Mittwoch,30.November 2022
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Silbermünzen: Finanzministerium kippt Differenzbesteuerung! (Update 04.10.)

Silbermünzen, Differenzbesteuerung
Maple-Leaf-Silbermünzen: Mit dem Fall der Differenzbesteuerung dürfte das Aufgeld weiter ansteigen (Foto: Goldreporter).

Das Bundesfinanzministerium plant, die Anwendung der Differenzbesteuerung beim Verkauf von Silbermünzen aus dem EU-Ausland zu untersagen. Damit dürfte das Aufgeld für diese Stücke demnächst weiter steigen. 

Updates am Artikelende (04.10.22 – 14 Uhr)

Silbermünzen zur Geldanlage

Das Aufgeld für Silbermünzen dürfte in Kürze noch deutlicher ansteigen. Denn das Bundesfinanzministerium hat die Anwendung der Differenzbesteuerung beim Verkauf von Silbermünzen gekippt.

Differenzbesteuerung

Bei dieser Art der Besteuerung entfällt die Mehrwertsteuer nur auf die Händlermarge. Deutsche Edelmetall-Händler wendeten das Verfahren bis zuletzt bei Silbermünzen an, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführt wurden. Also zum Beispiel bei kanadischen Maple-Leaf-Silbermünzen, australischen Silber-Kängurus oder dem Silber-Krügerrand. Hingegen fiel bei Silber-Philharmonikern aus Österreich der volle Mehrwertsteuersatz an. Ausnahmen gab es in der Praxis mitunter bei Re-Importen. Also, wenn die Philharmoniker vorher ins EU-Ausland exportiert und von dort aus wieder eingeführt wurden.

Hintergrund: Bis 2013 wurden Silberanlageprodukte in Deutschland generell nur mit dem  vergünstigten MwSt-Satz besteuert. 2014 strich der Gesetzgeber den Steuervorteil. Wenig später etablierte sich im Edelmetall-Handel die besagte Praxis der Differenzbesteuerung von Silbermünzen aus dem EU-Ausland.

Nicht gesetzmäßig

Wie nun aus einem Schreiben der Bundesfinanzministerium (BMF) vom 27. September 2022 hervorgeht (liegt der Redaktion vor), wird das bis zuletzt von deutschen Händlern angewendete Verfahren als nicht gesetzeskonform deklariert. Darin heißt es: „Eine ermäßigte Besteuerung von Münzen, die keine Sammlerstücke sind, sieht das Umsatzsteuergesetz nicht vor.“

Denn im Rahmen der im Jahr 2004 vom BMF auferlegten (Vereinfachungs-)Regelungen sei der ermäßigte Steuersatz in der Praxis angewendet worden, obwohl dessen gesetzliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren. Deshalb seien die dort genannten (Vereinfachungs-)Regelungen nicht mehr anzuwenden.

Nur für Sammlermünzen

Eine Differenzbesteuerung von Silbermünzen ist demnach nur noch zulässig, wenn der Verkaufspreis den Materialwert der Münze um 250 Prozent und mehr übersteigt: Sprich nur für Silber-Sammlermünzen.

Tim Schieferstein, Geschäftsführer der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de) hat sich im Rahmen eines kurzen Videobetrags – gemeinsam mit Marc Friedrich – zu diesem Schreiben geäußert. Seiner Aussage zufolge, sei man bereits dabei, alle Silbermünzen-Angebote im Shop zu deaktivieren, um in der kommenden Woche auf die Änderung zu reagieren. Andere Händler würden derzeit genauso verfahren.

Was bedeutet das in letzter Konsequenz? Wenn Silbermünzen mit dem vollen Mehrwertsteuersatz veranlagt werden, dürfte das Aufgeld für diese Stücke demnächst weiter steigen. Denn schon seit Monaten weisen Silbermünzen zur Geldanlage aufgrund hoher Nachfrage und einem begrenzten Angebot hohe Aufschläge auf den Silberkurs auf (Goldreporter berichtet wöchentlich).

Goldmünzen

Bei Goldmünzen gibt es auf EU-Ebene eine Sonderregelung. Anlagemünzen, also Goldmünzen, die nicht als Sammlerstücke gelten, sind von der Umsatzsteuer befreit. Die Richtlinien und Listen für steuerbefreite Goldmünzen gibt das BMF einmal im Jahr in einem offiziellen Schreiben heraus: Steuerbefreite Goldmünzen 2022

Der ursprüngliche Artikel wurde am 1. Oktober 2022 um 10:45 Uhr veröffentlicht.

Updates

01.10.2022, 12:35 Uhr

Neue Einschätzung innerhalb der Branche: Wirtschaftsprüfer sehen das Schreiben als nicht rechtskräftig an. Es ist zu erwarten, dass einige Shops mit ihrem Silbermünzen-Angebot wieder online gehen. GoldSilberShop.de will bis Dienstag weitere Informationen einholen und bis dahin keine Silbermünzen verkaufen.

01.10.2022, 13 Uhr

Hier ist das Anschreiben des Bundesfinanzministeriums an die Obersten Finanzbehörden der Länder: BMF-Schreiben. Anmerkung der Redaktion: Normalerweise sind Gesetze und deren Änderungen erst dann rechtskräftig, sobald sie im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden.

01.10.2022, 16 Uhr

Hier ein aktueller Angebotsüberblick ausgewählter Edelmetall-Händler. Stand: Samstag, 16:00 Uhr (Aktueller Silber-Spotkurs: 19,39 Euro pro Unze)

  • Anlagegold24
    Nur Wiener Philharmoniker (19 % Mwst.; Aufgeld: 53 %) und höherpreisige Silbermünzenangebote
  • Degussa
    keine differenzbesteuerten Silbermünzen im aktuellen Angebot
  • ESG Edelmetalle
    Britannia Silbermünzen 2022 im aktuellen Angebot (Aufgeld: 53 %)
  • GoldSilberShop.de
    Keine Silberanlagemünzen im aktuellen Angebot
  • Heubach Edelmetalle
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 59 %)
  • Kettner Edelmetalle
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 81,5 %)
  • MyValor
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 53 %)
  • Philoro Edelmetalle
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 43 %)
  • Pro Aurum
    Nur regelbesteuerte Silbermünzen im aktuellen Angebot
  • Gold & Co (Österreich)
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 40 %)
  • Goldvorsorge (Österreich)
    klassische Silbermünzen im aktuellen Angebot (Maple Leaf 2022; Aufgeld: 53 %)

Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Angebote können sich kurzfristig ändern.

Zum Vergleich: Das durchschnittliche Aufgeld für Silber-Maple-Leaf-Unzen lag am Freitagvormittag im Rahmen unserer wöchentlichen Marktbeobachtung bei 35,53 Prozent.

03.10.2022, 20 Uhr

In einem Welt-Artikel äußert sich der Bundesabgeordnete Frank Schäffler (FDP) zu der im BMF-Schreiben dargelegten Neuregelung. Er sagt: „Das ist eine schlechte Nachricht für Bürger, die sich vor der galoppierenden Inflation schützen wollen“. Schäffler fordert, dies müsse im Bundesfinanzministerium noch einmal auf die Tagesordnung.

Unterdessen wartet der deutsche Edelmetall-Handel noch auf eine offizielle Bestätigung der erwarteten Gesetzesänderung. Und während am Montag viele Händler ihre Silbermünzen-Angebot immer noch deaktiviert hatten, boten andere Anbieter wie etwa Philoro Edelmetalle weiterhin Ware an: „Solange es bei diesem internen Behördenschreiben bleibt, ändern wir an den Verkaufspreisen nichts. Wir warten auf eine offizielle, öffentliche Bekanntgabe“, sagt Deutschland-Co-Geschäftsführer Raphael Scherer laut Dpa. Allerdings weisen auch deren Silbermünzen-Angebote bereits deutlich erhöhte Aufschläge auf. Im Philoro-Onlineshop lag der Preis für eine 2022er Maple-Leaf-Münze am Montagabend stattliche 49 Prozent über dem Spotkurs.

04.10.2022, 14 Uhr

Weitere Edelmetall-Händler bieten Silbermünzen wieder in ihren Shops an, obwohl weiterhin Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der steuerlichen Behandlung. Generell setzt sich bei den Anbietern nun aber die Auffassung durch, dass das im BMF-Schreiben niedergelegte Regelwerk noch nicht wirksam ist. So erklärte uns Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM Gesellschaft für Münzeditionen GmbH (Anlagegold24): „Wir haben wieder Silbermünzen mit Differenzbesteuerung im Angebot, die können wir solange anbieten bis die Gesetzesänderung rechtskräftig ist.“ Und auch GoldSilberShop.de hat zeitnah wieder Ware verfügbar. „Den An- und Verkauf der betroffenen Silbermünzen und Münzbarren haben wir vorerst wieder aufgenommen“, heißt es auf der Internetseite. Dennoch bleiben die Aufschläge hoch. So liegt das Aufgeld für Maple-Leaf-Silbermünzen des aktuellen Jahrgangs in der Regel um 50 Prozent und mehr.

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42 Kommentare

  1. Da muss man halt den Silberpreis noch mehr nach unten manipulieren, dann stimmt die Rechnung wieder.
    Also, JP Morgan, hau raus die Unzen.

  2. Habe versucht das Schreiben auf der Webseite des Bundesfinanzministerium zu finden – ohne Erfolg.
    Eine Kopie dieses Schreibens kann man auf mehreren youtube-Kanälen finden. Was mich daran stört: Die Seiten sind gut lesbar. Nur das Aktenzeichen nicht. Stand heute würde ich sagen: FAKE

    • Dann schauen Sie sich mal die Verkaufspreise bei Heubach Edelmetalle an. Vor ein paar Tagen noch ca. 26€ im Verkauf und jetzt fast 33€. Wahnsinn. Anscheinend brennt die Hütte lichterloh.

      • Habe heute morgen nochmal ein paar Maple bestellt bei Esg zu 25,60. Jetzt kosten diese schon 29,60:-(
        Ich denke das der Zug jetzt endgültig abfährt…!

  3. Die Frage ist WARUM beschließt man so etwas mit sofortiger Wirkung ??? Ist die Nachfrage so stark das man diese schwächen will um zu verhindern das noch mehr wertlose Euros gegen die physischen Edelmetalle eingetauscht werden ?
    Genau vor so ähnlichen Schritten habe ich schon einige male gewarnt dass das Regime euch jederzeit den weg an die physischen Edelmetalle schwieriger macht oder gar komplett versperrt .Gut bisher ist es die Differenzbesteuerung aber wie schnell sie etwas beschließen können habt ihr jetzt gesehen man sollte das als Warnung betrachten wer weiß was als nächstes kommt . Die Lage in der Eurozone und besonders in der BRD ist sehr kritisch hier droht wirtschaftlich alles zu zerfallen deshalb muss man mit allen möglichen repressionen durch das Regime rechnen .

    • Gefühlt kaufen die heute alle Läden leer:-) die Bestände schmolzen wie das Eis in der Sonne. Kaufen, egal zu welchen Preisen, Hauptsache man bekommt noch etwas. Wahnsinn

      • @ Saure Habe mir heute ein 3KW Notstromaggregat gekauft ,macht sich auch gut zusammen mit der elektrischen Kettensäge.

    • @Goldi
      Grosse Schweinereien passieren immer am Wochenende und mit sofortiger Wirkung.
      Soll ja keiner ausweichen können.
      Man schafft vollendete Tatsachen.

      In näherer Zukunft wird der Kanzler und der Finanzminister am SONNTAG in den Nachrichten des Regierungsfunkes auftauchen und uns mitteilen, dass das mit dem Euro………
      Die Banken würden erst am Mittwoch oder Donnerstag wieder öffnen, der Zugang zu den Schließfächern ist verboten…

      Schuld ist Putin, der Ukraine-Krieg, Corona, TRUMP, ………

        • @Klapperschlange
          An einem Punkt sind die Politiker in Berlin doch ehrlich: man hat den Leuten ja die Angleichung der Lebensverhältnisse Ost-West versprochen.

          Der Trick: man hat aber nicht gesagt, wie herum.
          Die Naivlinge glaubten, es wird von Standard Ost auf Standard Oberbayern angeglichen.
          Ätsch, reingelegt !
          Tatsächlich wird jetzt eben die BRD-alt auf Bitterfeld-Wolfen 1 Jahr nach der Wende angepasst.
          Keine Jobs, die Währung Schrott etc…..

          So, Spass beiseite.
          Die Niedersachsen-Wahl wird m.E. noch abgewartet.
          Die haben schlicht Angst, dass es sonst 40 % AfD geben würde.

          Für danach würde ich keine Wetten mehr annehmen.
          Wenn man sieht, dass die Bank of England faktisch erledigt ist und 40-jährige Britische Staatsanleihen in kürzester Zeit auf 25 % des Wertes abgestürzt sind, kann man sich mit etwas Phantasie ausrechnen, was bei der EZB und in Berlin , Brüssel und Paris bei den Laienschauspielern gerade los ist.
          Erfahrungsgemäß geht es zum Schluss eines Systems immer relativ schnell.

          „Fait vos jeux“ und Schotten dicht.
          Grüsse vom Murmeltier.

  4. Für diejenigen die schon 100 kg aufwärts besitzen ist das eine gute Nachricht. Für die die immer auf bessere Kurse gewartet haben eher nicht.

  5. @Saure
    Habe in den letzten 12 Monaten 3 Masterpaeckchen Silberlingen eingesackt und öfters darauf hingewiesen, daß Silber billig ist wie Dreck und man unter 25 € kaufen sollte.
    Anscheinend hat der getuerkte Papiesilberpreis
    und das Aufgeld viele irritiert und vom Kauf abgehalten. Für mich war jedoch der spread viel wichtiger. Der ist nun bedeudent höher.
    Wer aber zu lange aus Geiz gezaudert hat, den bestraft nun das Finanzamt.
    Wer jedoch sein Körpergewicht plus Haustier in
    Silber aufwiegen kann, der hat in der kommenden
    Hungersnot die besseren Karten!

    • @Donaustreuner
      Habe das meiste Silber bei 14-17 Euro gekauft. Da fällt es schwer Silber bei 25 als günstig zu betrachten. Kann aber gut sein das sie recht behalten und wir die 25 nicht mehr so schnell sehen werden.

  6. Ein Grund mehr, sein Silber ausserhalb des Händlersystems abzuwickeln. Mit etwas Vorsicht gibt es genügend Wege, diesem System den Mittelfinger zu zeigen.

    • @Fritzthecat
      Ganz genau, warum sollten wir beispielsweise auf die Ankaufspreise der Händler angewiesen sein?
      Apropos Händler: Habe das „Statement“ von Kettner mitgebracht. Nicht nur, dass der Goldreporter erwähnung findet, nein, auch äußert er sich fast schon überraschend vorsichtig: Nicht ausgeschlossen werden könne, dass es sich um FakeNews handelt. Und wenn tatsächlich etwas dran ust, dann wird die Umsetzung wohl noch dauern. Auch die hohen Preise könnten u.U. wieder zurückgehen.
      https://youtu.be/l-wfnrOOLhs

    • Aber der Privatpreis orientiert sich immer am Händlerverkaufspreis, und keiner verkauft nahe Händlerankaufspreis, solange es geung Nachfrage gibt

  7. Sollte was dran sein an diesen Gerüchten, sollte man die Ohren spitzen und auf der Hut sein… denn wenn das Finanzministerium dies tut haben sie garantiert auch über Gold ein paar Gedanken verloren…
    Wie Westerwelle schon sagte „die Freiheit nehmen sie dir Häppchenweise“
    Nach dieser Rede war er mir Sympathisch
    Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd
    Der Dachs

  8. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
    Habe vor Jahren gerne auf Flohmärkten Silber gekauft und dabei 2 wunderschöne Panda-Silberunzen von einem sehr netten Mädchen
    (Mit dabeistehender Mutter) erworben.
    Tolle Stücke, super Preis nur 14 € Stück.
    Das Buch vom Silberjungen (Th. Schulte) hat mir
    die Augen geöffnet.
    Mit Silber überzogener Fake von unseren lieben
    chinesischen Freunden!!!!!!!
    Somit gab’s dann nur noch sichere 5 DM Sonderpraegungen zu 7 g Feinsilber und
    erschwinglichen 3,80 p. Stück. Dafür aber in größeren Mengen.
    Ideal zum Kartoffelkauf im nächsten Steckrübenwinter geeignet.

  9. Ja – auch die österr. Händler verlangen jetzt die Mehrwertsteuer.
    Die Unze im Schnitt um 3 Euro teurer.
    Das wurde abgesprochen.
    Silberling de. hat noch ein paar wenige differenzbesteuerte günstige Münzen.

    Zum Glück habe ich 50 kg Silber.

  10. Wenn das so weiter geht, wird sich der Papier Silber Preis vom physischen Silberpreis abkoppeln.
    Zum Scherz:
    Silber am Spotmarkt 28 EUR die Unze.
    Silber beim x-beliebigen Händler 80 EUR die Unze.
    Da rät dann doch jeder Bankberater zu unserer Beimischung von Silber in ihr Depot.
    Mit dem Argument:
    Was wollen Sie 80 EUR bezahlen und zusätzlich noch Lagerkosten, wenn Sie bei unserem Angebot das Silber um 28 EUR bekommen und es jederzeit verkaufen können und nicht auch noch zum Goldhändler schleppen müssen. :).
    Alles wird eben teurer, nur Silber ( auf dem Papier) wird billiger. Aber halt eben nicht in der Auslage des Shops.
    Ups.

    • Hallo Maruti, genau das wird eintreffen. Wen interessiert den manipulierten Papierpreis wenn der echte, harte Preis beim 4-5 fachen liegt.
      Game over

  11. Meine Kartoffelbank verkauft nun die Silberlinge billiger als der Grosshändler. Vorher waren die rund 20 % teurer.
    Ihr Lieferant, die Reisebank, ist nun mit neuer Aufmachung und absolut marktgerechten
    Preisen endlich aufgewacht.
    Ein bitterer Beigeschmack ist allerdings das
    Schild an der Eingangstüre bei meiner Hausbank:
    Bei Bareinzahlungen ab 10.000 Inflationseuro
    wird ein Herkunftsnachweis verlangt.
    Dies ist beim Edelmetallhändler nicht der Fall.
    Ich vermute auch, daß es in Zukunft beim
    Rücktausch von EM erhebliche Schwierigkeiten
    geben wird.
    Bald werden wir wie Verbrecher behandelt und
    die Handschellen klicken sofort.
    Ganz nach Orwell.
    Alternativ zu EM kann man auch viele Flaschen
    T r o l l i n g e r
    kaufen, den gibt’s nächste Woche mit Inflationsbonus zu sagenhaften 3,19 harten €.

  12. Und jetzt müssen die Behörden bei den Händlern prüfen, wieviel und an wen da mit falschem Steuersatz verkauft wurde? Das wäre doch der Hit.

    • @Dego
      Nein, die Verordnung trat erst am 01.10.2022 in Kraft.
      (Übergangszeit).
      Offenbar haben die Händler geschlafen oder es bewusst ignoriert.( Damit man noch besser verkaufen kann).

  13. Ich habe im Februar und März diesen Jahres noch einiges an Münzen gekauft und mich danach geärgert, weil die Preise zwischendurch um ca. einen Euro pro Stk. nachgegeben haben. Allerdings, wenn ich mir die momentanen Shop-Preise ansehe, war der Kauf vor ca. einen halben Jahr doch kein Fehlgriff.

  14. @ Croco
    Auch ich habe dieses Jahr im Mai und Juni etwas zu teuer gekauft, so um die 27,50 € für den
    Silberling. Wollte im Juli bei der Hitze nicht die schweren Masterpaeckchen rumschleppen.
    2004 habe ich aber für ca. 6 € die Unze
    mehrere Kilo Sonderpraegungen und historische
    Münzen erworben.
    Man muss eben Geduld haben, mindestens 5 bis
    10 Jahre liegen lassen oder für die Rente kaufen.
    Als ich 50 wurde war meine Strategie so:
    Lebensleistungsverarschungsrente und eine
    bezahlte Eigentumswohnung plus jeden Monat eine Goldunzen oder täglich eine Silberunze verkaufen ergibt ein vergnügliches Rentnerdasein bis ans Lebensende.
    Sofern der Zarewitsch seine Drohungen nicht wahrmacht, wird dies auch funktionieren!

  15. Ich interpretiere das Schreiben derzeit so, dass es dort gar nicht um Differenzbesteuerung (25a UStG wird da nicht erwähnt) geht, sondern um den normalen, reduzierten 7%igen Umsatzsteuersatz (12 Abs. 2 UStG).

    Oder habe ich etwas übersehen?

  16. Welcher Partei gehört der Finanzminister an? Hat diese Party nicht mit „enkeltauglichen Renten“ und selbstständigen/eigenständigen Altersvorsorgen geworben? Also irgendwie machen die Parties explizit das Gegenteil von deren Aussagen! Siehe auch die Friedenspartei. Seltsam! Nun da Silber dann die selben Aufschläge wie Platin bekommt, warum nicht Platin!

    • In Österreich müsste es dann ja billiger sein als in Deutschland? Für mich als Grenzgänger wäre das cool! Platin kann ich nichts abgewinnen.

  17. Laut Silberpabst und seinen Quellen soll das Schreiben vermutlich echt sein und diese eigentlich an die Landesbehörden gehen das dann geleakt wurde so wie ich das verstanden habe . Sie gehen davon aus das die neue Regelung wenn sich diese bewahrheitet eher ab Neujahr gelten wird .

  18. Meines Erachtens wird aufgrund falscher Berichterstattung viel Mist geschrieben.
    Soweit ich es verstehe wird nicht die Differenzbesteuerung gekippt.
    Die Einfuhrumsatzsteuer für Anlagemünzen soll auf 19% von 7% steigen.
    Dabei würde es für einen Händler bei NEUIMPORTEN aus Drittstaaten (= Nicht- EU-Länder) fast egal sein, die Differenzbesteuerung oder die Normalbesteuerung anzuwenden.

    Die nächsten Tage werden sicherlich zeigen, was tatsächlich richtig ist. Bis dahin abwarten. Die entsprechenden Stellen sind bereits um Klärung bemüht.

  19. @Katha 2
    Nein, natürlich ist nicht der Wunsch der Vater der Gedanken.
    Letztlich sehe ich alles als massenpsychologisches Experiment.
    Schon seit 30 Jahren.
    Vielleicht kennen Sie ja die einschlägigen Werke von Le Bon und Bernays zur Psychologie der Massen.

    Mich erstaunt nur, dass es immer wieder nach den fast gleichen Mustern funktioniert und die Menschen keinerlei Gedächtnis und Lerneffekt haben.

    Auf privater Basis kann man damit Unmengen Geld verdienen, indem man diese Muster nutzt.
    Aber man ist eben auch Teil der Gesellschaft.
    Und wenn die Gesellschaft sich dumm in eine Falle bewegt, ist man indirekt auch betroffen.
    Beispiele 1914 und 1933.
    Uns persönlich wird die kommende Krise nicht berühren, wir haben etwas mehr Arbeit bei der Vermögenssteuerung.
    Aber vor der Türe wird eine kaputte und sich evtl. radikalisierende Gesellschaft sein.

  20. Frage an die Juristen/Steuerbeamte:

    „Wenn es stimmt, dass laut aktueller Gesetzeslage eine Besteuerungsart unterjährig nicht geändert werden darf, dann wäre der früheste Zeitpunkt für das Inkrafttreten der 1. Januar 2023?

    ☏. ⚡

  21. ein Silberphilharmoniker (heute um EUR 29,44) bei Philoro Wien mit voller Besteuerung ist im Gegensatz zum differenzbesteuerten silbernen Krugerrand (heute um EUR 31,41) regelrecht ein Schnäppchen :-)

    • @Ahnungsloser
      Das gibt noch ein heilloses Durcheinander.
      Umso mehr muss man nun beim Silberkauf die Preise vergleichen. Zur Not auch in die Schweiz fahren und dort ein paar einkaufen. Erst ab 10.000 Euro muss man das anmelden. Pro Person. Das sind schon einige Unzerln.
      Ich wurde jedenfalls noch nie an der Grenze gefragt.
      Höchstens, ob ich die Vignette drauf habe.
      Lustig ist, dass meine nun 1000 Unzerln in Form von American Silver Eagle zum Preis von 16,30 EUR gekauft, alleine durch das Geschenk des Finanzamts 12% wertvoller wurden. Zusätzlich zum steuerfreien Mehrwert durch die Preissteigerung beim Silber.
      Da sagt doch unsereins danke nach Berlin.
      Auch die 50 1 Kg Barren welche im Laufe der Jahre noch
      um 300 EUR und darunter gesammelt wurden.
      Auch dafür ein Dankeschön nach Berlin.
      Freunde, wenn ihr das nun auch beim Gold macht, schickt euch Maruti noch Pralinen.

  22. Differenzbesteuerung:

    bisher lag ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums nur bei
    einigen Münzhändlern vor, aber nicht offiziell auf der Webseite
    des Ministerium zu finden.

    Nun findet sich das Dokument dort offiziell zum Herunterladen; (siehe hier:)

  23. Habe von einem Händler Rechnungen zur Nachberechnung von gelieferter Ware August/September bekommen.
    Ist das überhaupt rechtens wenn der Kauf schon abgeschlossen ist?

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