Mittwoch,05.Oktober 2022
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Größter Gold-ETF: 356 Millionen Dollar abgezogen

GLD, Gold, Goldpreis
Die Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) sind zwar fünf Wochen in Folge gestiegen. ETF-Investoren zogen zuletzt aber Geld ab.

Auch beim größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (GLD), gab es nach Erreichen des jüngsten Goldpreis-Hochs Gewinnmitnahmen.

Goldpreis-Entwicklung

Die jüngste Konsolidierung beim Goldpreis hat auch zu Kapitalabflüssen bei ETF-Investoren geführt. Am heutigen Nachmittag um 15 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 1.945 US-Dollar. Am vergangenen Mittwoch waren im Tagessverlauf noch 2.070 US-Dollar pro Unze erreicht worden.

Edelmetall ETFs

Wir betrachten Bestands-Entwicklung bei den großen Edelmetall-ETFs. Das Inventar des SPDR Gold Shares (GLD) stieg per 16.03.2022 gegenüber letztem Donnerstag um 7,25 Tonnen auf 1.070,53 Tonnen. Das entsprich einem neuen Jahreshoch. Allerdings meldet der Betreiber für den gleichen Zeitraum Netto-Kapitalabflüsse von 356 Millionen US-Dollar. Die Bestandsaktualisierung hinkt den Geldbewegungen oft zeitlich hinterher. Währenddessen nahmen die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) um 51,73 Tonnen zu auf 16.937,74 Tonnen.

Gold, ETF, GLD, SLV, Silber

Einordnung

Zur Erinnerung: Der GLD ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold pro Anteilsschein physisch gedeckt. Beim SLV ist es eine Unze Silber. Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kurse waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen bei den Gold- und Silber-ETFs begleitet. Allerdings sind die ETF-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren.

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4 Kommentare

  1. Heute kam der erwartete ‚Blaue Brief‘ an. Das Schulkollegium fürchtet, dass angesichts mangelhafter schulischer Leistungen

    Fitch C Mar 08 2022
    Moody’s Ca negative Mar 06 2022
    S&P CCC- negative Mar 03 2022

    die Versetzung unseres kleinen Timmys aus Russland gefährdet sein könnte.

    Es hängt jetzt alles an der Bewertung einer Hausaufgabe zu „Währungs-Imponderabilien im Kontext eines Sanktionsregimes“.

    Die konkrete Problemstellung ist die fällige
    Zinszahlung durch Russland über 117 Millionen Dollar auf zwei in US-Dollar begebene Anleihen. Nach den heutigen Angaben des russischen Finanzministers Anton Siluanow wurden selbige auch getätigt – „Wir haben das Geld, wir haben die Zahlung geleistet“ -, allerdings mutmaßlich nur in Rubel. Erfolgte die Zahlung aber in Rubel, dann droht Russland ein ‚Zahlungsausfall‘, was praktisch einem Super Gau gleichkäme. Alles hängt nun an den US-amerikanischen Behörden, wie Siluanow malizios anmerkte.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/russland-gibt-den-usa-die-schuld-an-drohendem-zahlungsausfall-17882055.html

    Ziemlich anspruchsvoll, die Hausarbeit, für einen kleinen Jungen – wie ich finde. Das Ergebnis dürfte klar sein. Das ist nicht fair!

    https://www.der-postillon.com/2011/12/ratingagentur-stuft-bonitat-von-kleinem.html?m=1

    • @thanatos
      Dann wird die USA eben auf den Wucher ( Zins) verzichten müssen. Wollte man nicht ohnehin Russland vom Swift System abkoppeln ?
      Nun, hier ist die Konsequenz. Denn, das Swift ist keine Einbahnstrasse.

      • @Maruti
        Rußland aus dem SWIFT rauszuwerfen hieße, die Bezahlung von Erdgas und Öl ist für uns technisch nicht mehr möglich. Dann dreht Gazprom endgültig den Schieber zu. Unlängst verkündeten die Glasmacher in Deutschland, die viel Erdgas brauchen, daß sie werden die Waffen strecken müssen angesichts der steigenden Preise. Henry Morgenthau wird sich eins lachen. Wenn meine Schnapspullen im Keller alle ausgesoffen sind, werden sie noch richtig wertvoll. Hab ich schon mal erlebt. In Moskau als Student 1990/91. In einem staatlichen Laden bekam man nur eine Pulle Wein, Sekt oder Schnaps, wenn man eine leere Flasche abgab. Die waren auf einmal richtig wertvoll. Ende Februar 1991 feierten wir den Geburtstag einer Kommilitonin recht zünftig. Am nächsten Morgen standen 18 leere Flaschen vor ihrer Zimmertür, und die Putzfrauen im Wohnheim erbaten sich die und nahmen sie gerne mit. Ich mag aber nicht meinen Fusel allein vernichten. Dann müßte sich das GR-Forum auf viel schlimmere Lieder einstellen als das hier, das ich Dir, @Maruti widme:
        Ein herrlicher Retter
        https://www.youtube.com/watch?v=LuTTYKMBp6I

        Ein herrlicher Retter ist Silber, ist Gold,
        ein Wertspeicher dir und auch mir.
        Bewahrt mein Vermögen, ist mir ewig hold,
        und Freude beim Kauf ich verspür‘.
        /Refrain:/ So führe es meinem Verstecke ich zu,
        wo lieget mein ganzer Bestand.
        Ein Bankschließfach, nun, das brächt‘ mir keine Ruh‘,
        Es schützt nicht vor gieriger Hand.
        Es schützt nicht vor gieriger Hand.

        Ein herrlicher Fiskus in Deutschland ist hier,
        das Gold nähm‘ er gerne mir ab.
        Hält fest, was er kriegen kann in seiner Gier,
        man schuftet bei uns bis ins Grab.

        Mit zahllosen Gaben der Gnade er krönt,
        Verschwender und Dummköpfe all.
        Bis dereinst ihm das Armageddon ertönt,
        Die Schuldlast bringt alles zu Fall.
        /Refrain:/ So führe es meinem Verstecke ich zu,
        wo lieget mein ganzer Bestand.
        Ein Bankschließfach, nun, das brächt‘ mir keine Ruh‘,
        Es schützt nicht vor gieriger Hand.
        Es schützt nicht vor gieriger Hand.
        Es schützt nicht vor gieriger Hand.

    • Update

      Der gestern fällige ‚Coupon‘ wurde offenbar bedient – zumindest teilweise. Einige glückliche Anteils-Besitzer hätten gar Dollar-Zahlungen erhalten, andere dagegen bislang gar nüscht. Die internationale Finanz-SCHUFA gewährt aber eine Nachfrist von 30 Tagen.

      Zur Erläuterung: Der russische Leviathan hat Dollar-Anleihen ‚emittiert‘ – ausgerechnet. Selbige werden in der Weltleidwährung Dollar ausgegeben, d.h. es werden Dollar eingesammelt und die Bedienung der Anleihe erfolgt ebenfalls in Petro-Dollar.

      Man spricht daher auch von der ‚Dollarisierung von Finanzinstrumenten‘.

      https://www.n-tv.de/wirtschaft/Russland-stemmt-sich-gegen-die-Staatspleite-article23205182.html

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