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Russland hält mehr Gold als US-Dollar

Gold, Russland, Goldreserven (Foto: Goldreporter)

Russlands Zentralbank hortet offiziell 73,9 Millionen Unzen Gold. Diese waren Ende 2020 rund 140 Milliarden US-Dollar wert (Foto: Goldreporter).

Weg vom US-Dollar, hin zu alternativen Währungsreserven: Das staatliche Gold Russlands war im vergangenen Jahr erstmals mehr wert als die Dollar-Bestände des Landes.

Russische Goldreserven

Russland hat zwar seit April 2020 keine Aufstockung der eigenen Goldreserven vorgenommen. Zuletzt wies man 73,9 Millionen Unzen an Goldbeständen aus. Das entspricht 2.298 Tonnen des Edelmetalls. Ende Dezember 2020 hatte dieses Edelmetall einen Wert von rund 140 Milliarden US-Dollar. Die gesamten Währungsreserven summierten sich auf 583 Milliarden US-Dollar. Gold-Anteil: 24 Prozent.

Mehr Gold als Dollar

Wie Bloomberg berichtet überstieg der Wert der russischen Goldreserven im vergangenen Jahr erstmals denen der US-Dollar-Reserven. In den Monatsberichten der russischen Zentralbank werden die US-Dollar-Reserven nicht separat ausgewiesen. Schon seit vielen Monaten taucht Russland nicht mehr in der Liste der größten Halter von US-Staatsanleihen auf, die das US-Finanzministerium monatlich publiziert. Das war zuletzt im Juni 2018 noch der Fall (Russland steigt bei US-Staatsanleihen aus).

De-Dollarisierung

Seither betreibt Russland eine Politik der „De-Dollarisierung“. Diese Strategie ist auch geprägt durch die wiederholten Sanktionsmaßnahmen der USA gegen das Land. Laut Bloomberg bildet Gold nun nach dem Euro den zweitgrößten Teil der russischen Währungsreserven. Rund 12 Prozent werden demnach in chinesischen Yuan gehalten.

Gold-Strategie

Dass die Bank of Russia seit April 2018 offiziell kein Gold mehr zukauft (Russlands Goldreserven – Das ist ungewöhnlich!), wird mit der  geänderten Wirtschaftspolitik begründet. Die Zentralbank bezog das Edelmetall in den vergangenen Jahren üblicherweise von den Minen des eigenen Landes. Diese sollen nun mehr Gold exportieren und Devisen ins Land holen, nachdem die Weltmarkt-Preis für eines der wichtigsten russischen Exportgüter in den vergangenen Jahren abstürzte – Öl.

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Eingetragen von am 14. Jan. 2021. gespeichert unter Gold, Goldreserven, News, Russland, US-Dollar, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

7 Kommentare für “Russland hält mehr Gold als US-Dollar”

  1. Wenn das keinem Aufruf zur Demokratisierung gleichkommt……..

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  3. Klapperschlange

    Du meinst „Zwangs-Demokratisierung“?

    Die Chinamänner werfen den USA doch auch schon seit einigen Monaten die Schuldscheine vor die Haustür; nicht auffällig schnell, aber kontinuierlich nach 5-Jahresplan.

    Und nachdem sleepy ?Joe Biden heute Nacht ein neues „$2 Trillion“-Corona-Hilfspaket angekündigt hat, sprang die Rendite der 10-jährigen „US-Junk-Bonds von 1,08% auf 1,1053%, was bedeutet, daß sich der „Schuldendienst“ der USA erneut verteuert, siehe hier.

    (wissen unsere Schüler überhaupt, wieviele „Nullen“ 1 Trillion hat?)

    [simultan zum „Zinssprung“ (03:30 Uhr) schickte man Gold innerhalb weniger Minuten um $18,- zwei Kellertreppen tiefer, weil das Defizit der USA sich anschickt, zu explodieren; Anm. d. Red.]

  4. Wolfgang Schneider

    Der Rekord war mal 2.800 Tonnen gewesen. Als das Land am 22. Juni 1941 in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wurde. Mit dem Gold konnten sie sich in Amerika, das sich erst ab dem 07.12.1941 (Pearl Harbor) selber im Krieg befand, alles an Waffen, Munition, Ausrüstungen, Lastkraftwagen usw. einkaufen, was das Herz begehrte. Da sieht man einfach mal wieder, daß es kein besseres Geld gibt auf der Welt, als dieses archaische gelbe Metall. Stelle mir grad vor, Stalin hätte dem Amerikaner die Bezahlung mit Bitcoin angeboten. Da wäre der Krieg in Europa wohl anders verlaufen. Und so konnten sowjetische Transportschiffe von den Japanern weitgehend unbehelligt alles über den Pazifik heranschaffen. Die Amerikaner hatten schon in den 20er Jahren dicke Waffen-Geschäfte mit der UdSSR gemacht. Bezahlt wurde mit Gold. Moskau lieferte sog. Tscherwonez-Goldmünzen, die in den USA alle eingeschmolzen wurden. Hab selber eine Nachprägung. Die Originale sind selten und bei Sammlern heiß begehrt.
    Dazu möchte ich anmerken, daß das russische Staatsgold komplett in Moskau und St. Petersburg verwahrt wird; es befindet sich alles im eigenen Land. Zitat Heinrich Heine: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.“
    Nur das mit dem Goldexport durch die Minenbetreiber zur Devisen-Beschaffung, um die gefallenen Öl-Preise zu kompensieren, mag ich nicht so recht glauben. Für diesen Zweck exportiert Rußland seit Jahren schon Getreide wie verrückt, besonders Weizen. Im Weizenexport ist Rußland seit Jahren Export-Weltmeister. Mexiko hat angekündigt, verstärkt russischen Weizen (der Sorte Moskowski) zu kaufen statt den der USA. Die Amerikaner haben das Problem, daß Monsanto geradezu verschrien ist auf der Welt. Meinen Glückwunsch an den BAYER-Konzern zu dieser Fusion. Womit wir wieder bei Heinrich Heine wären. Zu DDR-Zeiten hatte Erich Mielke bei jeder Leipziger Messe (im Frühjahr und im Herbst) westdeutschen Besuchern (Managern und Bonzen) scharenweise Huren auf den Hals gehetzt. Kompromittierte Leute kann man nämlich erpressen. Lief ja auf Kuba bis 1959 nicht anders. Da tat das die Mafia fürs FBI. Ich möchte mal wissen, womit der BAYER-Vorstand zu der o.g. genialen Fusion erpreßt wurde. Mit solchen Flaschen am Ruder möchte ich als Deutscher keinen (richtigen) Krieg erleben und mitmachen. Solche Rohrkrepierer, die auch das Gold der BuBa im Ausland belassen ohne aufzumucken, sind eine Zumutung, eine Geißel Gottes.

  5. @Klapperschlange

    Als Meister der „inneren Kampfkunst“ Baguazhang weißt Du ja um die Bedeutung der Dualität von Yin und Yang. Sind dem Einen die Zinserhöhungen [erhöhte Risikogratifikationen] der US-Treasuries ein Schuldendienstmenetekel, so sind selbige für die Glücksritter an den Finanzmärkten eine Verheißung: Rin in die Kartoffeln [Junk-Bonds], raus aus den Kartoffeln [Gold].

    Die De-Dollarisierung auf Seiten der Russen, wie auch der Chinesen vollzieht sich derweil planmäßig. Besonders Chinas Pläne sind nicht gerade von Bescheidenheit geprägt: So will man in den nächsten Jahren die Wirtschaftsleistung einfach mal verdreifachen – darunter machen sie es einfach nicht.

    https://taz.de/Chinas-neuer-5-Jahres-Plan/!5724857/

    Auch nicht von schlechten Eltern ist das Ziel einer weitreichenden „technologischen Autarkie“. Selbige zielt notabene auf die USA, wenngleich die vollständige „Entkopplung“ vom Imperium unrealistisch sei. Kein Wunder, schaut man sich die Rekordüberschüsse im chinesischen Außenhandel an. Unabhängigkeit vom Dollar-Hegemon ist schön und gut [und wird auch weiter verfolgt], aber inzwischen soll sich God’s Own Country schon noch eine Weile bei den Chinesen verschulden – schließlich muss jemand all die schönen Waren auch kaufen können.

    Globale Defizitkonjunkturen, ick hör dir trapsen.

    https://finanzmarktwelt.de/aussenhandel-china-mit-rekordueberschuss-langfristvergleich-zu-den-usa-188395/

  6. Klapperschlange

    @Thanatos

    Früher (in der guten, alten Zeit) hat sich China den Außenhandels-Defizit in „echtem Gold“ von den USA bezahlen lassen,- bekam aber unter der Clinton-Regierung nur „ schnöden Wolfram „ geliefert.

    https://sascha313.wordpress.com/2016/11/27/milliardenbetrug-die-goldfaelscher-in-den-usa/

    Offen gesagt: jeden Artikel, den ich in der letzten Zeit per Amazon bestellt habe, trug die Aufschrift: „Made in China“.

    Die Werkbank der Welt („China“) wird man so schnell nicht ersetzen können.

  7. @WS Von den spaeten Tscherwonetz habe ich alle 8 Jahrgaenge sehen gut aus ,auf der einen Seite das russische Wappen auf der anderen Seite ein Weizen saehender Landmann und kein haesslicher Pleitegeier.Der Originale wurde mal vor Jahren bei einer Auktion fuer 2150 angeboten jetzt wollen sie schon 4000 ist natürlich sinnlos überteuert.

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