Samstag,13.August 2022
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Größter Gold-ETF: Weitere 1,2 Mrd. USD abgezogen

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„Papier-Gold“, wie Anteile an Gold-ETTs, wird wie Aktien praktisch in Sekundenschnelle per Mausklick gekauft und verkauft. Deshalb werden die Veränderungen in den ETF-Metall-Beständen oft mit Verzögerung aktualisiert.

Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage sind die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) um weitere 28 Tonnen zurückgegangen.

Gold-ETF

Der Goldpreis befindet sich seit Wochen auf dem Rückzug. Im gleichen Zuge zogen Investoren Geld aus dem größten Gold-ETF ab. Wie der Betreiber meldet, sanken die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) innerhalb einer Woche um 28,2 Tonnen oder 2,68 Prozent auf zuletzt 1.024,43 Tonnen. Damit wurde der niedrigste Stand seit dem 16. Februar 2022 erreicht.

Der Bestandrückgang ging einher mit einem Netto-Kapitalabfluss von 1,29 Milliarden US-Dollar. Denn pro ausgegebenem Anteilschein müssen eine Zehntel Unze Gold im Fondsvermögen als physische Deckung eingelagert werden.

Silber-ETF

Währenddessen sehen wir die gleiche Entwicklung beim Shares Silber Trust (SLV). Hierbei handelt es sich um den weltweit größten Silber-ETF, der offiziell mit einer Unze Silber pro Share gedeckt ist. Die SLV-Bestände summierten sich per 6. Juli 2022 auf 16.275,20 Tonnen. Das heißt, innerhalb einer Woche wanderten 559,87 Tonnen oder 3,33 Prozent des Bestandes an Metall ab. Dabei hat das Inventar nun ein neues Jahrestief erreicht.

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Goldpreis / Silberpreis

Der Goldpreis am Spotmarkt notierte am heutigen Nachmittag um 14 Uhr mit 1.743 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.711 Euro. Silber kostete 19,42 US-Dollar beziehungsweise 19,05 Euro.

Damit hat Gold auf Dollar-Basis 4,6 Prozent an eingebüßt, während der Silberkurs um 17 Prozent einknickte. In Euro legte der Goldpreis im Jahresverlauf um 6,7 Prozent zu. Dagegen verlor der Euro-Silberpreis in diesem Zeitraum 7 Prozent.

Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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