Freitag,09.Dezember 2022
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Was kann den Goldpreis jetzt weiter beflügeln?

Gold, Goldpreis, Termine
Der Goldpreis hat sich zuletzt wieder über der 1.700er-Make etabliert. Wichtig wird nun sein, welche Katalysatoren der Markt nun in den Vordergrund stellt.

Die US-Zinsen werden demnächst wohl weniger stark steigen als zuletzt. Wohin richtet sich jetzt der Blick der Investoren? Und was geschieht mit dem Goldpreis?

Goldpreis

Der Goldpreis hat sich zuletzt wieder deutlich über der Marke von 1.700 US-Dollar etabliert. Auf auch Euro-Basis hielt sich Gold zumindest knapp über diesem Niveau. Denn am Montagvormittag um 11 Uhr kostete eine Feinunze am Spotmarkt 1.757 US-Dollar beziehungsweise 1.704 Euro. Währenddessen kostete Silber 21,46 US-Dollar beziehungsweise 20,81 Euro pro Unze. Vor einer Woche eröffnete der Goldpreis am Montag noch 1,9 Prozent tiefer. Dagegen startete Silber nun in etwa auf Vorwochenniveau.

Berichtswoche

Welche potenziell marktbewegenden Termine stehen in den kommenden Tagen an? Dienstagfrüh kommen neuen Konjunkturdaten aus China. Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Arbeitslosenquote für den Monat Oktober werden bekanntgegeben. Nachdem nun etwas kleinere Zinsschritte in den USA am Markt eingepreist sind, könnte sich unter Investoren der Blick stärker auf China richten. Dabei steht die Frage im Vordergrund ob und wann das Land seine harschen Corona-Restriktionen lockert, die auch für die westlichen Industrienationen einen Belastungsfaktor darstellen.

Am Dienstagvormittag gibt es noch Zahlen zur Entwicklung der deutschen Großhandelspreise im Oktober (8 Uhr) und der ZEW-Index erscheint (11 Uhr). Am Nachmittag folgen um 14:30 Uhr die Erzeugerpreise aus den USA.

Der Mittwoch bringt weitere US-Wirtschaftsdaten mit den Oktober-Zahlen der Einzelhandelsumsätze, der Import/Export-Preise und der Industrieproduktion.  Am Donnerstag folgen Daten vom US-Immobilienmarkt (Baubeginne und Baugenehmigungen im Oktober) sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen und der Phili-Fed-Index.

Notenbank-Vertreter

Am Freitag um 9:30 Uhr hält EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Keynote Speech anlässlich des Frankfurt European Banking Congress. Außerdem sind für diese Woche eine ganze Reihe öffentlicher Auftritte von ranghohen Vertretern der US-Notenbank angekündigt, die Aktien und Goldpreis bewegen können. Unter anderem legte Michael S. Barr am Dienstag und Mittwoch einen Rechenschaftsbericht vor dem US-Kongress ab. Er ist bei der Fed stellvertretender Aufsichts-Vorsitzender.

Goldpreis-Perspektive

Der Goldpreis sollte sich nun über der Marke von 1.700 Euro etablieren, damit die jüngste Rally sich nicht als Stromfeuer entpuppt. Die Edelmetalle erholten sich zuletzt gemeinsam mit den Aktienindizes. Eine tatsächliche Neuorientierung unter Investoren könnte diese Korrelation womöglich aufbrechen. Dann zum Beispiel, wenn der Aufwärtstrend am Goldmarkt mehr Long-Spekulanten anzieht.

Und irgendwann werden sich die fiskalischen Folgen der Krisenrettung (Verschuldung) wieder stärker in den Investment-Entscheidungen der Institutionellen niederschlagen. Denn die Kosten der Staatsfinanzierung bleiben hoch (Anleihe-Renditen). Eine Staats- und Währungskrise, wie bis 2012 in der Eurozone, ist nicht ausgeschlossen. Der Immobilienmarkt in den USA und auch in Europa wackelt. Neue Krisenszenarien wie diese dürften Gold früher oder später eine „Neubewertung“ bescheren.

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20 Kommentare

  1. Es würde sicher beruhigend für Goldbesitzer sein, wenn der Goldpreis nicht unter 1700 abrutscht. Da jedoch der US Dollar von der Hoffnung der Börsianer genährt wird, die Zinsen wieder zu Tauben zu erkoren, bedeutet das im Umkehrschluss einen stärkeren Euro.
    Und der kann, so der Goldpreis auf Dollarbasis nicht mitzieht, den Eurokurs beim Gold unter 1700 drücken.
    Gold müsste jetzt sehr zügig über 1800 Dollar laufen und die 1830 Dollar schnell hinter sich lassen.
    Die Aktien befinden sich im Ralley Modus und wenn Gold nicht mitzieht, sieht es nicht gut aus.
    Will heissen, diese Woche über 1800 Dollar oder es geht wieder mal über den Balkon.
    Ich aber habe so das Gefühl, dass die Goldpreis Macher der Notenbanken es gar nicht gerne sehen, wenn Gold weiter haussiert. Zudem hat man eine Menge Shortpositionen glatt zu stellen.
    Ich hoffe, mein Gefühl täuscht, aber die Unsicherheit bleibt.
    Ich werde wohl zum Jahresende, koste es was es wolle, meine letzten ca 2Kg erwerben und dann ist Schluss mit Gold, jedenfalls für mich.

    • @Maruti
      Wo liegt das Problem? Starker Euro macht Gold billiger. Das sehen wir jetzt gerade. Müsste eigentlich auch gut
      für Ihr Kaufendziel sein.

      • @goldhase
        Kommt darauf an, welche Prioritäten man hat:
        Goldbesitz oder Goldkauf.
        Der Goldbesitz ist dann in EUR weniger zu bewerten, dafür wird der Goldkauf günstiger.
        Eine Goldmünze hat eben auch 2 Seiten. :).

      • Goldhase:
        Starker Euro? Hier mal ein Beispiel: am 11.03.d.J. hatte ich in Polen für 100,00 Euro 475,00 PLN bekommen. Am 13.06.2022 waren es noch 435,00 PLN. D.h., der Euro hatte mal eben um ca. 9,00 % abgewertet. Wohlgemerkt herrscht in Polen eine Inflation von offiziell 15,00 %, gefühlt liegt sie deutlich höher. Gestern vor einer Woche gab es zwar 452,00 PLN, aber dennoch bleibt der zloty eine Sch…währung. Dass der Euro in diesem Maße abwertet, gibt Aufschluss über dessen Werthaltigkeit.

        • @Racev
          Stark ist falsch, ich meinte stärker gegenüber dem Dollar. Von 0,96 im Sept. auf 1,04 heute. Das hilft zu mindestens beim Kauf in Euro. Das beide Währungen in der Inflation rapide an Kaufkraft verlieren, ja klar. Das ist das Los aller Papierwährungen, die wie von Zauberhand geschaffen werden. Übrigens der Inflationswert in D von 10,4 % ist ebenfalls offiziell. Dabei liegt der Verbraucherindex Energie bei 43% und Nahrungsmittel 20,3%. Gefühlt dürfte damit auch unsere Inflation nicht so viel besser als in Polen sein.

  2. Was kann den Goldpreis jetzt weiter beflügeln? Das hier:
    https://goldseek.com/article/goldseek-radio-professor-laurence-kotlikoff-inflationary-quagmire-money-illusion-gold
    GB ist pleite, die Renten-Rücklagen sind in Derivaten und Bonds, und die Alten sollen erst ab 70 Rente bekommen. Der feuchte Traum des Friedrich Merz ist auf der Insel Realität geworden. Darf ich unserem BlackRocker ein Spottlied als Gruß schicken? Ich frage vorab um Erlaubnis.

  3. https://www.youtube.com/watch?v=J_J_F98IiAY
    Gesetz-Entwurf: Bargeldverbot ab dem 01.01.2023 beim Kauf von Immobilien. Ebenso verboten werden sollen Kryptos als Zahlungsmittel oder „Rohstoffe“ wie Gold. Das Gesetz hängen sie an die Rußland-Sanktionen mit ran, so daß es unauffällig durchflutscht. Da ist erst einmal jeder deutsche Bürger persé ein putintreuer Oligarch, der schmutziges Geld wäscht und Einkünfte verbirgt. Блядь!

    • @ws
      Für ältere Menschen ist das bedeutungslos.
      Die bekommen mehr Sicherheit durch den zunehmend gläsernen Bürger. Dafür geben sie eine Freiheit auf, welche sie ohnehin nicht mehr besitzen.
      Beispiel: Enkeltrickser werden es schwer haben.
      Oma hat kein Krypto und kein Bar mehr, alles geht über die Karte und ist nachverfolgbar und kann Rückabgewickelt werden.
      Und die Jüngeren ? Diese sind ohnehin freiwillg gläsern durch Whatsapp, Facebook, Instagram oder wie das alles heisst. Die interessieren sich nur für die Applepay und co.
      Also, was solls. Sollen die glücklich werden, mit den Daten.
      Im Zeifelsfalle, ich nichts wissen und nicht verstehen.
      Ich lebe schon lange nicht mehr in Deutschland und habe weder einen deutschen Pass noch eine Bürgerschaft.
      Wenn ich will, spreche ich nicht mal deutsch und nix verstehen was wollen.
      Ich müsste doch reineweg bescheuert sein, eine Immobilie in Deutschland zu kaufen und womöglich noch zu unterhalten und dort auch noch Steuern zahlen.
      Wo ich wohne ?
      Mal hier, mal da.
      Wohin ich fahre, fliege ?
      Von hier nach dort.
      Wovon ich lebe ?
      Von meinen Frauen, jawoll Herr Kommissar.
      Ich bin nämlich so etwas wie a gipsy boy…..
      Ich wünsche allen Bürgern ein angenehmes Leben in der BRD samt seinen Politikern und viel Spass dazu.

    • @Goldhase
      Es gibt aber auch ein anderes Bild: Als wir uns die Dollars für unser Häuschen in USA besorg haben, gab es zwischen 1,40 und 1,50 für den Euro.
      Nur etwas mehr als 10 Jahre zurück.

      Wichtiger ist für uns aber die Relation zu Gold:
      Da hat der Euro seit Einführung ca. 85 % verloren.
      Und wir sind Optimisten: die restlichen 15% schafft er auch noch.

    • @Wolfgang Schneider
      Start in das Bargeldverbot: es ist schon interessant zu sehen, wie so eine epochale Sauerei wieder auf den Weg gebracht wird und fast niemand es bemerkt, es in den Qualitäts-Medien komplett totgeschwiegen wird sich niemand aufregt.
      Klar, es ist ja nur bei Immos denkt sich der Normalo, bis das Gesetz in 1 Jahr geändert wird und per Verordnung auf ALLES über 500 Euro ausgeweitet wird.
      Salamitaktik, verstecken irgendwo in einem Paragrafen 16a, uraltes Muster. Beschlossen wird es dann während der Fußball WM, wenn alle Dummies dem Ball nachgucken.
      Still und leise. Wie immer.
      Das „wehret den Anfängen“ hat die komplett verblödete Masse natürlich vergessen.

      Erzähl doch mal einem stolzen Besitzer eine Wärmepumpe oder eines Elektroautos, dass die Bundesnetzagentur das Ding jederzeit ohne Begründung ferngesteuert stillegen kann. Glauben die nicht.
      War auch so ein schön versteckter Paragraf 14 a (Energiewirtschaftsgesetz), ins Gesetz gemogelt letzten Juli, in den Sommerferien als niemand da war und aufgepasst hat.

      Liebe BTC-FANS: da ist es, das erste Bitcoinverbot in Deutschland.
      Remember the date.
      Es ist erst der Anfang.

      • @MeisterEder
        Die Goldhymne
        https://youtube.com/watch?v=_7CWnqYfV-Y

        Den morgigen Goldpreis kann niemand erahnen,
        die Charts und Statistiken kramt man hervor.
        Vor Blasen und Kryptos und Falschgeld zu mahnen,
        ist unsere Pflicht, steigt der Dax auch empor.
        Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
        aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
        die Sparer, sie haben zu lange geschlafen,
        sie werden bald um ihr Vermögen gebracht.

        Wacht auf, denn im Westen, da steigen die Schulden,
        die Zinsen sind niedrig, Ertrag gibt es nicht.
        die Welt wird den Unsinn nicht lange mehr dulden,
        schon leuchtet aus Shanghai ein goldenes Licht.
        Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
        aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
        die Sparer, sie dürfen nicht länger mehr schlafen,
        sie werden sonst um ihr Vermögen gebracht.

        Hallo deutscher Michel, hast lange geschlafen.
        Das Gold der Nation wird im Ausland verwahrt.
        Gechippt, ohne Bargeld, verwandelt zu Schafen,
        Im Reichstag sind Dummheit und Bosheit gepaart.
        Vorwärts ihr Bürger, ihr braven und lieben,
        Im Kampf für das Recht wird die Zukunft gemacht.
        Das Grundgesetz ist auf der Strecke geblieben,
        Ihr werdet grad um eure Freiheit gebracht.

      • „Die Einführung einer 10.000 Euro Bargeldgrenze verringere die Gefahr, die Herkunft großer (!) Vermögenswerte zu verschleiern, indem große Transaktionen auf nachvollziehbaren Finanzwegen erfolgen.“
        Ich gehe davon aus, daß damit die organisierte Kriminalität, insbesondere in Deutschland ausgetrocknet wird. LoL

    • @ws
      Immer, wenn Gold eigentlich nicht mehr steigen soll, kommen diese Storys. Zuletzt wärme man wieder das Gold im Meerwasser auf, die Asteroiden und die spanischen Schiffe.
      Der Musk tut nur das, was ihm neue Kredite bring.
      Der würde dafür auch seine Oma zu Gold machen.
      Er ist eben ein US Dollar Sammler und bekommt für seine Geschichten einen Haufen Geld.

  4. Gold ist der einzige inflationsgeschuetzte Geldersatz. Von vielen noch unbemerkt entsteht gerade bei uns eine goldbasierte Parallelwaehrung… da alle Fiatwaehrungen incl Dollar und Euro nicht mehr zur Wertaufbewahrung taugen. Ich lasse mir schon seit Jahren immer mehr in von OM (Ouro Minas) zertifizierten Goldbarren bezahlen. Inzwischen schon 50% des Geschaeftsvolumens. Geld nur noch soviel wie ich fuer den Cashflow brauche. Auch viele andere der brasilianischen Oberschicht und inzwischen der gehobenen Mittelschicht verfahren só. Leider hat unsere Regierung das mitbekommen und angefangen private Goldkaeufe zu limitieren… Aber mit gegenteiligem Erfolg… da jetzt immer mehr vor allem neu gefoerdertes Gold dem offiziellen Markt entzogen wird. Die einen setzen auf Kryptowaehrungen… Ich und die meissten wohlhabende Brasilianer verstaerkt auf physisches Gold als wertstabile Parallelwaehrung. Kryprowaerungen kann eine Regierung verbieten …und leicht beschlagnahmen. Physisches Gold kann man „verschwinden“ lassen, sollte der private Besitz… wie einst in den USA verboten werden. Im Gegenteil das bestaerkt Gold als Parallelwaehrung. Die Regieungen sitzen echt in der Patsche. Bei uns wurde sogar schon ueberlegt Gold wieder als offizielles Zahlungsmittel einzufuehren…. wurde aber wieder verworfen… wegen Deflationsgefahr und Angst vor auslaendischen Spekulanten. Aber wer weiss… vielleicht fuehrt da langfristig kein Weg vorbei… und wir haben eine ausreichend eigene Goldgewinnung um auch die Mengen zur Verfuegung zu stellen.
    Gruss aus Brasilien

    • @klaus Albert de Melanda
      Das ist, wie mir ein hoher Bankangestellter vor Jahren mal mitteile, auch der einzige Grund, weshalb alle Staaten und staatliche Notenbanken es nicht gerne sehen, dass Gold oder Waffen in Bürgers Hände gelangen.
      Und Gold ist so etwas wie eine Waffe, eine Finanz Waffe.
      Verstaubt In guten Zeiten im Waffenschrank oder Tresor und in schlechten Zeiten am Gürtel oder im Portmonet.
      Eigentlich traurig, im 21 Jahrhundert.Da sollte man all dies nicht mehr brauchen.
      Übrigens Gold: Der Bedarf wächst schneller als der Bedarf an Bitcoins, da die Weltbevölkerung rapide zunimmt und dank Globalisierung auch die besser situierten mehr werden. Und letztere setzen, wie Sie sagen, auch vermehrt auf Gold.

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