Sonntag,25.Februar 2024
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Mehr Zentralbanken wollen Gold kaufen

In einer aktuellen Umfrage des World Gold Councils erklären 71 Prozent der ausgewerteten Zentralbanken, sie erwarteten einen Anstieg ihrer Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten.

Zentralbanken und das Gold

Vertreter von Zentralbanken äußern sich selten konkret zum Thema Gold. Selbst die Angaben zu den Goldreserven in den Notenbank-Bilanzen sind häufig nicht sehr aussagekräftig. Handelt es sich um echtes Metall, gelagert in Tresoren? Oder bestehen die bilanzierten Bestände zu Teilen aus reinen Forderungen oder Derivaten?

Gold, Goldreserven, Goldbarren OeNB
Zentralbanken im industriellen Westen geben häufig vor, Gold vor allem aus Tradition zu halten. Vor allem In Schwellenländern ist dagegen das Thema Diversifizierung und Abkehr vom US-Dollar von Bedeutung (Bild: ÖNB, Niesner).

Offensichtlich ist aber, dass viele Zentralbanken vor allem im östlichen Teil der Welt zuletzt mehr Gold denn je angehäuft haben. Denn für 2022 meldete der World Gold Council (WGC) aus diesem Sektor Rekordkäufe (siehe Grafik unten).

Gold, Goldreserven, Zentralbanken
Gold-Nachfrage der Zentralbanken seit 2010: In Q3 2022 wurde mit 458 Tonnen ein Quartalsrekord erreicht. Und in 2023 ergab sich ein Q1-Rekord  (Quelle: World Gold Council).

Motiv für das Halten von Goldreserven

Vor allem für Länder aus den „Emerging Markets“ lautet ein wichtiges Motiv, sich von der Hegemonie des US-Dollars als Reservewährung zu befreien. Die genauen Gründe für das Halten großer Goldreserven recherchiert der WGC regelmäßig in Form einer Umfrage.

Wesentliche Erkenntnisse

Hier einige der wichtigsten Erkenntnisse aus der aktuellen, gerade veröffentlichten Erhebung, bei der insgesamt 57 Zentralbanken teilgenommen haben. Allerdings antworteten nicht alle auf alle gestellten Fragen.

  • 71 Prozent der Zentralbanken glauben, dass ihre Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten steigen werden (10-Prozentpunkte mehr als in der Befragung von 2022).
  • Die Hälfte der ausgewerteten Institute glauben, dass sie die eigenen Goldreserven in fünf Jahren um 40 bis 50 Prozent werden aufgestockt haben.
  • Allerdings erklärten auch 54 Prozent der Zentralbanken in den „entwickelten Ländern“, dass deren Goldreserven sich in diesem Zeitraum nicht verändern werden.
  • Die Mehrheit der Zentralbanken erwartet in den nächsten fünf Jahren einen leichten Anstieg des Anteils der Goldreserven an den Gesamtreserven, wobei diese Einschätzung in erster Linie von den Schwellenländern getragen wird.
  • Tradition („historische Position“) wird mit einem Anteil von 54 Prozent unter allen ZBs weiterhin als wichtigster Faktor der Gold-Haltung genannt.
  • An zweiter Stelle folgt das Motiv „Beitrag (Performance) in Krisenzeiten“.
  • Dritthäufigste Nennung bei den am meisten relevanten Eigenschaften: Inflationsschutz

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