Mittwoch,22.September 2021
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Indien erwägt Goldverkaufsverbot für Banken

Rund 70 Prozent der Goldmünzen-Verkäufe in Indien laufen über Banken.

Indiens Zentralbank denkt über die Möglichkeit nach, das Handelsbilanzdefizit des Landes mit einem Goldmünzen-Verkaufsverbot für Geschäftsbanken weiter zu reduzieren. 

Es klingt irgendwie absurd. Die Zentralbank Indiens erwägt, Geschäftsbanken den Verkauf von Goldmünzen zu untersagen. Es gehöre nicht zum Kerngeschäft der Institute, wird von Seiten der Notenbanker argumentiert.

Hintergrund der Überlegung ist jedoch ein anderer. Das Land leidet unter einem enormen Handelsbilanzdefizit, das dazu beiträgt, die indische Rupie zu schwächen. Die enormen Goldimporte des Landes sind dabei ein gewichtiger Faktor. Erst kürzlich hatte die Regierung in Neu-Dehli Steuern im Goldhandel erhöht und später teilweise wieder revidiert (Goldreporter berichtete).

Wie Reuters India berichtet, verdienen die Geschäftsbanken bei einer angenommenen Gewinnmarge von 3 Prozent jährlich umgerechnet rund 26 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Anlagegold. Angeblich werden in Indien 70 Prozent der nachgefragten Goldmünzen über Banken abgesetzt. Laut den Angaben des World Gold Councils kauften Inder im vergangenen Jahr 320,6 Tonnen Anlagegold im Wert von 16,7 Milliarden US-Dollar. Das entsprach 37 Prozent der gesamten indischen Goldnachfrage.

Goldreporter

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