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Kann Gold zur Lösung der Euro-Krise beitragen?

Der WGC-Vorschlag: Gold als Sicherheit für Käufer von Staatsanleihen.

Der World Gold Council hat einen Beitrag veröffentlicht, der Gold als Hilfsmittel zur Bewältigung der Euro-Schuldenkrise vorschlägt. Doch die Sache hat einen Haken.

„Die Länder der Euro-Zone besitzen 10.000 Tonnen Gold. Einer der Gründe dafür, Gold zu kaufen: Es ist eine Versicherung, um es in Krisenzeiten verwenden zu können. Und die Zeit ist nun gekommen“, erklärt die Sprecherin in einem Videobeitrag, den der World Gold Council (WGC) auf seiner Internetseite veröffentlicht hat. Der Vorschlag: Staaten wie Portugal, Spanien, Griechenland, Italien und Irland könnten ihre Staatsanleihen teilweise mit Gold absichern.

Gold sei in der Vergangenheit vielfach erfolgreich auf Staatsebene als Sicherheit eingesetzt worden und werde nun auch im privaten Sektor vermehrt als Pfand zugelassen. „Gold ist die ideale Form der Sicherheit, weil es kein Kreditausfallrisiko besitzt“, heißt es in dem Bericht weiter.

Man schätze, dass die Renditen der betroffenen Staatsanleihen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden könnten, wenn man die Bonds zu 20 Prozent mit Gold absichern würde. Das könne den Staaten riesige Summen an Finanzierungskosten ersparen.

Unser Kommentar: Schöne Idee, aber keine Lösung des Staatsschuldenproblems. Denn die Höhe der Gesamtverschuldung wird dadurch nicht verringert. In letzter Konsequenz bedeutet dies aber andererseits, dass das Gold der Schuldnerstaaten – die früher oder später doch insolvent werden – auf die Seite der Banken und Gläubiger wechselt. Aufgrund fehlender unabhängiger Prüfungen und zweifelhafter Bestände – die Goldreserven des Euro-Systems werden in der Position „Gold und Goldforderungen“ zusammengefasst – ist zudem ungewiss, ob das angesprochene Gold überhaupt zur Verfügung steht.

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Eingetragen von am 21. Aug. 2012. gespeichert unter Banken, Europa, Gold, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “Kann Gold zur Lösung der Euro-Krise beitragen?”

  1. Eine wunderbare Eigenschaft von Gold ist eben, dass man es nicht unbedingt verkaufen muss um Liquidität zu erlangen – es reicht schon wenn man es als Pfand für die Kapitalbeschaffung hinterlegt.

    Die Idee ist trotzdem riskant, da ja der Goldpreis fallen könnte und damit die Papier ungedeckt wären. Dasselbe Problem hatten ja Amerikaner ja mit den Hypotheken auf Immobilien.

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  2. Nein, Gold verhindert auch nicht Schuldenmachen. Man verschuldet sich dann eben in Gold.
    Zum Schuldenmachen gehören aber immer 2, der Schuldner und der Gläubiger. Und wenn die sich einig sind, werden Schulden gemacht.
    Natürlich wird Gold nicht verkauft, wie Prophet das völlig richtig sagt. Es wird hinterlegt.So machen es die Zentralbanken seit Jahrzehnten.Und die rechnen lediglich in Tonnen und nicht zum momentanen Dollarpreis.

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    • Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, dann begünstigt Gold sogar das Schulden machen. Ich denke mal, dass die Großinvestoren in Amerikanische Staatsanleihen (Banken, Pensionsfonds, ehemals Pimco,…) bereit sind eben diese Anleihen trotz Schuldenkrise so niedrig verzinst kaufen, weil in Amerika ja einiges an Sachwerte vorhanden sind. So wie man in Griechenland nun Häfen und anderes nationales Gut verkaufen möchte um die Schulden zu tilgen, so könnten die Amerikaner theoretisch ihre 8000 Tonnen Gold, ihre Flugzeugträger, Bohrlizenzen, … verkaufen. Insofern ist die Tatsache, dass das Gold da ist (nach öffentlichen Angaben) ein für Investoren gutes Argument an die Bonität der USA zu glauben.

      Ich persönlich würde diese Treasury- Bonds nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, weil die Amerikaner niemals ihr nationales Gut an seine Gläubiger verkaufen würde. Als ob USA seine Flugzeugträger und Goldvorräte an China verkaufen würde! ;-) Die Amerikaner würden viel eher die Währung stark inflationieren oder einfach gar nichts machen – dann müssten die Gläubiger sich das Gold mit Gewalt holen, was sie nicht tun werden. Das hat ja 1971 schon einmal geklappt, als die Amerikaner pauschal jeden Dollar- Besitzer beschissen haben.

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  3. Diese Pleitestaaten bekommen jetzt den EURO
    ohne jegliche Sachwertabsicherung.
    Nur Finnland war so schlau sich seine Hilfszusagen abzusichern.
    Die dummen Deutschen bezahlen ohne Absicherungen.
    Da wäre eine teilweise Absicherung mit Immobilien , Land und Gold
    schon mal ein erster Schritt.
    Dann würden die Griechen sofort aus dem Euro aussteigen .

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