Mittwoch,21.Februar 2024
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So entwickelt sich der Goldpreis im Dezember

Im Dezember verbuchte der Goldpreis in den vergangenen sechs Jahren jeweils einen Kursgewinn. Wie sieht es 2023 aus?

Goldpreis-Entwicklung

Nach dem starken Kursanstieg im Oktober verzeichnete der Goldpreis im November auf Basis des Londoner Referenzkurses einen kleinen Monatsverlust. Allerdings nur auf Euro-Basis. Denn hier gab der Preis für die Feinunze Gold knapp 1 Prozent ab auf 1.865,49 Euro. Dagegen stieg der Goldpreis in US-Dollar um 1,9 Prozent auf 2.035,45 USD.

Gold, Goldbarren, Dezember, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Goldes Weihnachten? Der Dezember gehört in der 53-jährigen Statistik zu den schwächeren Goldmonaten des Jahres. In den vergangenen sechs Jahren stieg der Goldpreis allerdings (Bild: Goldreporter).

Die jüngste Kursentwicklung war geprägt von nachlassenden Inflations- und Zinserwartungen, geknüpft an schwächere Konjunkturaussichten in den USA und noch stärker in Europa.

Gold im Dezember

Wie sind die saisonalen Aussichten für Gold in diesem Monat? Dazu betrachten wir unsere bis zum Jahr 1970 reichende Goldpreis-Statistik auf Euro-Basis. Und hier rangiert der Dezember mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 0,1 Prozent auf dem viertletzten Platz in der Rangliste der besten Goldmonate.

25- von 53-mal seit 1970 schloss der Goldpreis im Dezember mit positiven Vorzeichen (Quote: 47 Prozent). Allerdings lief es in den vergangenen Jahren ziemlich gut. Denn zuletzt bescherte der Dezember Goldbesitzern sechs Jahre in Folge einen Monatsgewinn.

Inflationsausgleich

Vor genau einem Jahr notierte der Goldpreis in London mit 1.699,08 Euro. Das heißt, innerhalb der vergangenen zwölf Monate stieg der Preis für die Goldunze um 9,8 Prozent. Dagegen wurde die offizielle Inflationsrate im Euroraum zuletzt mit 2,4 Prozent beziffert (Deutschland: 3,2 %). Gold lieferte im vergangenen Jahr also einen statten Inflationsausgleich.

Gold, Goldpreis, Dezember, Statistik

Goldpreis-Statistik

Die beste Dezember-Performance (Top-5)

  • 1979: +25,79 %
  • 1973: +14,11 %
  • 1978:  +9,77 %
  • 2007:  +6,81 %
  • 1993:   +5,67 %

Die schwächste Dezember-Performance (Top-5)

  • 1991:  -10,10 %
  • 2011:   -8,68 %
  • 1989:   -7,07 %
  • 2004:  -6,94 %
  • 1983:   -5,90 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,95583 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

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8 Kommentare

  1. Goldpreis heute mit wumms auf neue Rekorde!
    Da könnte doch Skepsis aufkommen. Warum? Mir kommen da so komische Gedanken, die unsere Regierung umsetzen könnte.
    Wir sitzen auf über 3.000 Tonnen Gold, und unserer Ampel fehlen mindestens 60 Mrd.
    Was läge da näher als unser Tafelsilber zu veräußern. 1.000 Tonnen beispielsweise wären doch die 60 Mrd. und unser Wirtschaftsminister hätte ein Problem weniger. Hilft zwar nur kurzfristig, aber was soll’s

    • @Fritzthrcat
      Das klappt nicht, selbst wenn die Regierung 3 mal 3.000 Tonnen verkauft, sie würde ärmer dastehen als vorher.
      Ein Staat produziert ja nichts, er regelt nur.
      Ein Staat ist kein produzierendes Gewerbe, er ist nur ein Regelwerk. Und dieses lebt und gedeiht von Weisheit und kluger Voraussicht, so man solche hat.
      Und genau das ist die Basis für Vertrauen und Vertrauen ist wieder die Basis von Krediten und deren Geber.
      Und diese kommen, wie die letzten 5.000 Jahre auch, ausschliesslich vom Produzierenden Gewerbe.
      Fazit:
      Ein Staat muss Schulden machen, ein Schuldenfreier Staat hört sofort auf zu existieren.
      Schulden sind die Lebensgrundlage eines Staates und prosperieren diesen, so sie klug und vorausschauend eingesetzt werden.
      Ein Notverkauf von Gold oder Ländereien würde all dies zunichte machen.

    • @Fritzthecat. Um das Tafelsilber zu veräussern müssre man auch darüber verfügen können. Als Butler kann man das aber leider nicht das weiss sogar Christian der Umfaller.

  2. @Fritzthecat
    Freiwillige vor, gebe Gold ab bekommt man Eisen. Nein ist überholt, gebe Gold ab und rette das Klima.
    Würde gerne auch meinen Teil beitragen, aber altersbedingt (-bin ja schon über 45) habe ich Aussetzer, eh. Gedächtnislücken. Habe tatsächlich vergessen wo ich das Gold vergraben hatte.
    Vielleicht kann Maruti sein Teil beitragen und das Klima retten, so eine 100 kg Gold Barriere unten am Meer kann erheblich die Meeresströmung verändern. Sowas ist bestimmt schlecht fürs Klima!

  3. Diese Möglichkeit hat unsere Regierung nicht
    Dafür zuständig ist die Deutsche Bundesbank, die Teil der EZB ist und die Bundesbank ist unabhängig und die Regierung ihr gegenüber nicht weisungsbefugt

    • @Rainer Beck
      Die leitenden Chefs der Bundesbank sind Bundesbeamte. Ist doch gut, wenn man als Beamter keine Pflichten gegenüber seinem Dienstherren haben muß.

  4. @Fritzthecat
    Laut statista 9089 Tonnen Schmuck- und Anlagegold in dt. Privathänden. (=556 Mrd. €)
    Bald kann man auch keine Unze mehr namenlos kaufen.
    Mir kommen da auch so komische Gedanken.
    Also, wenn ich Regierung wäre,….
    – Kundendaten aller EM-shops im Zuge der Geldwäscheprüfung einfordern
    – Mwst. auf Gold gleich überspringen, das würde sonst nur Alarm auslösen
    – verlängertes Wochenende oder Weihnachtszeit nutzen, um erforderliche Gesetze zu verabschieden.
    – Einsammeln. 20-30% würden für den Anfang ja reichen.
    Gott sei dank, endlich tun die mal was.
    Gold kann ich mir eh nicht leisten. Es erwischt also die richtigen. :-\

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