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US-Banken nutzten den Goldpreis-Einbruch zu Käufen

Anfang März haben die großen US-Banken am US-Terminmarkt den kurzfristigen Goldpreis-Rückgang genutzt, um Short-Wetten in erheblichem Umfang aus dem Markt zu nehmen.

Es ist immer das gleiche Spiel. Die großen amerikanischen Bullion-Banken halten am US-Terminmarkt seit geraumer Zeit beträchtliche Short-Positionen auf Gold und Silber, insbesondere JP Morgan und die US-Tochter der britischen HSBC. Der Umfang der Vorwärtsverkäufe schwankt, je nachdem, wie der Goldpreis sich entwickelt.

In Phasen steigender Gold-Notierungen werden die Wetten auf fallende Edelmetallpreise erhöht, brechen die Kursen ein, dann nehmen die Banken systematisch Geld aus dem Spiel und reduzieren ihre Short-Positionen.

Kurseinbruch Anfang März
Auch Anfang März war dieses Phänomen zu bobachten. Während der Goldpreis am 29. Februar im Vormittagsfixing noch auf dem Jahreshoch von 1.788 Dollar festgelegt wurde, waren es am Tag darauf knapp 4 Prozent weniger. In den folgenden Tagen kam der Goldpreis weiter unter Druck. Die Mainstream-Presse machte die Rede des Fed-Präsidenten Ben Bernanke für den Kursrutsch verantwortlich. Für andere waren es charttechnische Gründe, die den heftigen Rücksetzer verursachten. Bei einem solch starken Rücksetzer müssen ohnehin mehrere Faktoren gemeinsam auftreten. So oder so kamen die leichteren Gold-Notierungen den US-Banken gerade recht.

38 Tonnen Gold gekauft
Wie aus dem aktuellen Report der Börsenaufsicht CFTC hervorgeht, hielten vier US-Banken (Namen werden nicht genannt) am 6. März Short-Positionen in Form von Gold-Futures im Umfang von 423 Tonnen (136.017 Kontrakte á 100 Unzen). Gegenüber dem Vormonat reduzierten die Institute ihre Vorwärtsverkäufe am Futures-Markt damit um 8,3 Prozent oder umgerechnet 38 Tonnen. Das Ganze geschah in einem Umfeld steigender Handelsaktivitäten, denn der Open Interest (die Summe aller an der Comex gehaltenen Gold-Kontrakte) stieg um 1,6 Prozent.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der auf Gold lautenden Short-Positionen der US-Banken am US-Terminmarkt Comex.

 

Um Short-Positionen glattzustellen, müssen Händler eine Gegenposition aufbauen (Long-Kontrakt kaufen). Das tun sie idealerweise dann, wenn der Preis des Gutes gerade (stark) gefallen ist.

Höhere Terminverkäufe bei Silber
Wie ist die Lage auf dem Silber-Markt? Hier bauten die US-Banken Anfang März – anders als bei Gold – zusätzliche Short-Positionen auf. Von 22.283 Kontrakten (á  5.000 Unzen) stiegen die Short-Positionen auf Silber um 12,7 Prozent auf 25.133 Kontrakte, das entspricht  3.908 Tonnen Silber. Anders ausgedrückt:  Vier US-Banken hatten Anfang März Silberverkäufe im Umfang von annähernd  20 Prozent der gesamten weltweiten Jahresminenproduktion am US-Terminmarkt platziert.

Der aktuelle Level entspricht dem höchsten Niveau seit einem Jahr, wie aus der Grafik oben zu entnehmen ist. An der hohen Konzentration von Short-Positionen in den Büchern weniger US-Banken, ist die Marktmacht dieser Institute am Terminmarkt deutlich ablesbar. Bauen die Banken Short-Positionen in großem Umfang ab, so entsteht daraus häufig eine aussichtsreiche Basis für ansteigende Kurse in den Wochen danach. Auf die langfristige Entwicklung der Edelmetallpreise haben die Aktivitäten der US-Banken am Terminmarkt allerdings nur geringen Einfluss. Ansonsten wäre der Goldpreis seit dem Jahr 2001 nicht elf Jahre in Folge gestiegen.

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Eingetragen von am 12. Mrz. 2012. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “US-Banken nutzten den Goldpreis-Einbruch zu Käufen”

  1. Bei der Nachfrage nach dem Goldpreis für den Einkauf stelle ich kein sinken des Preises fest nur beim Verkauspreis stellt sich der Unterschied dar. Komisch daß die Ware immer einseitig gehandelt wird. Sollen die Händler doch auf ihren Unzen und Barren sitzen bleiben und es warm halten wie die Bruthenne das Ei.

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