Samstag,01.Oktober 2022
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Perth Mint: Starker Silber-Absatz im Januar

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Känguru-Silbermünze: Sie gehört zu den klassischen Anlagemünzen im Silber-Bereich (Foto: Perth Mint).

Die australische Prägeanstalt Perth Mint hat im Januar 2,38 Millionen Unzen Silber abgesetzt. Das ist das beste Verkaufsergebnis seit September 2015.

Silber stark gefragt

Silber in Form klassischer Anlagemünzen ist stark gefragt unter Edelmetall-Anlegern. Das verdeutlichen auch die jüngsten Absatzzahlen der Perth Mint. Denn wie die australische Prägeanstalt meldet, hat man im vergangenen Monat 2.3876.165 Unzen Silber ausgeliefert.

Silberabsatz verdoppelt

Damit verdoppelte man die Absatzmenge im Vorjahresvergleich und verzeichnete immerhin eine Zunahme der Silberverkäufe gegenüber Vormonat um 37 Prozent. Gleichzeitig war es das beste monatliche Absatzergebnis seit September 2015. Seinerzeit setzte man 3,34 Millionen Silberunzen ab.

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Monatlicher Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint seit Dezember 2018 in Unzen (Quelle: Perth Mint)

Goldverkäufe

Dagegen lieferte man im Januar mit 66.709 Unzen 12 Prozent weniger Gold aus als im Vorjahresmonat. Allerdings konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vormonat um 21 Prozent gesteigert werden.

General Manager Minted Products, Neil Vance erklärt: „In diesem Januar brachten wir die 2022er-Ausgabe der Silbermünzen-Serie Australian Koala auf den Markt und nahmen auch die ersten Bestellungen für unsere 1-Kilo-Münzen Lunar Tiger entgegen. Beide Veröffentlichungen erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit und trugen erheblich zu einem besonders erfreulichen Monat bei, der auch einen Anstieg der Nachfrage während der Weihnachts- und Neujahrszeit Ende 2021 widerspiegelt.“

Die Perth Mint ist Hersteller zahlreicher populärer Gold- und Silbermünzen. Dazu gehören die Sorten Känguru, Koala und Kookaburra sowie weitere Anlageprodukte mit zumeist Motiven aus dem australischen Tierreich.

Goldreporter

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9 Kommentare

  1. Ich bin schon wieder so melancholisch gestimmt: Ist das – frei nach Kondratjew – wirklich der Beginn eines neuen ökonomischen Superzyklus? Ein Zyklus der Elektromobilität mit Tesla im Epizentrum? Quasi „Wachstum und Wahn“ als perfekte Welle?

    ### Der Elektroauto-Pionier Tesla muss erneut Fahrzeuge wegen Softwareproblemen zurückrufen. Knapp 27.000 Autos werden in den USA in die Werkstätten beordert, da ein Softwarefehler zu Problemen beim Abtauen der Windschutzscheibe führen kann, wie die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mitteilte. Tesla erklärte, ein Update vorzunehmen und das Problem so zu beheben. Anfang Februar hatte Tesla bereits 817.000 Autos in den USA wegen Softwarefehlern am Anschnallgurt zurückgerufen. ###
    [Quelle: ntv]

    Zu den Kondratjew-Zyklen nach dem russischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai D. Kondratieff [also nach der älteren Transkription: Kondratieff-Zyklen]:

    Die Krise der Arbeitsgesellschaft in den westlichen Industrieländern wurde spätestens ab den 70er Jahren manifest, als der weitere industrielle Strukturwandel grandios scheiterte. Bislang sorgten die jeweils neuen Schlüsselindustrien [die sog. „Paradigmenwechseln“ nach Kondratjew] – Textilindustrie, Schwerindustrie, Elektro- und Chemieindustrie – für neue Massenbeschäftigung. Der letzte Metazyklus, der mit der Mikroelektronik und Informationstechnologie einsetzte, befeuerte die Produktivität aber ins Extreme.

    Immer weniger Arbeit ist notwendig, um ein bestimmtes Maß an Waren zu produzieren. Die Profitraten sanken auf breiter Front. Der schnellen Marktsättigung im Inneren folgte nun die Kolonialisierung [vulgo: Erschließung] von neuen Märkten im Außenbereich [sprich: Globalisierung]. Generell fand eine „Flucht nach vorne“ statt: Geradewegs in den „neoliberalen Extremismus“.

    – Ausbau des deregulierten Niedriglohnsektors
    – Verlagerung von Produktion in die Schwellenländer
    – Verlagerung der Kapitalverwertung in den Finanzsektor
    – Etablierung globaler kreditfinanzierter Defizitkreisläufe
    – Spekulative Blasenbildungen

    Und die USA nahmen dankenswerterweise die globale Überschussproduktion auf, während die Lieferanten dafür deren Verschuldung finanzieren durften [und damit natürlich auch die weitere Abnahme der Waren sicher stellten]. Gleichzeitig wurde in den kapitalistischen Kernländern die Wachstumsförderung über Verschuldung/Kreditexpansion/DeficitSpending zum vorherrschenden Modell.

    Im Kern lässt sich die globale Krise also als eine ÜBERPRODUKTIONSKRISE beschreiben. Die besagten Defizitkreisläufe scheinen nun endgültig zu zerbrechen. Die Risiken des Finanzsystems sind nicht mehr beherrschbar und potenzieren die Krise. Während sich die Notenbanken erratisch in ihren Dilemmata verheddert haben. Und wie immer droht im Zuge der ökonomischen Kontraktion gesellschaftlicher Reichtum in unvorstellbarem Ausmaße vernichtet zu werden.

    Amen!

    Und jetzt kommt da ein Elon Musk dahergelaufen und verspricht die Revitalisierung des „kapitalistischen Eroberungsprogramms“. Ein Eroberungsprogramm, welches selbstredend grün-moralisch aufgeladen ist: Unter der Weltenrettung macht es ein Musk eben nicht. Und so kann die „marktwirtschaftliche Übergriffigkeit“ guten Gewissens vonstattengehen. Gigafabriken auf der grünen Wiese sollen das e w i g e Wachstum verkörpern – jetzt neu: Trotz Strukturkrise! Es gibt keine materielle Automobil-Überproduktion, es gibt nur einen Mangel an Visionen [ein Tor – Narr -, wer da an den Arzt denkt].

    Aber um es ganz nüchtern zu sehen [noch ist es vor 18 Uhr!]: Das fossil betriebenen Geschäftsmodell der Autokonzerne hat sich als ökonomisch weitgehend ausgereizt gezeigt – und damit als objektive Kapitalverwertungsschranke. Die Märkte sind vollständig ‚durchdrungen‘, ‚kolonisiert‘, sprich abgegrast. Das war’s. Good bye, Verbrenner.

    https://www.heise.de/tp/features/Wie-Wachstum-und-Wahn-Tesla-antreiben-6361605.html?seite=2

  2. Bei Tesla wird nichts zurückgerufen. Das hört sich so teuer an, weil die traditionellen Hersteller ihre Autos in die Werkstätten ordern, wenn es ein Problem gibt. Da wird noch Hand angelegt. Bei Tesla gibt es halt ein Software-Update, per WLAN. Am nächsten Morgen haste dann die Fehler behoben oder sogar neue Features im Wagen. ;)

    • @Jogi

      Das kann man nur hoffen. Ich habe mich mal in Basel im Tesla-Showroom in ein Model 3 gesetzt.
      Claro, ich kann akzeptieren, dass es Tesla-Enthusiasten gibt, denen es egal ist, dass Karosserieteile bei Regen abfallen oder dass sie etwa glauben, „Spaltmaße“ seien etwas für Pedanten.
      Aber dass sich der Scheibenwischer im megalomanischen Display in irgendwelchen Untermenüs versteckt, das war für mich als zertifizierten Alten Weißen Mann doch etwas too much.

      • Die Qualität hat sich mit den letzten Baureihen deutlich verbessert. Und ja, mit jedem neuen Update gibts auch (verwirrende) Überraschungen. Und die Scheibenwischersteuerung ist immer noch gruselig. Es wird aber immer wieder nachjustiert. Schon erstaunlich, was Tesla mit Software-Updates so alles anpassen kann. Der Besitzer und sein Fahrer sind allerdings ein offenes Buch für Tesla. Anonym wohin irgendwo hin fahren kann man vergessen. Allerdings werden Teslas deshalb auch nicht geklaut ;)

        • @Jogi
          Die Qualität hat sich verbessert ?
          Lachhaft. Vielleicht nun auf das Niveau eines 12.000 Euro Toyota Kleinwagens.
          Wir haben das mal mit unserem Lexus Hybrid (450 h) verglichen. Gruselig.
          Dazu bei Musk die Vollüberwachung (die schon alleine ein Ausschlusskriterium des Kaufes wäre).
          Miserable Reichweite im Winter und erst recht bei höherem Tempo auf der Autobahn.

          Das ist ein qualitativ minderwertiges Modespielzeug wie die Apple-Produkte für Selbstdarsteller (und einige Tech-Freaks). Ohne die irren Subventionen würde das kaum jemand kaufen (50% geschenkt bekommen als Dienstwagen ist ein riesen Erfolg der Auto-Lobby).
          Wir sind echt gespannt, wie groß die Begeisterung der E-Mobilisten insgesamt sein wird, wenn nach Ablauf der Garantie der 30.000 Euro-Akku den Geist aufgibt.
          Oder man beim Versuch das Ding zu verkaufen feststellt, dass nach Ablauf der Garantie der Restwert /Verkaufserlös gegen Null geht, weil sich kein denkender Mensch so ein 30.000 Euro-Risiko in die Garage stellen will.
          Der Gebrauchtwagenmarkt für e-Mobile nach der Garantie wird tot sein.

          Sonst vollste Zustimmung zu @Thanatos.
          Es wird nur versucht, durch Zwang und Subventionen die Überproduktionskrise ein Stück weit zu umspielen, in dem man funktionierende Systeme durch neunen Schrott mit sehr begrenzter Haltbarkeit (technische geplante Obsoleszenz) austauschen will.

          Eher psychologisch interessant: wie man Leute dazu bringt, ein erprobtes Produkt gegen eine neue Generation auszutauschen, die sicher nur die Hälfte der Lebenszeit des alten Produktes haben wird.
          Nur gut, dass das aufgrund der knappen Rohstoffe sowieso in eine Sackgasse läuft, allein Lithium ist in 2021 von 6.000 auf 36.000 gestiegen. Mitsamt kompletter (95 %) Abhängigkeit von China. Selbst „simple“ Rohstoffe wie Kupfer zum Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur gibt es nicht in ausreichender Menge.
          Elon ist es egal: er hat ja schon 1.300 Millionen Subventionen dafür bekommen, ein simples Montagewerk in ein Wasserschutzgebiet zu bauen.
          So dumm ist nur Deutschland.

  3. @Thanatos
    Ich schlage vor, mit der Warenlieferung in die parallelen Dimensionen auszuweichen. Wo die grauen Aliens zu Hause sind. Vielleicht sollten die Sparer und Anleger ihren Schotter gleich dahin mitnehmen,
    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/china-könnte-der-auslöser-sein-die-nächste-weltfinanzkrise-wird-immer-wahrscheinlicher/ar-AATE0R0?ocid=msedgdhp&pc=U531
    Als der Teufel keine Ausrede mehr hatte – Putin, Corona, Chinesen – da erschlug er seine Großmutter.

      • @Thanatos:
        Gegenentwurf: das Gute liegt so nah.
        Ab in die Provinz, wo es noch Bauern gibt, die ohne Glyphosat , Gen-Soja aus Brasilien und tonnenweise Antibiotika in den Ställen auskommen.

        UND: die sich ab Tag X auch mit Silberlingen bezahlen lassen.
        Ganz ohne stromabhängige und überwachte Computerkassen.
        In der hiesigen „rückständigen“ oberbayerischen Provinz gibt es schon Netzwerke, die ganz sicher funktionieren.
        Ganz archaisch, wie vor 1000 oder 3000 Jahren.
        Ohne SWIFT, ohne Smartphone/ApplePay, ohne PayPal. Ohne Amazon.
        Und ohne Finanzamt (hab ich nur so gehört, wir würden ja nie…..) .

        Wenn man die richtigen Münzen hat.

        Jenseits aller Theorie: so eine Tube passt wunderbar in jede Hosentasche. Und man kann recht lange davon Leben, wenn es draußen in der großen Welt der Bides und Olafs finster wird,
        Manchmal kann man Freiheit kaufen, in Plastiktubes.

        Glück Auf !

    • WS:
      Über diesen Artikel bin ich auch gestolpert. Auf den ersten Blick sind die Ausführungen plausibel. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass die hiesigen Fehlentwicklungen ausgeklammert werden. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass eine Rechtfertigungsstrategie vorbereitet wird nach dem Motto: “wir haben uns bemüht, aber China hat es vermasselt“. Herr Fratzscher ist gewiss kein Systemkritiker.

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