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US-Börse sichert sich Einfluss auf Goldpreis in China

Goldpreis, China (Foto: Goldreporter)

2016 führte die Shanghai Gold Exchange einen eigenen, auf Renminbi lautenden Gold-Referenzpreis ein. Der US-Einfluss auf die Notierung könnte demnächst steigen (Foto: Goldreporter).

Ab dem vierten Quartal 2019 werden an der US-Warenterminbörse COMEX voraussichtlich zwei Futures-Kontrakte gehandelt, die den Goldpreis der Shanghai Gold Exchange als Basis haben. Die beiden Börsen unterzeichneten eine Vereinbarung.

Ist das eine positive oder negative Nachricht für Goldanleger? Man weiß es (noch) nicht. Händler in den USA können demnächst den 2016 eingeführten Gold-Referenzpreis der Shanghai Gold Exchange (SGE) shorten – und natürlich auch long gehen. Die CME Group, der Betreiber der US-Warenterminbörse COMEX, hat eine entsprechende Vereinbarung mit der SGE getroffen. Die Shanghai Gold Exchange gewährt der CME Group eine Lizenz zur Nutzung, Erstellung und Auflistung von Terminkontrakten auf der Grundlage des Shanghai Gold Benchmark PM-Preises, heißt es in einer Erklärung, die bereits am 20. Juni veröffentlicht wurde.

Demnach wird die CME Group zwei neue Gold-Futures-Kontrakte anbieten, die an der COMEX gelistet und rein finanziell abgerechnet werden – einer in US-Dollar, der andere in Offshore-Renminbi. Das heißt, es kommt von vornherein zu keiner physischen Bewegung von Gold. Geplant ist die Einführung der Kontrakte im vierten Quartal 2019, nach einer vorbehaltlichen Prüfung, wie es heißt.

„Während wir unsere Beziehung zur SGE stärken, wird diese Zusammenarbeit Möglichkeiten für Kunden schaffen, die neben unseren COMEX Gold-Futures und -Optionen auch auf die physischen Goldpreise Chinas zugreifen wollen“, erklärt Derek Sammann, Senior Managing Director, Global Head of Commodity and Options Products, CME Group.

Einordnung: In der Vergangenheit gab es immer wieder teils deutliche Kursdifferenzen zwischen dem internationalen Goldpreis (auf COMEX-Basis bzw. London) und dem Referenzpreis der SGE, der 2016 eingeführt wurde (Referenzkurs in China verselbstständigt sich). Mit der Einführung der neuen Futures könnten sich die Preise stärker annähern. Als Vorteil wird von den Börsen häufig eine höhere Liquidität des Basiswertes gepriesen. China möchte den Yuan-Goldpreis international etablieren. Möglicherweise steigt dabei auch der Einfluss von US-Händlern auf den Goldpreis in China. Was bei der Einführung von Terminmarkt-Produkten in neuen Märkten geschehen kann, konnte man zuletzt bei der Einführung der Bitcoin-Futures erleben. Mehr dazu hier: Bitcoin: Short-Seller bitten zur Kasse

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Eingetragen von am 10. Jul. 2019. gespeichert unter China, Gold, Goldpreis, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

7 Kommentare für “US-Börse sichert sich Einfluss auf Goldpreis in China”

  1. Wolfgang Schneider

    https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/bitcoin-china-plant-staatliche-kryptowaehrung-gegen-libra-a-1276523.html
    Auf diese chinesische Kryptowährung hätten die Amerikaner keinen Einfluß. Es sei denn, Hacker bringen sie mit Schaden-Software zum Absturz. Auch glaube ich, die Chinesen werden eher ihrem Gold, das sie zu Hause liegen haben, vertrauen.

  2. Wolfgang Schneider

    https://de.sputniknews.com/kommentare/20190710325413320-lagarde-eiskalte-charme-der-bourgeoisie/
    Und schaut mal, was für ein kriminelles Früchtchen man uns da unterjubelt.

    • @Translator

      Es kommt noch besser. Was im Übrigen ein Nachweis dafür ist, dass sexuelle Gewalt keineswegs immer nur von ausländrern ausgeht.

      DIE SCHWEINE SIND UNTER UNS

      Unter den Augen des Staates

      Sexuelle Gewalt gegen Kinder in Lügde: Weiterer Tatverdächtiger, noch mehr Datenträger – Opferanwälte sehen kriminelles Netzwerk, das 20 Jahre unbehelligt blieb. Vergewaltigt, gequält – und Behörden schauten jahrelang weg. Auch nach dem Beginn des Prozesses gegen drei Beschuldigte vor dem Landgericht Detmold am 27. Juni weitet sich der Skandal um massenhaften Kindesmissbrauch und Kinderpornographie im nordrhein-westfälischen Lügde weiter aus. Der Sumpf ist tief: Eine Polizei, die nach Anzeigen nicht ermittelte und unter deren Aufsicht Beweismaterial verschwand. Beamte, die trotz ähnlicher Straftaten in der Vergangenheit weiter im Dienst waren. Ein Jugendamt, das sich auch nach etlichen Hinweisen auf Missbrauch nicht kümmerte. Nun tauchte in der vergangenen Woche nicht nur ein weiterer Verdächtiger auf. Am Tatort, einem Campingplatz im Ortsteil Elbrinxen, fanden die Ermittler erneut weitere Datenträger mit kinderpornographischem Material, die die Polizei zunächst übersehen hatte.

      In der vergangenen Woche hatten in Detmold die ersten von insgesamt mehr als 40 bisher bekannten Opfern unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. In diesem Prozess sitzen zwei Männer auf der Anklagebank: Andreas V. und Mario S. Beide haben gleich zu Beginn gestanden, jahrelang hundertfach Kinder auf dem Campingplatz vergewaltigt und die Taten gefilmt zu haben.

      »Spitze des Eisbergs«

      Das Verfahren gegen den dritten Tatverdächtigen Heiko V. wurde nach dem Prozessauftakt abgetrennt. Er soll die Gewaltexzesse über eine Webcam beobachtet und gesteuert haben. Außerdem habe er selbst Bilder und Videos von den Vergewaltigungen besessen. Ein Urteil gegen ihn werde bereits Mitte Juli erwartet, heißt es. Der Täter könnte dann sogar als freier Mann das Gericht verlassen. Sein Anwalt rechnet mit einer Bewährungsstrafe, wie er gegenüber der »Tagesschau« sagte. Ermittelt wird zudem gegen fünf weitere Erwachsene wegen Beihilfe und Strafvereitelung, sowie gegen einen 16jährigen wegen des Besitzes von kinderpornographischem Material, das auf dem Campingplatz entstanden war.

      Am vergangenen Donnerstag war erneut eine Tatortgruppe der Bielefelder Polizei auf dem Campingplatz angerückt. Die Beamten durchsuchten die Parzelle eines 57jährigen aus Steinheim bei Höxter und stellten »zahlreiche Gegenstände« sicher, die als Beweismaterial in Frage kämen, wie die Staatsanwaltschaft Detmold informierte. Gegen den Mann habe sie aufgrund der Zeugenaussage eines Kindes ein Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs eingeleitet. Der Beschuldigte bleibe aber vorerst auf freiem Fuß.

      Die Süddeutsche Zeitung berichtete, der neue Beschuldigte sei mit einem der Angeklagten, Mario S., eng befreundet gewesen. Er habe ihm den Kontakt zu zahlreichen Opfern vermittelt, darunter auch seine eigenen Enkelkinder. Zudem soll er selbst Kinder vergewaltigt haben. Dem Spiegel liegen Dokumente vor, aus denen hervorgeht, dass bereits im vergangenen Jahr wegen Kindesmissbrauchs gegen ihn ermittelt, das Verfahren aber nach wenigen Monaten wegen Mangels an Beweisen eingestellt wurde. Ab Februar 2019 sei er erneut ins Visier geraten. Laut Innenminister Herbert Reul (CDU) legten die Ermittler zu diesem Zeitpunkt eine Spurenakte zu ihm an.

      Opferanwalt Roman von Alvensleben, der die Grundschülerin vertritt, durch deren Aussage der Skandal aufgeflogen war, sprach vergangene Woche gegenüber der Süddeutschen Zeitung von einem »Moloch«. »Ich befürchte, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist«, sagt er und kritisierte, dass nicht früher ermittelt wurde. »Man hätte den Rundumschlag viel eher machen sollen, es gab ja schon vorher Hinweise auf weitere Beteiligte«, so von Alvensleben. Auch zu den Behörden äußerte er sich: »Ich finde dieses Gehabe von Leuten, die nichts erkannt haben wollen, sehr zweifelhaft.« Ein weiterer Opferanwalt, Peter Wüller, geht sogar von einem kriminellen Netzwerk aus.

      Hinweise seit 2002

      Das mutmaßliche Netzwerk konnte fast 20 Jahre lang unbehelligt agieren. Die Anklageschrift zählt nach Angaben des Landgerichts Detmold Hunderte Missbrauchsfälle von 1999 bis Januar 2019 auf. Tatorte waren der Campingplatz bei Lügde und ein Haus in Steinheim bei Höxter. Eindeutige Hinweise auf Missbrauch durch Andreas V. hatte die Polizei bereits 2002, weitere Anzeigen folgen. Sie benachrichtigte zwar das Jugendamt, nahm aber keine Ermittlungen auf und informierte nicht die Staatsanwaltschaft.

      Auch das Jugendamt hielt still. Im Jahr 2016 vermittelte es V. sogar ein damals sechsjähriges Mädchen auf Wunsch von dessen Mutter als Pflegekind. Hinweise auf Verwahrlosung des Lebensumfeldes nahm das Amt ebenso wenig ernst, wie mehrfach geäußerte Verdachtsmomente auf pädophile Umtriebe dieses und weiterer Männer. Etliche Warnungen wegen möglicher Kindeswohlgefährdung schlug es offenbar in den Wind.

      Aktiv wurden die Ermittler erst, nachdem im Oktober 2018 bei der Polizei im niedersächsischen Bad Pyrmont eine weitere Anzeige mit Hinweisen auf Andreas V. als Täter eingegangen war. Im Dezember kam der jetzt Hauptangeklagte in Untersuchungshaft, im Januar folgten die beiden weiteren Beschuldigten. Ersterem wirft die Staatsanwaltschaft mehr als 300 Einzelstraftaten vor. Sichergestellt wurden inzwischen rund 30.000 Fotos und fast 11.000 Videos mit kinderpornographischen Inhalten.

      Offene Fragen gibt es viele: Weshalb rührte sich die Polizei erst auf massiven Druck? Warum verschwanden Beweismittel unter ihren Augen? Wollten Beamte etwas verschleiern? Immerhin stieß das Innenministerium NRW bei eigenen Untersuchungen im März auf 15 Fälle, in denen in der Vergangenheit gegen Polizisten aus Lippe selbst wegen Kindesmissbrauchs und Kinderpornographie ermittelt wurde. Unklar ist, ob es dabei Verbindungen zu den jetzt verhandelten Verbrechen in Lügde gibt. Aktuelle Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben nur gegen zwei Polizisten aus Lippe, weil sie Hinweise ignoriert hatten. Außerdem ermittelt sie deshalb in acht Fällen gegen Mitarbeiter der Jugendämter Hameln und Lippe.

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      Es lebe der RECHTSSTAAT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Dass die Chinesen das überhaupt zulassen, wundert mich.
    Habe stark auf China gesetzt, dass die endlich den Dollar und die Finanzmafia ins Nirvana schicken.

  4. Die interessanteste Frage wird sein, ob man wie an der Comex nur eine Luftnummer aus Papierkontrakten hat, oder ob es den Spielern auch passieren kann, das Gold tätsächlich geliefert werden muß.

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  • dummkopf^2: @Bauernbua Dann kauf doch bei anderen, wenn du genau „Münze Österreich“ willst:...
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