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Warum Gold durch die Iran-Sanktionen beflügelt wird

Gold, Öl

Öl gegen Gold: Schon während der letzten Sanktionen diente das Edelmetall dem Iran als Ersatzwährung (Foto: Tiero – Fotolia.com)

Die CPM Group erwartet, dass die Goldnachfrage im Zuge der US-Sanktionen gegen den Iran steigen wird. Öl-gegen-Gold-Geschäfte dürften nach Ansicht des Branchen-Consultant im Nahen Osten eine neue Konjunktur erleben.

Die USA haben kürzlich das mit dem Iran vereinbarte Atomabkommen gekündigt und neue Wirtschaftssanktionen gegen das Land angekündigt. Diese Politik kann laut einem aktuellen Forbes-Bericht Auswirkungen auf den Goldmarkt haben.

US-Staatsangehörigen und US-Unternehmen sei es im Zuge der Sanktionen verboten, mit dem Iran Handel zu betreiben. Das betreffe auch Finanzinstitutionen, die mit US-Banken zusammenarbeiteten. Da das internationale Finanzsystem stark vernetzt sei, könne praktisch keine Großbank mehr in Geschäfte mit dem Iran eingreifen.

Die New Yorker CPM Group, ein Beratungs-, Analyse und Dienstleistungsunternehmen der Rohstoffbranche, erklärt dazu: „Die US-Regierung versucht das Schlupfloch zu stopfen, das in der letzte Sanktionsrunde ausgiebig genutzt wurde. Leider ist es unwahrscheinlich, dass die US-Regierung in diesem Teilziel erfolgreich sein wird.“ Den Grund sieht die CPM Group im Gold. Das Edelmetall besitze eine lange Historie als Ersatzwährung und Iran und dessen Bevölkerung nutze Gold seit langer Zeit als Wertspeicher und als Mittel die Sanktionen zu umgehen.

„Eine der historischen Errungenschaften von Gold ist dessen Eigenschaft, in allen möglichen Lagen genutzt werden zu können“, sagt CPM-Gründer Jeff Christian. Das heißt, selbst wenn keine Zahlungen über das Bankensystem abgewickelt werden können, könne Gold immer noch als Tauschmittel verwendet werden. Gold diene den Iraner bereits als Vermögensschutz. So sei die Inlandswährung Rial schon stark inflationiert und habe gegenüber dem US-Dollar erheblich abgewertet. Goldreporter berichtete erst kürzlich über diese Entwicklung (Iraner flüchten ins Gold). Die Folge: Die Goldnachfrage im Iran werde im Zuge der Sanktionen noch einmal stark ansteigen.

Als größten Goldpreis-Faktor sieht man aber die Möglichkeit und Absicht des Iran, Öl gegen Gold zu verkaufen. Bereits in der Zeit vor 2015 sei der Iran einer der größten Absatzmärkte für Gold gewesen. Damals sei Öl für Türkische Lira abgegeben worden, die dann genutzt wurden um Gold zu kaufen, erklärt Christian. Er glaubt, dass der Iran nun mit den verbleibenden Handelspartnern Öl direkt gegen Gold tausche. Sein Fazit: „Das Ergebnis ist, dass die am 8. Mai von den USA gegen den Iran ausgesprochenen Maßnahmen die Goldnachfrage im Iran wahrscheinlich weiter stimulieren werden“. Man erwartet dadurch entsprechend positive Auswirkungen auf den Goldpreis.

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Eingetragen von am 23. Mai. 2018. gespeichert unter Asien, Gold, Goldpreis, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

11 Kommentare für “Warum Gold durch die Iran-Sanktionen beflügelt wird”

  1. Ja, wenn nichts mehr geht, Gold geht immer.Schon komisch nicht ?
    Wo doch Gold nicht arbeitet und überflüssig ist.
    Ja, solange alles geht, vielleicht.
    Doch nun arbeitet Gold, na so was !

    • @taipan

      Geld arbeitet nicht, es verschwindet, sobald Gefahr im Verzug ist. Gold dagegen ist verlässlich seit Jahrtausenden. Quasi der Gelbe Engel in der Not. Eine Art ADAC fürs Geldsystem.

      • @berolina
        Auch wahr. Geld lässt sich eben von der Obrigkeit Missbrauchen, Gold dagegen nicht so leicht. Dafür muss man hat arbeiten und nicht einfach vorm PC ein paar Nullen ausdrucken.
        Wie auch immer, wir hatten nun 83 Jahre hier Frieden, einem der längsten Zeiträume der Geschichte.Vielleicht noch mal 17 Jahre.
        Von mir aus sollen sie dafür drucken bis ihnen das Zeug aus den Ohren quillt.
        Für weitere 17 Jahre Frieden akzepiere ich alles.
        Dafür kann das Gold ruhig noch im Meer verbleiben, bewacht von Muräne, Haien und Oktopus.

  2. Klapperschlange

    Es sieht ganz so aus, als ob Er.dog.an (auch) dringend ein Ablenkungsmanöver braucht, um von der „absaufenden“ türkischen Lira abzulenken: (guckst Du hier.)

    “Türkische Kampfflugzeuge verletzen den griechischen Luftraum 56 Mal an einem einzigen Tag

    Apropos NATO-Türkei: „With friends like this – who needs enemies?“

  3. alter schusseler

    – gute nachrichten an alle!!!!

    – der alte schusseler bildet sich mit der BILDzeitung und kann berichten:

    – IN GERMANIEN WIRD ENDLICH MAL RICHTIG AUF GERÄUMT –

    https://www.bild.de/regional/hannover/spezialeinsatzkommando/sek-einsatz-wegen-eines-schwarzfahrers-55767020.bild.html

    ———————————–

    – die scharfschützen habe ich vermisst.

    ( sind vielleicht gerade in mali ????)

  4. Klapperschlange

    „Schaut nur, Ihr verdutzten Völker, was für wunderschöne Strafzölle ich gerade unterschrieben habe, mit der wunderschönsten Unterschrift (im „oral Office„):

    „YES, I (only I – not/never Obama) can!“

    „Wer sich meinen Sanktionen nicht bedingungslos unterwirft, lernt die
    wunderschönsten Waffen kennen, die das beste Militär auf dieser Welt
    „bastelt“ und baut!“

    „Mache ich („ICH„) das nicht toll?“

    Übrigens: „Wo bleibt mein Friedensnobelpreis?“

    Wenn ich den habe, werde ich mal Nordkorea und den Iran „platt machen“, wie mein Freund „Bolton“ jeden Tag von mir fordert…

    • 0177translator

      @Klapperschlange
      Den Friedensnobelpreis? Wohl eher den für Medizin. Denn er ist gerade dabei, aus dem Herzen der westlichen Hemisphäre den Arsch der Welt zu machen.

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