Mittwoch,05.Oktober 2022
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Preishammer: Deutsche Inflation steigt auf 7,3 %

Das ist ein ziemlicher Preishammer. Laut erster Schätzung des Statistischen Bundesamtes wird für März mit einer Inflationsrate in Deutschland von 7,3 Prozent gerechnet. Damit würde der höchste Wert seit 1981 erreicht. Im Vormonat hatte die Inflation in Deutschland noch bei 5,1 Prozent gelegen. Neben Energie (+39 %) haben sich nun auch Waren im Verbraucherpreis-Index gegenüber Vorjahr zweistellig verteuert (+12,3 %). Analysten hatte für März nur mit einer deutschen Inflation von 6,3 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg um 2,5 Prozent. Mehr

 

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7 Kommentare

  1. Wir erinnern uns: Mario Draghödie setzte Maßstäbe mit seiner „Blut-und-Eisen“-Rede vom „Whatever It Takes“ [„believe me, it will be enough“]. Christine Lagarde hat nun auf Zypern daran angeknüpft und verspricht „we will take whatever action is needed to pursue price stability and safeguard financial stability“.

    Diesmal übersetze ich einfach selber: Die EZB wird also die längst auf der Flucht befindliche Preisstabilität einfach immer weiter verfolgen, mag der Spurenleser auch teuer und der Vorsprung der Delinquentin uneinholbar sein.

    https://finanzmarktwelt.de/christine-lagarde-mit-whatever-it-takes-rede-zur-inflation-230209/

    Aber da ist ja noch die Stabilität des Finanzsystems bzw. die verzweifelte Situation der Südschiene. Seien wir also empathisch – Christine wird innerlich zerrissen sein und kaum mehr schlaf finden. Vielleicht hilft ja die ‚doppelte Praxisgebühr‘ [© by Translator]?

    • @Thanatos

      Der Name „Zoltan Pozsar“ ist uns „Insidern“ vom REPO-Markt
      des Jahres 2019 noch bestens bekannt – damals warnte er – als bekanntes
      „REPO-Orakel“ der FED – vor einer „Liquiditäts-Krise“, die dann auch
      tatsächlich eintrat und die Finanzmärkte vehement durchschüttelte .

      Aktuell warnt er – inzwischen als Finanz-Stratege zur Credit Suisse
      gewechselt – in einem am 7. März veröffentlichten Forschungsbericht
      mit dem Titel „Bretton Woods III“, daß wir . . .

      “Zeugen der Geburt von Bretton Woods III sind – einer neuen
      Welt(währungs)ordnung, in deren Mittelpunkt rohstoffbasierte
      Währungen im Osten stehen, die wahrscheinlich das Eurodollar-System
      schwächen und auch zu inflationären Kräften im Westen beitragen
      werden.“

      Und weiter:

      Jeder, der mit dem Bretton-Woods-Abkommen vertraut ist,
      versteht den Bezug. Nixons Durchtrennen des letzten Fadens,
      der die Währung mit dem Gold verband, wird als Bretton Woods II
      betrachtet. Pozsar vertritt die Ansicht, dass Bretton Woods III eine
      Rückkehr zu einem Währungssystem darstellt, in dem die Währung
      durch Rohstoffe und nicht durch das „volle Vertrauen und die
      Kreditwürdigkeit“ eines souveränen Emittenten gedeckt ist.

      Es bahnt sich eine Krise an. Eine Krise der Rohstoffe. Rohstoffe sind
      Sicherheiten, und Sicherheiten sind Geld, und in dieser Krise geht
      es um die wachsende Anziehungskraft von Außengeld gegenüber
      Innengeld. Bretton Woods II wurde auf Insider-Geld aufgebaut, und
      seine Fundamente sind vor einer Woche zusammengebrochen, als
      die G7 Russlands Devisenreserven beschlagnahmten.“

      „Quelle 1: Zoltan Pozsar“

      Die Reaktion des Westens – angeführt von den USA und ihrer
      Kontrolle über die globale Reservewährung – hat aller
      Wahrscheinlichkeit nach einen Reset des globalen
      Währungssystems ausgelöst;
      im Moment sieht es so aus, als ob Russland – wahrscheinlich mit
      der stillschweigenden Unterstützung Chinas – einen Reset des
      Weltwährungssystems in Gang gesetzt hat. In dem neuen System
      werden die Länder, die die Welt mit Gütern versorgen, die eine
      Preis-unelastische Nachfrage haben – z. B. Erdöl, Erdgas und
      Nahrungsmittel – die Macht haben, die Abrechnung des Handels in
      harten Währungen – z. B. Gold oder anderen harten
      Vermögenswerten – durchzusetzen, anstatt die Buchhaltung der
      Zentralbank in Fiat-Währungen anzupassen. Dies ist das Wesen des
      ausgelösten Währungssystem-Resets. „

      „Quelle 2: Dave Kranzler, Sprott Money“

      Hat der gute Westen die böse Achse
      „Rußland + China + Indien + Iran + . . .“ demnach völlig unterschätzt ?
      ✊ ≧◉ᴥ◉≦✌

      • @Klapperschlange

        Was glaubst Du, ist ‚Zoltan Pozsar‘ ein Künstlername, weil sich Hagen Pusemuckel für die Karriere als hinderlich erwiesen hat?

        Aber wie dem auch sei, inzwischen als Maulwurf ber der altehrwürdigen Credit Suisse beschäftigt, sieht die Bank plötzlich das Ende der alten Währungsordnung kommen. Starker Tobak. Aber seiner ‚Reichweite‘ hat es nicht geschadet. Selbst ‚Deutschlands großes Börsenmagazin‘ sieht sich zur dystopischen Berichterstattung gezwungen.

        Die flottierende Rohstoffkrise werde die Inflation weiter anheizen und den Dollar in den Orkus verabschieden. Gold und andere ‚Rohstoffe‘ würden dagegen reüssieren. Der „Regimewechsel“ im globalen Währungssystem sei spätestens mit der Konfiskation der russischen Währungsreserven manifest geworden. Die „Praktiken der Devisenreservenverwaltung“ würden sich nun grundlegend wandeln, während die „Rohstoffwelt“ einen „perfekten Sturm“ erlebe. In der neuen Währungsordnung würden nunmehr Rohstoffe, darunter Gold, eine zentrale Rolle einnehmen.

        https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/credit-suisse-dollar-wird-verlieren-setzen-sie-auf-gold-und-rohstoffe-20247580.html

        Na also, auf zur Bahnhofsbuchhandlung und den ‚Aktionär‘ gekauft!

        • @Thanatos

          Nun ja – der gebürtige Ungar und Entdecker der „Repocalypse
          hat schon eine entsprechende „Vita“ aufzubieten, guckst Du hier:

          Obwohl sein (frisches ?) Abbild eher an einen gewieften
          Versicherungsvertreter erinnert, hat er es doch Männer-Faust-dick
          hinter den (REPO-)Ohren.

          Wenn also GOLD beim neuen Welt-Währungssystem eine
          entscheidende Rolle spielen sollte, dann „knacke“ ich bald
          die Spar-Schweinchen der Kinder und Enkelchen und investiere
          in eine/zwei Goldunzen der Wiener Stadtmusikanten, oder
          „Philharmoniker“, wie die Experten sagen . . .
          (>‿◠)✌

    • @Klapperschlange
      Da war schon mal was. Die Arroganz der weißen Kolonialmächte betreffend. Iran hatte mit Indien einen Barter-Deal gemacht. Öl geliefert und Weizen bekommen. Ohne daß 1 Dollar floß. Zur Erinnerung: Indien ist großer Weizen-Exporteur. Obwohl dort 200 Mio. Menschen hungern, meinte Jean Ziegler in der Doku „We feed the world“. Aus God’s own country erschienen Emissäre, welche die Regierung Indiens zurechtweisen wollten. Realitäts-Verweigerung at its best, würde @Thanatos wohl sagen. Sie zogen unverrichteter Dinge ab, um es mal vornehm auszudrücken. Die Spackos raffen es bis heute nicht, daß große Teile der Welt nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzen. Falls man in Washington erwägen sollte, Indiens alten Todfeind Pakistan in die Spur zu schicken, so sei gesagt, daß dieser Staat seit Jahr und Tag Weizen vom ehemaligen Todfeind Rußland bezieht. Es ist wie die alte Geschichte, wo Oma & Opa auf der Autobahn fahren und den Verkehrsfunk hören: „Achtung, es kommt Ihnen auf der A2 ein Geisterfahrer entgegen!“ Woraufhin der Opa zur Oma sagt: „Einer? Hundert!“

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