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US-Banken erhalten „Hilfe“ beim Gold und Silber shorten

Die amerikanische Warenterminmarktaufsicht meldet für Anfang November einen nur moderat zunehmenden Handel mit Gold- und Silber-Futures. Auffällig ist allerdings, dass nicht-amerikanische Banken ihre Wetten auf fallende Edelmetallkurse deutlich aufgestockt haben, während US-Banken sich diskret zurückhielten.

Anfang November haben nicht in den USA ansässige Banken am Terminmarkt über Futures umgerechnet 144 Tonnen Gold verkauft. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einer Zunahme um 33 Prozent. Diese Institute trugen wesentlich dazu bei, dass alle Banken gemeinsam (innerhalb und außerhalb der USA) die Summe der an der COMEX gehandelten Short-Positionen auf den Rekordwert von 189.960 Kontrakten trieben. Das entspricht einer Menge von 590 Tonnen auf Termin verkauften Goldes.

US-Banken
Die fünf US-Banken (im Vormonat waren es nur 4) bauten ihre Gold-Shorts um geradezu moderate 10,4 Prozent gegenüber Anfang Oktober aus. Der Open Interest – also die Summe alle an der COMEX gehandelten Futures auf Gold – stieg nur leicht um 0,2 Prozent. Mit insgesamt 618.381 Kontrakten reicht das dennoch  für einen neuen Allzeitrekord. Wir betrachten hier nur den monatlichen Bank Participation Report der Commodity Futures Trading Commission (CFTC).

Erkenntnis: Die US-Banken lassen es trotz des deutlich gestiegenen Goldpreises etwas langsamer am Terminmarkt angehen und haben ihre Short-Aktivitäten nicht aggressiv ausgeweitet. Dafür lassen sie sich beim Short Selling quasi von Banken außerhalb der Vereinigten Staaten unter die Arme greifen.

US-Banken haben ihre Gold-Shorts trotz der steigenden Edelmetallkurse nicht aggressiv ausgeweitet. Vor Monaten sah das noch anders aus.

Silber
Interessant ist auch der Blick auf den Silberhandel an der COMEX. JP Morgan Chase & Co. sowie HSBC müssen sich ja nun wegen Vorwürfen der Silberpreis-Manipulation (über den Terminhandel) vor Gericht verantworten.

Der Open Interest ist bei Silber Angang November nur leicht um 1,63 Prozent gestiegen. Die Anzahl der von US-Banken gehaltenen Shorts am Futures-Markt  ist mit  30.760 Kontrakten lediglich um 338 Kontrakte (+1,1%) gestiegen. Dagegen haben Nicht-US-Banken ihr Short-Engagement bei Silber nahezu verdoppelt. Von 2.926 Kontrakten (454 Tonnen) Anfang Oktober auf 5.776 Kontrakte (898 Tonnen) Anfang November.

Fazit
JP Morgan ist bekanntermaßen der mit Abstand größte Player im Termingeschäft mit Edelmetallen. Die Bank hat ihre Short-Positionen am Terminmarkt nicht oder nur unwesentlich ausgebaut, obwohl der Silberpreis förmlich explodiert ist und der Goldpreis stramm weiter Richtung Norden marschiert. Nicht-US-Banken haben ihre Short-Wetten dagegen drastisch raufgefahren. Eine weitere US-Bank stieg in den Futures-Handel ein (Die Namen werden nie genannt). Eine interessante Entwicklung, die durchaus „bullish“ für die Edelmetalle zu interpretieren ist. Denn selbst vereinte Kräfte am Terminmarkt können den Kursanstieg von Gold und Silber scheinbar nicht mehr verhindern.

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Eingetragen von am 9. Nov. 2010. gespeichert unter Banken, Gold, Hintergrund, Marktdaten, News, Silber, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “US-Banken erhalten „Hilfe“ beim Gold und Silber shorten”

  1. Natürlich wirds „bullish“ !
    Die korrupen Player wissen auch warum……
    Wartet mal, was diesen Monat passiert !!!!

  2. Es gibt keine „Short-Futures-Kontrakte“ oder „Short-Kontrakte“. Es existieren nur „Kontrakte“. Und dort nimmt an entweder die Long- oder die Shortposition ein, d.h. man kauft oder man verkauft.

    • Richtig: Short- und Long-Position werden als zwei Seiten eines Kontraktes gezählt. Aber: Entscheidend für die Bezeichnung „long“ oder „short“ aus Sicht des jeweiligen Händlers ist, wer den Handel initiiert hat. Insofern kann man im übertragenen Sinne durchaus von Short-Kontrakten sprechen. Wir tun das, weil sich die Sätze ansonsten ultrakompliziert lesen. Es geht hier um die wesentliche Aussage.

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