Samstag,02.März 2024
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Größter Gold-ETF: Investoren ziehen 600 Millionen Dollar ab

Hoffnungen auf eine Erholung der US-Wirtschaft tangieren die Zinserwartungen. Der Goldpreis kommt zurück und Kapital fließt aus dem größten Gold-ETF ab. 

Gold- und Silberpreis

Am gestrigen Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.975 pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.804 Euro. Dagegen kostete Silber zum gleichen Zeitpunkt 23,87 US-Dollar beziehungsweise 21,81 Euro pro Unze. Damit ergibt sich im Vorwochenvergleich einmal mehr kein einheitliches Bild bei der Kursentwicklung der Edelmetalle. Während Gold auf Dollar-Basis um 0,3 Prozent anstieg, legte der Euro-Goldpreis um 1,5 Prozent zu. Dagegen kam der Silberpreis kräftig zurück – um 4,4 Prozent in US-Dollar und 3,1 Prozent in Euro.

Gold, Goldbarren, Gold-ETF (Bild: Goldreporter)
Innerhalb einer Woche sind die gemeldeten Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) um 8 Tonnen gesunken. Begleitet war der Rückgang von einem Netto-Kapitalabfluss in Höhe von 618 Millionen US-Dollar (Bild: Goldreporter).

Konjunkturerwartungen

Zuletzt fielen US-Konjunkturdaten besser aus als erwartet. Dazu gehörten am Mittwoch auch die US-Arbeitsmarktdaten des privaten Arbeitsmarkt-Analysten ADP. Signale hinsichtlich einer Stabilisierung der US-Wirtschaft können die Zinserwartungen erhöhen und reduzieren die Nachfrage nach risikoärmeren Investments. Am US-Terminmarkt wird eine Pause bei den Zinsanhebungen nach der nächsten Fed-Sitzung im September allerdings mit einer Wahrscheinlichkeit von 82,5 Prozent gehandelt. Die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden offizielle US-Arbeitsmarkdaten für den Monat Juli könnten in dieser Hinsicht weitere Impulse liefern.

Größter Gold-ETF

In diesem Umfeld haben Investoren erneut Kapital aus dem größten Gold-ETF abgezogen. Denn die Bestände des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) werden per 2. August 2023 mit 909,18 Tonnen beziffert. Damit sank die Lagermenge gegenüber Vorwoche um 8,08 Tonnen oder 0,88 Prozent. Begleitet war der Rückgang von einem Netto-Kapital-Abfluss in Höhe von 618 Millionen US-Dollar. Denn jeder ausgegebene GLD-Anteilsschein muss mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt werden.

Größter Silber-ETF

Die gleiche Entwicklung sehen wir bei iShares Silver Trust (SLV). Denn hier wanderten innerhalb einer Woche 37,3 Tonnen Silber ab, mit aktuell 14.036,42 an bleibenden Beständen. In diesem Zuge ergaben sich Netto-Abflüsse von knapp 25 Millionen US-Dollar. Beim SLV handelt es sich um den weltweit größten Silber-ETF.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV, Bestände

Einordnung Edelmetall-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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4 Kommentare

  1. Oben steht
    „Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft reduzieren die Zinserwartungen sowie die Nachfrage nach risikoärmeren Investments“
    Eine stärkere Wirtschaft führt immer zur stärkeren Inflation und damit zu höheren Zinsen und nicht zu niedrigeren, wie geschrieben steht.
    Wäre es anders, hätte es ja überhaupt kein QE geben können.
    Es ist genau umgekehrt. Es sei denn, es wird manipuliert und damit das ganze Desaster noch verschlimmert und die Inflation angeheizt.

  2. Seit 5 Jahren erzählt man mir stänndig wie bombastisch die US Wirtschaft läuft und nun soll sie sich stabilisieren ?

    • @Materialist
      Als 2008/2010 die USA bzw. der Dollar mächtig unter Druck kam, wurde die USA von “ namhaften“ Analysten abgeschrieben. Der Dollar sollte Zerschlagen werden und in einen „Amero“ umbenannt werden.
      Damals schrieb Mr. Dax, Dirk Müller, als keiner US Papiere nicht mal mit der Kneifzange mehr anfassen wollte:
      „Unterschätzt mir ja nicht die USA“
      Ich tat es nicht und damals kaufte ich noch US Aktien zum Spottpreis verglichen zu danach.
      ( Als Firmenkapital gedacht).
      Und machte ein selbst für meine Verhältnisse beträchtliches Vermögen damit und dazu noch gänzlich steuerfrei.
      Mein persönliches Umdenken in Hinblick auf Aktien führte auch dann dazu, dass ich danach niemals wieder
      auch nur ein Papier und sei es noch so gut, mit der Kneifzange anfasste. Aus und vorbei und nie wieder.
      Das war mir eine Lehre.
      Läuft es nämlich zu gut, soll man beginnen nachzudenken.
      Denn allzu schnell wendet sich sonst der Gast mit Grausen……
      Der Ring des Polykrates (Friedrich Schiller)

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