Dienstag,23.April 2024
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Größter Gold-ETF: Investoren ziehen 370 Mio. Dollar ab

Trotz steigendem Goldpreis zogen Investoren erneut erhebliches Kapital aus dem größten Gold-ETF ab. Dagegen fanden sich erneut Silber-Käufer.

Gold- und Silberpreis

Am gestrigen Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.967 pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.847 Euro. Dagegen kostete Silber zum gleichen Zeitpunkt 23,84 US-Dollar beziehungsweise 22,38 Euro pro Unze. Damit legten die Edelmetall-Kurse in Vorwochenvergleich deutlich zu.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der zuletzt gestiegene Goldpreis war für ETF-Investoren bislang noch kein Anlass wieder größer einzusteigen. Im Gegenteil: Die Bestände des SPDR Gold Shares sind nun drei Wochen in Folge gefallen (Bild: Goldreporter)

Denn Gold verteuerte sich in US-Dollar um 1,8 Prozent, während der Goldpreis auf Euro-Basis sogar um 2,6 Prozent anstieg. Parallel kam der Preis für die Silberunze um 2,8 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent (in Euro) voran.

Fed-Entscheidung

Das Ergebnis der US-Notenbank-Sitzung am gestrigen Mittwoch entsprach zunächst einmal den Erwartungen. Denn sie hielt den Leitzins unverändert bei 5,25 bis 5,50 Prozent. Allerdings stellte die Fed die US-Wirtschaft in ihrem Statement als robuster dar als noch nach der vergangenen Sitzung.

Somit bleibt die Frage nach weiteren Zinsanhebungen in diesem Jahr weiter offen. Und auch für das kommende Jahr machen die Geldpolitiker den Märkten mit ihren Zinsprojektionen keine Hoffnung auf große Zinssenkungen.

Größer Gold-ETF

Aber während sich der Goldpreis in dieser Woche deutlich erholte, kam es erneut zu Kapitalabflüssen aus dem größten Gold-ETF. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 21. September 2023 Metallbestände von 878,25 Tonnen. Das sind 0,75 Prozent oder 6,64 Tonnen weniger als vor einer Woche. Dabei ergibt sich ein Netto-Kapitalabfluss von 373 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist der GLD offiziell mit einer Zehntel Unze Gold gedeckt.

Gold, ETF, GLD, SLV, Silber, Bestände

Anders sieht es beim größten Silber-ETF aus. Denn die Silberbestände des iShares Silver Trust (SLV) nahmen im Vorwochenvergleich um 1,9 Prozent oder 258 Tonnen zu auf 13.966,51 Tonnen. Dabei flossen dem Silberfonds unter dem Strich 216 Millionen US-Dollar zu.

Einordnung Edelmetall-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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9 Kommentare

  1. Der Goldpreis steigt oder bleibt zumindest stabil aber das Inventar von diesem GLD Etf sinkt trotzdem kontinuierlich da kommt man automatisch zu dem schluß das die Goldbestände für die Goldpreisdrückung benutzt werden . Ich glaube es war Sprott die dieses Thema vor jahren mal angesprochen hatten deshalb haben sie auch ihre eignen EM Etfs rausgebracht .

    @Goldreporter

    Gibt es einen Chart über die Bestandsentwicklung zwischen dem Sprott PHYS Etf und GLD ?

  2. Bekommen wir jetzt den nächsten Anlauf auf die 1.800 Dollar beim Gold? Die Zeichen stehen meiner Meinung nach eher nicht Richtung steigenden Goldpreis, oder?

    Das könnte noch einmal eine Gelegenheit sein die Goldbestände zu erhöhen!

    • @ Stillhalter

      Erst ein unterschreiten der 1885-1890.- usd würde einen vielleicht Abverkauf einleiten
      Nur so meine bescheidene Meinung
      Herzliche Grüße, noch aus Wien

      • Um Gold mache ich mir wenig Gedanken. Sollten die Investoren jetzt dann endlich mal begreifen das die Zinsen längerfristig oben bleiben gibt es ein blutbad an den Börsen.

  3. @Themac
    Blutbad für wenn? Wenn ich mal eine neu winterjacke kaufen möchte, was selten vorkommt, gehe auch nicht in den Wintermonaten ins Geschäft. Das gleiche beim Goldkauf warum 100,00 € mehr zahlen, fürs gleiche Produkt? Das wären immerhin 4 oz. Silber.
    Es gibt auch nicht wenige die behaupten das Tech-Aktien die Zukunft sind, das allerbeste Investment. Haben diese Experten die extreme Korrektur bei META vergessen, wenn die Stimmung der Anleger sich ändert. Das gleiche wäre, wenn ich trotz 30% Gewinn an BYD alles investiere. Alles auf ein Pferd setzen und hoffen, das kann man bei Pferderennen machen.

    • @Big Driver Meta hat das Problem, dass das Metaverse eine Geldvernichtungsmaschine ist und deshalb ist die Stimmung gekippt. Vor mehr als einem Jahr sind bei Meta jeden Tag Millionen US-Dollar vernichtet worden und Meta hält immer noch daran fest, obwohl es nur wenige Kunden für das Metaverse gibt. Fast täglich kann man Werbung im Fernsehen oder im Internet sehen.

  4. Hallo Zusammen
    Es tritt offenbar jetzt ein, was ich seit längerem vermutet habe. Die Aktienmärkte schalten auf Abwärtsbewegung. Die Leute haben das ja lange nicht mehr erlebt. So eine Baisse kann mörderisch werden. Die Aktien Depots der Anleger verlieren dramatisch an Wert, wenn es so kommt. Viele schmeißen dann in Panik ihre Titel mit Verlusten in den Markt. Das verstärkt natürlich den Negativ Trend. Wie gesagt, vielleicht wird es nicht so kommen.
    Bei diesen psychotischen Märkten weiss man nie. Die letzten Börsen Tage waren nicht erfreulich.
    Aber mit Gold kann man ruhig schlafen. Egon von Greyerz und Jan Kneist haben gutes Intermezzo in Goldseiten.
    Beste Grüsse aus der Schweiz

    • @Geronimo
      Ein Markt ist eben ein Markt.
      Vieles darunter viel zu teuer, weniges viel zu billig und so manches fair bewertet. Und das hat früher oder später Konsequenzen.
      Leider ist es unsereines nicht möglich, diese Waren zu bewerten, da man diese nicht afaffen darf sondern nur ansehen und auch nur das, was in der Auslage zu sehen ist.
      Würden Sie eine Ware nur von der Auslage weg kaufen, ohne zu probieren und zu testen, nur auf Grund des Werbeprospektes oder der Testberichte ?
      Bei Aktien aber ist das die Regel.

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