Montag,20.Mai 2024
Anzeige

Warum gerät der Goldpreis jetzt unter Druck?

Der Goldpreis zeigt erneut Konsolidierungstendenzen. Dabei wirken die deutlich gefallenen Anleihen-Renditen nicht als Stütze.

Goldpreis-Entwicklung

Am Dienstagvormittag um 10:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.966 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.838 Euro. Damit verbuchte Gold im Vorwochenvergleich einen Kursverlust von 1,6 Prozent beziehungsweise 1,9 Prozent (in Euro). Nach dem Goldpreis-Boom im Zuge des andauernden Nahost-Konflikts ist das Edelmetall nun in eine erneute Konsolidierung übergegangen. Auf entsprechende Signale vom US-Terminmarkt hatten wir bereits vergangenen Samstag hingewiesen: Goldpreis: Darum steigt jetzt die Gefahr eines Rücksetzers!

Gold, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Nach dem starken Kursanstieg im Oktober kommt der Goldpreis nun wieder etwas zurück. An den Finanzmärkten spielen die geopolitischen Risiken derzeit wieder eine untergeordnete Rolle (Bild; Goldreporter).

Aktuelle Rahmenbedingungen

Die geopolitischen Spannungen drangen als Katalysator kaum mehr zu den Finanzmärkten durch. Hier konzentriert man sich derzeit wieder stärker auf die geldpolitischen Implikationen – wobei die Erkenntnisse durchaus widersprüchlich sind. Einerseits ließen schwache US-Arbeitsmarktdaten Hoffnungen auf das Erreichen des Zinsgipfels hoffen. Auf der anderen Seite äußerten sich Fed-Mitglieder zuletzt tendenziell weiter „hawkisch“, wie Neel Kashkar, Präsident der Federal Reserve Bank of Minneapolis. Und in dieser Woche wird Fed-Präsident Jerome Powell sich mehrfach öffentlich zu Wort melden, unter anderem am Donnerstag (20 Uhr MEZ).

Anleihe-Renditen

Dennoch sind die Anleihe-Renditen innerhalb einer Woche stark zurückgekommen. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit nur noch 4,60 Prozent – nach 4,83 Prozent in der Vorwoche. Bei deutschen Papieren sehen wir einen Rückgang von 2,88 Prozent auf 2,71 Prozent. Und auch die Marktzinsen in den anderen von uns beobachten Staaten (siehe Tabelle) kamen deutlicher zurück. Der Goldpreis konnte davon nicht profitieren. Dies zeigt, dass derzeit vor allem das (rückläufige) Momentum den Takt angibt.

Anleihe, Zinsen, Renditen, Länder

Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Anzeige

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

14 Kommentare

  1. Wir stehen kurz vorm Jahresende und es wäre eine Katastrophe für die Finanzmafia wenn der Goldpreis erstens besser datehen würde als die meisten „Assets“ und zweitens über die wichtige marke von $2000 schließen würde schon aus diesem grunde kann man garantiert von manipulation ausgehen . Die massive erhöhung der Shortposition der Finanzmafia in einem praktisch perfekten Umfeld für den Goldpreis ist für mich ein klares Indiz für manipulation denn nur diejenigen die am drücker sitzen würden sich sowas trauen . Sogut wie in jeder „Währung“ auf der Welt hat der Goldpreis neue höhen erreicht und ausgerechnet in der „Währung“ eines defacto Pleitestaates das vor dem Zerfall steht will das nicht gelingen niemals geht das da mit rechten dingen zu .

    • @Blockbuster
      Mit rechten Dingen ging es an der Börse noch niemals zu.
      Da wird gepokert, getäuscht, manipuliert und mit gezinkten Karten gespielt.
      Jede Wettbude, jedes Casino hätte man schon deswegen geschlossen.
      Damit muss man eben leben oder einen weiten Bogen drumherum machen.
      Zugegeben, bei Gold können wir das nicht. Aber wenn man da schon mitspielt, sollte man einige dieser Tricks kennen. Und dazu gehört die offensichtliche Preismanipulation zu Gunsten des Papiergeldes.
      Nach dem allen wohl bekanntem Muster.
      Insofern gilt noch immer die eiserne Regel:
      Kaufe denen niemals etwas ab, wenn dort die Trommeln gerührt werden. Es werden nämlich umgefallene Säcke Reis zu einer Welt Hungerkatastrophe hochstilisiert um
      überteuertes Edelmetall, Aktien, Bonds jemanem anzudrehen.
      Für Gold bedeutet das in diesem Jahr:
      Kaufkurse bei etwa 1750 Euro.
      Zur Zeit immer noch um 100 Euro zu teuer.
      Ich bin sicher, dass Mitte ende Dezember oder spätestens Mitte Jänner 24 dieser Preis erreicht wird.

  2. @Blockbuster
    Korrekt! Da gibt’s zw. Gold und dem Rest keinen Zusammenhang mehr – reine Manipulation! Hoffen wir mal, dass der Schweinebande die Luft ausgeht…! Erst, wenn die Manipulation zu teuer wird, werden wir Goldbugs jubeln – dieser Tag kommt – bis dahin die Haxn stillhalten…
    Der Dokta

  3. Mir ist aufgefallen, dass der US Reverse Repo Markt nur noch einen Wert von 1,008.685 ausweist. Fällt seit einiger Zeit deutlich. Was könnte uns das sagen? Bedeutet das, daß die US Geldmenge sinkt?

    Mit welchen Auswirkungen ist da zu rechnen. Wer weiß eine Antwort?

  4. @Blockbuster
    Bevor die USA zerfällt ist erstmal Europa dran. Die USA werden Europa erstmal destabilisieren, Stichwort Abwanderung der Industrie, teilweise in USA selber. Sie werden alles versuchen um ihr Land übers Wasser zu halten, auch wenn dies bedeutet halb Europa zu Opfern. Zwar nicht alle Länder es gibt ja auch zum Glück Ausnahmen die solche Pläne widersetzen, aber die meisten nicht. Wenn einer glaubt das Europa größtenteils frei ist um Entscheidungen zu treffen, ohne das Wort der USA, ist er naiv.
    Die 2000,00 $ ist auch ein Symbolische Grenze, kann auch irgendwann in Zukunft auch die 3000,00 $ Grenze geknackt werden. Und? Ich denke keiner von uns hier möchte die wahre Macht vom Gold erleben. Wenn dies geschieht liegt alles in schut und Asche.

    • @Big Driver

      Mir schwirrt ein Gedanke durch die Nacht.
      Er raubt mir die Freude auf den Morgen.
      Was Denken und Dichten hat erbracht
      verkümmert für des Freundes Sorgen.

  5. @ Blockbuster Völlig richtig, deshalb bezeichnet ich die Gauner auch gerne als Saubande.
    Wenn man in die Vergangenheit schaut, dann ist alles halb so schlimm. Wer vor 40 Jahren zu Hoechstpreisen Gold gekauft hat und es noch hat, der kann sich immer noch auf einen Kaufkraftgewinn von
    ca. 800 €
    pro Unze freuen. Allerdings glaubt von den Goldbugs kaum jemand an eine wahrheitsgetreue
    Inflationsberechnung.
    Aber Kostolany lag schon richtig: Schlaftabletten schlucken, 40 Jahre schlafen, da kann bei Gold überhaupt nichts schiefgehen!

  6. Es wird wieder zunehmend spannend, Geld auf der Bank (statt Gold irgendwo) zu haben:
    https://www.focus.de/finanzen/news/banken-sitzen-auf-benko-bombe_id_241836425.html?xing_share=news
    Ok, der Focus ist keine Finanzzeitung, aber das Gewerbeimmoproblem ist nun auch in der Mainstreampresse mit voller Wucht angekommen.
    Hellmeyer berichtet heute, dass z.B. 80 % der Möbelhändler über massiv zu wenig Kundenfrequenz klagen, dito Baumärkte und Bekleidungshandel.

    Ich sehe da ein Dominosteinchen-Spiel auf die Banken zukommen.
    Und in USA war da doch auch noch was mit Büros und Shoppingcentern etc……

    Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten: die Banken gehen pleite, oder das System „rettet“ das Finanzsystem mit Tonnen neu gedruckten Papiergeldes (was die realistische Version des Spiels sein wird, siehe USA – SVB etc.).

    Klingt hart: die Zeit arbeitet für uns.
    Gnadenlos.
    Und dann gilt das Noah-Prinzip.
    Wenn es anfängt zu regnen, sollte man ein Boot haben (wenn möglich nicht aus Papier).

    • @Meister Eder,
      kann ich bestätigen. Baumärkte sind ggü. früher wenig frequentiert. Leider sagt mir der EM-Handel, dass viele verkaufen, bzw. die meisten müssen. Bullion Goldmünzen bei vielen Händlern zum Papiergoldpreis.

      • @Dieter
        Einer meiner Freunde (wohnt noch bei Wahnsinnshausen) hat letzte Woche mit seiner Tochter etwas bei Möbel Höffner in München Freiham gekauft.
        Das ist einer dieser neuen Superstores in der Größenordnung von zig Fußballfeldern.
        Eine Woche lang gab es (mal wieder) 40 % Rabatt auf alles im Laden, auch Möbel teurer Marken.
        Nach 5 Minuten hat der Verkäufer noch mal 10 % zusätzlich angeboten.
        Man müsse seinem Chef nur sagen, dass man das Teil bei der Konkurrenz billiger gesehen habe. Das reicht.
        Freitag, 18.00 Uhr, also typische Shoppingzeit für Berufstätige.
        Kein weiterer Kunde in 100 m Umkreis, die ganze Zeit nicht.
        Er hat es schon fast als unheimlich beschrieben (Putin am Marienplatz und er hat es nur noch nicht bemerkt ? )

        Früher war der Laden um die Zeit üppig weihnachtlich dekoriert (ein riesiges Atrium über mehrere Stockwerke), Weihnachtsbaum, Beleuchtung etc…..
        Heute: NIX.
        Im EG stehen ein paar Stände mit dem üblichen Schrott aus China herum, das wars.
        Es geht Richtung DDR.
        Die können mit der Kundenfrequenz nicht mal mehr den Strom für die Beleuchtung bezahlen.

        Nebenan ein riesen Hornbach (dort kauft er auch beruflich ein) .
        70 % der Kunden in der üblichen Engelbert Strauss- Bekleidung, also Profis.
        Obwohl es eine super Proficard gibt, zahlen fast 100 % der Handwerker ihre Rechnungen Cash.
        Ei, warum wohl ?
        Zwei seiner Monteure sind in den letzten 2 Jahren in Vorruhestand gegangen.
        Keine Lust mehr für die Ampel zu schuften und Steuern zu bezahlen.
        Die machen jetzt kleinere Reparaturen und Anlagenwartung etc. privat.
        Natürlich nur für gute Freunde, gegen einen Kaffee und ein Stück Kuchen, logisch, sonst wäre es ja Schwarzarbeit.
        Viele Kunden, denen es jetzt wirtschaftlich immer schlechter geht, freuen sich über solche guten Freunde.
        Dafür baut er „grünen Erben“ gerne eine Wärmepumpe ein, zum grünen Sonderpreis.
        Ein grünes Gewissen ist teuer, sehr sehr teuer.
        Und der Stundensatz für die Wartung dieser Luxustechnik ist natürlich auch 3-stellig.
        Merke: Handwerk hat GOLDENEN Boden. Der Spruch stimmt.
        Wenn so ein Grünling seine Wärmepumpe bezahlt, fährt seine Frau am nächsten Tag nach Österreich.

        Was hat das mit Gold zu tun ?
        München gilt immer noch als die reichste Stadt in Debilistan.
        Wenn dort schon nix mehr geht, sieht es wohl generell noch finsterer aus.
        Da nutzen auch die 10 % Gutverdiener nix, die das noch alles ohne was zu merken stemmen.
        Am Ende jeder solchen Geschichte steht immer eine Bank, die ihre Kredite nicht mehr getilgt bekommt. Und dort sind die Spareinlagen, wenn man so doof ist, die nicht gesichert zu haben.
        Ganz einfach.

        • @ Meister Eder Das gleiche hier am südöstlichen Rand von Berlin in dem riesigen Einkaufscenter,früher musste man in den breiten Passagen Slalom laufen jetzt könnte man 100m Lauf machen ohne dass einem jemand in die Quere kommt.War letztens in der Woche vormittag dort so etwas habe ich dort noch nie erlebt.Wie die Händler dort überleben sollen ist mir ein Rätsel.Macht aber nichts wir sind ja nicht Pleite wir können nur nicht die Rechnungen bezahlen……

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige