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Gold lagern

Freistehender Tresor (Foto: Burgwächter)

Wenn man Goldmünzen, Goldbarren oder Silber erworben hat, dann stellt sich automatisch die Frage nach der sicheren Lagerung des Edelmetalls.

Sie können ein Schließfach bei einer Bank mieten oder Ihren Schatz im Garten vergraben. Wer beiden Lagermethoden für Gold nicht traut oder die Miet- und Versicherungskosten für eine externe Gold-Lagerung scheut, für den kommt eigentlich nur noch die Anschaffung eines Tresors in Frage, um sein Gold und Silber zu Hause gegen Diebstahl zu sichern.

An dieser Stelle erhalten Sie Tipps und Informationen für die Anschaffung von Geldschränken und Tresoren zur Lagerung Ihrer Gold- und Silber-Bestände.

Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.

Sicherer mit Tresor
Wenn Sie Ihre Werte zu Hause aufbewahren möchten, aber keinen Tresor verwenden, dann kann die Versicherung im Verlustfall (Diebstahl/Zerstörung) die Zahlung verweigern … sofern sie ungesicherte Werte überhaupt versichert. Beachten Sie in den Verträgen zu Ihrer Hausratsversicherung deshalb stets das Kleingedruckte. Häufig sind dort Passagen, wie diese zu finden:
“Wertgegenstände fallen nur dann unter den Versicherungsschutz, wenn Sie in einem dem Wert der Sache entsprechenden `Wertbehältnis´ aufbewahrt werden.”

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Normen-Wirrwar
Bei der Suche nach dem geeigneten Tresor stößt man sofort auf eine verwirrende Vielfalt an Normen. Diese Normen sind jedoch die Basis für die Ermittlung des passenden Versicherungsschutzes. Welche Werte durch eine Versicherung gedeckt sind, hängt davon ab, welche Sicherheitsstufe (Einbruchsicherheit) und welchen Widerstandsgrad (Brandschutz) dem Tresor zugeordnet sind.
Dass Ihr Tresor der jeweiligen Norm entspricht, sollte unbedingt durch die Plakette eines zugelassenen, zertifizierten Instituts (meist an Innenseite der Tresortür) dokumentiert sein.

Nachfolgend betrachten wir nur deutsche und europäische Standards. International stößt man darüber hinaus auf unzählige Produkte und Normen, die von den Versicherungen nicht anerkannt werden.

TRESORE

1. Tresor-Typen
Man unterscheidet drei grundsätzliche Arten von Tresoren, je nach der Art wie die “Schatzkammer” zu Hause installiert ist:
– Wandtresor
– Möbeleinbautresor
– feststehender Tresor (Wertschutzschrank/Panzerschrank)

Darüber hinaus gibt es noch Tresor-Räume (Vaults), wie sie in größeren Banken zu finden sind.


2. Sicherheitsstufen (Einbruchsicherheit)
Wenn Sie sich entschieden haben, wie Sie den Tresor unterbringen wollen, dann gilt es, die Sicherheitsstufe zu bestimmen.

Man unterscheidet (nachfolgend bei der geringsten Sicherheitsstufe beginnend):
Stahlschrank
Wertschutzschrank
Panzergeldschrank

Devise: Je höher der Wert der verwahrten Gegenstände, desto höher muss die Sicherheitsstufe des Tresors sein, will man einen adäquaten Versicherungsschutz genießen.

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 Normen
In Deutschland werden die Sicherheitsstufen nach den Normen von zwei Institutionen bestimmt: VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) und VdS (Verband der Schadenversicherer Schadenverhütung GmbH). Außerdem gibt es die europäische Norm nach EN 1143-1 und EN 14450.

Hinweis: Per 31. Dezember 2003 wurde das Einheitsblatt VDMA 24992 vom VDMA ersatzlos zurückgezogen. Man erkannte damit an,  dass die Anforderderungen der Sicherheitsstufen A und B (VDMA 24992, vom Mai 1995) nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

Versicherungsgrenzen
Die folgenden Zeichnungsgrenzen (Höchstgrenzen für die Entschädigung beim Schadensfall) gelten als Richtlinie. Einzelheiten müssen Sie jeweils mit Ihrem Versicherer absprechen.
Anmerkung: Bei der Verwendung einer Alarmanlage (EMA = Einbruchmeldeanlage) verdoppeln sich die jeweiligen Versicherungssummen.

Sicherheitsstufen nach VDMA

AusführungSicherheitsstufe (VDMA)Richtlinie für Versicherungssumme bei privater Verwendung
Einwandiger StahlschrankA (alte Norm von 1995)bis 2.500 Euro
Mehrwandiger StahlschrankB (alte Norm von 1995)bis 2.500 Euro (bis 40.000 Euro ab 200 kg Schrankgewicht)
WertschutzschrankC1 F RAL-627bis 20.000 Euro
WertschutzschrankC2 F RAL-RGbis 50.000 Euro
PanzergeldschrankD 10 RAL-RG 626/10bis 100.000 Euro
PanzergeldschrankD 20 RAL-RG 621/20bis 150.000 Euro

Sicherheitsstufen nach VdS

VdS-Norm (auch EN-1143-1) / EN 14450Richtlinie für Versicherungssumme bei privater Verwendung
S1 (EN 14450)bis ca. 5.000 Euro
S2 (EN 14450)bis ca. 20.000 Euro
Klasse 0/Nbis ca. 40.000 Euro
Klasse Ibis ca. 65.000 Euro
Klasse IIbis ca. 100.000 Euro
Klasse IIIbis ca. 200.000 Euro
Klasse IVbis ca. 400.000 Euro
Klasse Vnach Absprache

Darüber hinaus gibt es weitere Sicherheitsstufen für noch größere Werte. Diese höheren Versicherungssummen müssen Sie dann jeweils individuell mit Ihrem Sachversicherer abklären.

3. Widerstandsgrad (Feuersicherheit)
Alle mehrwandigen Tresore weisen einen gewissen Feuerschutz auf, dennoch sollte man auch hier beim Kauf auf anerkannte Normen achten. Die Prüfung auf Brandfestigkeit erfolgt unabhängig von der Sicherheitsprüfung und wird auch durch eine separate Prüfplakette dokumentiert. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Frage, wie lange Papier (Dokumente, Geldscheine) und andere Sachwerte (Disketten, CDs, Film-Negative etc.) bei einem Brand im Tresor unbeschädigt bleiben.

Prüfverfahren
Nach VDMA-Norm 24991 wird bei Temperaturen von 1000 Grad Celsius für die Dauer von 60 Minuten (S60) oder 120 Minuten (S120) getestet. Gegenstand der Prüfung ist auch der Sturz des heißen Tresors aus einer Höhe von zirka 9 Metern.

TresorbezeichnungGüteklasseDokumenten-Art
DokumentenschrankS 60 Pfür Papier
DokumentenschrankS 120 Pfür Papier
DatenschrankS 60 Disfür Datenträger u.ä.
DatenschrankS 120 Disfür Datenträger u.ä.

Erklärung: Güteklasse S 120 P bedeutet z.B., dass Papier in diesem Tresor im Brandfall für eine Dauer von 120 Minuten geschützt ist.

KAUFENTSCHEIDUNG

Nach der Fülle an Informationen und Normen hier nun eine kleine Praxis-Übung.

Beispiel
Angenommen, Sie besitzen physisches Gold im Wert von 45.000 Euro und haben vor, einen Tresor zu kaufen, in dem Sie auch Verträge, Daten-DVDs, Policen und andere Dokumenten in Aktenordnern sicher verstauen möchten. In diesem Fall sollten Sie sich nach einem Wertschutzschrank umschauen, der die Norm C2 F RAL-RG oder VdS/EN Klasse I erfüllt (Einbruchsicherheit) und einen Widerstandsgrad der Güteklasse S 120 Dis (oder S 60 Dis, wenn Sie Geld sparen möchten) aufweist.

Es bleibt Ihnen dann selbst überlassen, ob Sie einen Tresor zum Einbau in eine Betonwand oder als allein stehenden Tresor bevorzugen.

Verschluss-System

Mechanische Schlüsselschließung oder elektronisches Zahlenschloss? Wenn Sie sich für ein Schlüsselsystem entscheiden, müssen Sie sich Gedanken um dessen Verwahrung machen. Den Zahlencode könnten Einbrecher Ihnen im schlimmsten Fall mit Gewalt entlocken.

Gewicht
Je höher das Eigengewicht des Tresors, desto schwerer haben es Diebe, den Schrank aus der Wohnung zu schleppen. Auch die Versicherer honorieren die Unbeweglichkeit von Geldschränken. Aber trägt Ihre Betondecke auch das Gewicht eines 400-Kilo-Monstrums?

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