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Zustand des US-Bankensektors weiter bedrohlich

Die Kreditvergabe im amerikanischen Bankensektor sank im vierten Quartal 2009 so stark, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Anzahl der als problematisch angesehenen US-Banken ist von 552 auf 702 gestiegen. Der Zustand des US-Bankensektors ist weiterhin bedenklich.

Die Zahlen die die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) für das vierte Quartal 2009 veröffentlich hat, sind ernüchternd. Während einige US-Großbanken wieder Milliardengewinne ausweisen, leidet ein Großteil der mittleren und kleineren Banken weiter unter den Folgen der Wirtschaftskrise.

Die Zahl der von der FDIC als Problembanken eingestuften Institute, stieg von 552 im dritten auf 702 im vierten Quartal 2009. Diese repräsentieren gemeinsam Aktiva in Höhe von 402,8 Milliarden US-Dollar. 53 Milliarden Dollar an vergebenen Kreditzahlungen gelten bereits als uneinbringlich. Im Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 38,6 Milliarden Dollar.

Man rechnet in den Vereinigten Staaten deshalb mit einer anhaltenden Bankenpleitewelle, nachdem in diesem Jahr bereits 20 Banken geschlossen wurden und im vergangenen Jahr insgesamt 140 Geldhäuser dicht machen mussten.

Vor allem Kreditausfälle im gewerblichen Sektor stellen sich nun zunehmend als enormer Belastungsfaktor heraus. Amerikanische Regionalbanken sind besonders anfällig für Verluste aus der Kreditvergabe für Bauträger von Einzelhandelsgeschäften und Bürokomplexen. Das Business hat für diese Finanzinstitute existenzielle Bedeutung. Geschäftsaufgaben und Firmenpleiten führen hier zu steigenden Kreditausfällen, die sich entsprechend schwer auf die Finanzlage dieser Banken auswirkt.

Das führt auf der anderen Seite dazu, dass der Finanzsektor die Kreditvergabe stark einschränkt und so die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich hemmt.

Das vom Bankensektor zwischen Oktober und Dezember 2009 zur Verfügung gestellte Kreditvolumen sank gegenüber dem Vorjahr um 587,3 Milliarden US-Dollar oder 7,5 Prozent. Laut FDIC entspricht dies dem größten Rückgang der US-Kreditvergabe seit 1942.

Immerhin: Unter dem Stich verdiente die US-Bankenbranche im vierten Quartal 2009 914 Millionen US-Dollar. Im gleichen Vorjahreszeitraum stand noch ein sektorübergreifendes Minus von 37,8 Milliarden Dollar zu Buche.

Und dennoch: Zu dem Gewinn trugen in erster Linie die Großbanken mit ihren Profiten aus Investment Banking und Eigenhandel bei. Annähernd ein Drittel der rund 8.000 über die FDIC versicherten US-Banken – also rund 2.600 Banken – meldeten im dritten Quartal 2009 einen Nettoverlust.

Fazit: Zig Milliarden wurden in den Sektor gepumpt, die Institute können sich so günstig refinanzieren, wie noch nie, dennoch ist der Zustand der US-Banken-Branche weiter bedenklich. Die aktuelle Lage reflektiert zudem das nach wie vor düstere Bild der amerikanischen Wirtschaft. Die Gefahr einer stärkeren Deflation in den USA ist noch nicht vom Tisch.


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Eingetragen von am 24. Feb. 2010. gespeichert unter Banken, Gold, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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