Mittwoch,01.Februar 2023
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So entwickelt sich der Goldpreis im Januar

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Für Januar weist in der Euro-Goldpreis-Statistik seit 1970 einen durchschnittlichen Kursgewinn von 2,78 Prozent aus. 2022 und 2021 verbuchte das Edelmetall aber zweimal in Folge minimale Verluste.

Der Januar ist zwar statistisch gesehen der beste Goldpreis-Monat des Jahres. Zuletzt fiel Gold in diesem Zeitraum aber zweimal in Folge aus der Rolle.

Goldpreis 2022

Der Goldpreis beendete das Jahr 2022 auf Londoner Basis des Londoner Referenzkurses mit 1.812 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.699 Euro. Da am letzten Handelstag keine Nachmittagsnotierung (P.M.) erfolgte, steht der A.M.-Preis als Jahresschlusskurs in den Büchern. Dagegen ergab sich im FOREX-Handel (Spotkurs) ein Schlusskurs von 1.824 US-Dollar beziehungsweise 1.704 US-Dollar pro Unze. Und auf Basis der US-Futures beendete Gold das Jahr 2022 mit 1.826 US-Dollar oder 1.706 Euro pro Unze.

Somit vollzog der Goldpreis in der Jahresstatistik 2022 folgende Kursentwicklung:

  • London: -0,2 % in USD / +5,8 % in EUR
  • FOREX: -0,27 % in USD / +6,3 % in EUR
  • COMEX: -0,1 % in USD / +6,2 % in EUR

Wie wird sich der Goldpreis im Januar entwickeln? Wir blicken auf unsere seit 1970 geführte Kursstatistik.

Goldpreis im Januar

Mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 2,78 Prozent ist der Januar der mit Abstand beste Goldmonat des Jahres. Denn auf Platz 2 folgt der Mai mit +1,6 Prozent und Rang drei hält der Februar inne mit +1,04 Prozent. Somit verspricht der Jahresbeginn saisonal deutliche Goldpreis-Steigerungen. Allerdings sahen wir in den vergangenen beiden Jahren eher ungewöhnliche Kursentwicklungen.

Denn in beiden Fällen schloss der Goldpreis Ende Januar minimal tiefer. 2022 setzte die erwartete Januar-Rally erst sehr spät an. Aber danach ging es bis in den März hinein deutlich nach oben. Am 8. März 2022 erreichte der Goldpreis dann auf Euro-Basis das Allzeithoch von 1.874 Euro pro Unze. Das geschah allerdings nicht ganz ohne externe Impulse. Denn am 24. Februar marschierten russische Streitkräfte in der Ukraine ein und damit nahm die nächste große Krise ihren Lauf.

Dagegen war der Goldpreis 2021 fulminant in den Januar gestartet. Die Gewinne schrumpften nach der Neujahrs-Rally dann aber bis zum Monatsende zusammen und es ergab sich sogar ein Verlust von 0,06 Prozent.

Aber seit 1970 beendete der Goldpreis den Januar 33-mal mit einem Kursgewinn. Dagegen sprang 19-mal ein Minus heraus. Damit liegt die statistische Erfolgsquote immerhin bei 63 Prozent.

Kursstatistik

Werfen wir einen Blick auf die extremen Januar-Werte der vergangenen 52 Goldjahre. Daraus lässt sich zumindest ableiten, dass hohe Kursverluste bei Gold im Januar eher selten sind. Zuletzt gab es 2011 einen starken Einbruch – von fast 9 Prozent.

Die beste Januar-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1980: +28,64 %
  • 1974: +24,33 %
  • 2009: +16,46 %
  • 1983: +12,84 %
  • 2015: +12,54 %

Die schlechteste Januar-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1975: -11,35 %
  • 1976:  -9,89 %
  • 2011:  -8,87 %
  • 1981:  -6,61 %
  • 1991:  -6,20 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Londoner Referenzkurs / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,95583 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

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6 Kommentare

  1. Habe in verschiedenen seiten Goldpreis Prognosen von 4000,00 bis 7000,00 $ gesehen. Nun das werden die niemals zulassen, die werden niemals zulassen das der US Dollar sein Status als weltleitwährung verliert. Da müssen alle Gold kaufen, oder die USA durch nuklear Angriff den Boden gleichgemacht wird. Also läuft es weiter bis bisher mit kleine Schritte nach oben(?). Die Schwergewichte in z.B. SP 500, Google, Apple, Amazon, Alphabet u.a. werden niemals fallen gelassen. Da steckt zu viel Kapital dahinter, die Großen Vermögensverwalter und Ihre grossaktionäre wollen Gewinn erwirtschaften. Die haben das Geld, die Macht und das sagen.
    Ohne jemanden hier persönlich anzugreifen, denen juckt es nicht ob jemand 10, 100, 500 Kg Gold sein eigen nennt. Die haben die Mittel und das Volumen um nicht die Kontrolle zu verlieren. Gold ist eine Versicherung in worst case Szenario, idealerweise Schutz von Inflation. ABER, wenn man Geld investiert, will man auch ein positiven Cashflow. Der generiert mehr Kapital, folglich steigt der Cashflow. Meine persönliche Meinung, wenn man die 3 speichern Regel einsetz, minimiert man das Risiko alles zu verlieren.
    Hoffe der goldreporter verzeiht mir den langen Text, manchmal müssen einige Sachen raus.

  2. So einfach kann keiner von und Normalsterblichen sagen, wie sich der Goldpreis entwickelt. Ein kleines Ereignis, schon ein Augenzwinkern von Powell oder Lagarde kann reichen, den Goldpreis sehr drastisch zu verändern.
    Der Auto erwähnt sehr richtig den Anfang 2021.
    Das war beileibe nicht der Markt sondern ein Markteingriff auf Ordo von höherer Stelle.
    So etwas is jederzeit möglich und es ist beinahe wie ein Lottogewinn, wenn man das Glück hatte, Gold zum richtigen Zeitpunkt gekauft oder nicht gekauft zu haben.
    Darüber ist sich maruti im Klaren. Er hat am31.12.2022 seinen allerletzten Goldkauf getätigt und die Barren und Münzen werden nächste Woche geliefert. Per Kurier.
    Sei es drum, meist war es so, dass der Goldpreis kurz darauf ordentlich nachgab.
    Die FED und EZB hatte das bisher immer zur Kenntnis genommen und reagiert. :).
    Es müsste schon wirklich die Hütte allerorts brennen, wenn es diesmal es nicht so wäre.

    • Gutes timing Maruti,jetzt steigt der Goldpreis,wollte auch nachkaufen,laut deiner Prognose sollte der Goldpreis sinken am Ende des Jahres!
      Darauf habe ich vergeblich gewartet…nun steigt der Goldpreis Richtung Norden,glaube nicht das wir die 1620 € nochmal sehen werden.
      Somit hast du jetzt dann deine 100 kg,odr?Gönne es dir,bitte nicht alles vererben,genieß und spende auch ein Teil,und natürlich auch für dein Tauchausrüstung.
      Frohes neues Jahr,wünsche ich euch…..

      • @excellent
        Ja, so ist es. Habe nachgerechnet. Es sind
        100,103 kg.Damit ist schluss, ein für alle mal. Verkauft wird nichts. Der Rest reicht für Boot und Tauchen. Ich spende schon einiges pecuniäres, allerdings sehe ich sehr genau hin, wem.
        Bei Personen interessiert mich vor allem der Lebenslauf. Wieso, weshalb es zur Bedürftigkeit kam. War es ein ungnädiges Schicksal oder eigenes Unvermögen, sprich Faulheit, Ignoranz und Missachtung.

  3. Was der GR schreibt, ist schon gut und informativ. Aber eigentlich finde ich den Chart seit 2000
    spannender und erfreulicher. Alles Gute für 2023 dem GR, den freiwilligen und meinetwegen auch den
    beruflich damit befassten Lesern.

  4. Uninteressant, wie sich im Speziellen der Monat Januar entwickelt. Interessant sind die Charts der letzten 12 Monate, 2 Jahre, 3 Jahre … 20 Jahre. Da sieht man deutlich, wo die Werte hinlaufen… ! Aber m.E. Wichtig zu bedenken: alles ist bezogen auf US Dollar , Euro etc… Die werden immer weiter verwässert… – meine Einschätzung

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