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US-Finanzminister prüft Gold in Fort Knox – ein bisschen!

Das U.S. Bullion Depository (Fort Knox) in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky (Foto: Cliff)

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat den amerikanischen Goldspeicher Fort Knox besucht. Das Gold sei sicher und vollständig vorhanden, wie er annehme. Seit 1974 habe kein Politiker den Standort mehr besucht.

Steven Mnuchin, ehemaliger Goldman-Sachs-Manager, früherer Hollywood-Filmproduzent und heutiger Finanzminister der Vereinigten Staaten, twitterte gestern aus Fort Knox. Oder zumindest kurz nachdem er den amerikanischen Goldspeicher nach einem Besuchstermin verlassen hatte.

„Froh, Gold ist sicher“, ließ er über den Kurzmitteilungsdienst verlauten. Dass das Edelmetall in der 1936 eingerichtete Festung bombensicher verwahrt ist, hat bislang auch niemand wirklich in Frage gestellt. Zweifel gab es jedoch immer wieder über die tatsächlichen Bestände, weil es viele Jahrzehnte keine unabhängige Prüfung der Lagerstätte gab.

„Ich nehme an, dass das Gold immer noch da ist. Es wäre wirklich ganz wie in einem Film, wenn ich da reinginge und es wäre kein Gold da“, so Mnuchin laut Bloomberg später vor Pressevertretern am Standort in Louisville (Kentucky).

In Fort Knox ist laut offiziellen Angaben der größte Teil der US-Goldreserven untergebracht. Laut dem jüngsten Statusbericht der US-Regierung befinden sich dort 147.341.858,382 Feinunzen. Das entspricht 4.582,85 Tonnen oder 56 Prozent der offiziellen amerikanischen Goldbestände.

Weitere Bestände liegen in

  • West Point (New York): 54.067.331,379 Unzen (1.681,68 Tonnen)
  • in Denver (Colorado): 43.853.707,279 (1.364,00 Tonnen)
  • in der Federal Reserve Bank of New York: 13.378.981,034 Unzen (416,13 Tonnen).

Wir addieren: 8.044,66 Tonnen. Zu den offiziell verfügbaren US-Goldreserven von 8.133,50 Tonnen ergibt sich damit eine Differenz von 88,84 Tonnen.

Dieses Gold ist in Form von Münzen, Münzrohlingen und anderen Goldprodukten des US-Finanzministerium bei der U.S. Mint eingetragen.

Nach seiner Stippvisite in Fort Knox stellte Steven Mnuchin außerdem noch fest: „Wir haben rund 200 Milliarden US-Dollar in Fort Knox“. Heute Vormittag lag der Marktwert mit einem Goldkurs von 1.284 US-Dollar bei genau 189.186.946.162,49 US-Dollar.

Und weiter: „Das letzte Mal, dass irgendjemand hier herkam um das Gold zu sehen, außer Mitarbeitern von Fort Knox, war im Jahr 1974 als der Kongress hier zu Besuch war. Und zum letzten Mal gezählt wurde es genaugenommen in 1953“.

Im Jahr 2012 hatten die Behörden die US-Goldreserven in Stichproben prüfen lassen (Goldreporter berichtete). Es wurden angeblich 350 Goldbarren ausgewählt und auch aufgebohrt, um die Reinheit des Goldes zu verfizieren. Das damalige Prüfpersonal: Etwa „ein halbes Dutzend“ Personen aus der Belegschaft von U.S. Mint, aus dem Büro des Generalinspektors des Schatzsamtes und der New York Fed. Beobachtet wurde die Aktion von Angestellten des Government Accountability Office, dem Prüfungsamt des US-Kongresses.

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Eingetragen von am 22. Aug. 2017. gespeichert unter Fed, Gold, Goldbarren, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

18 Kommentare für “US-Finanzminister prüft Gold in Fort Knox – ein bisschen!”

  1. Da kann ich nur zu sagen: The show must go on !
    Für mich ist dieser Besuch leider nicht aussagekräftig und daher Teil der Show.

    Grüße

    Pinocchio

    14+
    • @Pinocchio
      Solange keine tatsächlichen Beweise vorliegen, braucht man dem ganzen Gedöns auch kein Vertrauen schenken. Ist doch einfach lächerlich und das seit Jahren. Dass da aber auch überhaupt kein Gold liegt, glaub ich auch nicht. Es ist halt wesentlich dezimiert

      1+
    • Vorsicht!
      Der US-Finanzminister persönlich lenkt die Aufmerksamkeit auf Gold und die Medien berichten darüber. Das könnte schon von Bedeutung sein.

      3+
      • @Memex

        Ja, natürlich – er will von einem anderen Thema ablenken, das bald in dicken, fetten Buchstaben überall zu lesen sein wird.

        Was ist denn eigentlich aus dem Thema „Erhöhung des US-Schuldenlimits“ geworden?

        Nachdem der US-Finanzminister Mnuchin am 29. Juli den US-Kongreß schriftlich darüber informiert hatte (hier:) ,daß die Entscheidung über eine neue Anhebung des Schuldenlimits (‚Debt ceiling‘) auf Ende September 2017 verschoben wurde, haben sich auch die Kongreß-Mitglieder darauf geeinigt, die Sommerpause zu verschieben, um noch wichtige Gesetze (‚ObamaCare‘, Gesundheitsreform, Steuersenkung, Infra-Strukturprogramm, Mauerbau zu Mexiko,) zu verabschieden; daraus ist ja nun leider nichts geworden, weil sich der Kongreß nicht einigen konnte.

        (aber beim Thema Schuldenlimit klappt das dann ohne Probleme, in nur 11 Tagen?)

        Nun bleibt die (Schulden-)Uhr aber nicht stehen: der Kongreß kehrt am 17. September aus der (verschobenen) Sommerpause nach Washington zurück, und hat dann „nur noch“ 11 Tage Zeit, sich auf eine erneute Erhöhung des Schuldenberges (von derzeit $20 Billionen) für die nächsten 8 Jahre zu einigen.

        Rechnet man pro Jahr nur mit einer Schulden-Zunahme von $1 Billion, säßen die Verunreinigten Staaten 2025 auf ungedeckten $28 Billionen Schulden (…die US-Rating-Firmen FITCH, MOODYS und STANDARD & POORS: bitte mal weg-hören/sehen… ).

        Trump braucht aber Zustimmung im Kongreß: er hat seit mehreren Wochen nicht mehr mit dem Fraktions-Chef der Republikaner, Mitch McConnel gesprochen, wie die New York times süffisant berichtet.

        Wenn die Demokraten Trump erneut ‚auflaufen lassen‘ wollen, haben sie Ende September erneut Gelegenheit dazu; wahrscheinlich werden auch viele Republikaner gegen Trump stimmen, und dann haben wir wieder einen schönen „Government Shutdown“, einen fallenden US-$, entwertete US-Schuldpapiere und verzweifelte Suche nach „Sicheren Häfen“.

        7+
  2. Habe ich das richtig gelesen?

    – Steven Mnuchin
    – ehemaliger Goldman-Sachs-Manager
    – früherer Hollywood-Filmproduzent
    – heutiger Finanzminister der Vereinigten Staaten

    Aussagen:
    – Das Gold sei sicher und vollständig vorhanden, wie er annehme
    – Ich nehme an, dass das Gold immer noch da ist
    – … zum letzten Mal gezählt wurde es genaugenommen in 1953

    Na denn, prost Mahlzeit. Die Clownerie nimmt immer größere Formen an und wird auch für so, mehr oder weniger, unbedarfte Menschen wie mich, immer deutlicher.
    Wie lange dauert es noch?
    Mir fällt gerade ein, daß der Mr. Trump den dahingeschickt hat, um nachzusehen, ob die 4000 Soldiers, die man zusätzlich nach Afghanistan bringen will, finanziert werden können. Da verkaufen die auch noch Fort Knox an die Chinesen oder gehört das denen schon?
    MM
    PS.: Mr. Trump sieht natürlich auch die NATO in der Pflicht. Heißt das, daß die sogen. Bundeswehr wieder auf Mohnfelder aufpassen muß?

    16+
    • @MM

      Schauen wir mal was er gesagt hat:

      „Froh, Gold ist sicher“.

      Schön, aber wo es genau ist hat er nicht gesagt. Das kann man auch als eine ganz generelle Sicht auf Gold im Allgemeinen interpretieren.

      „Ich nehme an, dass das Gold immer noch da ist. Es wäre wirklich ganz wie in einem Film, wenn ich da reinginge und es wäre kein Gold da“.

      Er nimmt es also nur an und der zweite Satz ist im Konjunktiv gesprochen.

      „Wir haben rund 200 Milliarden US-Dollar in Fort Knox“.

      Das ist wahrscheinlich die Wahrheit. Da liegt vermutlich ein Zettel in Fort Knox und da steht drauf, dass die FED dem amerikanischen Volk 200 Mrd. Dollar schuldet. Ein Klacks für die.

      15+
  3. 0177translator

    http://www.propagandafront.de/1104740/der-groste-goldraub-der-geschichte-wie-der-geheime-goldschatz-des-zweiten-weltkriegs-die-welt-veranderte.html
    Er nimmt also an. Aha. Wenn er lieber glaubt anstatt zu wissen, warum ist er nicht Pfarrer geworden? Oder Rabbi? Vielleicht hören wir ja bald Geschichten, der Schatz von General Yamashita wurde auf Hawaii gefunden. Und der Nibelungenschatz im Rhein.

    5+
  4. Haätte der ’neue‘ Finanzminister tatsächlich Volle Regale mit Goldbarren/Münzen gesehen, wäre seine Reaktion wahrscheinlich viel begeisterter ausgefallen…

    Ich vermute, er hat „nur“ Gold-Zertifikate, also wieder nur Papiergold gesehen…

    7+
  5. Klapperschlange

    Was war noch mal in Jackson Hole?
    Ein Golfplatz?
    Nein,- Das übliche „BLA BLA BLA BLA…“ bei Keksen, Kaffee und Bullshit auf der Wiese.

    4+
  6. Ist der Besuch Mnuchins in Fort Nox Zufall oder wird Gold von den Zentralbanken evtl. zur Blockchainwährung erklärt ?

    Edelmetallhändler und Finanzmarktexperte Andrew Maguire äusserte im Juni die umstrittene Vermutung, dass es ab Juli bis zum Spätsommer zu einer »massiven Menge an physischen Goldkäufen« kommen könnte.

    Der Hintergrund sei, so Maguire, dass Gold als Sicherheit für Blockchain-(Krypto-)Währungen dienen soll und die dafür benötigte Menge sei an den Lagerstätten des Westens nicht vorhanden. »Wir reden hier von Milliarden von Dollars an kommender Nachfrage«, sagt er und betont, »dass kein derartiges Angebot in dieser Größenordnung verfügbar ist«.

    Die Manipulatoren sehen sich laut Maguire erheblichen Schwierigkeiten gegenüber, denn »diesmal wird das schiere Gewicht frischer physischer Käufe die synthetische Spielerei [mittels Papiergold] überwältigen«.

    Der jüngste Preisabsturz bei Gold und Silber »ging mit enormen physischen Kosten einher«, so Maguire. Ihm lägen darüber hinaus Beweise dafür vor, dass Zentralbanken Gold noch vor Ende des Sommers zu einer Blockchain-Währung machen werden. »Alle Signale stehen für eine signifikante Rallye bereit«, sagt er.

    »Die Papiermärkte hängen am seidenen Faden«, so die Einschätzung des langjährigen Experten. Bei den westlichen Zentralbanken gebe es »massive Derivatepositionen«, welche »unter Wasser« stünden und diese müssten »zu jedem Preis geschützt werden«, sagt Maguire. Durch die nun in die physischen Märkte drängende Nachfrage, sei »das Papierspiel an seiner absoluten Grenze« angekommen und der Papiermarkt werde »kein weiteres Jahr überleben«.

    Ob Mnuchin auch die richtige Brille u.den richtigen Journalisten dabeihatte ?

    4+
    • Ein Teil seiner Aussagen hören wir doch schon seit Jahren von verschiedenen Personen. Das mit den goldbacked cryptos kenn ich auch schon von anderen. „Die sollen ja den großen Sturz herbeirufen“ Ob es jetzt Onegram, RMG oder Bullioncoin… ist. Jeder ist ein Whistleblower, jeder hat unglaubliche Kontakte usw. Kennen wir schon alles. Wird auch dieses Mal nicht anders sein.

      1+
  7. „Es wurden angeblich 350 Goldbarren ausgewählt und auch aufgebohrt, um die Reinheit des Goldes zu verfizieren. Das damalige Prüfpersonal: Etwa „ein halbes Dutzend“ Personen.. .“

    Als „Prüfpersonal“ würde ich vorher eine gute Lebensversicherung abschliessen, den ein erkennen der Wahrheit kann manchmal ungeahnte Folgen haben.

    6+
  8. gann dut libar Finanzmister !

    0
  9. Fälschungen bei Goldbarren und -münzen, gibts nicht nur in Fort Knox
    http://www.aurotest.de/counterfeit_gold.htm

    Die Ersparnis von 1 Unze Goldbarren zu 1 Unze Goldmünzen beträgt weniger als 5 Euro. Es bleibt für mich ein Rätsel warum Leute Goldbarren kaufen, vor allem dieser geblisterte Dreck gehört verboten.

    Ich besitze 3 geblisterte Silberbarren, ob die an Wert verlieren wenn ich den Blister entferne und ob die dann schneller anlaufen als im Blister?

    4+
  10. Auf solchen ähnlichen Studien, basiert auch die Wirksamkeit von Impfungen.

    Ein Artikel fürs Dummvolk.

    4+
  11. Klapperschlange

    Enthüllt – und „shocking News“: ein heimlich veröffentlichtes Bild mit Mr. Mnuchin in Fort Knox zeigt deutlich, aber erschreckend:

    es gibt „nur noch“ EINEN Goldbarren in Fort Knox!

    2+

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