Freitag,24.September 2021
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Größter Gold-Fonds erleidet satte Kapitalabflüsse

Gold-Fonds, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Die Bestände des größten Gold-Fonds (GLD) sind in einer Woche um knapp 8,5 Tonnen gesunken (Foto: Goldreporter).

Investoren haben innerhalb einer Woche 482 Millionen US-Dollar aus dem größten physisch gedeckten Gold-Fonds abgezogen, dem SPDR Gold Shares.

Größer Gold-Fonds

Der Betreiber des weltgrößten Gold-ETFs, dem SPDR Gold Shares (GLD), meldet innerhalb der vergangenen sieben Tage einen Netto-Kapitalabfluss von 482 Millionen US-Dollar. Dies resultierte in einem Rückgang der GLD-Goldbestände um 8,44 Tonnen auf zuletzt 1.015,10 Tonnen.

Das war innerhalb dieser Frist und im Rahmen unserer wöchentlichen Datenerhebung der größte Kapitalabzug aus diesem Fonds seit dem 9. Juni 2021. Offiziell ist jeder GLD-Anteilsschein mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt.

Das gemeldete Goldinventar rutschte auf ein neues Jahrestief. Seit Januar haben Investoren insgesamt 8,6 Milliarden US-Dollar netto an Finanzmitteln aus dem Fonds abgezogen.

Gold-Fonds, Silber-Fonds, ETF, Bestände, GLD, SLV

Größer Silber-Fonds

Dagegen sind die Bestände des größten Silber-Fonds nur geringfügig zurück. Das Inventar des iShares Silver Trust (SLV) sank gegenüber Vorwoche um 2,88 Tonnen oder 0,02 Prozent auf 17.210,67 Tonnen. Die SLV-Anteile sind laut Wertpapierprospekt jeweils mit 1 Unze Silber physisch hinterlegt.

Einordnung / Goldpreis

Die aktuelle Bestandsänderung bei GLD  könnte noch der Wirkungswelle des Montags-Flash-Crash vom 9. August geschuldet sein. In der Vergangenheit wurden die Inventar-Daten mitunter zeitlich verzögert eingetragen.

Aber: Vergangener Kursrallys bei Gold und Silber waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen bei den Edelmetall-ETFs begleitet. Allerdings sind die ETF-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Silber- und Goldmarkt positionieren.

Goldreporter

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7 KOMMENTARE

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    • @Stillhalter
      Leider antizipieren die Minenpreise derzeit leider nicht das aktuelle Umfeld – bin selbst Großaktionär bei Barrick und Newmont. Aber ich kaufe immer in regelmäßigen Abständen die gleiche Menge Aktien nach und kann damit derzeit meinen Durchschnittskurs schön reduzieren. Akiten kaufen ich eh auf sehr lange Sicht und bin mir sicher, dass die Minenaktien da irgendwann eine schöne Überraschung parat halten (nach oben versteht sich). Auch zahlt z.B. Barrick doch eine gute Dividenden und schüttet demnächst 2 x 250 Millionen Dollar zusätzlich an die Aktionäre aus – auch nicht ganz schlecht.

      • @kryptojünger
        Dazu sei gesagt, dass Rohstoffaktien, dazu gehören auch Gold und Silber, nur etwas für Spezialisten in diesem Umfeld sind.
        Sonst verbrennt man sich die Finger, 100% ig.

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  3. Was ist so schlecht an den Fundamentaldaten von Gold, die solche Verkäufe rechtfertigen.
    Das Ziel ist Angst zu schüren und potentielle große und kleine Anlager zu verunsichern und vom EM Kauf
    abzuhalten.

    • @Herrmann
      Genau das können wir beobachten!
      Was wir sehen ist, ein Theaterstück was sich vor unseren Augen abspielt. Den Investoren werden so lange wie es geht ,Taper und Zinserhöhung in Aussicht gestellt um den Schein zu waren. Dazu ist jedes Mittel recht um die Illusion aufrechtzuerhalten (Flash Crash). Die Investoren müssen so lange wie es geht in den Titeln gehalten werden! Bis zu den Tag an dem die Mathematik ihnen Nachhilfeunterricht gibt oder die digitale Währung geboren wird.

      • @Graf Zahl
        Ist auch meine Sicht. Mit Tapering und Zinserhöhung werden nur Nebelkerzen gestreut.
        Eben ein wenig Kosmetik, so das es den Aktienkursen nicht schadet und
        Pleitestaatenkanditaten nicht pleite gehen. Und nebenbei bekommt der Goldpreis einen gewollten Dämpfer, und wenn das nicht reicht, werden Futures verkauft wie am 6. und 9.8. Ich kann für mich nicht sehen, warum dieses Spiel in absehbarer Zeit enden sollte.
        Aber vielleicht überlegt sich der eine oder andere auch, ob er bei den günstigen EM Preisen sich lieber sein Geld über „Verwahrbebühren“ weginflationieren lässt.

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