3.0003.0603.09059.000
*geschätztAlle Zahlen gerundetQuelle: USGS

Goldpreis-Basis

Aber die Darstellung verdeutlicht: Gold ist eine endliche Ressource. Denn das Metall kann nicht beliebig vermehrt werden, anders als Zentralbank-Geld. Außerdem bilden die (steigenden) Kosten der Förderung, die begrenzte Verfügbarkeit bei gleichzeitig hoher Nachfrage und die weltweite Wertschätzung des Edelmetalls die Basis für den inneren Wert und den derzeit historisch hohen Preis von Gold. Erst am gestrigen Tag erzielte der Goldpreis am US-Terminmarkt mit 2.238 US-Dollar (2.074 Euro) pro Unze ein neues Rekordhoch.

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2 Kommentare

  1. Erleben wir in den nächsten 20 Jahren einen Engpass bei der Suche neuer Vorkommen und bestehender Produktionen? Das würde mich einmal interessieren! Von echten Geologen und Unternehmern eines Bergbauunternehmens. Nicht von Leuten die glauben zu wissen.
    Eines Tages wird es soweit sein und dann wird der Preis interessant! ;)

    Schöne goldige Ostern

  2. Diese Erschöpfung in 20 Jahren wurde schon vor 20 Jahren genau so berichtet.
    In 20 Jahren, also 2044 wird man wieder von einer Erschöpfung in 20 Jahren berichten.
    Genau so, wie von angeblichen 4.000 Tonnen pro Jahr Förderung, dem 20 Meter Würfel oder den maximal 5% Beimischung im Depot.
    Und auch von den Asterioiden, den Banken von Hawai oder den polnischen Tunnel und Zügen, dem Meerwasser und anderen Märchen.
    maruti empfiehlt deshalb:
    Gebrüder Grimms Märchen, die haben mehr Wahrheitsgehalt :)
    De facto ist es so, dass schon jetzt kaum noch Gold gefördert wird.
    Das was da gefördert wird, sind Rückläufer, Recycling oder
    taubes Gestein mit ein paar Krümmel.
    Wenn das in de Medien kommt ( Die haben Schweigepflicht), gibt es kein Halten mehr.
    Goldpreis zum Saturn.

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