Sonntag,23.Juni 2024
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Was kann den Goldpreis jetzt noch antreiben?

Neben den Unsicherheiten im Zuge des Nahost-Konflikt können nun Verfallstermine, neue Wirtschaftsdaten und Auftritte von EZB und Fed den Goldpreis tangieren.

Goldpreis

Am heutigen Montagnachmittag um 17:15 Uhr notierte der am Spotmarkt mit 1.978 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.860 Euro. Damit kamen die Kurse gegenüber vergangenem Freitag um 0,15 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent (in Euro) zurück. Während von dem Nahost-Konflikt weiterhin erhebliche Unsicherheiten auf die Finanzmärkte ausgehen, gibt es in dieser Woche weitere Events, die Aktien und Goldpreis tangieren.

Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Seit Monatsanfang legte der Goldpreis in USD und Euro um rund 6 Prozent zu. Was kann in Sachen Gold nun neue Impulse auslösen? (Bild: Goldreporter)

Verfallstermine Gold

Zunächst einmal sei auf die Verfallstermine am US-Terminmarkt verwiesen. Denn am Donnerstag laufen die Gold-Optionen für den Monat November aus. Und am Freitag werden die Gold-Kontrakte zur Lieferung im Oktober letztmalig gehandelt. Mit dem plötzlichen Goldpreis-Anstieg vor zehn Tagen wurden Short-Seller massiv auf dem falschen Fuß erwischt. Im Umfeld dieser Termine kommt es nicht selten zu deutlichen Kursschwankungen. Seit Monatsbeginn hat Gold auf Dollar-Basis 6 Prozent zugelegt. Da darf man gespannt sein, wie sich die Terminhändler zum Monatswechsel positionieren.

EZB und Fed

Aus rein fundamentaler Sicht sind zwei Notenbank-Termine interessant. Denn diese können sich wesentlich auf die Zinserwartungen und das Wechselkursverhältnis zwischen Dollar und Euro auswirken. So steht am Donnerstag um 14:15 Uhr das Ergebnis der aktuellen EZB-Sitzung an, gefolgt von der Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christina Lagarde. Bereits für den Vorabend um 22:15 Uhr ist eine Rede von Fed-Präsident Jerome Powell angekündigt. Er spricht im Rahmen einer Universitätsveranstaltung in Washington D.C.

Wirtschaftsdaten

Was gibt es an bedeutenden Wirtschaftsdaten? Im Mittelpunkt stehen sicherlich die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im 3. Quartal am Donnerstag sowie der PCE-Preisindex am Folgetag. Hier eine kurze Übersicht zu weiteren Events:

Dienstag

  • GfK-Verbrauchervertrauen (D)
  • HCOB-Einkaufsmanager-Index (D)

Mittwoch

  • Ifo-Geschäftsklima-Index (D)
  • Verkäufe neuer Wohnimmobilien im September (USA)

Donnerstag

  • Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter (USA)
  • BIP-Wachstum im 3. Quartal (USA)
  • Wöchentlicher US-Arbeitsmarktbericht (USA)

Freitag

  • PCE-Preis-Index im September (USA)
  • Private Einnahmen und Ausgaben im September (USA)
  • Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (USA)

Außerdem befinden wir uns mitten in der Berichtssaison. Zahlreiche Konzerne geben ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2023 bekannt. Dazu gehören in dieser Woche unter anderem Alphabet (Google), Coca Cola, General Electric, Microsoft, Deutsche Bank, IBM, Meta Platforms (Facebook), Porsche, Amazon, BNP Paribas, Intel, Mastercard, Mercedes Benz, Newmont Mining, Volkswagen und Chevron.

Goldpreis-Perspektive

Sofern weitere unmittelbare Impulse ausbleiben, ist eine kurzfristige Gold-Konsolidierung nach dem starken Goldpreis-Anstieg an den letzten Handelstagen sicher nicht ungewöhnlich. Allerdings hat das Edelmetall charttechnisch zuletzt einigen Boden gutgemacht. Das heißt, der Goldmarkt hat für Long-Spekulanten auch in dieser Hinsicht wieder deutlich an Attraktivität geworden. Außerdem sind nun zum Wochenauftakt auch die Anleihe-Renditen (Marktzinsen) zurückgekommen. Es kann im Hinblick auf den Goldpreis eine spannende Woche anstehen.

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10 Kommentare

  1. Jedenfalls kommt der Goldpreis in Euro schon deutlich zurück, um mindestens 30 Euro bisher.
    Mal sehen, wie er Freitag Nachmittags 16:00 Uhr ausieht.
    Ich denke er könnte unter 1800 Euro gehen um dann die 1750 Euro erneut anzulaufen.
    Bis dahin empfiehlt sich abwarten.
    Alle Kurse unter 1750 Euro sind Kaufkurse.
    Schmeisst der Drückerbande um JP Morgan bloss kein Geld in den Rachen.
    Da wird nach wie vor betrogen und manipuliert, dass sich die Balken biegen.
    Jedes noch so kleine Ereignis wird sofort ausgenutzt, um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen !

  2. Jawoll! Heute bei finanzen.net: Der Experte!!! :-) Gold verkaufen (die immergleichen, blödsinnigen Argumente) zugunsten Aktien! Sowas von durchschaubar, wenn man von EM etwas versteht (ohne Angeberei- ICH seit mehr als 40 Jahren!). Klar, die Zocker ärgern sich, wenn wir ihnen das „Spielgeld“ entziehen! Aber solchen Aktien-Gurus, die nicht einmal die AU-charts-Hausaufgaben gemacht haben entgegen aller Fakten, darf man keine Plattform bieten – unseriös von finanzen .net.!
    Eure Meinungen???
    Euer Dokta

    • @Golden Eye
      Das ist eine mehr oder weniger offene Plattform.
      Jeder kann da schreiben was er will.
      Es muss nur klar sein, dass all die, welche da schreiben, keine neutralen Experten sind, sondern nur eigene Interessen Vertreten.
      Wie sagte mir mal ein Bekannter auf meinen Hinweis:
      „Aber, das muss doch stimmen, es war ja auch im offiziellen YouTube Kanal veröffentlicht“
      Maruti sagt offiziell:
      „Nichts was in den Medien, egal welchen, veröffentlicht wird, muss wahr sein oder stimmen oder logisch sein“
      Es kann, muss aber nicht oder es kann nur teilweise stimmen.
      Denken ist also gar keine schlechte Idee.

      • @Maruti
        Schon seit einigen Jahren denken wir im Sinne der „Beweislastumkehr“.
        Alles was in den Medien verbreitet wird, wird erst mal als falsch/zweifelhaft angesehen.
        Solange, bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen ist.
        Da gelingt aber selten.
        Bei ARD/ZDF/Süddeutscher immerhin meistens mit dem Datum des Tages.

        • @ Maestro ARD und ZDF kaufe ich nur noch den Wetterbericht,Terra X und XY ungelöst ab.Wobei man beim Wetterbericht von der angekünigten Höchsttemperatur getrost 3 Grad abziehen kann weil man ja etwas Panik macheen muss.

          • @Materialist
            Sogar beim Wetterbericht lügen ARD/ZDF schon.
            Die Hintergrundfarben wurden geändert.
            Früher waren 20 Grad noch einfach ein mittleres Grün.
            Heute sind 21 Grad schon dunkles Gelb und bei 23 Grad beginnt die rote Klimakatastrophen-Todeszone.
            Da, wo man sich als Mitteleuropäer mal auf einen freundlichen Tag mit angenehmen Temperaturen freut und die Leute in Süden mit einem Pullover herumrennen.
            Unterschwellige Lügen-Propaganda.
            Dazu hat die ARD neue Vorgaben für das Wording.
            Man sagt nicht mehr Klimawandel (weil das ja als natürlich und harmlos missverstanden werden könnte) sondern „Klimakrise“. U.s.w.

            Wie bei der Geldanlage:
            20 % von meinem Geld in Aktien ist weg.
            Das heisst nicht 20 % Verlust, das heisst Gewinnmitnahme, Korrektur oder Nachkaufgelegenheit.
            Wenn 50 % weg ist waren nicht die Fondmanager Versager, nein, „der Markt“ korrigiert (Korrektur klingt doch immer gut, oder ?) , natürlich absolut unvorhersehbar. Und natürlich konnte man irgendwie auch nicht rechtzeitig raus (was man verschweigt) und darauf hinweist, dass man im Mittelfeld der Performance der anderen Fonds liegt, weil die genauso blöd sind und das Geld der Kunden verbrennen.
            Geht ja auch nicht anders: in solchen Phasen müssen die Banken / Fondsmanager ja erst mal ihre eigenen Positionen loswerden, bevor man sich um das Geld der Deppen kümmert (wer sein Geld in unsere Fonds steckt hat ja sowieso keine Ahnung und es folglich auch verdient rasiert zu werden…..) .

            Cost-Average-Effekt (ganz wichtig, ist englisch, klingt nach Profis):
            TOLL; die Aktienkurse haben sich halbiert, da kann ich jetzt mit meiner monatlichen Sparrate doppelt so viele davon kaufen. Wenn die tolle Entwicklung so weitergeht nächsten Monat vielleicht sogar 3 x so viele !
            JUHU !.
            Ahem: war da nicht noch was ?
            Könnte es sein, dass sich da auch mein Vermögen halbiert oder gedrittelt hat ?
            Unwichtig !
            Ich kann jetzt noch mehr Aktien fürs selbe Geld kaufen.
            Rein ins fallende Messer.

            Henry Ford:
            Wenn die Menschen unser Finanzsystem verstehen würden,
            hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

            DAs Zitat ist 100 Jahre alt.
            Fazit: die Masse kapiert nix.
            Sie wird es nie kapieren.
            Man wird denen die bunten Zettelchen wegnehmen (vorher vielleicht noch ein paar Nullen draufschreiben (die aus der Regierung kennen sich mit Nullen aus) und denen neue bunte Zettelchen geben, Und das Spiel geht wieder genauso weiter.

            Man müsste total gefrustet und verzweifelt sein, wenn es kein Gold gäbe.

  3. Hallo Zusamnen
    Nein ich bin nicht Hellseher. Ich weiss meine Meinung wiederholt sich. Das Gold hat es bis 1988 je Unze in Dollar geschafft und jetzt knallt es auf 1965 zurück.
    Ich wette eine Million gegen einen Strohut dass das Kartell um J.P. Morgan wieder am Manipulieren ist.
    Immer das gleiche Spiel seit Jahren.
    Zum Abschnallen.
    Grüsse aus der Schweiz

    • Geronimo
      In Dollars auch heute weiter zurück.
      Man wird es bis 1920 runter manipulieren, durch Spoofing wie immer. Weil man von da einfach und jederzeit einen Rutsch unter die 1900 Dollarmarke auslösen kann.
      In Euro ähnlich und wir sehen bald wieder die 1745 oder 1720 Euro die Unze.
      Zur Zeit also nicht kaufen, Gold is viel zu teuer in beiden Währungen. Das sind alles Bullenfallen, aufgestellt im Nebel des Nahostkonfliktes.

  4. @Maruti
    Danke, stimmt – ich war da etwas emotional…
    Trotzdem werde ich bestätigt: besser Feingold als kein Gold…
    Der Dokta

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