Anzeige
|

US-Banken haben Wetten über 236 Billionen Dollar laufen

US-Geschäftsbanken meldeten im zweiten Quartal Derivate-Positionen im Nominalwert von 236 Billionen US-Dollar. Wehe, hier geht etwas schief.

Warren Buffet nannte sie einmal finanzielle Massenvernichtungswaffen. Derivate sind nichts anderes als Wettscheine, die zwischen zwei Parteien ausgehandelt werden. Dazu gehören Optionen, Swaps und anderer Termingeschäfte, die in der Regel außerhalb der Börsen (OTC) und damit unkontrolliert von den Aufsichtsbehörden abgeschlossen werden.

Einmal im Quartal müssen die US-Geschäftsbanken gegenüber der Börsenaufsicht OCC (Office of the Comptroller of the Currency) ihre Derivate-Positionen melden. Im zweiten Quartal 2014 wiesen diese Institute Derivate im Nominalvolumen von 236,78 Billionen („Trillions“) aus. Gegenüber dem Vorquartal stieg dieser Wert um 6,15 Billionen Dollar oder 2,6 Prozent an. Wichtig: Diese Daten umfassen nur Positionen von US-Geschäftsbanken und Sparkassen, die über die US-Einlagenversicherung registriert sind. Hedgefonds werden hier nicht berücksichtigt.

Die mit Abstand gehandelten Derivate waren Zinskontrakte mit einem Nominalvolumen von 191,55 Billionen Dollar und einem Anteil von 81 Prozent am Gesamtvolumen.

US Derivate Q214

US-Derivate-Markt seit 2000 (jeweils Q4-Volumina plus Q1/Q2 2014). Quelle: OCC

 

Der größte US-Derivate-Händler bleibt JP Morgan. Der Bankenriese alleine hat Derivate im Nominalvolumen von 68,15 Billionen US-Dollar in den Büchern. Und: Dieser Wert übersteigt die Vermögenswerte von JP Morgan um das 34-fache. Die Bilanzsumme der Investmentbank umfasste zuletzt ziemlich genau 2 Billionen US-Dollar.

US Derivate Q214 Banken

Rangliste der größten Derivate-Händler der USA per 30. Juni 2014 (Quelle: OCC).

 

Auf den Plätzen zwei, drei und vier folgen Citibank ($ 61,07 Bill.), Goldman Sachs ($ 53,02 Bill) und Bank of America ($ 36,78 Bill.). Auf den nachfolgenden Rängen nimmt das Derivate-Volumen deutlich ab. Die Top-4-Banken repräsentieren damit 92 Prozent des gesamten US-Derivate-Marktes.

Anhand dieser Zahlen wird die Dimension für den Fall ersichtlich, sollte eines dieser Institute ihren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Seit dem Jahr 2000 gab es ein gigantisches Wachstum des US-Derivatemarktes. Das Nominalvolumen hat sich seither mehr als vervierfacht.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!


Gefälschte Goldmünzen sicher erkennen: Der Falschgold-Report

Keine Chance für Sondengänger: Gold vergraben, aber richtig!

Short URL: http://www.goldreporter.de/?p=45609

Eingetragen von am 15. Okt. 2014. gespeichert unter Banken, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

13 Kommentare für “US-Banken haben Wetten über 236 Billionen Dollar laufen”

  1. Nimmt man die „Deutsche Bank“ in diesen Derivate-Top-Ten-Vergleich mit auf, besetzt sie Platz 1 mit 54 Billionen Euro = 82 Bill. USD.
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/18116-deutsche-bank-54-billionen-derivate

    0
    • @Goldminer
      Offenbar ist das noch nicht alles. Denn vor kurzem hat man beschlossen, dass Derivate auch abgewickelt werden können.So mancher Investor in Derivate könnte ich dann verwundert die Augen reiben.Zwar gewonnen, aber es nützt nichts, weil nichts ausbezahlt wird.

      0
  2. Können die Banken mit der Derivate/Wette, keine schwarzen Zahlen schreiben?

    0
  3. Das weltweite BIP betrug 2013 rund 75 Billionen $ und US-Banken halten Derivate für 236 Billionen $. Das ist mehr als das Dreifache was alle Länder dieser Welt an Waren und Dienstleistungen produzieren. Weltweit werden Derivate-Positionen für rund 640 Billionen $ gehalten. Der Finanzsektor ist die moderne Geißel der Menschheit.

    0
  4. Sinnfreies Zahlenspiel. Mit den Derivate-Positionen der US-Geschäftsbanken könnte man beim aktuellen Goldkurs die gesamte weltweite Goldförderung für die nächsten 2.537 Jahre kaufen.

    0
  5. mal eine Frage, aus welchem Grund könnten die Derivate platzen und was passiert dann? Wie schlimm kann das werden?

    0
    • @hanny
      Das reißt alle Finanzinstitute den Bach runter.Stellen sie sich vor, Sie haben eine Hausratsversicherung auf Kredit teuer abgeschlossen, das Haus ebenfalls finanziert und es brennt ab und die Versicherung zahlt nicht,da pleite.Dann sind Sie ruiniert.
      Banken sichern ihre Geschäfte (Zockereien) mit Derivaten ab.Fallen die aus,steht die Bank nackt da.
      Sie sind Goldhändler und müssen Gold kaufen.Gegen fallende Preise sichern Sie sich mit put Optionen ab.Der Goldpreis fällt, Sie wollen den Verlust über die Optionsscheine, die dann fällig werden ausgleichen und ups, die sind pleite. Dann haben Sie 2 fach verloren.Das Geld für den Schein und tragen den Verlust mein Metall.
      Derivate sind nichts weiter, als Versicherungsscheine.Sie können sich gegen höhere Preise aber auch gegen niedrigere Preise einer Ware versichern.
      Niemand aber zwingt Sie, die Ware tatsächlich auch zu haben.Das ist das Dilemma.Wie wenn Sie eine Feuerversicherung abschließen, ohne dass sie selbst ein Haus haben.Sie schließen die einfach auf das Gebäude der Asylbewerber ab und hoffen (wetten) das bei denen der Gaskocher explodiert.Diesen Schein können sie auch noch weiterverkaufen, mit Gewinn. Vielleicht an einen Bewerber selbst und der wieder an einen anderen. ? Wenn es dann brennt, sind Sie aus dem Schneider, da nun niemand wer weiß, wer den Schein hat und das Geld der Versicherung kassiert
      Sie könnten auch das Haus mieten (leihen), es verkaufen und wenn es abgebrannt ist, billig zurückkaufen (die Ruine) und dann dem Vermieter zurückgeben. Der kann sich nicht dagegen wehren, da der Zustand des Hauses belanglos ist.(Bei Aktien geschieht das).
      Sie mieten (leihen) Aktien, verkaufen diese und kaufen die dann bei niedrigerem Preis zurück und geben sie dem Verleiher (Bank) wieder.Falls der Preis nicht fällt, sichern Sie sich mit einem Versicherungsschein gegen steigende Preise ab.Die Bank gegen fallende Preise.
      Wenn jetzt die Versicherung pleite geht und die Preise steigen, haben Sie ein Problem.Sie können die Aktien nicht zurückkaufen, der Verleiher, die Bank,bekommt ihr Eigentum nicht wieder und geht auch pleite usw.Warum kann die Versicherung pleite gehen ?
      weil sie mehr Versicherungen verkauft, als Aktien vorhanden sind.Sie stellt also mehr Versicherungsscheine aus, als Häuser vorhanden sind.Wenn das eine Haus (Wert 1 Million) brennt, kommen nun 100 Leute an und wollen alle die Million für das Haus.Die Versicherung muss nun 100 Millionen bezahlen.
      Das Ganze ist ein riesen Betrugssystem, ein Schneeballsystem.

      0
      • vielen Dank für die Erklärung, mit einem Satz, sollte einer auf den verkehrten Kopf drücken ist es weltweit aus oder besser gesagt das Ende

        0
        • @hanny
          Da das ganze System von Menschenhand gemacht, ließe es sich wieder reparieren, vorausgesetzt, alle ziehen an einem Strang.Letztlich sitzen ja alle in einem Boot und wenn einer schaukelt, kippt das ganze Boot.

          0
  6. Nun werden wir mal sehen, wie die USA die Leitzinsen ob dieser berauschenden Wirtschaftdaten anheben wird.(Die wahrscheinlich auch noch nach oben geschönt sind).Meine Meinung: Die werden ganz schnell die Anleihekäufe wieder ausdehnen und die Zinsen auf negativ senken.Derweil schon egal und töter als tot geht nicht.Die US Wirtschaft ist tot und unsere töter. Das ist ein Fakt.Jede andere Behauptung ist Leichenschändung.

    0
    • @anaconda
      Diesen Monat laufen die letzten QE3-Anleihenaufkäufe der Rothschild-Privatbank FED aus.
      Vielleicht sehen wir jetzt schon die Billigstgeld-Entzugserscheinungen bei den Wallstreet-Wölfen?
      Ich wette auch auf QEx und ZIRP (0-Zinspolitik) bis 2017, falls es die Wallstreet dann noch gibt.

      Bereits vor Börsen-Eröffnung in den USA hagelte es grottenschlechte Wirtschaftsnachrichten aus der Bankster-Metropole New York:

      – der US-Einzelhandel,
      – der Empire State Index (Stimmungsbarometer in der Industrie),
      – die Zinsen für ALLE US-Staatsanleihen,

      fallen unerwartet stark zurück,

      die Prognosen für das US-BIP im 4. Quartal werden zurückgestuft.

      Kurz nach Eröffnung der US-Börsen folgen S&P500, NASDAQ, DOW und Eurostoxx den T-Bonds in den Keller.

      Das Kapital flüchtet massenweise: siehe rote Pfeile (5-jährige T-Bonds)

      http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2014/10/20141015_comp3.jpg
      Wo ist das Plunge Protection Team? Der Ausverkauf der T-Bonds hat begonnen.

      0
  7. WTF Chart Of The Day: Treasury Trading Edition
    http://www.zerohedge.com/news/2014-10-15/wtf-chart-day-treasury-trading-edition

    Non-Euro Bond Yields
    2 Year 5 Year 10 Year
    USA 0.3 -1.4% 1.31 -0.5% 2.1 +0.6%

    Das würde den riesen Verfall bei den Zinsen erklären. Eigentlich hatte ich das viel früher erwartet, da im €-Raum nichts zu holen gibt. Es könnte aber auch eine Verkaufsorder von Russland oder China sein. Vor kurzem hatten die Russen etwa 54 Milliarden verkauft.

    Putin Warns Of „Nuclear Power Consequences“ If Attempts To Blackmail Russia Don’t Stop

    Würde mich nicht wundern, wenn es nicht aus dieser Richtung kommt.

    Dallas Commissioners Will Declare State Of Disaster Tomorrow Over Ebola
    Ich denke eine Hanta Infektion hätte ähnlich Auswirkungen. War das nicht die Verwandte von Ebola, aber bereits vorhanden in der USA ?

    “Secret Scheme To Manipulate The Price Of Silver” – Lawsuits Against Banks Proceed
    http://www.maxkeiser.com/2014/10/secret-scheme-to-manipulate-the-price-of-silver-lawsuits-against-banks-proceed/
    First majestic has stopped selling silver. wonder why? ha.

    Die Silberminen haben aufgehört für den Preis physisches Silber zu liefern ! :-D :-D :-D

    0

.............................................

Premium Service

.............................................

Buch-Tipp

.............................................

Zuletzt kommentiert

  • Bernstein: Die Zentralbanken können nur wertloses bedrucktes Papier produzieren aber kein Physisches Gold. Um den...
  • Willy: Podiceps @ Man kann eigentlich nur mehr den Kopf schütteln , über so viel Frechheit von Brüssel . Man kann...
  • Alex: September könnte auch gut sein, für einen günstigen Goldkauf. Jedenfalls konnte ich letzten September Gold zu...
  • Ungläubiger Thomas: Na klar doch: die unedlen Metalle wie Aluminium, Kupfer, Blei, Nickel, Zink steigen heute wieder...
  • Podiceps cristatus: Die Tricks der Konsumgüterindustrie ? Gehen dem Goldreporter etwa die Themen aus? Was ist heute...
  • toto: @safir Die müssen das so schreiben,denn dafür werden die bezahlt.Die müssen auch die Umfragen so gestalten,dass...
  • Tron: @Materialist. Und ich schlafe erst seit drei Jahren sorgenlos. Und die Sorgenlosigkeit wächst wenn der...
  • materialist: Den Blödsinn dass Gold keine Krisenwährung ist kann man eigentlich niemanden erzählen,diese Aussage...
  • Tron: Unter 1300 wird eingekauft, was sonst. Und auch Mienen. Barrick hatte im Peak nach Brexit 20% plus kurzzeitig....
  • materialist: @Tron :Richtig,langfristig betrachtet (10-20)Jahre ist Gold unschlagbar und garantiert stressfreien...
...................................................................................................

Spezial-Reports von Goldreporter


▷ NEU Mit Gold sicher durch den Crash
...................................................................................................
▷ Altersvorsorge mit Gold
...................................................................................................
▷ Der Falschgold--Report
...................................................................................................
▷ Der Fed-Report
...................................................................................................
▷ Der Goldpreis-Report
...................................................................................................
▷ Gold vergraben, aber richtig!
...................................................................................................
▷ Handbuch Silber-Investment
...................................................................................................
▷ Historisches Gold als Geldanlage
...................................................................................................
▷ Investieren in Goldminen-Aktien
...................................................................................................
▷ Mit Gold durch den Zoll
...................................................................................................
▷ Spezial-Report Tresore!
...................................................................................................
▷ Strategien für Goldbesitzer
...................................................................................................
▷ Whisky als Geldanlage
...................................................................................................

Goldreporter-Newsletter