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USA: Finanz-Derivate im Wert von 234 Billionen Dollar im Umlauf

Laut aktuellem OCC-Marktbericht hat sich der Nominalwert aller von amerikanischen Banken gehaltenen Finanz-Derivate im dritten Quartal  2010 noch einmal um 5 Prozent erhöht. Und JP Morgan ist weiter das mit Abstand größte Wettbüro der USA.

Amerikanische Geschäftsbanken wetten weiter mit zunehmender Intensität auf alles, was sich an den Finanzmärkten handeln lässt. Das Ergebnis: Der Nominalwert aller von US-Instituten im dritten Quartal 2010 gehaltenen Finanz-Derivate belief sich auf 234,7 Billionen US-Dollar. Ein neues Allzeithoch. Und gegenüber dem Vorquartal noch einmal ein Anstieg um 11,3 Billionen Dollar oder 5 Prozent.

Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hervor, die alle drei Monate Daten zum Derivate-Handel in den USA sammelt.

Zum Vergleich: Das US-Derivatvolumen des dritten Quartals entspricht dem 4-fachen der Weltwirtschaftsleistung des Jahrs 2009 ($58 Bio.)!

Nominalwert der von US-Geschäftsbanken gehaltenen Finanz-Derivate seit 1996 in Billionen US-Dollar (Quelle: OCC).

Zu den Derivaten werden folgende Finanz-Instrumente gezählt (Reihenfolge mit Marktanteilen):

  • Swaps = Kauf-Rückkauf-Vereinbarungen (63 %)
  • Futures und Forwards (17 %)
  • Optionen (14 %)
  • Kreditderivate (6 %)

Die am stärksten gehandelten Kategorien (Reihenfolge mit Marktanteilen):

  • Zinspapiere (83,8 %)
  • Devisen (8,9 %)
  • Kreditderivate (6,2 %)
  • Aktien (0,7 %)
  • Rohstoffe und sonstiges (0,5 %)

Mit Derivaten verdienten US-Geschäftsbanken im zweiten Quartal 4,2 Milliarden US-Dollar. Das waren 36 Prozent weniger als im Vorquartal und 27 Prozent weniger als im dritten Quartal 2009.

Das mit Derivate verbundenen Kreditrisiken bei US-Banken werden auf 440 Milliarden US-Dollar beziffert, plus 11 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Größter Derivate-Händler unter den US-Geschäftsbanken ist weiterhin JP Morgan Chase & Co. Der Bankenriese meldete für das dritte Quartal Derivate im Nominalwert von 77,75 Billionen Dollar.

Die größten amerikanischen Derivat-Händler (Geschäftsbanken):

BankDerivat-Volumen (nom.)Veränderung zum VorquartalMarktanteil
JP Morgan$ 77,75 Billionen +3,31 %33,13 %
Citibank$ 51,41 Billionen+11,78 %21,91 %
Bank of America $ 50,47 Billionen+4,01 %21,51 %
Goldman Sachs$ 42,78 Billionen+1,64 %18,23 %
HSBC USA$ 3,83 Billionen+5,16 %1,65 %

Die vier größten US-Banken dominieren damit den US-Derivate-Markt zu 94,78 Prozent.

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Eingetragen von am 31. Dez. 2010. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “USA: Finanz-Derivate im Wert von 234 Billionen Dollar im Umlauf”

  1. Wer fragt ist,äh

    Sind mit Billionen die amerikanischen Trillions gemeint oder „nur“ amerikanische Billions?

    • Diese Frage wird immer wieder gerne gestellt. Ja, es sind tatsächlich amerikanische Trillions, wie auch am Rand der Grafik zu sehen ist.

  2. Die wirklich wichtige Frage, die sich hier stellt:
    Wer wettet mit wem und wer trägt die Wettverluste des Verlierers.

    Rein rechnerisch können ja nur die größtmöglichen Schuldner für die Schulden aufkommen: die Staaten und damit die jeweilige Volksgemeinschaft,
    etwa über das Bail-Outen von Bad-Banken….

  3. Es geht dabei nicht um eine Wette, hier hat eine kleine Elite den gesamten Planeten in Geiselhaft genommen. Wer „Wert“ dieser Derivate enspricht etwa dem 4-fachen BIP des gesamten Planeten. Somit sind die Bürgen dafür die nächsten paar hundert Jahre Kreditsklaven, die den Schuldenberg zum Wohle einer kleinen Elite abtragen dürfen. Also hopp hopp an die Ruder Slaven ;-)

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