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Nur Gold hält der finalen Katastrophe stand

Wir sollten uns dieses Jahr auf jeden Fall vor den Iden des März hüten, auch wenn sie mit Verspätung kommen. Physisches Gold ist der beste Weg zur Katastrophenvermeidung.

Gold, Versicherung (Foto: Goldreporter)

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Kommen die Iden des März im Jahr 2019 mit Verspätung? Normalerweise steht der Begriff „die Iden des März“ einfach nur für das Datum des 15. März. Shakespeare verlieh dem Begriff eine unheilverkündende Bedeutung, da Julius Caesar an diesem Tag ermordet wurde. Heute 2019 scheint der 29. März wichtiger als der 15. Denn am 29.März steht erst einmal der Abschluss des Brexit an. Oder eben nicht! Bislang ist der Brexit ein qualvoller Prozess gewesen, der nach 3 Jahren nirgendwohin führte. Er hat allein den Größenwahnsinn und die Unnachgiebigkeit der EU-Elite demonstriert. Auch hat er die totale Inkompetenz der Regierung Großbritanniens offengelegt und zudem gezeigt, dass Frau May vollkommen unentschlossen ist und nicht zwischen Aktion und Ausführung unterscheiden kann.

Bargeldwert nicht mehr doppelt so hoch wie Goldwert

Der 29. März ist zudem ein sehr wichtiges Datum im Bankenwesen, denn an diesem Tag wird Gold als Klasse-1-Vermögenswert (Tier 1 asset) anerkannt und somit auf eine Stufe mit Bargeld gestellt. Bislang war Gold nur ein Klasse-3-Vermögenswert (Tier 3) dessen Wert im Bereich Bankensolvenz mit 50 % festgelegt wurde. Es ist natürlich eine vollkommen lächerliche Vorstellung, dass Bargeld oder Fiat-Währungen (von denen man weiß, dass sie mit der Zeit immer gegen null gehen) der doppelte Wert von Gold beigemessen werden könnte.

Manche spekulieren darauf, dass die Aufwertung von Gold zum Klasse-1-Vermögenswert große Bedeutung für den Goldpreis haben wird. Einige Marktbeobachter denken sogar, dass dies den Beginn einer neuen Ära markieren wird, in der Gold erneut eine Deckungsfunktion für Währungen oder SZR (Sonderziehungsrechte) zukommt. Das würde natürlich voraussetzen, dass Gold im Verhältnis zum Dollar erheblich aufgewertet werden müsste, damit eine ausreichende Deckung für die ausstehenden Schulden erreicht werden kann.

Also: Sollten wir uns nun, wie Shakespeare meinte, vor den Iden des März hüten? Und werden diese im Jahr 2019 mit Verspätung auf den 29. März fallen? Ich bezweifle, dass der Brexit, der ein Fiasko ist und nicht gut enden wird, bis zum 29. März geregelt sein wird. Auch wird die globale Verschuldungssituation eine Neustrukturierung des Währungssystems erforderlich machen. Und leider gibt es keine SZR oder staatliche Kryptowährungen, die dafür sorgen werden, dass die Schulden einfach verschwinden. Und wie es so schön heißt: „Alle Pferde des Königs und all seine Mannen brachten Humpty Dumpty nicht wieder zusammen.“

Doch selbst wenn die Iden des März nicht mit Verspätung kommen und der 29. März 2019 keine große Bedeutung für die Welt haben wird, so wird all das als Warnung dafür dienen, dass wahrscheinlich gewisse Dinge im Weltfinanzsystem passieren werden. Aussichtslos überschuldete Staaten werden Verzweiflungstaten begehen. Es könnte ohne Weiteres passieren, dass die USA den Dollar deutlich abwerten oder einen Krypto-Dollar einführen werden und diesen durch Gold decken, das dann massive Preissteigerungen erfährt.

Die Hegemonie des Dollars wird bald enden

Ich bezweifle, dass die USA in der Lage sein werden, die Dollar-Hegemonie auf lange Sicht aufrechtzuerhalten. Dafür gibt es eine ganze Anzahl von Gründen.

Erstens ist es unwahrscheinlich, dass die USA beweisen werden können, dass sie, wie behauptet, jene 8.000 Tonnen Gold tatsächlich auch besitzen.

Zweitens würden China und Russland es nie zulassen, dass die schuldenverseuchte USA weiterhin über die Weltreservewährung herrscht. Ein Land, das seit 60 Jahren effektiv Defizite und seit 45 Jahren zudem Handelsdefizite einfährt und darüber hinaus auf mindestens 200 Billionen $ Schulden sowie ungedeckten Verbindlichkeiten sitzt, ein solches Land verdient es nicht, die Reservewährung der Welt zu haben.

Unbegrenzte Möglichkeiten, Geld zu verlieren

In den nächsten Jahren bieten sich uns unbegrenzte Möglichkeiten, Geld zu verlieren. Letzte Woche schrieb ich über 3 Dutzend Gründe für den Kauf von Gold und über die Risiken für die Vermögensanlagen von Investoren. Mindestens 99,5 % der Anleger sind sich der von mir geschilderten Risiken nicht bewusst, und das ist auf jeden Fall überraschend, weil diese Risiken zur größten Vermögenswertzerstörung der Geschichte führen werden.

In der Regel ist es so, dass sich die maximale Zuversicht dann einstellt, wenn der Markt Höchststände erreicht. Die kommenden Verluste an allen Anlagemärkten – ob nun Aktien, Anleihen oder Immobilien – werden die Investoren in einen Schockzustand versetzen. Denn effektiv betrachtet werden sie mindestens 75 % ihre Anlagewerte und in den meisten Fällen vielleicht sogar mehr als 90 % verlieren. Die drei Dutzend finanziellen, ökonomischen, politischen und geopolitischen Risiken werden dafür sorgen.

Das Problem ist, dass die Welt jetzt in eine Phase eintritt, in der Geldschöpfung und Defizitfinanzierung nicht mehr funktionieren werden. Es ist überhaupt ein Wunder gewesen, dass die Welt mit Falschgeld und Scheinversprechen so lange überleben konnte. Aber jetzt haben wir den Punkt erreicht, wo es nicht mehr möglich sein wird, alle Menschen permanent zu täuschen.

Rückkehr ins Mittelalter

Die Geschichte steckt voller Beispiele für Staaten, die Misswirtschaft betrieben hatten und somit das Geld ihrer Völker zerstörten. Das ist eher die Regel als die Ausnahme. Es gibt zahlreiche Beispiele für Länder, die unter ihrer eigenen Schuldenlast zusammenbrachen, doch der beste Vergleich für die heutige Weltsituation ist der Vergleich mit dem Römischen Reich, und zwar wegen dessen Größe. Über einen Zeitraum von 500 Jahren dominierten die Römer militärisch wie kulturell ein Gebiet, zu dem große Teile Europas, Nordafrika und Teile Asiens gehörten.

Wie es mit allen Imperien der Fall ist, trug auch das römische den Keim seiner Zerstörung in sich. Interessanterweise befindet sich die Welt jetzt an einem Punkt, an dem buchstäblich jedes Land diese zerstörerischen Keime in sich trägt. Nach dem Fall des Römischen Reichs brach das Mittelalter an, das 500 Jahre dauerte. Doch anders als beim Römischen Reich ist heute die gesamte Welt von der aktuellen Verschuldungs-, Defizit- und Verfallsperiode betroffen. Zudem sind die Probleme um ein Vielfaches größer als vor 2.000 Jahren. Deshalb kann es als wahrscheinlich gelten, dass die Folgen des kommenden Zusammenbruchs der Weltwirtschaft sehr lange andauern könnten. Der Begriff „finsteres Mittelalter“ wurde erst im 14 Jh. erfunden und auch die zukünftigen Historiker werden erst im Nachhinein wissen, ob die Welt jetzt in eine Zeit eintritt, die einer Rückkehr ins Mittelalter gleichen wird.

Sollte das der Fall sein, dann käme es zu einer kompletten Zerstörung des Finanzsystems und der Weltwirtschaft mit all ihrer Infrastruktur. Es käme dann auch zu Kriegen, Bürgerkriegen, gesellschaftlichen Zusammenbrüchen und einer drastischen Abnahme der Weltbevölkerung um mehrere Milliarden Menschen. Für die meisten Menschen muss das nach unrealistischer Angstmache und düsterster Prophezeiung von dramatischem Ausmaß klingen. Der intellektuelle Horizont der meisten Menschen reicht nicht zu solchen komplexen Fragen und langfristige Prognosen. Da ist es viel leichter, über den Brexit zu reden oder über die angeblichen Russland-Verbindungen von Trump.

Auf jeden Fall hoffen wir, dass diese katastrophalen Ereignisse nicht stattfinden werden. Allerdings wissen wir auch, dass die Risiken heute größer sind als jemals zuvor in der Geschichte. Wir werden erst im Nachhinein Bescheid wissen, wie schon im Fall des Mittelalters. Die älteren, heute noch lebenden Generationen werden nur noch den Beginn des Niedergangs mitbekommen, aber auch das kann dramatisch genug sein. Sicher ist zumindest, dass unsere Kinder und Enkel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein so begütertes und friedliches Leben führen werden, wie es der größte Teil der Welt seit 1945 genossen hat.

Es ist praktisch unmöglich, sich auf einen potentiellen, ausgedehnten Niedergang vorzubereiten. Wir können uns aber zumindest kurzfristig, auf absehbare Zeit vorbereiten und unsere Anlagewerte schützen.

Währungsentwertung ist ein 2.000 Jahre alter Betrug

Staaten und Regierungen haben eine große Trickkiste, um das Geld der Bürger zu stehlen.

Der einfachste Weg ist die Währungsentwertung. Und schon immer waren alle Regierungen darin überragend. Als das Römische Reich zu bröckeln begann, sank der Wert der Währung, des Silberdenars, rapide ab. Gelddrucken war damals die Minderung des Silbergehaltes der Münzen. Von einem Silbergehalt von fast 90 % um 180 n. Chr. ausgehend, betrogen die Herrscher das Volk, indem sie dem Denar bei der Prägung immer weniger Silber hinzufügten. Ab 270 n. Chr., ca. 90 Jahre später, war der Denar sowohl silber- als auch wertlos.

Schrittweise begann das Römische Reich zu bröckeln und Rom bekam all die absehbaren Probleme eines Staates, der über seine Verhältnissen lebt, einschließlich hoher Defizite und Schulden.

Im Jahr 180 n. Chr. schrieb Cassius:

“Unsere Geschichte des Reiches geht nun über von einem goldenen Zeitalter zu einem von Eisen und Rost, so schlecht stand es in jenen Tagen für die Römer. ”

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt die Welt genau das, was die Römer 1.800 Jahre zuvor erlebt hatten. Der Wert aller Währungen sank um 97 % bis 99 %, und wir werden erleben, wie alle großen Währungen auf ihren intrinsischen Wert von NULL fallen.

1949 schrieb Ludwig von Mises:

„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion, oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem.”

Geschichte wiederholt sich also und wir stehen wieder an dem Punkt, an dem die „finale Katastrophe“ sehr nah ist. Der Chart für den Wert des Denars vor fast 2.000 Jahren und die Aussage Cassisus‘ sind fast identisch mit dem Währungs-Chart des 20. Jahrhundert und mit Mises‘ Aussage.

Plus ça change, plus c’est la même chose!

Je mehr sich die Dinge ändern, umso mehr bleiben sie sich gleich.

Wir sollten uns dieses Jahr auf jeden Fall vor den Iden des März hüten, auch wenn sie mit Verspätung kommen. Auf der Hut sein, reicht aber nicht. Wir müssen auch die notwendigen Schritte unternehmen, um zu verhindern, dass wir unter „der finalen Katastrophe für das betreffende Währungssystem“ leiden müssen.

Physisches Gold ist der beste Weg zur Katastrophenvermeidung.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 28. Mrz. 2019. gespeichert unter Gastartikel, Gold, Hintergrund, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

23 Kommentare für “Nur Gold hält der finalen Katastrophe stand”

  1. Dem ist nichts hinzuzufügen…

  2. Das ist neu: Blackrock rät zu physischem Gold.
    Der Erzeugerpreis von einer Unze Gold wird mit 1100 bis 1200 Dollar beziffert.
    Meinen Recherchen nach liegt der Preis eher bei 1200.
    Kauft man also eine Unze für 1300 Dollar, ist das fast geschenkt, denn der Vertriebsweg und Verdienst der Händler soll ja noch dazu kommen.
    Man stelle sich vor, Porsche verkauft den Chayenne beim Händler mit knapp 1% über dem Erzeugerpreis.
    Das neueste Iphone X kostet in der Herstellung 350 Dollar.
    Wer es um 400 verkauft, dem Laden wird die Türe eingetreten vor lauter Ansturm.
    https://www.dasinvestment.com/blackrock-zu-edelmetallen-besser-physisches-gold-zur-diversifikation-nutzen/

    • Sie schreiben: „Der Erzeugerpreis von einer Unze Gold wird mit 1100 bis 1200 Dollar beziffert. Meinen Recherchen nach liegt der Preis eher bei 1200.“

      Könnten Sie bitte dazu einige Quellen angeben? Danke

      • @hans
        Das geht nur, wenn man mit den Menschen in dieser Branche in Kontakt kommt und persönliche Beziehungen aufbaut.
        Leider, denn Firmendaten werden nach aussen hin geschönt.
        Mein link sagt ja auch, dass Blackrock, der grösste Fond, von einem Preis zwischen 1100 und 1200 Dollar ausgeht.
        Das ist aber mit Sicherheit sehr grosszügig berechnet.
        Möglich, dass es irgendwo auf der Welt eine Mine gibt, welche um 1000 oder darunter die Unze fördert. Doch, da stellt sich die Frage, wieviel Unzen produzieren die täglich ? Mehr als 5 ?
        Also, wenn Sie rumreisen, Urlaub, Kreuzfahrt etc, versuchen Sie Kontakte zu Bänkern, zur Goldbranche oder Nahestehenden aufzubauen.
        Die erzählen manchmal bei einen Bier oder Wein mehr als sie sollten.

  3. Das ist ein uns vielleicht lächerlich erscheinender wichtiger Satz: „Rom bekam all die absehbaren Probleme eines Staates, der über seine Verhältnissen lebt“. Genau das kennzeichnet den Westen in fast allen Kernstaaten:
    a) es gibt ein Währungsdesaster
    b) es gibt ein gesellschaftlich-soziales Desaster
    c) es gibt ein Wertedestaster.

    Die Welt wird sich nicht in Tagen, sie wird sich in wenigen Generationen ändern. Wer glaubt, dass alles von heute auf morgen anders wird, der täuscht sich.

    • Über seine Verhältnisse leben? Herr von Egon von Greyerz will uns allen Erntes erzählen, dass man heute bereits das Brot verzehren kann, dessen Korn noch auf den Feldern steht und auf die Ernte wartet. Es ist der typische Unfug, der lediglich dazu dient den Kreditgebern jenes Staates, der denen ohnehin gehört, zu Lasten einer mit moterären Schulden beschwerten Mehrheitsbevölkerung , diese Bevölkerung bis in alle Ewigkeit an die Lohn-Sklaven-Kette zu binden.

      In Altertum, Antike und Mittelalter war Geld im Übrigen ein völlig randständiges Medium, das nur dem Fernhandel und der Vermarktung von Überschüssen ( soweit solche überhaupt produziert wurden, was seinerzeit die absolute Ausnahme war ) . Die Abgaben an die weltliche und geistliche Obrigkeit – im Mittelalter war dies der berühmte Zehnte ( so wenig, kaum zu glauben ) wurden in Naturalien gezahlt. Zwar gab es auch damals Bank- Zins-Geld – Kreditwesen, aber mitnichten als ein die gesamte Gesellschaft beherrschendes totalitäres Medium. Die Metapher vom Geld die Welt regiert, ist eine der kapitalistsichen Moderne.

      Auch ist ein Ludwig von Mises lediglich das seitenverkehrte Spiegelbild des zu Unrecht verpönten John Maynard Keynes. Zu Unrecht verpönt, weil Letzterer im Gegensatz zu Hayek und Mises, immerhin begriffen hat, dass nur monetäre Schulden den Kapitalismus vor sich selbst retten könne. Wobei von Anfang an klar war und auch sein musste, dass auch keynianische d.h. künstliche Beatmungsversuche nur zeitlich bedingt aber eben nicht dauerhaft den große Kladderadatsch ( August Bebel ) würden verhindern können.

      Die Ursache der nun seit Jahrzehnten anhaltenden sich ständig verschärfenden Krisensymptome und der Hilf und Ratlosigkeit der Herrschenden darauf zu reagieren, ist schlichter Ausdruck der Tatsache, dass es ein exponentielles Wirtschaftswachstum – auf das die Marktwirtschaft existentiell angewiesen ist – nicht geben kann und deshalb nicht geben wird.

      Die Metapher vom Geld das die Welt regiert, könnte insofern auch ersetzt werden durch die Metapher;

      GELD ZERSTÖRT DIE WELT

      Einzig und allein, dass GOLD als Geld für den EiNZELNEN – mitnichten aber für die kapitalistsiche Volkswirtschaft – die so ziemlich sinnvollste und wohl auch alternativlose Absicherung für die apokalyptischen Katastrophen vor denen wir alle stehen ist, darin kann dem Autor vorbehaltlos zugestimmt werden.

  4. Ich habe gerade mal wieder gesehen, wie ein Chef mit seiner Belegschaft umgehen kann und das nicht zum ersten mal.
    Sie würden ihre Grossmutter für den Chef verkaufen, nur um am Ball zu bleiben und den nächsten Lohn zu bekommen. Das sind keine Einzelfälle, sondern kollegtives Verhalten der Angestellten. Jeder läuft in seinem Hamsterrad und ist sich selbst der Nächste. Der Chef profitiert allerdings am meisten. Nicht nur der, der seinen Körper verkauft ist eine Nutte, sondern auch die, die ihre Seele verkaufen.

    • Wolfgang Schneider

      @Vorarbeiter
      Wesentliche Voraussetzungen für diese Seelenprostitution sind Abhängigkeiten. Haus nicht abbezahlt, Auto nicht abbezahlt, Zweitwagen für die Frau nicht abbezahlt, Plasma-Fernseher auf Raten gekauft, etc. pp. Hirngefickte, weltoffen-antirassistische, gendervegan- und politkorrekte Konsumidioten züchtet dieses System heran, weil es selber krank ist. Hauptsache Sklave sein und sich dabei noch wohlfühlen. Arbeiten müssen beide Eltern, Steuern zahlen beide, um die Kinder kümmern sich Staat, Qualitäts-Medien und Unterhaltungs-Industrie.
      Hab heute 2×5 Liter Saft im evang. Kindergarten in Frankfurt abgeliefert. War heute zum erstenmal im Kindergarten in Dolgelin (Ostbrandenburg), wo ich 4 solche Kartons vorbeibrachte. Die Sekretärin der Grundschule hatte versprochen gehabt, dort anzurufen und mich anzukündigen, wer ich bin und was ich mache. Hatte sie vergessen. Dafür dann große Augen, ängstliche Fragen – was müssen wir jetzt bezahlen? – wieso ich das tue, warum ich das mache. Kurzum, die Mädels dort hielten mich für einen Alien, einen aus der Klapse Entwichenen, weil er was verschenkt, oder im schlimmsten Fall noch für einen Perversen. Habe ihnen geradezu verzweifelt mitgeteilt, sie sollen sich in der Grundschule im Dorf über mich erkundigen, wer ich bin. Will sagen, es ist schon so in Fleisch und Blut bei den Leuten, daß sie gar nichts Gutes mehr erwarten, sie reagieren wie Pawlows Schäferhund.

      • Hey Translator – gestern lief im TV „Bob, der Streuner“. Roter Kater rettet Leben. Wenn Sie den noch nicht kennen, unbedingt anschauen. Die Gesellschaft bräuchte viele rote Kater.. (und vielleicht auch noch rote Krügerrands, sprich: ehrliches Geld, usw. – aber bis dahin muss man sich mit kleinem Trost begnügen.)

        • Wolfgang Schneider

          @Blagonga
          Der liegt grad auf dem Sofa einen halben Meter links von mir und schläft den Schlaf der Gerechten. Einen halben Meter rechts von mir liegt Muschi Tina und pennt. Die hat so ein dichtes Fell, daß die Zecken oben drauf an ihr herumlaufen, hab grad wieder eine erwischt und geknackt. Eigentlich dürfte ich sie gar nicht mehr ins Haus lassen. Weil sie bei MIR sind, ist vor dem Fenster Kino. Die Singvögel am Futterhäuschen. Hab im Baumarkt einen Nistkasten gekauft, beim Nachbarn Brett-Reste geschnorrt. Werde (als humorloser, reaktionärer alter Sack) den Chinesen machen und den Nistkasten reichlich nachbauen. Müßte eigentlich Kram vom Gericht übersetzen, hab aber keine Lust. Jetzt ist Wochenende. Bin bierselig. Tina haßt, wenn ich eine Bierfahne habe. Sie hat mir in echt mal das Leben gerettet. 10 Wochen war sie alt, da trat sie in mein Dasein – meine Mutter lag im Sterben – und sie saugte all die negative Depri-Energie auf mit ihrer quirligen Art. Der rote Kater Genosse ist traurig, er wäre gern die Nr. 1 bei ihr – er paßt aber dennoch auf sie gut auf, des nachts treiben sie sich rum. Er ist so ein feiner Kumpel. Dafür gab’s für beide eben 50gr Thunfisch in Gelatine von Kitekat. Wo krieg ich bloß Katzenfutter her, wenn das System gecrasht ist? Ehrlich, Prof. Bocker meinte, man soll das eigene Körpergewicht in Silber haben und dazu das Gewicht seiner Haustiere, die es im Ernstfall mit zu versorgen gilt. Hab in der Küche eine Maus, aber die beiden rühren sie nicht an – Lenins Prinzip der friedlichen Koexistenz. Muß mich mal auf die Waage stellen, ich mein‘, ich hab die Bocker-Vorgabe noch nicht erreicht.

          • Katzen sind magische Wesen, und eigentlich sollte man sie mindestens derart ehren, wie das die alten Ägypter taten. Nun gut, wenn’s aber zuviele gibt, leiden die Vogelpopulationen. Das muss man dann doch überdenken. Aber davon abgesehen, gibt es keinen Grund, sie nicht zu halten (und zu ehren).
            Hr. Bocker hat in Vielem Recht und manche Geschichten aus alter Zeit machen schon nachdenklich. Körper- und Haustiergewicht in Silber ist aber möglicherweise doch „etwas“ viel, ich kenne den Standpunkt. Das Potential des Metalls ist riesig, Verfügbarkeit begrenzt, Geldcharakter seit tausenden Jahren und ein Verbot unwahrscheinlich. Aber es braucht starke Überzeugung und noch mehr Geduld. Über den Zentner hinaus würd ich jetzt nicht gehen. Ausser, man ist sehr reich oder etwa ein wahrer Silverbug.

          • @ WS
            Da kann ich den aus Halle stammenden Hans- Joachim Maaz sehr empfehlen. Er spricht von einer normopathischen Gesellschaft, einer Gesellschaft, die sich völlig entfremdet hat von ihrer eigenen Persönlichkeit und nur noch Konsumzombies darstellen.

            • Wolfgang Schneider

              @Schachspieler
              Habe „Das gestürzte Volk“ und „Der Gefühlsstau“ von ihm gelesen. Zitat aus letzterem: „Lehrer ist kein Beruf, sondern eine Diagnose.“ War mal, weil in Brandenburg so viele Lehrer fehlen, Aushilfspauker in der Schule, wo ich heut die Saft-Kartons hinbringe.
              Übrigens hat Mieze Tina mich auf eine Idee gebracht. Weniger fressen und saufen, dann erfülle ich auch Prof. Bockers Vorgabe.

              • @WS

                „Seit Jahren beobachtet Bauer, dass unter seinen Patienten überproportional viele Lehrer sind. Von rund 400 Gymnasiallehrern, die er in einer aktuellen Studie befragte, zeigten 20 Prozent stressbedingte Belastungssymptome. „Diese Lehrer“, folgert der Wissenschaftler, „brauchen eigentlich eine medizinische Behandlung.“ ( Aus dem Spiegel, 2006!!) Die heutige Situation dürfte weitaus fataler sein…
                2006 gab es übrigens noch keine Smartphones…

  5. @ Vorarbeiter,

    ich habe heute wieder erlebt, wie gleichgültig Mitarbeiter doch sind und so
    drehe ich mich als Chef in meinem Hamsterrad, nur um Schadensbegrenzung vorzunehmen.

    Lohnerhöhungen wirken sich leider nur kurzzeitig auf das zu oft oberflächliche Verhalten der Mitarbeiter aus, Geldgeschenke zwischendurch sind denen oft nicht einmal ein Danke oder einen warmen Händedruck wert. Man lässt sich treiben, wie ein Blatt im Winde nach dem Motto, der Chef wirds schon richten. Ich könnte ganze Bände mit dem negativen Verhalten von Mitarbeitern im Handwerk füllen und mancher Leser dessen würde mich am ende fragen, was ich geraucht habe, so hanebüchen ist zu vieles.

    • @Hugo
      Nehmen Sie sich diese Dinge nicht so zu Herzen.
      Es wird nicht mehr lange so weitergehen.
      Bald schon werden Sie und Ihre Mitarbeiter sich mit Gartenbau, Hühner- und Kaninchenzucht befassen.

  6. @ rolandb

    Ihr Wort in Gottes Ohr, aber ich gehöre noch einer Generation an, die ihren Kopf nicht nur zum Haare Schneiden hat. Den täglichen Wahnsinn und den daraus resultierenden Volkswirtschaftlichen Schaden mit zu erleben, kann ich so leicht nicht ignorieren.

    Die Menschheit wird anscheinend immer blöder und wir Deutschen nähern uns rapide der Leistungsbilanz von Südländern an, wenn das so weiter geht.

    Ich weis, ich bin ein Dinosaurier und die sind bekanntlich schon vor 65 Mio. Jahren ausgestorben.

    • Wolfgang Schneider

      @Hugo
      Es sind etliche am Leben geblieben. Nehmen Sie bitte den Hinweis mit dem Garten vom @rolandb ernst. Beide Eltern von mir entstammten bäuerlichen Familien hier in Ostbrandenburg, und ich habe ihre abenteuerlichen Geschichten noch in den Ohren, wie die Bauern nach dem Krieg beklaut wurden – man hatte ja die Ablieferungs-Pflicht, Soll genannt, an der Backe. Habe 900qm Garten, will heute 2 Pfund Steckzwiebeln setzen, im Baumarkt 2 Aprikosen-Bäumchen kaufen und diese dann auch noch pflanzen. Leider endete eben der Versuch, Katze Tinas Nase zu kitzeln – ratsch – mit einem eindrucksvollen Kratzer an meinem rechten Zeigefinger, was die Gartenarbeit erschweren wird. Habe früher echt mal für die Mitgliedschaft in einem Fitnessclub 1998/99 1.000 DM bezahlt, die Dummen sterben halt nicht aus.

    • @Hugo

      Die toitsche Leistungsbilanz richtet sich keineswegs ausschließlich daran aus, was Toitsche so alles leisten, sondern vor allem ob sich andere es leisten können, das von Toitschen Geleistete auch zu kaufen und weil es damit gar nicht gut aussieht, wird logischerweise auch die toitsche Leistungsbilanz den Weg allen Irdischen gehen.

      Schon bald wird in den gleichgeschalteten Gazetten der Ruf erschallen das WIR ( Wir vor allem ) wettbewerbsfähiger werden müssen. Das heißt der Schweiß des toitschen Arbeitsmenschen muss noch billiger werden, als er ohnehin schon ist.

      Denn damit es den toitschen Unternehmen wider besser gehen wird, muss es den toitschen Unternommenen erst einmal schlechter gehen, erst dann wird es wieder etwas werden mit der Wettbewerbsfähigkeit und vor allem mit der toitschen Leistungsbilanz, dies auch dann wenn sich toitsche Unternommene immer weniger leisten können.

      WIR SCHAFFEN DAS !!!

    • @Hugo Zustimmung ,anfang der 90 er Jahre liebäugelte in mit einem eigenem Handwerksbetrieb ließ es aber wegen der Bürokratie sein.Heutzutage ist die Bürokratie noch viel schlimmer dazu kommt aber daß die Leute von der Schule und vom Jobcenter zu 60% zu allem fähig und zu ganz wenig zu gebrauchen sind.Das heutige heidschibummbeidschi-wohlfühl-Bildungssystem bis zur 10 Klasse ist ein Verbrechen an der Jugend.

      • Ja, die explodierte Bürokratie treibt mich auch immer mehr an meine Grenzen und deshalb steige ich Anfang nächsten Jahres aus und gebe den Betrieb ab.

        Ich habe trotzdem ich finanziell gut dastehe eine höllische Angst vor dem, was uns die Finanzmafia wohl in absehbarer Zeit bescheren wird ! Ob die ersparte Kohle dann noch das Wert ist wofür ich sie beiseite gelegt habe, kann zumindest stark angezweifelt werden, denn NICHTS ist mehr sicher.

        • @Hugo
          Wenn Sie Kohle angespart haben, so haben Sie alles richtig gemacht.
          Hauptsache Sie haben nicht mehr als 10000 Euronen Bargeld, Versicherungen, Bankeinlagen usw.
          Wenn Sie noch dazu einen HolzKohle Kochherd haben, müssen Sie nicht erfrieren und können ein paar Kohlen gegen ein Ei tauschen und dann braten. :-)

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