Donnerstag,17.Juni 2021
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Südafrika liefert weniger Gold und Platin

Die Minenproduktion in Südafrika war auch im vergangenen Dezember rückläufig. Es wurde weniger Gold und Platin gefördert. Die Umsätze aus den Verkäufen stiegen dagegen deutlich an.

Platin, Platinpreis, Platinbarren (Foto: Goldreporter)
Der Platinpreis ist gerade auf ein 6-Jahres-Hoch gestiegen. Südafrika ist der weltweit größte Produzent. Und das Edelmetall wird auch in Form von Münzen und Barren verkauft (Foto: Goldreporter).

Gold aus Südafrika

Südafrikas Statistikbehörde SA Stats hat Daten zum Minengeschäft des Landes im vergangenen Dezember geliefert. Natürlich interessiert uns besonders, wie sich der Goldmarkt entwickelt hat.

Zunächst einmal meldeten die südafrikanischen Bergbaubetriebe erneut einen Rückgang der Goldproduktion. Gegenüber Vorjahr sank der Output um 0,9 Prozent.

Goldproduktion erneut rückläufig

Damit ergibt war die Goldfördermenge nunmehr neun Monate in Folge rückläufig. Absolute Zahlen gibt Stats SA in den Monatsbericht typischerweise nicht bekannt.

Immerhin war Südafrika bis ins Jahr 2006 der weltweit größte Goldprozent (Sorge in Südafrika: „Goldförderung am Ende“). Allerdings litt die südafrikanische Minenbranche in den vergangenen Jahren unter schwierigen Förderbedingungen (Bergbau in extremer Tiefe, Streiks, Stromausfälle).

Die rückläufige Mineralisierung im Gestein und das Ausbleiben neuer substanzieller Goldfunde belasteten zudem die Produktionszahlen.

Höher Erlöse aus Goldverkauf

Dagegen wertmäßig stark gestiegen sind die Goldverkäufe Südafrikas. Die Behörde meldet einen Anstieg gegenüber Vormonat um 23 Prozent auf 8,47 Milliarden Rand. Das entspricht 474 Millionen Euro.

Und im Vergleich zum Dezember 2010 ist der Goldabsatz sogar um 46 Prozent angestiegen.

Aus dem Land stammt unter anderem die unter Anlegern begehrte Krügerrand-Goldmünze.

Gold, Platin, Südafrika, Minen, Goldproduktion
Veränderung der südafrikanischen Minenproduktion nach Mineralienart gegenüber Vorjahr in Prozent (Quelle: Stats SA)

Platin-Metalle

Während aus Südafrika praktisch kein Silber kommt, gilt Südafrika als weltweit größter Platin-Lieferant. Der Platinpreis ist gerade auf ein neues 6-Jahres-Hoch gestiegen. Am Vormittag notierte der Kurs des Edelmetalls bei 1.260 US-Dollar pro Unze.

Aber auch hier sind die Produktionszahlen rückläufig. Laut Stats SA förderten die Bergbaubetriebe im Dezember 19,4 Prozent weniger Platin-Metalle (vor allem Platin und Palladium) als im Vorjahr.

Geringere Platin-Umsätze

Dagegen stiegen die Platin-Verkäufe im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf 17,6 Milliarden Rand (985,6 Millionen Euro). Allerdings ergab sich gegenüber Vormonat ein Rückgang um 12 Prozent.

Dabei litt die gesamte Bergbauindustrie in den vergangenen Monaten unter den Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Platin-Absatz ist stark von der Automobil-Industrie abhängig. Aber man könnte es auch umgekehrt betrachten.

Das Edelmetall wird für den Bau von Katalysatoren für Dieselfahrzeuge benötigt.

Goldreporter

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17 KOMMENTARE

  1. Mit den aktuellen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt (Neu-Anträge auf Arbeitslosenunterstützung) springt die Zahl der Arbeitslosen, die „Stütze“ vom Staat einfordern, wieder über 20 Millionen, (siehe hier: *))

    [ DOW, NASDAQ, S&P500, DAX: na und – we don‘t care, hahaha-haha! ]
    Bedenken Sie, dass der Fed-Vorsitzende Powell gestern warnte, dass die Arbeitslosigkeit „real“ immer noch bei etwa 10% liegt – so schlimm wie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise.

    „Die veröffentlichten Arbeitslosenquoten während der COVID-Pandemie haben die Verschlechterung des Arbeitsmarktes dramatisch unterschätzt“, sagte Powell während eines Vortrages im Economic Club of New York.

    Dagegen sieht Janet Yellen, mittlerweile Finanzministerin, die Situation am Arbeitsmarkt durch ihre rosarote Brille: „im nächsten Jahr haben wir wieder Vollbeschäftigung in den USA.“

    Das ist so sicher wie ihre Feststellung: „in unseren Lebzeiten werden wir keine Finanzkrise mehr erleben“.

    *) Quelle: ‚Bloomberg‘ via 0-Hedge

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  3. https://www.manager-magazin.de/finanzen/deutsche-bank-der-grosse-cum-ex-enabler-a-575dc10e-4a98-4b09-9a8a-51450308c98d
    Lieber GR, ich warte auf Schlagzeilen wie: „Deutsche Bank liefert weniger Derivate.“
    Das 11. Gebot lautet schließlich: „Du sollst dich nicht erwischen lassen.“
    (Thou shalt not get caught in the act. Sorry, Berufskrankheit.)
    @Thanatos
    Du bekommst, wie versprochen, meine leicht abgewandelte Version der Nationalhymne Israels zu hören, wenn Du wieder hier schreibst. Katze Tina vermißt Dich.

  4. Neues aus König Söders Volksrepublik

    Landauf landab ist Call & Collect erlaubt.
    Sogar hier in Bayerisch-Nordkorea darf ich z.B. ein Kilo Schrauben im Baumarkt telefonisch bestellen, vor Ort bar bezahlen und an einem Schalter mitnehmen.
    Es gibt nur hier in Bay-NK eine Sonderregelung für Edelmetalle: alles muss zwingend über den Onlineshop laufen. Bestellen, bezahlen, nur online, also mit dicker Datenspur.
    Nur Abholen darf man vor Ort.

    Damit ist nun auch das kleine anonyme Tafelgeschäft tot.
    Merkt Ihr was ?
    Falls Markus im Herbst Staatsratsvorsitzender wird, sollen wir alle unsere notwendigen Dinge erledigt haben.
    Danach wird es finster.

  5. Man kann ja eines mal feststellen: Die Leute flüchten aus Fiat. sie kaufen zwar kein Gold und Silber aber Krypthos. Ich verstehe diese Instrumentate zwar nicht wirklich (die sind für mich im Prinzip wertlos) aber werden trotzdem wie gedopt gekauft. Wo ist jetzt der Fehler?

    • @Stillhalter
      Hau drauf, hau drauf
      https://www.youtube.com/watch?v=j3g-PLunYp4

      Drücker erwacht, erhebet euch jetzt, die Rallye bei Gold hat ein End.
      Aus dem Heli fällt wieder das Bargeld hernieder vom blauen Himmelsgezelt.
      Der Index singt frohe Lieder ins Tal, der Geldstrom ermuntert uns all‘.
      Und der Goldpreis verfällt, wieder schön ist die Welt, und das Silber im freien Fall.
      /Zweimal/ Hau drauf, hau drauf, hau drauf, hau drauf, Druckerpressen-Mario, hau drauf!
      Mit einem fallenden Goldpreis richten wir den Index auf!

      All überall das Kursfeuerwerk, die Zocker mit FIAT verwöhnt.
      Deutsche Sparer legt an, niemals endet der Wahn, bis das Armageddon ertönt.
      kein Zwang und kein Drill, der eigene Will‘, so läßt man euch glauben fortan.
      Von der Bank eingelullt, bist du selber dran schuld, deutscher Sparer, steh deinen Mann.
      /Zweimal/ Hau drauf, hau drauf, hau drauf, hau drauf, Druckerpressen-Mario, hau drauf!
      Mit einem fallenden Goldpreis richten wir den Index auf!

  6. Stillhalter:
    Ich bin alt genug, um mich an den Dot.Com Hype 1998 bis 2000 zu erinnern.
    Was haben wir uns gewundert, welchen Schrott die Leute mit welcher Überzeugung gekauft haben.
    Lief alles total super, alle Kurse steil nach oben .
    100 % Optimismus, war schon fast religiös.

    99 % haben mich für komplett verrückt gehalten, als ich im Februar 2000 voll raus bin.
    Und die sind noch mit Begeisterung reingerannt.
    Ergebnis bekannt, Dax -84 %

    Vielleicht ist es wieder so.
    Es ist ja schon wieder eine neue Generation Anleger nachgewachsen, die man wieder mit dem selben Trick (Hightech etc. ) abziehen kann.
    Und wenn die BTC-Fans richtig liegen: Glückwunsch !
    Ich bin nicht mutig genug und schlafe lieber ruhig und sicher. Ist auch ein Wert.

    Positiv: jeder, der aus FIAT raus geht, ist auf der richtigen Seite.
    Und: der BTC-Hype lenkt von EM ab. Wenn mehr Geld in BTC geht, bleibt vielleicht der EM -Preis noch etwas niedrig für gute Nachkaufchancen. Und auch die Politik ist von uns EM-Freunden abgelenkt.
    In 2 Jahren wissen wir mehr.
    In der Zwischenzeit: vor lauter Spekulation um den Mammon das Leben nicht vergessen !

    • Sehr schöne Worte. Ja, das Leben leben wäre mal wieder was. Leider sind alle Vereine, Gaststätten und sonstige Orte der Begegnung knallhart verboten.
      Ich bleibe dabei: Das Leben und die Freiheit gib es nicht geschenkt. Wir werden noch im Juni im Lockdown sein.

      • Impulsant:
        Man wird den Lockdown in die Länge ziehen. M.E. geht es hierbei auch darum, den Anstieg der Inflation hinauszuzögern. Wer nicht raus kann, der gibt weniger Geld aus. Das Sparvermögen der Deutschen ist seit März 2020 um ca. 100 Milliarden Euro angewachsen. Und wenn gesagt wird, die frischen, ungedeckten Gelder aus den EU-Notenpressen würden nicht zu den Verbrauchern gelangen, so ist dies mMn. nicht zutreffend. Die Gelder gehen auch an Banken. Diese müssen Kredite vergeben, wenn sie überhaupt noch etwas verdienen wollen und keine Strafzinsen zahlen wollen. Gehen diese Kredite an Private, so werden sie sich auf die Verbraucherpreisinflation auswirken. Gehen sie an Unternehmen, so landen sie (etwas später) z.T. auch bei den Verbrauchern, denn die Unternehmen müssen Löhne zahlen. Es ist folglich eine Frage der Umlaufgeschwindigkeit. Und diese lässt sich durch den Lockdown verlangsamen. Ziel ist die BT-Wahl. Hiernach werden die Karten neu gemischt werden.

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  8. @Meister Eder

    An den „Neuen Markt“ kann ich mich auch gut erinnern. Da war ich erst gar nicht investiert, da ich das Ende ahnte allerdings den Zeitpunkt nicht. Da war klar, dass die Aktien Schrott waren. Mit den Krypthos geht mir das auch wieder so. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nicht irren kann. Wie gesagt, ich verstehe es nicht, darum kaufe ich es nicht.

    Mit dem „Leben“ ist das nicht so einfach zur Zeit. Da kann man sich eigentlich nur verkriechen möglichst nicht aufallen und abwarten.

    • @Stillhalter,

      Hier in der Dom.-Rep.läuft alles noch mehr oder weniger easy. Alles ist offen
      aber etwas früher zu als sonst. Bei dem Wetter denkt keiner an Covid. Aber
      da hat jeder so seine Einstellung zu wie beim BTC. Kaufe kein Produkt das
      Du nicht verstehst. Vielleicht kommt der nächste Crash mit einem großen
      Energieausfall, dann ist nix mit mal schnell verkaufen.

      Allen ein entspanntes Wochenende

      Pinocchio

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