Samstag,15.Juni 2024
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Überraschung: Dieses Land kaufte heimlich 30 Tonnen Gold

Die Goldreserven Libyens sind überraschend um 30 Tonnen angestiegen. Auch China und Indien kauften weiteres Gold. Aber es gab zuletzt auch Verkäufer.

Weltweite Goldreserven

Spannende Zahlen vom internationalen Goldmarkt. Der World Gold Council (WGC) hat neue Angaben zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Die Rangliste der größten nationalen Goldhalter zeigt in den überwiegenden Fällen die offiziellen Goldbestände der jeweiligen Länder per März 2024. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die bekannten Adressen sich auf nationaler Ebene weiter mit Gold eindecken. Und es gibt einige Überraschungen. Aber der Reihe nach.

Gold, Goldbarren, Goldreserven (Bild: Goldreporter)
Viele Länder, vor allem in der östlichen Hemisphäre, sichern ihre nationalen Reserven mit Gold ab und verabschieden sich von US-Dollar-Beständen. Nun wurde bekannt, dass Libyen im Juni 2023 30 Tonnen Gold gekauft hat (Bild: Goldreporter). 

China und Indien

Wie bereits vorab berichtet, legte die chinesische Zentralbank im März weitere 5 Tonnen Gold nach und hält nun offiziell 2.262,4 Tonnen Gold in ihren Reserven. Das Tempo der Goldkäufe hat mit dem gestiegenen Goldpreis aber etwas nachgelassen. Mehr dazu hier: So viel Gold hat China im März gekauft

Seit Jahresbeginn sind die chinesischen Goldreserven um 27 Tonnen angestiegen. Dagegen waren es im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt knapp 58 Tonnen.

Zuletzt hat auch Indien die Goldbestände weiter aufgestockt. Denn mit nun 822,1 Tonnen kamen 5,1 Tonnen hinzu, nach 5,5 Tonnen im Vormonat. Seit Jahresbeginn hat das Land 18,5 Tonnen Gold zugekauft.

Libyen kauft 30 Tonnen Gold

Und wie nun erst bekannt wurde, hat Libyen bereits im Juni 2023 30 Tonnen Gold zugekauft. Die Veränderung erscheint erst jetzt in der WGC-Liste. Aber auch aus offizieller Quelle kam die Meldung erst kürzlich, so dass auch die heimische Bevölkerung überrascht war. Nun besitzt das Land 146,7 Tonnen Gold.

Zu den nationalen Goldkäufern gehörte erneut auch Singapur. Denn mit 236,6 Tonnen liegt die aktuelle Buchungsmenge 4,5 Tonnen über Vormonat.

Türkei

Weiteren Zuwachs erhielt zudem das türkische Goldlager. Denn mit gemeldeten 570,3 Tonnen sind es nun 14,1 Tonnen mehr als im Vormonat. Diese Zahl umfasst ausschließlich die staatlichen Goldreserven. Dagegen enthalten die monatlichen Meldungen der Türkischen Zentralbank auch Edelmetall, das Geschäftsbanken bei ihr hinterlegt haben. Diese Menge belief sich zuletzt auf 766,36 Tonnen. Damit stieg der Wert dieser Bestände auf ein Allzeithoch (Goldreserven der Türkei erreichen Rekordwert).

Volatil sind nach wie vor die Goldreserven zweier ehemaliger Sowjet-Republiken. So sanken das gemeldete Inventar Usbekistans um 10,9 Tonnen auf 357,7 Tonnen. Dagegen hat Kasachstan 4,4 Tonnen addiert, mit nun 310,6 Tonnen.

Gold-Verkäufer aus Asien

Aber es gab auch größere Goldverkäufe in Fernost. Thailand hat laut WGC zuletzt 9,7 Tonnen Gold abgestoßen und besitzt jetzt noch 234,5 Tonnen des Edelmetalls. Außerdem reduzierte Jordanien seine Goldbestände um 3,7 Tonnen auf 66,7 Tonnen.

Europa

Auch zwei europäische Länder bauten in den vergangenen Jahren systematische ihre Goldreserven auf und haben nun kleinere Mengen hinzugekauft. In Polen kamen 1,2 Tonnen hinzu (nun 359,9 Tonnen) und Tschechien meldeten einen Anstieg um 1,6 Tonnen auf 35,6 Tonnen. Außerdem taucht Island mit 2 Tonnen erstmals in der Liste des World Gold Council auf.

Gold, Goldreserven, Länder, Tabelle, Staaten

Weitere Gold-Bestandsmeldungen

Darüber hinaus gab es eine Reihe zusätzlicher staatlicher Aktivitäten auf dem Goldmarkt. Hier weitere Veränderungen in der WGC-Liste mit weniger als einer Tonne gegenüber Vormonat:

  • Philippinen: +0,3 t
  • Ägypten: +0,3 t
  • Bangladesch: +0,2 t
  • Serbien: +0,2 t

Gesamte Goldreserven

Währenddessen werden die gesamten weltweiten Goldbestände vom World Gold Council nun mit 35.938,9 Tonnen angegeben. Das sind 37,3 Tonnen weniger als im WGC-Bericht des letzten Monats. Zu beachten gilt: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu gehören unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Grundsätzlich generiert der WGC die Zahlen über die offiziellen Meldungen der Zentralbanken, aber auch aus dem Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF).

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15 Kommentare

  1. „Und wie nun erst bekannt wurde, hat Libyen bereits im Juni 2023 30 Tonnen Gold zugekauft. Die Veränderung erscheint erst jetzt in der WGC-Liste.“

    Das heißt die Länder könnten praktisch viel mehr Gold kaufen ohne das der WGC oder sonst jemand davon Wind bekommt also im grunde ist die WGC Tabelle wertlos .

    • @ Blockbuster Da muss Libyen aber noch eine Weile kaufen bis sie die 190 t haben die sich nach der Ermordung Gaddafis ziemlioch schnell in Luft aufgeöst haben Das war auch so ein suboptimaler Coup des Friedensbündnis

  2. Und hier der gigatische Goldschatz in den deutschen Haushalten:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Goldschatz-der-Deutschen-schrumpft-article24922990.html
    Das schlummert er, ohne Zinsen, ohne Dividenden und unsozial dazu noch.
    Und Warren Buffet mag dieses Gold überhaupt nicht.
    Möchten nich so viele gerne kleine Buffets sein ?
    Also, weg mit dem Zeug, verkaufen an einen Dummen und mal wieder so richtig shoppen, Urlaub machen und auf den Putz hauen.
    (Und hinterher gibt es zur Not ja immer noch Bürgegeld, Mindestlohn und Wohngeld.)
    Und den angeblichen Fachkräftemangel.
    ( komisch nur, dass die Industrie ständig immense Gewinne vermeldet, auch wenn dort keiner mehr arbeitet).
    Maruti geht Tauchen.

    • Ich bin entsetzt. In der Tagesschau wurde offiziell berichtet das der Goldpreis auf einem Rekordhoch steht und sich seid 5 Jahren verdoppelt hat obwohl das Zeugs keine Zinsen oder Dividende abwirft… Es wurde darauf hin gewiesen das der Preis weiter steigen könnte. ( Wohl damit sich keiner wundert :D. ). Die Gründe wurden leider wie immer vergessen zu erwähnen ( Nur das es wohl eine beliebte Investition der Deutschen ist ).
      Bin gespannt was als erster eintrifft
      – Bankenkrise wegen Billanzfälschung bzw Verlust durch langfristige Staatsanleihen
      – Bankenkrise wegen Privaten Immobilienkrediten in astronomischer höhe für Häuser die jetzt nur noch die hälfte wert sind
      – Bankenkrise wegen Immobilienkrediten von Pleite gehenden Unternehmen.
      – Ausufernde Geldmengenausweitung wegen Überschuldung ohne entsprechende wachsende Wirtschaftleistung was zu derber Inflation führt.

      Oder ne Mischung aus allem.. Wer wettet mit?
      Ich bleib bei Minimum 3.000 zum Jahresende egal ob in Klo Dollar oder Schrott Teuro

      • @Marco,habe ich auch gesehen Börse im Ersten,lächerlich,ich hatte gehofft,das die Chinesen am Montag richtig gut Gold kaufen,leider nicht,deshalb meine Prognose max.2580 Dollar.

        • Warum sollten die Chinesen den Goldpreis stark pushen während sie noch über $770 Milliarden an US Schrottanleihen haben die sie loswerden wollen ? Wenn China noch viel physisches Gold kaufen möchte dann wäre es doch nicht intelligent schnell den Goldpreis zu pushen sondern lieber schrittweise um möglichst viel an günstigem Gold zu kommen ohne viel Wirbel darum zu machen .

      • @marco danke für die Information. Auch auf den Mainstreamseiten gab es gestern vier Goldartikel. Das ist ungewöhnlich und verdächtig, zumahl der Preis schon länger hoch steht. Sollen jetzt die Dummen reingelockt werden? Ich werde erstmal abwarten.

        • @Polo. Es ist nie die falsche Zeit in Gold zu investieren. Gold ist eine Wette gegen das Fiatgeld insbesondere den Euro. Die Wette kann man nur zu 100% gewinnen. Wichtig ist in regelmäßigen Abständen nach zu kaufen. Meine letzter Kauf war im Dezember genau vor dem Dipp nach Norden. Werde spätestens im August nachlegen, zu welchem Kurs ist mir dabei relativ egal.
          Geldmengenausweitung und abkackende Wirtschaft, gerade in Debilistan wird dem Schrotteuro weiter zusetzen und die Inflation weiter antreiben…

    • @Maruti,viel Spass beim Tauchen,schauen Sie auch mal im Mittelmeer nach ihrem Gold ob das noch da ist???

      • @excellent
        Nö, wenn es nicht mehr da wäre, käme es aufs Gleiche raus, also, wozu nachsehen ?.
        Und ausserdem könnte das beobachtet werden.
        Professionelle und amateurhafte Schatzsucher
        bewegen sich eher um Wracks und andere Artefakte und sind an Natur kaum interessiert.
        Deshalb wurde ein natürliches Versteck gewählt, in einer taucherisch uninteressanten Gegend.
        Keine Unterwasserkabel, keine kekannten Bodenschätze vorhanden, einfach im Nichts und da bleibt es auch, vorerst.
        Eine Suche und Bergung wäre für andere viel zu teuer und aufwändig, wegen des uninteressanten Zeugs und uninteressant bleibt es, vorerst.
        PS: falls Sie Gold vergraben, wählen Sie eine uninteressante Gegend aus, wo auch Spaziergänger nicht hinwandern, weil da nicht ist, was es zu sehen lohnt.

  3. Manchmal sollte man auch ältere Beiträge lesen. Der Goldreporter veröffentlichte im Februar 2019 einen Gastartikel von E.v.G.
    Ein Auszug daraus: “ De Gaulle war sich schon gegen Ende der 1960er sicher , dass die USA kein Gold mehr hatten. “ Passt nicht so ganz zu den o.g. 8133 To., der USA, wenn es nur ansatzweise stimmen sollte. War das der Grund, warum Frankreich seine Goldreserve in dieser Zeit so schnell zurückholte.

    • @Goldhase
      richtig, ich war 1960 mitten drinnen in diesem Theater.
      Frankreich, eine Atommacht und Austritt aus der Nato, orientierung zur Sovjetunion hin und das Gold.
      Uns, meinen Eltern und mir war richtig mulmig.
      Meine Mutter sagte nur, geht es jetzt wieder los ?
      Deutschland besetzt, Frankreich Richtung Osten, bleibt nur noch USA und UK gegen Sovjets und Frankreich.

      • @Maruti
        Ganz so krass habe ich es nicht erlebt. Aber woran liegt das Problem der Menschheit
        bis heute und unverändert: Curt Götz hat leider nie die Mikrobe der menschlichen Dummheit gefunden.

        • @Goldhase
          De Gaulle war nicht dumm, ein gewiefter General eben und mehrere Mordanschläge überlebt, trotz seiner fast 2 Meter Grösse.
          Der Hauptgrund war sicherlich die Goldbindung an den Dollar. Er wusste genau, dass der Dollar inflationiert wurde und nie und nimmer die US Goldbestände reichen würden, die Schulden mit Gold 1:1 zu decken, bei einem Unzenpreis von 40 Dollar.
          Und da der General noch die französische Flotte zur Abholung des Goldes schickte, stand ein Krieg vor der Tür. Der Franzmann und die Angelsachsen waren noch nie gut aufeinander zu sprechen, noch weniger als die Deutschen.
          Bei den Deutschen hat sich das geändert, bei den Angelsachsen jedoch bis heute nicht.
          Ein Krieg zwischen Frankreich und England / USA
          ist immer noch möglich. Nur, das hat keiner mehr von den Jüngeren auf dem Radar.

  4. Warum kaufen Zentralbanken denn Gold auf. Erstens weil sie wissen, dass ihr Geld bald nicht mal mehr das Papier Wert sind worauf es gedruckt ist. Zweitens kaufen sie Bestände auf damit die Privatpersonen immer weniger in der Lage sind ihr Vermögen noch entsprechend mit Gold abzusichern. Schon in Vergangenheit wollte kein Staat, dass Private Gold und Silber halten können. Goldverbot usw. Noch Fragen?

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