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Gefälschter Goldbarren sorgt in Kanada für Aufsehen

Schon seit mindestens 2014 bekannt: Gefälschte Goldbarren der Royal Canadian Mint zu 1 Unze (Foto: Aurotest.de)

In Kanada ist ein gefälschter Goldbarren der Royal Canadian Mint aufgetaucht. Händler und Prägeanstalt rätseln, denn das Falschgold wurde offensichtlich am Bankschalter verkauft.

Gefälschte Goldmünzen und Goldbarren sind seit geraumer Zeit in Umlauf, auch solche von hoher Qualität. Erst im September berichtete  Goldreporter über ein steigendes Aufkommen von Falschgold (Achtung Falschgold! Auch Banken lassen sich täuschen).

In Kanada wundert man sich derzeit über einen gefälschten Goldbarren, der bei einem Juwelier in Ottawa aufgetaucht ist. Es handelt sich um einen 1-Unzen-Goldbarren mit dem Stempel der Royal Canadian Mint. In einem Bericht von CBC News heißt es dazu: „Die Royal Canadian Mint ermittelt, wie ein eingeschweißter Barren mit der Aufschrift „Reines Gold“ und sauberem Stempel der Prägeanstalt tatsächlich falsch sein kann“.

Tests hätten ergeben, dass der Barren womöglich gar kein Gold enthalte und nur mit Gold überzogen sei. Der Juwelier hatte die Fälschung mit der Säuremethoden entlarvt. Hiermit lässt sich die Oberfläche auf den Goldgehalt hin untersuchen. In Kanada fürchte man nun, dass es sich bei dem Falschgold nicht um ein Einzelstück handelt. Und diese Befürchtung ist berechtigt.

Denn die beschriebene Fälschung eines Royal-Canadian-Mint-Unzen-Goldbarren ist hierzulande seit mindestens 2014 bekannt. Wir haben die Goldfälschung bereits in unserer seinerzeit erstmals erschienenen Sonderpublikation „Der Falschgold-Report“ aufgeführt. Dort erklären wir auch, wie man auch gute Fälschungen erkennen und meiden kann.

Im CBC-News-Bericht wird der Finanz-Professor William Rentz zu dem Fall befragt. Der sagt: „Ein Geldfälscher stellt nicht nur eine falsche 50-Dollar-Note her. Die machen eine ganze Menge davon. Also nehme ich an, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist“.

Heikel ist allerdings die Information, dass der Käufer des Goldbarrens das Stück angeblich bei einer Filiale der Royal Bank of Canada erworben hat. Die Bank hat den gefälschten Goldbarren vom Kunden zurückgenommen, den Kaufbetrag von 1.680 CAN$ erstattet und die Nachahmung an die Royal Canadian Mint zur eingehenden Untersuchung weitergeleitet.

Der Fall scheint einmal mehr zu zeigen, wie ahnungslos die Branche in großen Teilen in Sachen Falschgold agiert. In Deutschland haben sich die Edelmetallhändler mittlerweile gut gegen Fälschungen gerüstet. Wie unserer Artikel vom September zeigt, besteht allerdings ein erhöhtes Risiko beim Kauf über Banken und natürlich beim Erwerb von Edelmetall über private Handelsplattformen (z.B. Ebay).

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Eingetragen von am 31. Okt. 2017. gespeichert unter Gold, Goldbarren, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

26 Kommentare für “Gefälschter Goldbarren sorgt in Kanada für Aufsehen”

  1. Ach her je, ganz was neues… Goldbarren werden gefälscht! Wer traut sich denn sowas???

  2. Die Bank hat den Goldbarren angekauft und 1680 CAN$ dafür bezahlt. Erst danach hat man die Echtheit überprüft.
    Wer hätte gedacht, dass man auch Banken betrügen kann. Eine ganz neue Erkenntis !

  3. Philis ,nur Philis kaufen .

  4. Geblisterte Barren sind kritisch.
    Öffnet man den Blister, ist mit einem Wertverlust zu rechnen.
    Es hat überhaupt keinen Sinn, Gold im Blister zu kaufen. Auch andere Produkte wie Diamanten oder Briefmarken im Blister sind gefährlich, da eine Echtheitsprüfung sich schwieriger gestaltet.
    Und wie @conny völlig richtig anmerkt, der Philhsrmonika ist sehr schwer zu fälschen und blistern kann man ihn auch selber.

    • Hallo Taipan, blister hin oder ich bin überzeugt dass ein „Kenner“ einen falschen Goldbarren auf den ersten Blick erkennt. Genauso wie bei einer gefälschten Rolex, ein echter freak sieht sofort das eine 10k Uhr eine andere Qualität hat als eine billige China Replika.

    • So kritisch wie das Fachwissen einiger hier.

      Versuch es mal, mit na` Magnetwaage.

      Blister hin oder her …

      • @ex
        Eine Magnetwaage geht natürlich auch mit Blister, unter der Voraussetzung,
        dass im Blister nicht eventuell ein stark diamagnetisches Material drinnen ist, Graphit zum Beispiel könnte man darunter packen.
        Ansonsten ist das Fachwissen der meisten Goldanleger hier ganz ausgezeichnet und um Lichtjahre besser als so mancher Bänker und Anlageberater.Was Gold und Silber betrift, allemal.

  5. Welche Farbe hat eigentlich Wolfram, kann man das erkennen, wenn man die dünne Goldschicht abkratzt? Und wie sieht ein Kratzer auf purem Gold aus, ist der Kratzer golden oder schwarz?Welche Farbe haben Gussblässchen im Gold? Hat das schon mal jemand gesehen?

    • Wolfram ist paramagnetisch und Gold diamagnetisch – also Veränderungen der Induktivität einer Spule in unmittelbarer Nähe des Prüflings messen! Weitere Frage erübrügen sich somit!

      • @Frosch
        Eine Messung des magnetischen Differenzgewichtes mit einer Magnetwaage (z.B. ATS 300 MW) kann auch der technische Laie einfach durchführen und diese ist sehr empfindlich auf Wolfram hinter Vergoldungen und innerhalb von Kunststoffblistern bzw. sie ist auch empfindlich auf unerwünschte paramagnetische Verunreinigungen (meist Eisen) in Feingold-/Feinsilber-Barren aber eben auch für Goldmünzen (inkl. 22-karätige Goldmünzen: Krügerrand, American Eagle sowie 900er Goldmünzen).

      • @Frosch
        Das eine ist der Magnetissmus und das andere die Leitfähigkeit.
        Für die magnetischen Tests benötigen Sie die Waage und für die Leitfähigkeit die Wirbelstromspule.Selber bauen geht ja noch, aber Sie müssen diese dann kalibrieren, mit einer Vergleichsmünze.
        Leitfähigkeits Messgeräte für feste Stoffe sind teuer.
        Rechnen Sie mit einigen tausen Euro.
        Es gibt zwar einen Cointester auf dieser Basis
        um etwa 1200 Euro, aber damit habe ich keine Erfahrung
        https://www.gold-analytix.de/en-uk/goldscreencard-gold-coin-tester

    • @silbereule
      Reines Wolfram ist dunkelglänzend.
      Schwer zu bekommen.Fakemünzen aus Wolfram gibt es ebenfalls schwierig zu erlangen. Trotz Bemühungen habe ich bis heute keine vernünftige ergattern können.
      Wie Aurotest richtig anmerkt, die einzig preiswerte, leicht durchführbare und sichere Methode ist die Magnetwaage.Wirbelstromgeräte sind sehr teuer und mit Ultraschall braucht man Erfahrung.
      Die preiswerten Geräte sind etwas funmelig in der Bedienung, dazu kommt, dass bei Münzen ein Relief die plane Auflage des Messkopfes behindert und so manche Barren unterschiedlich dick sind.
      Heisst, die sind in der Mitte dünner als am Rand.
      Ich halte die Magnetwaage für das geeignetse Gerät.
      Der Preis von 800 Euro ust angemessen, erhält man eine empfindliche Waage samt Zubehör.
      Vielleicht legt Aurotest auch eine Wolframmünze zur Waage bei, damit man üben kann.
      Ich kann jedenfalls sagen, dass, wenn man 10 Maples übereinander gestapelt auf einmal auf die Magnetwaage legt und es ist nur einer darunter falsch, das Gerät anzeigt.
      Natürlich muss der falsche aus Wolfram sein und nicht aus etwas anderem.
      Das würde aber auffallen, da dann das Gewicht oder die Maße unstimmig sind.
      Geschickte Bastler können sich allerdings auch eine selbst anfertigen.

      • @Taipan
        Ich erinnere mich an eine Begebenheit, als die Amerikaner vor dreieinhalb Jahren die Goldreserven der Ukraine plünderten. Es muß ein Mitarbeiter der Staatsbank in Kiew selbst gewesen sein, der das getan hat. Als man die Barren abtransportierte, wurde festgestellt, daß zwei von ihnen aus Blei sind, jemand hatte sie einfach mit Goldfarbe überpinselt. Glücklicher Halunke! Denn – ganz ehrlich – ich gönne die zwei Barren lieber dem, als den Amis.

      • @Taipan
        Wolfram ist dunkelgrau glänzend.
        100% Wolfram ist ganz leicht als Schweisselektrode zu bekommen, Kennfarbe ist grün, Qualität nach EN 26 848. Gibt es in unterschiedlichen Durchmessern.

        • @Huene
          Danke für den Hinweis.
          Schweisselektroden nehme ich als radioaktives Testmaterial.
          Da ist Thorium drinnen.
          Natürlich auch Wolfram. Ist mir entgangen.
          Asche auf mein Haupt.
          Wofram bekommt man auch als Schmuck oder als Ringe.
          Ideal wären zum Testen Ronden in etwa der Grösse eines Maple Leaf oder ein kleiner Barren.
          Ich habe so einen kleinen Barren 3x1x2 cm, war schon teuer genug. 60 Euro, wenn ich mich erinnere.
          Da sind Inertgas Elektroden wahrscheinlich billiger.

    • @Silbereule

      Wie @Taipan schon beschrieb: dunkelgrau.

      Wolfram: siehe

      Bild 1 und
      Bild 2; (Goldbarren „Deutsches Reich, Baujahr 1942“).

      Kratzer im Goldbarren:
      die Gold-Oberfläche eines „echten“ Goldbarrens ist (bei Zimmer-Temperatur) derart ‚weich‘, daß man mit einem Fingernagel ohne Probleme eine Furche hineinziehen kann.

      Der „Kratzer“ bleibt golden.
      Weil „außerirdisch“ gut und unerreicht.

      Erfahrung aus dem „richtigen Leben“:

      „Habe kürzlich ein paar 250g Goldbarren verkauft.
      Die waren rundherum verkratzt, weil mein Jüngster sie so gerne als Bauklötzchen benutzt. (weil die so schön glänzen).
      Es gab keinen Preisabschlag – normaler Ankaufspreis.
      Gold ist Gold.“

      • @Golminer was meinst sind viele solcher falscher Goldbarren mit Wolfram im Umlauf?

        • @sauriger
          http://viewzone2.com/fakegoldx.html
          Zitat: (Chinese) officials were shocked to learn that the bars were fake. They contained cores of tungsten with only an outer coating of real gold. What’s more, these gold bars, containing serial numbers for tracking, originated in the US and had been stored in Fort Knox for years. There were reportedly between 5,600 to 5,700 bars, weighing 400 oz. each, in the shipment!

          Dazu weiter: What the Chinese uncovered:
          Roughly 15 years ago — during the Clinton Administration [think Robert Rubin, Sir Alan Greenspan and Lawrence Summers] — between 1.3 and 1.5 million 400 oz tungsten blanks were allegedly manufactured by a very high-end, sophisticated refiner in the USA [more than 16 Thousand metric tonnes]. Subsequently, 640,000 of these tungsten blanks received their gold plating and WERE shipped to Ft. Knox and remain there to this day. According to the Chinese investigation, the balance of this 1.3 million to 1.5 million 400 oz tungsten cache was also gold plated and then allegedly „sold“ into the international market. Apparently, the global market is literally „stuffed full of 400 oz salted bars“. Perhaps as much as 600-billion dollars worth.

          Kurzum, die Ermittler aus China gehen davon aus, daß 1,3-1,5 Mio. mit Gold überzogene Wolfram-Barrenkerne in die ganze Welt verkauft wurden. Als 400-Unzen-Standard-Barren. Als böse Überraschungs-Eier.

        • @sauriger

          Das …kann ich Dir leider nicht beantworten.

          Ich befürchte jedoch, daß die Fälschungen zunehmen, wenn der Goldpreis weiter steigen sollte.
          In dem Link von @0177translator (viewzone2…) ist die Rede von 640.000 Wolfram-Barren (in Fort Knox).

          Übrigens: wie groß das Vertrauen der Deutschen Bundesbank in die Qualität der Goldbarren ist, welche von der New Yorker Fed im Rahmen der „Repatriierung“ dt. Goldreserven nach mehreren Jahren nach Frankfurt geschickt wurden, kann man aus der BuBa-Forderung an die Fed erkennen, daß alle „alten deutschen Goldbarren“ vor dem Versand eingeschmolzen …und mit neuen Serien-Nummern versehen wurden.

          • @ Goldminer die ganzen Seriösen Händler werden die Barren aber schon prüfen die sie ankaufen!?

            • @sauriger

              Jeder „seriöse/zertifizierte“ EM-Händler wird die Ware beim Ankauf prüfen – alles andere wäre ein blamables Eigentor.

              Wer dennoch den „besonderen Kick“ sucht, kauft und verkauft bei eBay… natürlich ohne Konsequenzen.

              (für den Verkäufer).

  6. Das Ganze fällt bei mir unter die Rubrik „Goldbashing“, fehlt nur noch der Hinweis, mit Bitcoin wäre das nicht passiert. Wir haben halt ein psychologisches Goldverbot, es gab auf Goldseiten heute wieder einige negative Meldungen, die geben das halt ungefiltert weiter.

  7. @Taipan
    Reine WIG Wolframelektroden sind Thoriumfrei (EN 26 848)
    Ein Stab mit DM 3,2mm x 175mm lang, wiegt ca. 26,6 Gramm.
    Preis ca. 4,50 Euro
    Dein Preis ist 6,- pro 1cm³
    WIG Elektrode hat ca. 1,4 cm³

  8. @Taipan
    Korrigiere, dein Preis ist 10,- Euro pro 1cm³

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