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Goldproduzenten sehen keinen Grund zur Preisabsicherung

Goldbarren in Rohform (Foto: Rand Refinery)

Goldminen könnten heute künftige Produktion zu Garantiepreisen verkaufen, sie rechnen aber mit höheren Kursen in Zukunft.

Auch im dritten Quartal 2013 haben Goldminenbetreiber Vorwärtsverkäufe aufgelöst und damit auf einen steigenden Goldpreis gesetzt. Das De-Hedging wurde allerdings nur noch in relativ geringem Umfang betrieben.

Mit Vorwärtsverkäufen können sich Betreiber von Goldminen Erträge aus zukünftiger Förderung zu Garantiepreisen sichern. Der Fachbegriff lautet Hedging. Der Nachteil: Die in der Regel börsennotierten Unternehmen und deren Aktionäre profitieren in geringerem Maße von steigenden Edelmetallpreisen, wenn sich der Markt positiv entwickelt.

Die schwache Goldpreis-Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren hat in der Goldindustrie die Frage nach der verstärkten Wiederaufnahme dieses Sicherungs-Instrument aufgeworfen. Insbesondere die großen Bullionbanken rieten den Goldminenbetreibern – möglicherweise aus nicht ganz uneigennützigen Gründen – zu Hedging künftigen Outputs: Goldman Sachs rät Goldproduzenten zu Vorwärtsverkäufen.

Wie allerdings der aktuelle Hedging-Report von Société Générale/Thomson Reuters GFMS zeigt, sind die Goldproduzenten diesem Rat nicht gefolgt. Die Gold-Unternehmen betrieben auch im dritten Quartal 2013 De-Hedging, und zwar im Umfang von 6 Tonnen. Das heißt, sie haben entsprechende Mengen an Gold am Markt gekauft, um bestehende Terminverkäufe glattzustellen.

Anhaltend positive Goldpreis-Effekte aus dem De-Hedging sind in den kommenden Monaten aber nicht mehr zu erwarten. Die Summe der ausstehenden Hedging-Positionen („Global Hedgebook“) ist weltweit auf nur noch 92 Tonnen geschrumpft. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 verzeichnete die Goldindustrie Hedging-Positionen im Rekordumfang von 3.000 Tonnen.

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Eingetragen von am 28. Jan. 2014. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “Goldproduzenten sehen keinen Grund zur Preisabsicherung”

  1. Wieso schwächelt denn Gold und Silber so plötzlich, obwohl
    die heutigen US-Marktdaten so enttäuschend ausgefallen sind?

    „In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im
    Dezember überraschend und deutlich um 4,3 Prozent gefallen.
    Zudem sind die Aufträge im Vormonat nicht so stark gestiegen
    wie ursprünglich gemeldet.“

    Ach so – das letzte FED-Meeting für Ben Bernanke hat begonnen,
    und traditionell werden zu Beginn ca. 4000 Goldpapier-Kontrakte
    an der COMEX „verscherbelt“, um dem Lungenkranken US-Dollar
    etwas Luft zu verschaffen?

    Kann die FED jetzt erneut „Tapern“ (Anleihekäufe um weitere
    10 Mrd. USD reduzieren)?

    Die Analysten der großen US-Banken (Uncle Bens ziemlich beste
    Freunde) betonen unisono daß weiter „getapert“ wird, ohne
    Rücksicht auf die empörten Gekkos an den weltweiten
    Aktien-Börsen.
    Ist der kommende Crash gewollt?
    http://www.fuw.ch/article/das-fed-wird-trotz-marktturbulenzen-am-tapering-festhalten/

    Damit die Broker am Donnerstag-Morgen nicht die Einzigen sind,
    die sich ziemlich verwundert am Börsenboden die Augen reiben,
    wird man die EM-Preise kurz vor Bekanntgabe des FED-Protokolles
    erneut am Mittwochabend um 20-30 USD „in den Keller schicken.
    Die Papiergold-Munition liegt bereit, und die „Dicke Bertha“ ist
    justiert und geölt…
    Ein Hoch auf die Freien Märkte.

    0
    • Weil wenn immer das logischste passieren würde, wäre Börse doch zu einfach.
      Apple hat gestern auch die Erwartungen übertroffen und ist heute -8% runter.

      0
    • @Watchdog

      Das Problem der Edelmetaller liegt heute meiner Ansicht nach bei den bislang recht geringen Volumina.

      Grüße
      AE-35

      0
  2. anaconda taucht die nächsten 3 Wochen ab.Falls sich jemand wundert.Falls sich jemand fragt, wo den um Gottes willen schon wieder: anaconda taucht bei Castro ab,in der Nähe von Guantanamo,damit es nicht so langweilig wird.Dort sollen die Haie größer sein.
    Kein Internet verfügbar,definitv nicht,ließ ich mir sagen.Castro weiß schon, was gut ist.
    Viele Grüße an alle und laßt euch nicht unterkriegen.

    0
    • anaconda:
      Danke für das Info. Schöne Ferien.

      0
    • Hallo Anaconda,

      was meinen Sie eigntlich mit „lasst euch nicht unterkriegen“, Sie selbst tauchen doch ab, ist das nicht „Land unter?“,
      wenn der Hai gross genug ist machen Sie einfach einen kleinen Ausflug zu mir,aber BITTE aufpassen, manche sollen etwas bissig sein“

      Wuensche allzeit eine gute Mahlzeit im Hotel und einen wunderbaren Urlaub!

      Peter

      0
  3. Sorry, in dem Artikel stimmt es nicht: „und damit auf einen steigenden Goldpreis gesetzt.“

    Hedging setzt nicht definitionsgemäß auf steigende Preise sondern ist nur ein Verfahren zur Preisabsicherung. So ist es durchaus möglich, dass Preisabsicherungsgeschäfte zu einem niedrigeren Level als heute besteht abgeschlossen werden.

    Also: nicht durch „steigenden Goldpreis“ leichtsinnig werden lassen. Eines ist allerdings auch klar: alle Goldminenbetreiber fahren derzeit Kostensenkungsprogramme, um bei weiter fallendem Goldpreis noch rentabel arbeiten zu können; man bereitet sich also auf jede Marktentwicklung vor.

    0
  4. Die US-Mint, welche die Silber-und Gold-Eagle-Münzen über Händler verkauft, braucht sicher kein „Hedging“:
    2014 American Silber Eagles werden „rationiert“.
    Nach dem Verkaufsstart der US-Silver Eagles für 2014 werden wegen Silbermangel die Verkäufe an Händler rationiert; am ersten Handelstag waren bereits 3,180,500 Münzen des Wochenpensums von 3,575,000 Silberunzen ausverkauft.
    http://www.coinnews.net/2014/01/13/american-silver-eagle-limited-in-sales-start/
    Die Minenbetreiber sprechen offen von „Economic Shortage“ (sh. Wikipedia) :

    „An economic shortage is a disparity between the amount demanded for a product or service and the amount supplied in a market. Specifically, a shortage occurs when there is excess demand; therefore, it is the opposite of a surplus.
    … Sometimes, however, external forces cause more permanent shortages—in other words, there is something preventing prices from rising or otherwise keeping supply and demand balanced.“

    Wer ist „something“? Das US-Schatzamt, siehe den Artikel „The US Mint Fraud“
    http://www.roadtoroota.com/public/330.cfm

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