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Spielraum für Gold und Silber: US-Banken bauen Short-Positionen ab

Die im amerikanischen Futures-Handel stark dominanten US-Banken haben Anfang Januar einiges an Short-Positionen glattgestellt.

Vier US-Banken hielten an der Comex per 8. Januar 2013 gemeinsam 117.414 Short-Kontrakte auf Gold. Sie haben somit Gold im Umfang von 365 Tonnen auf Termin verkauft. Gegenüber dem Vormonat verringerten sich ihre Short-Positionen um 18,57 Prozent. Die Institute waren netto 82.204 Kontrakte short. Der Wert lag damit sogar 22,7 Prozent unter dem Vormonat.

Insgesamt wurden an der Comex mit 441.304 Kontrakten (Summe aller Kontrakte = Open Interest ) 1,59 Prozent mehr Futures-Verträge  gehandelt als Anfang Dezember 2012. Mit ihren Short-Kontrakten repräsentierten die vier US-Banken 26,6 Prozent des Open Interest (Vormonat: 33,20 Prozent).

Die Short-Kontrakte auf Silber in Händen von US-Banken sanken um 15,7 Prozent auf 33.903 Kontrakte. Die Geldhäuser waren netto 32.236 Silber-Kontrakte short (-19,2 Prozent).

Die Erfahrung zeigt, dass Gold- und Silberpreis meist dann stärker unter Druck gerät, wenn die US-Banken an der Comex hohe Short-Positionen aufgebaut haben. Die Logik dahinter: Um im Bullenmarkt Verluste einzugrenzen, müssen die großen Händler regelmäßig ihre Short-Positionen glattstellen. Dazu werden in der Regel größere Korrekturen genutzt.

Dass die Banken diese Korrekturen auch selbst einleiten, ist Gegenstand begründeter Spekulationen. So gesehen wäre auf Basis der vorliegenden Daten wieder etwas Spielraum nach oben für die Edelmetallpreise.

Hintergrund

Short- und Long-Position werden auf dem Terminmarkt als zwei Seiten eines Kontraktes gezählt. Entscheidend für die Bezeichnung „long“ oder „short“ aus Sicht des jeweiligen Händlers ist, wer den Handel initiiert hat. Alle laufenden Kontrakte an der COMEX bezeichnet man als Open Interest.

 

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Eingetragen von am 14. Jan. 2013. gespeichert unter Gold, Goldpreis, News, Silber, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Spielraum für Gold und Silber: US-Banken bauen Short-Positionen ab”

  1. Was würde eigentlich passieren, sollte der Goldpreis auf die besagten 50.000 $
    schießen, habe ich mal gefragt. Und ich meine, es würde keine Sau interessieren, weil 90 % der Bürger eh keine Beziehung zum Gold haben und es industriell auch nicht unbedingt notwendig ist. Genausowenig, wie es interssiert, was der Hope Diamant jetzt kostet. (100 Mio oder wer weis das ?). Würden jetzt die 10 % herlaufen und ihr Gold verkaufen ? Sicherlich nicht, den mancher würde seinen Schatz froh im Tresor lassen und sich darüber freuen.Oder werden etwa die Kronjuwelen jenden Monat verkauft ? oder der besagte Diamant. ?
    Die einzige Einschränkung ist, dass Gold immer noch als Währungsreserve herhalten muss, d.h. Es muss bei einem Währungscrash für Fremdwährung bei einer ausländischen Bank hinterlegt werden und zwar sofort. Das ist auch letztlich der Grund, weshalb deutsches Gold in den USA, in London und in der Schweiz lagert.Streuen nennt man das sehr richtig.Wenn der Euro crasht, braucht man sofort Dollars und die bekommt man nur, wenn man sofort Gold in den USA anbietet.Gut,wenn dieses nicht erst dorthin gekarrt werden muss.
    Und da jede Nation Angst vor einem Crash hat, ist man sich international sehr einig über den Goldpreis, kann man sich wohl denken.

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    • Nur ein sehr kleiner Kreis von Leuten kennt sich überhaupt mit Edelmetallen aus und ist in Edelmetallen investiert. Selbst unter denen, die investiert sind, besitzt nur der harte Kern physisches Metall. Die anderen hocken alle auf leeren Papierversprechen. Die Masse hat keinen Schimmer von Gold oder Silber und der Mann auf der Straße weiß weder was die beiden Metalle wert sind, noch was überhaupt eine Unze ist.

      Wenn Gold irgendwann auf 50.000$ schnellt, dann wird die Masse plötzlich auf Biegen und Brechen in Gold und Silber reinwollen und sich um die letzten Krümel, die China nicht ergattern konnte, prügeln. Spätestens dann, wenn überall Goldverkaufsshops wie Pilze aus dem Boden schießen und sich vor den Edelmetallhändlern lange Schlangen bilden, sollten sich versierte Goldanleger ernsthafte Gedanken über einen Wechsel in eine andere Assetklasse machen.

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      • @Dreamer
        Ja,habe ich mir auch überlegt,doch in welche Assetklasse wechseln ? Grund und Boden vielleicht.Es ist halt die Frage,wodurch der Goldpreis so in die Höhe schießt ? Weil es eine Mega-Inflation oder einen Währungscrash gibt oder weil man aufhört,Gold zu drücken.Im ersterm Fall wird alles in Sachwerte drängen,ja,im Letzterem werden die Leute einfach bei den bisherigen Assets bleiben und die Goldliebhaber bei ihrem Gold.Dann ist halt Gold teurer geworden,ja,und ? Und Oma mit ihrer Goldkette eben wertvoller.Es dürfte hat nicht mehr als Währungsreserve dienen und auch nicht als Geldersatz.Dann,nur dann könnte man freiwillig den Goldpreis freigeben und den freien Märkten überlassen.In unserer Generation wird das jedoch nicht passieren,dazu ist der Vertrauensverlust der Menschen zum Geld viel zu groß geworden.Deshalb ist und bleibt Gold=Geld,den dummen Politikern sei Dank.

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        • @anaconda
          Ob und in welche Assetklasse man dann wechselt ist situationsabhängig. Jedenfalls kann ein Ausstiegsplan nicht schaden und man muß auch nicht auf auf einen Schlag komplett umsatteln. Vorzuziehen sind Assetklassen, deren Preisblasen wegen Überdehnung durch billigen Kredit bereits geplatzt sind. Sobald die Zinsen hochschiessen (und das werden sie bei einem Anleihencrash) dann platzen sie reihenweise und Unternehmen, Immobilien, Aktien, Anleihen sowie andere künstlich aufgepumpte Assets werden sehr billig zu haben sein. Man könnte es auch so machen, daß man 1/3 umwandelt, sobald eine Währungsreform stattgefunden hat, ein weiteres Drittel, sobald die Zinsen explodiert sind und das letzte Drittel könnte man als langfristige Sicherheit behalten.

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          • @dreamer
            Ja, danke.Gute Idee.Das platzen der Anleiheblase und Hochschiessen der Zinsen bedeutet aber, dass der Staat sofort pleite ist und in eine schwere Rezession rutscht.War es nicht Jimmy Carter, welcher in den USA die Zinsen auf 20% rauf ließ und der USA eine schwere Rezession bescherte und ihm die Wiederwahl vermasselte ? Bevor ein Staat pleite geht, wird er alle,aber auch wirklich alle Register ziehen und die Verantwortung auf den Bürger abwälzen.
            Ich hoffe nicht, dass soetwas passiert.Verlieren werden dann alle.Mein Vater sagte mal zu mir, „Gold ist eine Versicherung, kaufe sie und hoffe, dass Du sie nie brauchst, genauso, wie du auch nicht auf einen Unfall hoffst trotz deiner Unfall-Versicherung“ .Heute bin ich der Meinung, dass Gold auch eine Anlage-Klasse (Asset) ist und das ist mir lieber.
            Lieber eine leichte Steigerung beim Goldpreis über die Jahre, als ein totaler Währungscrash oder eine Zusammenbrechen der Strukturen.

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