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Gold, Silber, Öl: Markt-Interventionen immer deutlicher

Unsichtbare Strippenzieher manipulieren die Preise (Foto: AGphotographer - Fotolia)

Die Edelmetallpreise fielen im gestrigen Tagesverlauf so stark wie seit 6 Wochen nicht mehr. Der Goldkurs „drohte“ auszubrechen. Konkrete Interventionen auf Schlüsselmärkten werden immer offensichtlicher. Die Investoren reagieren nervös.

Die schlechten Nachrichten aus den USA halten an: Weder der Hausmarkt (weiter fallende Preise) noch der Arbeitsmarkt (erneut mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) erholen sich. Die Parlamentarier in den Vereinigten Staaten müssen sich bald auf die Anhebung der staatlichen Schuldenobergrenze einigen. Sonst droht der Staatsbankrott. Die amerikanische Notenbank hat in dieser Woche zudem die US-Wachstumsprognose für das kommende Jahr gesenkt. Dennoch wird die Fed in wenigen Tagen den Aufkauf von US-Staatsanleihen (QE2) beenden.

Seltsame Ölschwemme
In diesem Umfeld kam es am gestrigen Donnerstag zu überraschenden Ereignissen auf den Finanzmärkten. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat angekündigt, Ölreserven ihrer Mitgliedstaaten teilweise auf den Markt zu werfen. Beobachter sahen diese Maßnahme mit Verwunderung, denn von Ölknappheit kann derzeit kaum die Rede sein. Die verhaltenen Konjunkturprognosen für die USA und auch China deuten ohnehin auf eine geringere Nachfrage hin. Der Ölpreis ging nach Bekanntwerden der Meldung auf Tauchkurs und auch die Edelmetallpreise kamen stark unter Druck.

Kaschierte Inflation?
Immer deutlicher wird, dass staatliche oder halbstaatliche Marktinterventionen, die auf dem Devisenmarkt von jeher üblich sind, nun immer offener auch auf andere Schlüsselmärkte ausgedehnt werden. Da die Energiepreise bedeutenden Einfluss auf die offiziellen Inflationsraten haben, hilft ein deutlich sinkender Ölpreis den Geldpolitikern und Regierungen dabei, die weltweit fortschreitende Geldwertvernichtung zu kaschieren. Eine Folge der ausufernden Defizit-Politik.

Gold und Silber gedrückt
Dass im gleichen Zuge Goldpreis und Silberpreis sinken, erscheint nur allzu logisch. Zufall, dass der Goldpreis gerade vor dem Ausbruch stand? (Goldreporter berichtete). Hinweise auf eine direkte Manipulation der Edelmetallpreise sind vor diesem Hintergrund nicht nur wahrscheinlich. Sie können im Umfeld horrender Staatsdefizite mittlerweile als bedeutendes politisches Instrument zur kurzfristigen „Marktberuhigung“ angesehen werden. So fiel der Goldpreis gestern am Terminmarkt (Lieferung im August) um 32,90 Dollar auf 1.520,50 Dollar. Ein Minus von 2,1 Prozent. Das war der größte Tagesverlust seit sechs Wochen. Silber gab 4,9 Prozent nach und sank auf 34,96 Dollar. Der größte Kurssturz seit dem 16 Mai 2011. Dem Abwärtstrend folgten zudem sämtliche Industriemetalle.

Märkte nervös
Die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten dokumentiert eine große Verunsicherung der Akteure. Das zeigt sich auch im Euro-Dollar-Verhältnis.  Je nach Nachrichtenlage kommt es kurzfristig immer wieder zu erheblichen Kursschwankungen. Der wahre Wert der beiden „Weltleitwährungen“ lässt sich dagegen an den Kosten für reale Güter ablesen: Gold, Silber, Industriemetalle und natürlich Öl sind die offensichtlichsten Indikatoren dafür, dass es dem rein auf Vertrauen basierenden Papiergeldsystem langsam an den Kragen geht.

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Eingetragen von am 24. Jun. 2011. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Marktkommentare, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

7 Kommentare für “Gold, Silber, Öl: Markt-Interventionen immer deutlicher”

  1. Und je offensichtlicher diese Markteingriffe werden, umso mehr werden sie zu Käufen genutzt. Man erreicht damit genau das Gegenteil des Erwünschten, nämlich den gandenlosen Abverkauf der abbrennenden Papierwährungen. Rette sich wer kann, denn noch geht es, wie lange noch weiss man nicht…

    0
  2. Helmut Josef Weber

    Ich denke, das Großkapital will sich mit Edelmetallen eindecken, bevor die Papier-Versprechen ungültig werden.
    Genauer gesagt die Leute, die über die Macht verfügen den Edelmetallpreis nach unten zu prügeln.
    Macht ja nichts; wer noch einige bunte Zettel von Euch über hat, sollte sie jetzt auch in Unzen eintauschen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    0
  3. Ich weiss nicht. Für das Big Money spielt es kaum eine Rolle, ob die 1500 oder 2000 für eine Unze bezahlen, die haben genug. Die muss man auch eher vom Metall fern halten, weil wenn wirklich grosse Vermögen umschichten, kann der Preis nicht mehr kontrolliert werden und bricht alternativlos aus. Und dann werden die ganzen Schlafmichels wach und merken auch, das irgendwas nicht stimmt.

    0
  4. Kritik an die VfS, (Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland Franz-Zebisch-Str. 15, 92626 Weiden.

    Seit Anfang Jan. 2009 bin ich mit einem Abo bei der VfS dabei.
    Für die Goldmünze ( 20 Euro) Eiche- Ausgabe 2010 bin ich mit
    zwei Exemplaren im Abo.
    Als diese Münze zur Auslieferung kam, teilte mir die VfS mit,
    dass zunächst nur eine Münze im Abo ausgeliefert wird.
    Begründung:
    Es sollen alle Abonnenten die Chance bekommen die 20 Euro Goldmünze
    zu erwerben. Aufgrund der geringen Auflage 200.000 Stck. ist eine Limitierung erforderlich.
    Es bestünde aber die Möglichkeit eine zweite Goldmünze zu bekommen.
    Wenn der eine oder andere Abonnent die Münze entweder ablehnt oder zurücksendet.
    Im Lotterieverfahren würde unter alle Abonnenten ausgelost , wer eine weitere Münze zusätzlich erhält.

    Es ist mir unverständlich, dass dieses Verfahren angewendet wird, mit der Begründung der geringen Auflage.

    Ein Blick bei eBay, viele Münzhändler bieten die 20 Euro Goldmünze
    (Ausgabe 2010) wie Sauerbier an.
    Restlos sprachlos war ich , als in unserer Tageszeitung Anzeigen erschienen,
    in dem die Supermärkte und Drogisten (Schlecker und Lidl ) die Münze zum freien Verkauf feilboten.
    In der Regel ist die Nachfrage größer als das Angebot, so dass jeder Besteller selten mehr als ein Exemplar erhält.
    Fragt man sich doch, wenn die Auflagenhöhe so gering ist, woher bekommen die genannten Supermärkte und Drogisten die Gold- Münzen ?.
    Mauschelt hier die VfS mit den Drogisten, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen?
    Der Gipfel ist allerdings erreicht, z. Zt. bieten Münzhändler aber auch private Personen bei eBay die neuste 20 Euro Goldmünze ( Ausgabe Buche) an,
    obwohl diese noch nicht einmal zur Auslieferung kamienen sind:

    10 x 20 Euro Gold „Deutscher Wald“ – Buche 2011
    NEU original VfS Position, Tageskurs 2.820,-

    5 X 20 EURO GOLD WALD BUCHE 2011 A D F G J KOMPLETTSATZ

    12X 20 EURO GOLDMÜNZE DEUTSCHER WALD 2011 BUCHE 999GOLD

    Diese Angebote bei eBay von professionellen Münzhändler beziehen sich nicht
    nur auf ein Exemplar der 20 Euro Goldmünze (Ausgabe Buche 2011) sondern an geboten werden ganze Sätze aus allen 5 Prägeanstalten ohne Begrenzung der Stückzahlen.

    Mein Abo hinsichtlich der Ausgabe ( Deutscher Wald Buche) bezieht sich auf zwei Exemplare.

    Bin gespannt, welche Ausrede diesmal der VfS einfällt, wenn ich wieder nur ein Exemplar der Gold- Münze erhalten.

    Gruß an die VfS.

    0
  5. Große Kontingente gehen an ausgewählte Großhändler, die die Ware weiterverticken. Der hohe Münzpreise waren bei der Eiche zum großen Teil künstlich durch die Einzelhändler gemacht. Da hat sich ein Sekundärmarkt etabliert, der nichts mehr mit der eigentlichen Nachfrage zu tun hat.

    0
  6. @Karl-Heinz Dorn

    „Restlos sprachlos war ich , als in unserer Tageszeitung Anzeigen erschienen,
    in dem die Supermärkte und Drogisten (Schlecker und Lidl ) die Münze zum freien Verkauf feilboten.“
    ———————————————
    Tja…so ist das nun einmal in der BRD-„Demokratie“, dem „Leuchtturm der Freiheit“ (ex-Ober-Sparkassenvorsteher Bundeshorst)…es gibt die GLEICHEN und die etwas GLEICHEREN…

    Auch sonst macht die Vorgehensweise der „VfS“ aber m.A.n. keinen Sinn: Denn die Großhändler und -Discounter werden wegen der großen, abgenommenen Mengen a Stück Münze geringere Preise an die „VfS“ zahlen als ein privater Sammler – somit wäre der Einzelverkauf an Private, der bei der relativ geringen Auflage kein zu großes, organisatorisches Problem darstellen sollte, für die „VfS“ gewiß lukrativer.

    Dies gesagt, ist der Kauf der Münze wegen des unverhältnismäßig hohen Aufpreises auf den reinen Goldwert ohnehin nur für Sammler interessant.

    Und ich würd mir ehedem keine Münze mit fetter BRD-Henne hinlegen, heute „das“ Symbol etatistischer Korruption im verfaulenden „EU“-Europa – dann schon lieber 20 Goldmark aus dem Kaiserreich, wenn es denn schon Münze sein muß.

    0
  7. Von Hans-Werner Sinn und Timo Wollmershäuser:
    Die Target-Salden der GIPS-Länder (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) betrugen 314 Milliarden Euro im März 2011. Sie messen das Zusatzgeld, das ihre Notenbanken über das Maß hinaus verliehen haben, das für die eigene, innere Geldversorgung benötigt wurde. Das zusätzliche Geld wurde von den GIPS-Ländern verwendet, um einen Nettozufluss von Gütern und Vermögensobjekten wie Firmen, Aktien, Staatspapieren oder auch nur Bankforderungstiteln zu bezahlen.
    http://www.jjahnke.net/sinn%20euro.PDF

    Man braucht kein Orakel oder irgendwelche Charts um zu sehen, in welchem Zustand wir uns hier in Deutschland befinden. So wie die Verschuldung exponentiell zunimmt, so nimmt auch der Wert des Goldes in gleichem Maße zu.

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