Mittwoch,04.August 2021
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Goldpreis – Diese Banken-Prognosen sind interessant!

Während der Goldpreis auf Richtungssuche ist, äußern sich drei Banken differenziert zu ihren Erwartungen an die weitere Kursentwicklung bei Gold.

Gold, Goldpreis, Prognose (Foto: Goldreporter)
Goldpreis-Prognose: Einstieg bei 1.820 US-Dollar pro Unze, Gewinne bei 1.920 US-Dollar realisieren, Stopp setzen bei 1.780 US-Dollar, empfiehlt man bei der OCBC-Bank (Foto: Goldreporter).

Goldpreis auf Richtungssuche

Nach dem Rückschlag in der vergangenen Woche ist der Goldpreis auf Richtungssuche. Spekulanten stehen am Seitenrand und warten auf die neue Rally. Fundamental wird das Kursgeschehen von den Entwicklungen in der Corona-Krise bestimmt. Die Hoffnung auf ein absehbares Ende der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen wurde vom Impfbeginn in allen Teilen der Welt genährt. Doch Zweifel bleiben. Wie lange dauert die Rückkehr zur Normalität und welche nachhaltigen Schäden bleiben für die Volkswirtschaften zurück? Kommt es noch einmal zu einem kräftigen Börsencrash? Und wie wird sich der Goldpreis in den kommenden Monaten entwickeln. Wir werfen einen Blick auf einige aktuelle Goldpreis-Prognosen.

Standard Chartered

Suki Coopers von der britischen Standard Chartered erwartet, dass Gold in diesem Jahr auf Kurse oberhalb von 2.000 US-Dollar pro Unze zurückkehrt. Die größten Kursgewinne erwartet man für das erste Halbjahr, insbesondere im ersten Quartal.

Die Argumente für einen steigenden Goldpreis:

  • eine anhaltende US-Dollar-Schwäche,
  • andauernd negative Realzinsen sowie
  • die geld- und fiskalpolitischen Stimuli im Zuge der Corona-Krise.
  • eine steigende physische Nachfrage aus Asien im Zuge, des kommenden Neujahrsfestes (Februar)
  • die Erwartung steigender Inflationsraten, was den Goldpreis stützt.

UBS

In der Abteilung Weath Mangement bei der Schweizer Großbank UBS ist man etwas weniger optimistisch in Sachen Gold. Zwar nennt man ähnliche Argumente, die derzeit für Edelmetalle sprechen (negative Realzinsen, Dollar-Schwäche). Die UBS-Manager erwarten aber einen Anstieg auf lediglich 1.950 US-Dollar im ersten Quartal. Bis zum Jahresende prognostiziert man dann einen Rücklauf bis auf 1.800 US-Dollar. Dieses Kursziel basiert auf der Annahme, dass sich die konjunkturellen Bedingungen in den USA verbessern und die Fed ihre Wertpapierkäufe graduell zurückführt. Außerdem geht die UBS davon aus, dass Silber und Platinmetalle aufgrund ihrer industriellen Bedeutung in diesem Jahr besser laufen als Gold. Alles hänge aber letztlich von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

OCBC Bank

Die in Singapur beheimatete OCBC Bank (Oversea-Chinese Banking Corporation) nennt steigende US-Renditen als bedeutenden Einflussfaktor auf den Goldpreis. Die Renditen der US-Papiere sind zuletzt deutlich angestiegen. 10-jährige US-Treasurys bringen aktuell immerhin 1,12 Prozent Zinsen, während die Staatspapiere der Eurozone vielfach negativ rentieren (Deutsche Bonds: -0,5 %). Als defensive Anlageform stehen die Staatsanleihen in Konkurrenz zum Gold. „Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die Anleihenrenditen auf diesem erhöhten Niveau gehandelt werden, und erwarten, dass die geldpolitischen Interventionen der Fed bestehen bleiben“, so Aussagen der Bank. Und weiter: „Wir sehen Gold auf dem aktuellen Niveau als unterbewertet an und schlagen vor, bei Rücksetzern zu kaufen“. Für Spekulanten gibt man die Empfehlung: Einstieg bei 1.820 US-Dollar pro Unze, Gewinne beim Erreichen von 1.920 US-Dollar realisieren, Stopp setzen bei 1.780 US-Dollar. Das ist mal eine klare Ansage.

Gold, Goldpreis, Euro, Chart
Goldpreis in Euro, 1 Jahr, FOREX (Quelle: GodmodeTrader)

Goldpreis aktuell

Am Mittwochnachmittag um 17:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.857 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.528 Euro (+0,6 Prozent). Silber wurde zu 25,47 US-Dollar pro Unze gehandelt, beziehungsweise 20,95 Euro (+0,3 Prozent).

Goldreporter

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15 KOMMENTARE

  1. mein vertrauen in die prognosen von banken sind unter dem gemessenen nullpunkt…
    ich kaufe gold, ohne groß auf niedriege preise zu schielen, und ich fahre damit seit jahren gut. ob mein guthaben von der bank mit 0% verzinst wird, oder ob ich von meinen barren und münzen dasselbe zu erwarten habe, ist mir recht egal…
    und ausserdem, gold ist schöner anzuschaun als ein kontoauszug…

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  3. Inzwischen scheint jeder der sich berufen fühlt, Goldprognosen zu stellen.
    Erstaunlich was Charts und Glaskugeln uns sagen können.
    Inflationäre Meinungsvielfalt in diesem Segment.

  4. Zu OCBC-Bank:
    ……Gold steht als defensive Anlageform in Konkurrenz zu Staatsanleihen und deren Verzinsung….
    Aha.
    Für mich ist die (relativ vorhersehbare) Zukunft von Staatsanleihen einer der Hauptgründe EM zu kaufen.
    Aber als Bank muss man eben sowas schreiben.

    Auf der Homepage von Dr. Kralls Luxusboutique ist heute ein dicker Verweis, dass aufgrund der hohen Nachfrage im Onlineshop mit verzögerter Auslieferung zu rechnen ist.
    Die physische Nachfrage ist also intakt.

  5. Herrmann:
    Das stimmt. Und weil das so ist, sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Erstens arbeiten auch die “Experten“ nur mit Wahrscheinlichkeiten. Zweitens stehen immer eigene Interessen an erster Stelle. Drittens kann man vieles erzählen, wenn man dafür nicht haften muss. Und viertens sollte mit dem, was uns unsere Qualitätsmedien präsentieren, sehr vorsichtig sein.

  6. Gestern 13.01. kurze prägnante Darstellung des BTC von Bofinger in n-TV: „in Nebel gehülltes Spielgeld“.
    Er beschreibt das zugrunde liegende System ganz prägnant:
    Man bringt Spielgeld heraus und bringt andere dazu einem echtes Geld dafür zu geben, ohne jede Einlösungsverpflichtung.
    Bei BTC würde das Modell nur durch den Informatik-Nebel verborgen.

    Meine Münzen kann ich anfassen.

  7. Meister Eder In Anbetracht des herrschenden Anlagenotstandes(Immobilien- u.Aktienblase)ist Gold schlicht und einfach noch preiswert.Sonst würde auch keiner welches kaufen.

  8. @RACEV
    Ohne Haftung und mit speziellen Interessen lässt sich trefflich manipulieren.
    Eigentlich gibt es für Banken doch nun überhaupt keinen Grund, öffentlich fremden Menschen bei Geldverdienen zu helfen.

  9. Seid gegrüsst

    Hat sich mal jemand hier gefragt, warum Charttechnik überhaupt Prognosen ermöglicht? Es soll ja sichtbar gemachte Kaufpsychologie sein…….

    Ich gehe mittlerweile davon aus, dass es funktionierte, weil es von „Experten“ im öffentlichen Bewusstsein so installiert wurde. Trader glaubten folglich daran und handelten danach. Setzten Stopps und nahmen Kaufsignale wahr, etc. Daher traten die Resultate vorhersagbar ein, es war ja Gesetz. Oder Religion?

    Derzeit ist aber das „Kaufverhalten“ so irrational, dass es speziell bei den Edelmetallen viel Unsicherheit generiert. Was haben die Experten seit Herbst `20 nicht immer wieder zurückgerudert? Köstlich!

    Nie scheinen sie sich zu fragen, wie der Kurs innert Minuten um 10, 20 und mehr Dollar abstürzen kann. Wie viele Dollars müssen dazu überhaupt bewegt werden? Wie viele Unzen Gold? Wieviele ETF`s? Wer hat soviel Kohle locker, um das zu bewirken?

    Ich halte dieses Geschehen für blanke Marktkontrolle. Wie seht ihr das?

    Btw. Ich bin kein Zocker, nur ein Sparer.

    Gruss vom Alten Uhu.

  10. @Alter Uhu Ich sehe das genau so.Die Charttheorien wurden entwickelt als es an der Börse noch relativ realistisch ,logisch und wirtschaftsbezogen zu ging und mag damals auch durchaus zutreffend gewesen sein.Inzwischen hat die Börse laut Marcel Fratzscher aber nur noch etwas mit einem Casino zu tu n und fast nichts mehr mit Wirtschaft.Was ja heut auch wieder deutlich zu sehen war.(5% Minus .der DAX steigt)Mit der Marktmanipulation erkauft man sich Zeit,bis zum grossen Knall und die lässt man scih was kosten.

  11. Danke für die Antwort @ Materialist

    Ja, es geht um Zeitgewinn und finale Enteignung. Die grossen ZB schieben sich wohl Papier hin und her, um den Preis zu halten. Wo kämen wir auch hin, wenn das Gold der Chinesen und Russen plötzlich zu wertvoll wäre?

    Ein faszinierendes Symptom des Wahnsinns sind Kryptos. Die Leute glauben tatsächlich noch immer, das gehe am System vorbei und basiere auf einem realen Wert. Dabei hat man letzthin gesehen, dass genau dasselbe Spiel von denselben Kräften läuft. Casino pur. Das Heulen wird gross sein, wenn da der Stecker gezogen wird. Kryptos halte ich für eine Psy ops, damit sich das Volk an digitales „Geld“ gewöhnt.

    Gold kann auch verboten / eingezogen werden, klar. Das hängt vom genauen Szenario ab. Es dürfte sich bald entscheiden.

  12. @Alter Uhu Wobei man die Kryptos auch nicht generell abschreiben sollte.Wenn man noch etwas jünger und risikofreudig ist kann man schon mal mi einem nicht allzu grossem Anteil reingehen und spekulieren .Man kann das damit erworbene Geld dann spaeter immer noch sicher anlegen.Als Altersvorsorge sind sie jedoch genau wie Aktien unbrauchbar.

  13. @materialist und @Alter Uhu
    Vico Torriani hatte es echt drauf, das müßt Ihr doch zugeben!
    Die Bitcoin-Fischer
    https://www.youtube.com/watch?v=Vn6W7assVQc

    Wenn bei Capri Italiens Staatsschiff im Meer versinkt,
    Und Christine vom höchsten Turme in Frankfurt springt,
    Zieht Finanzamt den dummen Goldbugs die Hosen aus,
    Und schickt Merkel die Steuerfahndung in jedes Haus.
    Wo sie suchen nach feinem Silber und purem Gold,
    Arme Irre, die Goldbugs, haben’s doch so gewollt,
    Und vom Bitcoin-Fischer dann ein Lied erklingt,
    hör von fern, wie es singt.

    Hab ja soviel Bitcoin wie nie, ist noch da,
    komm‘ ich zurück morgen früh.
    www – doch hatte ich mich
    Gefreut zu früh.

    Sieh die Schweinerei, Konto ist ganz leer,
    alles kurz und klein, was kann das sein?
    Irrt dort ein Virus umher?
    Weißt du, was da geht? Alles ist zu spät.
    Ungezählte Sparer, deren Frust von fern man hört.

    Wo sie suchten nach feinem Silber und purem Gold,
    Arme Irre, die Goldbugs, hatten’s doch so gewollt,
    Und vom Bitcoin-Fischer dann ein Lied erklingt,
    hör von fern, wie es singt.

    Hab ja soviel Bitcoin wie nie, ist noch da,
    komm‘ ich zurück morgen früh.
    www – doch hatte ich mich
    Gefreut zu früh.

  14. WS: Jetzt warnt auch die BaFin vor Bitcoin. Ich frage mich, ob man in Anbetracht des Versagens beim wirecard-Desaster keine weiteren eigenen Risiken eingehen will, oder ob es dem Schutz der Anleger geschuldet ist.

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