Dienstag,23.April 2024
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Silber kaufen ohne Mehrwertsteuer: So geht es!  

Silber, Silber kaufen, Silberbarren, Zollfreilager (Foto: Goldreporter)
1-Kilo-Silberbarren: Beim Kauf fällt in Deutschland 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Das Aufgeld für dieses Anlageprodukt lag zuletzt bei etwas mehr als 30 Prozent. Bei der Lagerung im Zollfreilager fällt keine Mehrwertsteuer an, solange man sich das Metall nicht physisch ausliefern lässt (Foto: Goldreporter)

Beim Kauf von Silber in Form von Barren und Münzen fällt seit Jahresbeginn generell 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Alternative: Kauf und Verwahrung über ein Zollfreilager.

Verteuerter Silberkauf

Seit 2023 fällt beim Kauf von Silberanlageprodukten in Form von Barren oder Münzen generell 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Das Bundesfinanzministerium kippte die Anwendung der Differenzbesteuerung für Silbermünzen, die aus dem EU-Ausland importiert werden.

Seither ist das Aufgeld für klassische Silbermünzen auf mehr als 40 Prozent gestiegen. Die Kosten für 1-Kilo-Silberbarren lagen in unserer wöchentlichen Marktanalyse zuletzt etwas mehr als 30 Prozent über dem reinen Silberwert. Zum Vergleich: Beim Kauf von steuerbefreiten Anlagegold beträgt das Aufgeld bei den beliebtesten Anlageprodukten zwischen zwei und fünf Prozent.

Silber kaufen

Für viele Anleger ist der Silberkauf damit nicht mehr attraktiv – sondern man die höheren Kosten durch einen Verkauf an Privatanleger nicht wieder hereinholt. Ausnahme: Händler nutzen die Differenzbesteuerung noch beim Verkauf von zuvor von privat angekauftem Silber. Die angebotenen Stückzahlen sind jedoch überschaubar.

Silber weiter attraktiv

Christian Trinker, Lager-Experte bei der Goldvorsorge in Wien, erklärt in einem Video, warum Silber seiner Ansicht nach weiterhin eine attraktive Anlageform darstellt. Dabei geht er vor allem auf den großen Silber-Bedarf der Industrie ein und die Tatsache, dass Silber nur schwer durch Recycling wiedergewonnen werden kann. Wegen der großen Nachfrage und dem zunehmendes verknappten Angebot rechnet er früher oder später mit einem starken Kursanstieg bei Silber.

Steuerfrei im Zollfreilager

Um die Mehrwertsteuer beim Silberkauf zu umgehen, gibt es die Möglichkeit, das Metall bei spezialisierten Händlern zu kaufen und in einem Hochsicherheitslager in Form eines Zollfreilagers verwahren zu lassen. Solange Anleger sich das Silber nicht physisch ausliefern lassen, profitieren sie vom steuerfreien Kauf. Damit kann auch ein Teil der Lagerkosten kompensiert werden, die bei dieser Lösung natürlich anfallen. Christian Trinker geht in dem unten eingebunden Video auch auf das Angebot der Goldvorsorge ein, die Lagermöglichkeiten in zahlreichen Ländern ermöglicht.

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17 Kommentare

  1. Also mit den Zollfreilagern,ist für mich nur eine gut getarnte Falle,die vordergründig günstigen Silberkauf verspricht. Was jedoch wenn der Staat,auf dessen Gebiet sich die Zollfreilager befinden,morgen die Gesetzeslage ändert?Das wissen wir spätestens seit Corona,wo plötzlich Gesete über Nacht ausser Kraft gesetzt wurden. Dann steht der Silberbesitzer ziehmlich blöd da und die Finanzämter greifen einfach zu. Wegen dieser Meinung hat mich Thorsten Schulte in seinem Youtube Kanal gesperrt,da ich nur das geschrieben hatte und gesagt habe,besser ein wenig mehr bezahlen,aber es ist in meinen Händen. Keine Ahnung warum der Schulte so für Zollfreilager die Werbe-Trommel rührt. Ok es kann ja jeder machen was er gerne möchte. Aber ich persönlich bin und bleibe ein Freund vom physischen Besitz,wo ich selber jederzeit Zugriff habe

    • Verbreiten Sie keine Lügen!!!! Ich nutze selbst Zollfreilager. Regen Sie sich gern über mich auf, aber ich bin die Dummheit und Ignoranz vieler hier einfach leid. Schöne Grüße aus der Schweiz an Sie, die Sie gerade auf dem Deck der Titanic stehen und sich der Musik erfreuen.

      • @Thorsten Schulte
        Ich freue mich hier die Gelegenheit zu haben, zu einem Experten direkt Kontakt aufnehmen zu können.

        Meine Frage zu den Zollfreilagern in der Schweiz ist Folgende:
        Die Schweiz hat im Zuge des Ukraine Kriegs ihre Neutralität über Bord geworfen. Wie wahrscheinlich ist es da, dass im Falle des Falles meine Daten als Deutscher dort sicher sind und nicht auf Anfragen der Bundesregierung geantwortet wird? Auch bei den Coronafreiheitsbeschränkungen sind die Schweizer mehr oder weniger mitgegangen. Meine Angst wäre, dass bei entsprechendem Framing in den Medien die Schweiz wieder einknicken würde.

        GaLiGrü Hans-Jürgen aus Hessen

      • Lieber Foren-Kollege!
        https://www.spiegel.de/politik/general-yamashita-und-sein-verfluchtes-gold-a-5c36d863-0002-0001-0000-000013525110
        Ich würde Sie auch gern mit was löchern. Als jemand, der mit Zollfreilagern im Rütli-Land vertraut ist, wissen Sie vielleicht, was da passiert ist. Ich hab einmal vor 25 Jahren die Zahl 1.442t gehört. Kann mich nur dunkel erinnern. So viel gefundenes Yamashita-Gold soll das Diktatoren-Ehepaar Marcos, welches bis 1986 die Philippinen regierte, in die Schweiz geschafft haben zu einer „Zollfreilager GmbH“ in Zürich. Nachfolgende Präsidentschaften in Manila bissen sich allesamt die Zähne aus bei dem Versuch, das Gold zu repatriieren, die Schweizer Regierung schaltete auf stur. Wissen Sie rein zufällig was dazu? Ich finde nichts im Netz, und der GR hat meines Wissens nie was dazu gebracht.

  2. Achso ja und das habe ich noch vergessen zu erwähnen. Was ist denn mit den anfallenden Kosten für die Lagerung? Das macht ein Zollfreilager auch nicht gratis.

  3. Das könnte man beim Autohändler auch anbieten! :)
    20% Rabatt, wenn ich das Auto nicht sehe und benutze. Das ist fantastisch!!

  4. @Dachhopser
    Sehr richtig erkannt. Ein Zollfreilager in der Schweiz ist eine tolle Sache, solange das jeweilige Land nicht mit dem Rücken zur Wand steht. Warum kauft man Edelmetalle anonym? Um keine Spuren zu hinterlassen, um den Vater Staat kein Ziel geben. Ausserdem in worst case müssen die Edelmetalle in Ihre Nähe sein, nicht unbedingt in eigenen Haus/Wohnung, nur in der Nähe gut versteckt.
    Besser wäre wenn die Möglichkeit besteht ein Teil der Edelmetalle in ein anderes Land zu verstecken, sollte so sein das man hier weg muss.

    • @Big Driver
      Es gab mal einen guten Hinweis von einem Herrn Weber aus Andalusien. Vielleicht pflegen Sie ja auch ein Grab…

  5. @Big Driver
    Genauso ist es,wie du alles beschrieben hast. Nicht unbedingt Zuhause,aber in der Nähe wo man jederzeit Zugriff hat.

  6. „Bitcoin ist so gut wie Gold“. Sieht man heute mal wieder, dass das blödsinn ist!!

  7. @Familienvater
    Das mit dem Grab ist natürlich makaber, aber warum nicht. Meine Edelmetalle hier im Lande sind nicht in die eigenen vier Wände, sondern in einen dunklen Wald vergraben. Sozusagen in Feindes Land, Mordor nach Herr der Ringe. Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, die Welt ist so verrückt, da schadet ein bißchen schwarzer Humor auch nicht.

    • @ Big Driver
      das war durchaus ernst gemeint. Wo macht man sich am wenigsten verdächtig, wenn man mit einem Spaten rumläuft und wo kommt man jederzeit an sein „Geld“ ggf. auch einen Pass. Es bedarf natürlich einer gewissen Vorbereitung.
      Ich habe mich seinerzeit lange gefragt, wie Menschen auf solch eine Idee kommen, bzw. was so dahin treibt, so zu denken. Wenn man sich die heutige Zeit anschaut ist eigentlich alles gesagt.
      Und zum Thema schwarzer Humor. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben, wenn sich gewisse Ideologien nicht fortpflanzen sollen. Wir brauchen ein wenig Geduld und dürfen uns halt nicht verbiegen lassen.

  8. @Familienvater
    Deswegen habe ich die Edelmetalle in ein Wasserabweisendes Material eingepackt, plus eine wasserdichte Box. Das meiste leicht bestellbar über Amazon, z.B. unter tauchzubehör. Vergraben in den Wald und zwar in einen Wochentag, zwischen 2 – 3 Uhr morgens, da ist keiner unterwegs. Dafür habe ich meinen Militär Spaten zum aufklappen und meine stirnlampe, die Lampe ist geil in verschiedenen modi, auch infrarot.
    Braucht natürlich eine gewisse Vorbereitung und auch sich Gedanken machen über die Stelle.

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