Mittwoch,05.Oktober 2022
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So entwickelt sich der Goldpreis im Mai

Gold, Goldpreis, Euro, Goldmünzen (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis auch Euro-Basis ist innerhalb von zwölf Monaten um 24 Prozent angestiegen. Es herrscht Krisenstimmung auf vielen Ebenen (Foto: Goldreporter).

Im vergangenen April legte der Euro-Goldpreis um 3,6 Prozent zu. Und der Mai ist statistisch gesehen der zweitbeste Goldmonat des Jahres.

Euro-Goldpreis gestiegen

Der Goldpreis konnte den vergangenen Monat trotz hoher Volatilität mit einem deutlichen Plus beenden. Am letzten Handelstag im April kostete eine Feinunze Gold auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) 1.911,30 US-Dollar. Das entsprach 1.814,59 Euro.

Damit ergibt sich auf Euro-Basis eine Monatsgewinn von 3,59 Prozent, wohingegen in US-Dollar gerechnet ein Minus von 1,5 Prozent durchschlug. Vor genau einem Jahr notierte der Euro-Goldpreis Ende April mit 1.438,20 Euro. Das heißt, die Notierung legte innerhalb der vergangenen zwölf Monate um knapp 24 Prozent zu.

Goldpreis im Mai

Wie wird sich der Euro-Goldpreis im Mai entwickeln? Betrachten wir dazu die rein saisonale Kursentwicklung seit 1970. In der 52-jährigen Preisstatistik rangiert der Mai mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 1,73 Prozent hinter dem Januar auf Platz zwei unter den besten Goldmonaten des Jahres. Dabei schloss der Goldpreis in diesem Zeitraum des Jahres 30-mal mit positiven Vorzeichen (Quote: 57 Prozent).

Im vergangenen Jahr sprang im Mai sogar ein Plus von 6,68 Prozent heraus. Denkwürdig ist das Jahr 2010. Damals stand Griechenland vor der Staatspleite, der Euro ging in die Knie und der Euro-Goldpreis schoss im Mai um 10 Prozent nach oben.

Aufsehen im Mai

Aber auch der schwächste Mai der vergangenen 20 Jahren liegt nicht weit zurück. 2013 gab es einen Monatsverlust 3,68 Prozent. Es waren die Nachwehen des „Flash-Crashs“, der im Vormonat bedeutende charttechnische Marken verletzte und einen Abverkauf bei den Edelmetallen auslöste. Dies führte aber auch zu einer Explosion der Goldnachfrage in Deutschland (Edelmetall-Crash lässt Goldnachfrage im Handel boomen). Und auch die Griechen flüchteten ins Gold (Griechen stürzen sich auf britische Goldmünzen).

Statistik

Hier die besten und schwächsten Goldpreis-Bewegungen im Mai seit 1970.

Die beste Mai-Performance (Top-5)

  • 1972: +20,00 %
  • 1973: + 18,68 %
  • 1979: +14,07 %
  • 1978: +10,74 %
  • 2010: +10,01 %

Die schwächste Mai-Performance (Top-5)

  • 1982: -8,32 %
  • 1998: -6,33 %
  • 1999: -5,16%
  • 1974: -4,97%
  • 2013: -3,68%

Ausblick

Die Märkte stehen weiterhin unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und hoher Inflationsraten sowie in Erwartung steigender US-Zinsen und zunehmender Rezessionsängste. Hinzu kommen die anhaltend negativen Auswirkungen der Corona-Krise, vor allem in China.

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM / Euro für den Zeitraum vor 1999.

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12 Kommentare

  1. vielleicht ist die naechste Busse der Comex naechstens faellig.
    Zusammen mit einigen komischen ami Banken laeuft es ja schon lange krumm.
    werden wir mal erfahren, wo da die boersenaufsicht hinschaut?

  2. Ist die Mailuft lau und lieblich,
    liegt die Menschheit rum und liebt sich.

    Naja, schön wär’s, lieber Konfuzius.

    Schauen wir lieber mal nach den trockenen Wirtschaftsterminen diese Woche.

    Hervorzuheben sind heute 16 Uhr die Daten zum Purchasing Managers Index, auch gerne ‚ISM Manufacturing Index‘ oder ‚ISM-Einkaufsmanagerindex‘ genannt. Immerhin der wichtigste und verlässlichste Frühindikator für die ökonomische Aktivität in den USA.
    Alle leben von den Erwartungen, so auch ich: Mit dem ISM geht es gen Süden, wetten, dass!?

    Dann natürlich morgen 15 Uhr die Rede der EZB Präsidentin Lagarde zur Lage der Nation, äh, des Euro-Systems. Es bleibt spannend.

    Am Donnerstag dräut noch ein ganzer Reigen Daten zur US-Produktivität und dem dortigen Arbeitsmarkt. Für Unterhaltung dürfte also gesorgt sein.

    https://www.finanzen.net/termine/

    Als Aperçu für unsere Special-Interest-Freund*[Kunstpause]Innen ein Blick auf den Nasdaq, der im April neudeutsch die schlechteste Performance seit der globalen Finanzkrise hingelegt hat

    https://finanzmarktwelt.de/nasdaq-hat-der-crash-begonnen-videoausblick-233101/

  3. @Thanatos
    Ich gebe in der Sache keine Ruhe. Bald ist der Dünger alle.
    https://finance.yahoo.com/news/world-feed-itself-historic-fertilizer-120018356.html
    Hab ’ne Idee. Ich bitte bei den Grün*Innen um Aufnahme mit folgendem Konzept: In der Städten im alten Rom stellten die Leute abends große Krüge (oder Amphoren) mit dem Urin vor’s Haus, der tagsüber angefallen war. Der wurde für etliches gebraucht. Damit haben sie damals ihre Wäsche gewaschen, bevor es Seife und Waschmittel gab. Hinterher mit viel klarem Wasser nachwaschen. Damit es trotzdem nicht müffelt, kamen Duftstoffe zum Einsatz. Deswegen all die Lavendel-Felder überall im heutigen Italien und Südfrankreich. Lieber @Thanatos, Translator hat „Das Parfüm“ von Patrick Süskind gelesen. Nachts zogen welche mit Pferd und Wagen durch die Straßen und stellten dir einen leeren Krug vor die Tür. Der Urin wurde in flache Becken gefüllt, die schmutzigen Kleider hineingelegt, und Sklaven mußten Fußarbeit leisten, wie man bis vor kurzem noch die Weinreben zertrampelte. Den Urin könnte man in Tanks sammeln für die Landwirtschaft. Denn Nitrat ist nicht ganz ohne. Das -NO3 im Boden wird unter Sauerstoff-Abgabe zu Nitrit, und das ist krebserregend. Wußte man schon in der DDR, deshalb sollte schon damals kein Grund- oder Brunnenwasser mehr verwendet werden, um Babynahrung zu kochen. Die Formel ist NH2-CO-NH2, glaube ich. Der Stickstoff ist essentiell, ohne den gibt es keine vernünftigen Erträge. Also Pisse statt Nitrat. Lieber Cem Özdemir, ich erlaube dir, meine Idee als deine zu verkaufen und umzusetzen. Komm aber nicht auf die Idee, die Cannabis-Pflanze auf deinem Balkon durch Pinkeln zu düngen, das wäre eine Überdosis, und die Pflanze würde eingehen.

    • @Translator

      Der ‚Globale Süden‘ ist weiterhin – und ganz aktuell mehr denn je – in Not. Ich hoffe wirklich inständig, dass sich Jean Ziegler in seinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr über Gebühr aufregt. Die ‚kannibalische Weltordnung‘ zeigt jedenfalls ein „hohes Hungerniveau“.

      https://allafrica.com/stories/202204150464.html

      Lieber @Translator, auch die Landwirtschaftsorganisation der UN schlägt Alarm. Der globale Lebensmittelpreisindex liegt rund 37 Prozent höher als vor einem Jahr. Rund 300 Millionen Menschen seien auf Getreideprodukte aus der Ukraine angewiesen.

      https://thebulletin.org/2022/04/global-hunger-crisis-looms-as-war-in-ukraine-sends-food-prices-soaring/

      Aber wem sage ich das.
      Eine kleine Buchempfehlung: Jean Ziegler – ‚Was ist so schlimm am Kapitalismus? Antworten auf die Fragen meiner Enkelin‘

      Gute Nacht allseits.

  4. Gold fällt weiter.
    Wie weit kann es jetzt noch nach unten gehen ?
    Die nächste Marke wäre 1820 / 1775.
    Und da schaun wir mal.

  5. Wenn jetzt nicht ein bullischer Konter kommt,
    sieht es erst mal duster für Gold aus.
    Wobei ich dies für Gold Trader meine, nicht für Goldanleger. Trader jedoch, sollten vorsichtig sein.
    Zwar legt Gold heute etwas zu, jedoch ist auch der Dollar heute gering schwächer geworden.
    Ich denke, man sollte den S&P beachten.
    Wenn der auf etwa 2600 stösst, wäre es ein guter Rat, Gold zu kaufen. Doch, vorerst ist es noch nicht so weit.
    Wie gesagt, auch das gilt für Trader, nicht für Anleger, welche sich mit Barren eindecken.
    Die sollten immer Kursrückgänge zum Aufstocken nutzen.

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