Dienstag,07.Februar 2023
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Eagle-Goldmünzen: Absatzzahlen sorgen für Beschwerde

Gold, Goldmünzen, American Eagle (Foto: Goldreporter)
Im November und Dezember brachen der Absatz an Silber- und Goldmünzen aus der Produktion der U.S. Mint brutal ein. Es gab eine Beschwerde wegen Mangelversorgung (Foto: Goldreporter).

Im Dezember brachen der Absatz an Silber- und Goldmünzen der Sorte American Eagle aufgrund andauernder Kapazitätsprobleme erneut ein.

Eagle-Goldmünzen

Auch im Dezember hat die U.S. Mint schwache Absatzzahlen für Silber- und Goldmünzen der Sorte American Eagle gemeldet. Laut den aktuellen Angaben auf der Internetseite der Prägeanstalt erzielte man hier Goldverkäufe im Umfang von lediglich 4.000 Unzen. Bereits im November hatte man mit nur 6.000 Unzen eine sehr geringe Menge an Eagle-Goldmünzen ausgeliefert.

Somit lagen die Dezember-Zahlen noch einmal ein Drittel niedriger als im Vormonat. Gegenüber Dezember 2021 sank der entsprechende Goldabsatz um 30 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 summieren sich die verkauften Eagle-Unzen nun auf 974.500. Somit hat man 22 Prozent weniger der Anlage-Goldmünzen abgesetzt als ein Jahr zuvor. Immerhin: Pro Monat schafften die US-Münzprofis die Prägung von durchschnittlich 81.208 Unzen an Eagle-Goldmünzen. Allerdings waren es im Vorjahr durchschnittlich 104.375 Unzen.

Gold, Goldmünzen. American Eagle, Absatz
American Gold Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Schwacher Silberabsatz

Auch der Silberabsatz brach zuletzt ein. Denn im Dezember hat die U.S. Mint nur 59.000 Silbermünzen der Sorte American Eagle (á 1 Unze) ausgeliefert. Dabei lag der Monatsdurchschnitt im Jahr 2022 immerhin bei 1,3 Millionen Unzen. Denn im Gesamtjahr schaffte die Prägestätte einen Absatz von 15.963.500 Silber-Unzen. Damit lag man aber 43 Prozent unter Vorjahr.

Silber, Silbermünzen, American Eagle, Absatz, Verkäufe
American Silver Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Engpässe bei Silber- und Goldmünzen

Die U.S. Mint meldete in den vergangenen Jahren immer wieder Engpässe bei der Münzproduktion. Eagle-Silbermünzen waren aufgrund der mangelhaften Versorgung mit Rohlingen rar. Der Anbieter stellte diese Vorprodukte bislang nicht selbst her, sondern musste sie immer wieder von externen Quellen beziehen. An Goldmünzen produzierte man im November und Dezember nur noch Stücke zu einer Unze. Die sogenannten Fractionals (Goldmünzen mit einem Gewicht unter einer Unze) wurden zuletzt gar nicht mehr hergestellt.

Goldmünzen der U.S. Mint

Eigentlich hat die U.S. Mint den im „Gold Bullion Coin Act“ von 1985 niedergelegten staatlichen Auftrag, Goldmünzen der Sorte American Eagle in bedarfsgerechter Stückzahl zu produzieren. Deshalb legte der Kongress-Abgeordnete Alex X. Mooney im vergangenen Jahr Beschwerde wegen der Mangellage bei  der Versorgung mit amerikanischen Silber- und Goldmünzen ein. Dass das die Prägestätte wiederholt nicht in der Lage war, ihrem Auftrag voll gerecht zu werden lag teilweise auch an der Corona-Krise und dem Abriss der Lieferketten in den Jahren 2020/21.

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2 Kommentare

  1. Ich meine gelesen zu haben, dass die Eagles hauptsächlich in den USA Absatz finden.
    Die Silber Eagles sind teuer in der Prägung, da sind Maples billiger und der Gold Eagle besteht nur aus 916 Gold. Enthält aber eine Unze Finegold.
    Ich denke, da kann man auch den wesentlich bekannteren Krügerrand nehmen. Aber in den USA hält man mehr vom Eagle.
    Wenn also weniger Eagles abgesetzt wurden, hat das lediglich zu sagen, dass in den USA weniger gekauft wurden, aber nicht, dass das andere Goldmünzen auch betraf.
    Ich persönlich würde statt Eagles oder Buffalo lieber Australische, Kanadische oder Südafrikanische Münzen nehmen und bevorzuge bei Goldmünzen den Phili, Maple und Krügerrand.
    Man muss ja nicht unbedingt US Produkte kaufen, es sei denn, jemand liebt Schiessgewehre.Letztere wurden schon ausreichend ausgeliefert, samt Coronakrise und Lieferketten Problemen.
    Daran kann es also nicht liegen.

  2. Ich glaube es liegt eher daran, dass die US Mint (=der Staat) kein Interesse hat das physische Gold jetzt zu diesen Preisen zu verkaufen.

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