Anzeige
|

US-Banken erhöhen Wetten gegen Gold und Silber um bis zu 24 Prozent

Schlechtes Omen für die Edelmetallpreise? Der aktuelle Report der amerikanischen Börsenaufsicht CFTC zeigt, dass große US-Banken wieder deutlich stärker auf einen fallenden Gold- und Silberpreise setzen.

Reger Futures-Handel an der US-Warenterminbörse Comex. US-Banken haben ihre Short-Positionen auf Gold Anfang Februar massiv aufgebaut. Per 07.02.2012 meldet die Aufsichtsbehörde CFTC im aktuellen Bank Participation Report Vorwärtsverkäufe im Umfang von rund 460 Tonnen Gold (148.308 Kontrakte á 100 Unzen). Gegenüber dem Vormonatsbericht entsprach dies einem Anstieg um 20 Prozent. Der Open Interest, also der Indikator für die gesamte Handelstätigkeit mit Gold-Futures, nahm um 3 Prozent auf 436.061 zu.

 

Noch stärker sind zuletzt die Short-Positionen auf Silber gestiegen. Für Anfang Februar wurden 22.283 Kontrakte gemeldet, mit denen US-Banken auf einen fallenden Silberpreis setzten. Das entspricht einem Äquivalent von 3.465 Tonnen und damit einem Zuwachs von 24 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Hintergrund: Ein Futures-Kontrakt besteht jeweils aus einer Short- und Long-Position, die von jeweils einer anderen Partei eingenommen wird. Wer „long“ und wer „short“ ist, hängt davon ab, wer den Handel initiiert hat.

Die US-Banken setzen auf dem Terminmarkt bei Gold und Silber seit mehreren Jahren sozusagen notorisch auf fallende Kurse (“short”). Steigt der Goldkurs (oder Silberkurs), so werden kontinuierlich Short-Positionen aufgebaut. Bei niedrigen Edelmetallpreisen werden Short-Positionen regelmäßig wieder eingedeckt.

In der Vergangenheit kam es dann in der Folge immer wieder zu einem deutlichen Anstieg des Goldpreises, wenn die Short-Positionen der US-Banken relativ niedrig waren. Die Kurse fielen oft, nachdem über mehrere Monate hinweg kontinuierlich Short-Positionen aufgebaut wurden.

Der Futures-Markt wird im Edelmetallsektor stark von wenigen großen Geldhäusern dominiert (vor allem von JP Morgan). Aktuell repräsentieren fünf US-Banken mit ihren Short-Positionen 34 Prozent des gesamten Gold-Futures-Handel an der COMEX.

Auf dem engen Edelmetall-Markt haben kapitalstarke Händler immer wieder gute Chancen, den Goldpreis kurzfristig in ihrem Sinne zu lenken.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Verwandte Artikel:

  1. US-Banken verkaufen wieder mehr Gold und Silber auf Termin
  2. US-Banken decken sich am Terminmarkt mit Gold ein
  3. Terminmarkt: US-Banken verkaufen weniger Gold aber deutlich mehr Silber
  4. US-Banken verkaufen wieder mehr Silber auf Termin
  5. US-Banken stemmen sich gegen Goldpreisanstieg

Short URL: http://www.goldreporter.de/?p=18838

Eingetragen von am 11. Feb. 2012. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können auf diesen Eintrag antworten oder ihn verfolgen

Antworten

*

Zuletzt kommentiert

  • Rosaliusz: Nearco – vergesse diese Berechnung. OK? Sie widerspricht der Realität in gleich zwei Punkten. In...
  • Nearco: Der Gold- und der Silbermarkt sind kleine Märkte verglichen mit den Aktien-, Immobilien- und Anleihe- ( =...
  • Nearco: Die Dödels allerorten wissen das nicht. Die kaufen am Freitag Facebook – Aktien zum Stückpreis von 34...
  • Nearco: Paulson und Soros wissen eben, wie der Hase läuft. Die kaufen zu einem Durchschnittskurs von 1.650 USD in...
  • anaconda: @Immobilienblogger Es gibt eine Studie der National Geographic, dass mit den heute zur Verfügung stehenden...