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Iran: Mit Gold und Cash gegen Sanktionen

Gold, Geld, Euro

Gold ist ein universales Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel (Foto: Goldreporter).

Die iranische Führung will 300 Millionen Euro von einem Bundesbank-Konto in bar abholen. Außerdem sichert sich der Iran mit Gold gegen Sanktionen ab.

Die Vereinigten Staaten hatten im vergangenen Mai das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt und neue Sanktionen gegen die islamische Republik angekündigt. In Teheran bereitet man sich finanziell auf den Ernstfall vor. Beispielsweise könnten Auslandsvermögen von Iranern oder staatlichen Stellen eingefroren werden. Außerdem ist der Zugang zum internationalen (westlichen) Zahlungsverkehr in vielen Fällen bereits gekappt.

Wie in Onlineberichten heute zu lesen war, will sich der Iran nun 300 Millionen Euro in bar per Flugzeug aus Deutschland liefern lassen. Es soll sich um Geld handeln, dass die staatliche Europäisch-Iranischen Handelsbank bei der Bundesbank hält.

Laut Bild-Zeitung werde die Barliquidität im Iran benötigt, um Privatpersonen bei Auslandsreisen mit Geld zu versorgen. Insbesondere für den Fall, in dem keine anerkannten Kreditkarten vorlägen oder benutzt werden könnten. Ob der Transfer stattfinden wird, soll nun vom Bundesfinanzministerium geprüft werden.

Eine weitere Liquiditäts- und Währungssreserve hält der Iran in Gold. Schon im Zeitraum des letzten Sanktionszyklus war ein Handel von Öl gegen Gold bekanntgeworden, in dem die Türkei offensichtlich eine bedeutende Rolle einnahm (Warum Gold durch die Iran-Sanktionen beflügelt wird). Schon als diese 2016 gelockert worden waren, gab es Berichte über eine starke Zunahme der Goldkäufe durch den Iran (Iran: Goldnachfrage steigt rasant nach gelockerten Sanktionen)

Und auch im Land selbst geriet das Thema Gold zuletzt in die Schlagzeilen. Man rätselt um den Verbleib großer Mengen an staatlichen Goldmünzen. Die iranische Zentralbank hatte im Februar damit begonnen, Goldmünzen an private Entitäten zu verkaufen. Dabei sollen 380.000 Münzen, 5 Prozent der Gesamtmenge, an nur 50 Adressen gegangen sein. Unklar ist, wer die bevorzugten Käufer waren. Eine Einzelperson mit dem Nicknamen „King of Gold“ soll innerhalb von mehreren Monaten zwei Tonnen an Goldmünzen erworben haben. Der Mann wurde nun laut Presseberichten inhaftiert, obwohl er mit den Käufen offiziell keine Straftat begangen hat.

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Eingetragen von am 9. Jul. 2018. gespeichert unter Asien, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

21 Kommentare für “Iran: Mit Gold und Cash gegen Sanktionen”

  1. Die Botschaft des Artikels, „Wer Bargeld und Gold besitzt ist ein Krimineller“

    • @hillibiliy
      Hätte er Bonds oder Aktien stattdessen gekauft,wäre er gefeiert worden.
      Aber, das nutzlose, tote, Gold ?
      Das muss bestraft werden.
      Auch Bargeld, statt zu konsumieren. Ein Verbrechen.
      Ich bin aus Überzeugung dann eben kriminell.
      Es gibt keine bessere Eigenschaft.

      • 0177translator

        @taipan
        Lili Marleen (etwas anders)
        https://www.youtube.com/watch?v=ZSMuTm649Hk

        Zu der Aktienbörse kam ein großer Tor.
        Er zockte doch zu gerne, man warnte ihn davor.
        So wollte er viel Rendite seh’n, bei 14.000 blieb er steh’n
        Der DAX so wunderschön, der DAX so wunderschön.

        Des schwarzen Schwanes Schatten sah bedrohlich aus;
        die Gold gebunkert hatten, die machten sich nichts draus.
        Man wollte diesen Schwan nicht seh’n, bei siebentausend blieb er steh’n.
        Der DAX nicht mehr so schön, der DAX nicht mehr so schön.

        Schon ertönt die Glocke, sie bliesen Zapfenstreich;
        Des Mario Draghis Geldflut, Moment, sie kommt ja gleich.
        Da sagten wir auf Wiedersehn, bei drei-halb-tausend blieb er steh’n.
        Der DAX am Untergeh’n, der DAX am Untergeh’n.

        Neue Euros druckt man, nun werdet mal nicht bang;
        auf Gold und Silber spuckt man bei uns schon jahrelang;
        Den Banken, den wird kein Leid gescheh’n, wir werden uns bald wiederseh’n.
        im DAX bei hundertzehn, im DAX bei hundertzehn.

        Die Aktien sind krepiert, und der Dax ist völlig tot,
        die Sparer sind gefleddert, man greift zum Goldverbot.
        Die Maulhurenpresse hetzt und lügt, wir zieh’n im Osten in den Krieg,
        Bis unser Volk erliegt, bis Deutschland ganz erliegt.

      • alter schusseler

        taipan,

        ich bin mir eigentlich nicht richtig sicher ob es was kluges ist.
        (nur das zitat)

        – aber zum ende des tages für heute.

        “Take a chill, I need no pill,

        Gold and silver fill the bill.”

        – soviel wie:

        Chillen, ich brauche keine Pille, Gold und Silber füllen die Rechnung.

        „China and Russia add to their stockpile of gold every month. The U.S. adds to its load of unpayable debt every second. Which has more long term economic utility – gold or debt?“

        AUS:

        https://deviantinvestor.com/10156/these-pictures-what-is-wrong/

        “Take a chill, I need no pill,

        Gold and silver fill the bill.”

  2. 300 Millionen Euro in kleinen Scheinen? Nach der Abschaffung des 500-Euro-Scheins wären es mindestens 1,5 Millionen Scheine und ein Gewicht von 1,6 Tonnen – in normalen Koffern transportiert, müssten gut 80 Koffer im Frachtraum verstaut werden. Handgepäck sieht anders aus.

    Die Frage ist, wer ein Interesse daran haben konnte, Informationen über diesen filmreifen Coup an die BLÖD-Zeitung durchzustechen. Womöglich – und hier verliere ich mich in Mutmaßungen – waren es Geheimdienstinformationen der Amis, die lanciert wurden, um die Bundesregierung unter Druck zu setzen.

    Nicht umsonst hatte US-Botschafter Grenell umgehend, fast wie vorbereitet, gute Ratschläge parat. Kommuniziert wiederum über BLÖD:
    „Wir ermutigen die deutsche Regierung auf höchster Ebene, zu intervenieren und dieses Vorhaben zu stoppen.“ Der Subtext lautet natürlich: „Ihr fucking Germans, sofort stoppen, sonst machen wir euch platt!“

    Das Dilemma ist nun eines der heikelsten: Man stehe selbstredend mit den USA und Israel in Kontakt und prüfe, ob es einen Geldwäsche- oder Terrorfinanzierungsverdacht gebe. Die eigentlich benötigten „handfesten Beweise“ ließen sich darüber schnell konstruieren. Auf der anderen Seite, steht mit der deutschen Haltung in dieser Causa das europäische Festhalten am Atomabkommen mit dem Iran auf dem Spiel.

    Wie meinte erst kürzlich Präsident Hassan Ruhani: „Die Europäer zeigen zwar immer ihren guten Willen, aber letztendlich sind praktische Entscheidungen und Schritte notwendig.“ Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen.

    • Alle, USA, EU, China und RU ziehen an ein und dem gleichen Strang, wenn es darum geht, die Sklaven in ihrem Sklavendasein zu halten. Sie haben lediglich unterschiedliche Interessen, mit jedoch dem selben Ziel.

      • @Hillbilly

        Da ist unbedingt was dran. Mögen sich die jeweiligen sozio-ökonomischen Voraussetzungen auch unterscheiden, den „einfachen“ Leuten bleibt erst mal nichts anderes übrig, als den Herrschenden zu misstrauen. So war es bisher immer.

        Aber „die Hoffnung [ist immer noch] der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens“, wie der gute Nietzsche mal anmerkte. Denn eins scheint sonnenklar zu sein: Ein gibt kein richtiges Leben unter dem falschen totalitären Diktat der Kapitalverwertung (…endlich kann ich mal wieder Adorno verwursten!).

  3. @ Thanatos
    …. wer ein Interesse hat, Informationen an das Volk zu leiten…? Evtl. die >Bildberger< ´s ?

    • @Domino
      Das sind brisante Informationen!
      Ich kann bisher nur die Simpsons…

    • Force Majeure

      @Domino

      Die ERT (European Round Table of Industrialists). Nur Transnationale Konzerne geben dort den Ton, nationale Unternehmen und Mittelstand sind ausgeschlossen. Die haben auch die Assoziation für die Europäische Währungsunion (AMUE) eingesetzt. Und zudem die Trilaterale Kommission.

      • @Force Majeure

        Nochmal Bravo, ein Doppel-Bravo!
        Das sind genau die Informationen, die an die Öffentlichkeit gehören!
        Jeder muss sehen, wer hier die Ideengeber und Lenker dieser unsäglichen EU sind! Hinter den internationalen Konzernen steht das internationale Kapital.
        Ich war mal (zum Spaß) auf einer Aktionärsversammlung.

        Man muss das selbst einmal erlebt haben, wenn die Anwälte, die die Großaktionäre vertreten, Druck auf den Vorstand eines Konzerns da öffentlich ausüben! Erst dann versteht man wirklich, dass ein Vorstandsvorsitzender auch nur ein hochbezahlter Angestellter ist.

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