Samstag,13.August 2022
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US-Arbeitsmarkt stärker als erwartet

In den USA dürften die Erwartungen an weitere, kräftige Zinsanhebungen steigen. Denn der US-Arbeitsmarkt-Bericht für den Monat Juli fiel deutlich besser aus als die Analysten geschätzt haben. So wurde im vergangenen Monat 528.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen (Non-farm Payrolls). Erwartet worden war ein Jobplus von nur 250.000. Die offizielle US-Arbeitslosenquote ging von 3,6 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent zurück. Außerdem fiel die Lohninflation mit 5,2 Prozent höher aus, als die erwarteten 4,9 Prozent. Mehr

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8 Kommentare

  1. Ein etwas tieferer Blick in die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt von heute
    lohnt sich:

    Auf dem US-Arbeitsmarkt tut sich was: Mehrfachbeschäftigte
    erreichen ein Allzeithoch, während eine unerklärliche Lücke von 1,8 Millionen
    Arbeitsplätzen auftaucht.“

    Bei der Betrachtung des Arbeitsmarktberichts für Juli fällt den zweiten Monat
    in Folge etwas sehr Merkwürdiges auf.

    Im letzten Monat haben wir gezeigt, dass die Erhebungen zu den Haushalten
    und den Betrieben, aus denen sich der monatliche Beschäftigungsbericht
    zusammensetzt, stark auseinanderklaffen, und seit März ist die Zahl der
    Haushalte gesunken, während die Zahl der Betriebe jeden Monat gestiegen ist.
    Hinzu kommt, dass die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze zurückging, während die
    Zahl der Mehrfachbeschäftigten in die Nähe eines Allzeithochs stieg.

    Stellen Sie sich vor: Zu einer Zeit, in der die Regierung Biden beschuldigt wird,
    Energiezahlen zu fälschen, um die Ölpreise zu senken, erreichen die auffälligen
    Abweichungen und Ungereimtheiten im Beschäftigungsbericht gerade
    Fluchtgeschwindigkeit.

    Was ist hier also los? Die einfache Antwort lautet: Weniger Erwerbstätige, aber
    mehr Menschen, die mehr als einen Job haben, eine Rotation, die im März
    ernsthaft einsetzte und die nur von der Haushaltserhebung erfasst wurde.

    Und da die Betriebserhebung viel langsamer ist, um die Nuancen in der Beschäftigungszusammensetzung zu erfassen, während die
    Haushaltserhebung seit März ins Leere gelaufen ist, waren die Dateningenieure
    des BLS damit beschäftigt, die Betriebserhebung zu optimieren (vielleicht mit
    gelegentlichem Anstoß durch das Weiße Haus, insbesondere jetzt, da sich die
    Wirtschaft in einer technischen Rezession befindet), um den Anschein zu
    erwecken, dass die Wirtschaft stark wächst, Dabei wird in Wirklichkeit nur
    derselbe fehlerhafte saisonale Anpassungsfaktor angewandt, der nach der
    Covid-Pandemie ein so falsches Bild des Arbeitsmarktes vermittelte (bis er vor
    einem Jahr ganz entfernt wurde). Mit anderen Worten: Obwohl der Arbeitsmarkt
    bereits Risse aufweist, wird das BLS noch einige Monate brauchen, um sich von
    der Realität zu entfernen, bevor die Regierungsbürokraten akzeptieren und
    zugeben, was wirklich vor sich geht.

    Wir gehen davon aus, dass diese „Erkenntnis“ kurz nach den Zwischenwahlen
    eintreten wird, denn das Letzte, was sich die Regierung Biden leisten kann, ist
    zuzugeben, dass der Arbeitsmarkt zusätzlich zum anhaltenden Anstieg der Inflation zusammenbricht.“

    Also: die Daten wurden „aufgehübscht“ und gefälscht, wie im Original-Artikel nachgelesen werden kann:

    https://www.zerohedge.com/markets/something-snaps-job-market-multiple-jobholders-hit-all-time-high-unexplained-18-million

    • @klapperschlange
      Das mit den US Arbeitsmarkt Daten war schon immer, wie das US Wahlsystem auch, gelinde gesagt, etwas eigenartig. Dass man nun die Zinsen anhebt, war vorauszusehen. Man denke nicht, dass ein US Finanzler auch nur einen Penny herschenkt ohne nachher mindestens 10 zurückzufordern.
      Diese verleihen bei Sonnenschein auch Regenschirme, fordern sie aber bei Regen zurück.
      Die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit interessiert diese Leute immer nur insofern, als sie den Profit schmälern könnten. Ansonsten ist es ihnen egal.
      Sagen wir mal so, die machen nur solange auf Sozial und billiges Geld, bis die Gelegenheit da ist, den Zins ( auch Wucher genannt), 10 fach eintreiben zu können.
      Und nun ist die Zeit gekommen, zu Ernten, sprach der Herr.

  2. Die Arbeitsmarktdaten, neu aus den USA,
    ziehen wohl weitere Zinserhöhungen nach sich. Ob das gut für Gold ist.? Kann es nicht beurteilen. Für die Aktienmärkte sind weitere Zinserhöhungen nach Schulbuch eher negativ. Aber auch da ist nichts sicher.
    Das erste Buch über die Börse hatte den Titel
    Irrungen der Verwirrungen. Die Märkte sind unberechenbar und chaotisch. Wenn China Taiwan angreift, dann gute Nacht Leute. Ausgeschlossen ist es ja nicht. Wie seht Ihr das???

    • @Geronimo
      Zinserhöhungen bringen all die Zombies um, ruinieren den Immobilienmarkt, und verteuern die Verbraucherkredite (in den USA extrem wichtig, da fast alles auf Pump gekauft wird).
      Das ist fundamental mies für Aktien und der Anfang des perfekten Sturms.
      Fast alle Profis sind Short auf Aktien.
      Bridgewater und Scion liegen fast immer richtig. Nur 2 bekannte Beispiele.

      4 % Zins für eine Staatsanleihe ist bei 14 % Inflation immer noch pure Geldverbrennung.

      Derzeit ist alles gut für Gold, man darf nur nicht alle 3 Minuten auf den Preis gucken.
      Was zählt ist, was in 3 Jahren noch da ist.
      Und da fallen mir nicht viele Anlagen ein.

      • Nachtrag
        China muss Taiwan gar nicht angreifen.
        Ein wenig Blokade der Schiffsrouten und der Welt (ausser China) gehen in 3 Wochen die Computerchips aus und damit bricht die ganze Industrie zusammen.
        Heute gibt’s nicht mal eine simple Waschmaschine ohne Chips aus Taiwan.
        Und ohne fährt kein einziger Traktor.

        • Eine Blockade Chinas gegen Taiwan würde enorme Spannungen auslösen.
          Die Amerikaner könnten das nicht auf sich sitzen lassen, ein Krieg unvorstellbaren Ausmaßes wäre möglich. In Israel ist auch wieder der Teufel los. Raketen gegen Israel etc etc.
          All diese Spannungen, nebst Inflation, Dürre, Wasserkrise, Lenensmittelkrise Krieg in der Ukraine, Argentinien bankrott , Libanon bankrott, Türkei 70 Prozent Inflation. Ich lebe in der Schweiz.
          Bei Einführung des Euro musste man
          1 Franken und 65 Rapoen für einen Euro bezahlen. Jetzt kostet 1 Euro noch 97 Rappen. Also auch noch Eurokrise.
          Das kann ja heiter werden.

          • @Geronimo
            Ich hatte hier schon vor Monaten die Befürchtung geäußert, daß die Jahre 2022 und wohl auch 2023 recht viele Seiten in den künftigen Geschichtsbüchern einnehmen werden.
            Das war für die Menschen, die in solchen geschichtsträchtigen Zeiten gelebt haben, nie besonders lustig.
            Wird es jetzt auch nicht.
            Könnte so laufen, daß der Goldpreis unsere geringste Sorge sein wird.

            Wir haben uns durch Dummheit über mehr als 15 Jahre in eine Situation manöveriert, in der uns die beiden Länder Russland und China zusammen jetzt die Kerze ausblasen können, ganz ohne Krieg.

            Ein kluger Kopf hat schon vor Jahren vorhergesagt, daß der 3. WELTKRIEG ein Wirtschaftskrieg sein wird. Schlicht weil es die einzige Option ist, ohne die Menschheit auszulöschen.

            Man klemmt uns von der Energiezufuhr und von kritischen Rohstoffen und Produkten (Chips) ab und muss nur noch warten.
            So wie man im Mittelalter Burgen belagert und ausgehungert hat.
            Kleinigkeit von den Medizinern in unserer Rentnergang: wir haben schon jetzt einen absoluten Engpass bei Thrombosemedikamenten.
            So wie die Produktionsketten aussehen, gibt es spätestens im Dezember keine mehr.
            Wer dann einen Schlaganfall oder verstopfte Herzarterien hat….
            Bleibt alle gesund !

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