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Warf die BIZ im August 118 t Gold auf den Markt?

Gold, BIZ

Was ist echt und was ist nur „Papier-Gold“? Die Goldreserven der Zentralbanken lassen mitunter viel Spielraum für Spekulationen (Foto: Nils Thies, Deutsche Bundesbank)

Die Position „Gold und Goldforderungen“ in der Bilanz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist im August um 5,1 Milliarden US-Dollar gesunken! Was ist denn da passiert?

Die Bank für Internationalen Zahlungsgleich (BIZ) ist einer der größten Akteure auf dem internationalen Goldmarkt. Einmal im Monat veröffentlicht die „Zentralbank der Zentralbanken“ einen Rechnungsabschluss. Darin enthalten sind auch die Gold-Positionen des Instituts. Unter „Assets“ aufgeführt ist die Position „Gold und Goldforderungen“. Sie betrug per 31. August 2018 umgerechnet 31,60 Milliarden US-Dollar. Setzt man den Goldkurs (London P.M) des Abschlusstages an, dann entspricht dieser Betrag einer Menge von 26.282.789,31 Unzen Gold (817,49 Tonnen).

Gegenüber dem Vormonat hat sich der Betrag um 5.147.083.200 US-Dollar verringert. In Gold gerechnet sind somit 3.817.397,60 Unzen abgewandert. Das entspricht 118 Tonnen des Edelmetalls. Wo das Gold hingebucht oder verkauft wurde, wird man freilich nie erfahren.

Die zweite Gold-Position der BIZ mit dem Namen „Gold deposits“ ist unter „Liabilities and equity“ (Eigenkapital) zu finden. Sie weist üblicherweise nur kleine Veränderungen auf. Unseren Berechnungen zufolge ging diese Position gegenüber Vormonat um umgerechnet 1,62 Tonnen auf 345,92 Tonnen zurück.

Hinweis: Die BIZ veröffentlicht ihre Rechnungsposten jeweils in SDR (Sonderziehungsrechte). Goldreporter rechnet die Werte in der oben dargestellten Form zu zeitlich deckungsgleichen Kursen um. Es gibt deshalb keine Gewähr für die genannten Tonnagen.

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Eingetragen von am 11. Sep. 2018. gespeichert unter Banken, Gold, Goldbarren, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

18 Kommentare für “Warf die BIZ im August 118 t Gold auf den Markt?”

  1. Die „Mutter aller Banken „ muß eben alles tun („Mario-Sprech: whatever it takes… „, um ihre Banken und das Fiat-Money-System am Leben zu erhalten.
    Ich habe aber den Eindruck, der „Patient“
    USA sieht nicht gesund aus…

  2. Gold ist was völlig anderes als Goldforderungen.

    Wenn ein Betrieb so bilanzieren würde bekäme er ordentliche Probleme mit dem Finanzamt. Banken dürfen das aber, denn die stehen über dem Gesetz.

    • @ Christof777 – so ist es.
      Banken dürfen auch „miese“ Risiken in sogenannte BAD BANKEN auslagern. Würde ich soetwas mit meinem kleinen „Laden“ machen, hätte der RENNELBERG (Knast in Braunschweig) einen Kunden mehr.

  3. Jetzt schon sicher: „Wirecard“ wirft im September die „Commerzbank“ aus dem DAX.

    https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/aktienindizes-so-sieht-der-neue-dax-aus/23000494.html

  4. Und dann wollen wir uns alle recht herzlich bei der BIZ bedanken und eine Schweigeminute eineichten.
    ……………..rz……rz…….rz
    Danke BIZ.

  5. Heute wieder mal lachhaft.
    Kaum gehen die Indizes in den Keller, schmeisst man Milliarden raus, um Gold zu drücken. Dann weitere Milliarden um die Indizes abzufedern. Danach spart man sich das Geld fürs Goldrücken, so dass das Metall wieder anzieht.
    Und das seit Monaten.All das zeigt die Wahrheit der Lage. Verzweifelt, vrrstrickt im eigenen Lügengespinst.

  6. Für mich gibt es keine bessere Vermögenssicherung als Edelmetalle. Basta

  7. A propos Lügengespinst.

    Seit fast 2 Jahren beobachte ich die amerikanische Schuldenuhr (us debt clock) und bin wirklich über folgenden Sachverhalt sehr verblüfft.
    Seit nahezu 2 Jahren bewegt sich der gdp-debt- ratio um die 105%. Anfang des Jahres war er etwas höher bei ca. 106%, jetzt liegt er unter 105%. Wie ist das möglich angesicht der Tatsache, daß sich die Schulden alle 10 Jahre verdoppeln? Mathematisch bedeutet eine Verdopplung der Schulden in 10 Jahren eine jährliche Wachstumsrate von knapp 8%.
    Die Schulden sind in den letzten 2 Jahren in der Tat um ca. 8% jährlich gestiegen. Doch wie läßt sich der angesprochene Ratio von konstanten 105% erklären, wenn der GDP jährlich um die 2-3% steigt? Wo bleibt der 4-5%ige Differenzzins zwischen dem Schuldenwachstum und des GDP- Wachstums? Genau. Es ist die Inflation. Da der GDP nach aktuellen Marktpreisen berechnet wird, muss die reale Inflation bei ca. 4-5% im Jahr liegen. Die offizielle Inflationsrate bewegt sich allerdings bei 2,5 -3%. Sie ist aber deutlich höher. Der Witz kommt jetzt aber noch. Aufgrund der hohen Verschuldung kann die Notenbank – um die Inflation zu bekämpfen – die Zinsen nicht steigen lassen. Die Inflation kann technisch gesehen nicht mehr aufgehalten werden – außer externe Faktoren kommen dazwischen.
    Mathematisch gesehen muss der Goldpreis unweigerlich in astronomische Höhen steigen. Diese Entwicklung kann nur ein Krieg beenden…das ist die bittere Wahrheit…

    • @schachspieler
      Leider haben Sie in allem Recht.
      Der nächste grosse Krieg wird die Karten neu mischen. Falls wir den überleben.
      Einstein meinte mal, einen 4. Weltkrieg wird es dann nicht mehr geben.
      Möglich, dass er auch hier recht hatte.

    • @Schachspieler

      Was, wenn ich Dir sagen würde, dass die Staatsschulden niemals zurückgezahlt werden müssen ?
      Dass nur die Zinsen bedient werden müssen, der sogenannte
      Schuldendienst ?

      Dann wären nicht die Schulden das Problem sondern die darauf anfallenden, exponential steigenden Zinsen. Deswegen auch die Negativzinsen. Die Bundesschuldenuhr läuft übrigens seit einiger Zeit rückwärts.

      Vielleicht ist schon mal aufgefallen, dass über die Schulden garnicht mehr gesprochen wird. Die Zinsen stehen mittlerweile im Focus, aus o.g. Gründen.

      Gleiches gilt im Übrigen auch im Kleinen, bei den Konsumentenkrediten und Hypotheken, allerdings mit einem kleinen, aber feinen Unterschied:

      Im Gegensatz zum Staat, der nur die Zinsen zahlen muss (was ja auch völlig korrekt ist da das geliehene Geld den Banken in der Herstellung so gut wie nichts gekostet hat) müssen aber die Verbraucher neben den Zinsen auch noch das Kapital, welches die Bank aus dem Nichts erschaffen hat, mittels ihrer Arbeitskraft zurückzahlen, denn sie haben keine Lizenz zum Geld herausgeben wie die Banken und müssen sich das Geld wirklich verdienen.

      Wenn man dann noch weiß, dass die Bank in dem Moment, in dem der Kunde den Kredit – oder Hypothekenvertrag unterschrieben hat den „geliehenen“ Betrag sofort vom Kollateralkonto der Person bezieht, der Kreditbetrag also in voller Höhe nach Unterschrift bereits getilgt ist, dann weiß man:

      Hier wird man nicht nur einmal sondern gleich zweimal betrogen.

      In diesem Licht ist der Satz von Henry Ford zu sehen:

      „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

      • @Christoff777

        Da gebe ich Ihnen in vielen Punkten recht. Allerdings bestehen die US – Schulden auch aus Auslandsschulden i.H.v. ca. 6 Billionen Dollar. China und Japan halten jeweils 1 Billion an amerikanischen Schuldtiteln. Wenn China nun auf seine 2,9 %igen Zinsen verzichten sollte und alle Schuldtitel auf dem Markt wirft, muss jemand diese Schulden kaufen. Das kann nur die Fed. Der Staat verschuldet sich dann bei sich selbst. Er wäre in der Tat nicht in der Lage die Schulden zurückzuzahlen. Nebenbei angemerkt käme es bei einer Monetarisierung der Auslandsschulden zu einem exessiven Gelddrucken, das sofort zu einem Export einer Hyperinflation führen würde. Aus diesem Grund können die Asiaten auch nicht ihre Schuldtitel verkaufen. Wie es trefflich der Finanzminister unter Nixon einmal gesagt hatte: „Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem“.

        Staaten im Gegensatz zu Privatleuten können ihre Schulden inflationieren lassen.
        – Privatleute erhalten per Unterschrift „aus dem Nichts“ geschöpftes Geld (Banken müssen sich woanders also nichts leihen, um dem Kreditnehmer Geld auszuzahlen)
        – Sie müssen tilgen und Zinsen zahlen mit ihrer Arbeitskraft
        – Sie können ihre Schulden nicht inflationieren
        – Es besteht nur die Möglichkeit der Privatinsolenz, aber unter diesen „transparenten“ gar nackten Bedingungen möchte kein Mensch leben.
        Es besteht jetzt nur noch die Frage, ob sich die Menschen nicht doch viel lieber versklaven lassen wollen statt eine Revolution mit ungewissem Ausgang…

      • @christoff777
        Schulden müssen immer bezahlt werden.
        Das kann
        1. Der Schuldner sein
        2. Der Gläubiger selbst, indem er auf die Forderung verzichtet,
        Das nennt sich Schuldenerlass oder Bankrott.
        Die Bilanz muss immer ausgeglichen sein.
        Fällt der Schuldner aus, kommt es in genau dem gleichen Maße zum Vermögensverlust des Gläubigers.
        Jedem Dollar Schuld steht 1 Dollar Vermögen oder Guthaben gegenüber.
        Baut man Schulden ab, egal wie, baut man gleichzeitig auch Vermögen sb.
        Das ist der Grund, weshalb Vermögende vom Schuldenabbau nicht viel halten.
        Der Witz ist, habe ich 1000 Euro auf dem Konto, habe ich 1.000 Euro Guthaben und die Bank 1.000 Euro Schulden.
        Tilgt die Bank diese Schulden, habe ich auch kein Guthaben mehr.
        Hoppla, werden Sie sagen, dann haben sie ja die 1.000 Euro in Scheinen.
        Ja, aber dann hat die EZB die Schulden übernommen.
        Tilgt diese die Schuld, habe ich wirklich kein Guthaben mehr und damit kein Vermögen. ( Dann ist der Euroschein wertlos geworden).
        Und genau da liegt der Haase im Pfeffer.Schuldner und Gläubiger sind aneinandergekettet. Sie leben und sterben immer gemeinsam.
        All das gibt es bei einer Goldmünze nicht, denn diese hat keinen Schuldner
        und somit auch keinen Gläubiger.

  8. Na was ist denn los ? warum tut man sich mit der Drückung heute so schwer?

  9. Nächste Woche ist Verfallstag, Hexensabbat.
    Mal sehen, wer gewinnt. Die Short Spekulanten oder die Banken.
    Bisher haben meist die Banken gewonnen.

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