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China braucht mehr Gold, bekommt aber weniger

Goldmünze, China (Foto: Goldreporter)

Goldmünzen sind in China weniger beliebt als hierzulande. Dort kaufen Investoren lieber Goldbarren (Foto: Goldreporter).

Der chinesische Goldmarkt wächst. Vor allem Chinas Schmucknachfrage war auch im ersten Quartal 2019 stark. Zwar wurde weniger Anlagegold verkauft, allerdings ging auch die Goldproduktion des Landes weiter zurück. Die Rede ist sogar von einer Angebotsverknappung.

China dominiert den Goldmarkt. Das Land ist weltweit führend in Sachen Goldkonsum und Goldförderung. Die China Gold Association (CGA) hat nun Daten zum chinesischen Goldmarkt für das erste Quartal 2019 veröffentlicht. Demnach ist die Goldnachfrage im China in den ersten drei Monate um 0,69 Prozent gegenüber Vorjahr auf 286,93 Tonnen angestiegen. Der Schmucksektor zeichnete für 188,05 Tonnen Gold verantwortlich. Hier gab es eine Steigerung der Nachfrage um 4 Prozent. Dagegen verzeichnete man einen Rückgang bei den Verkäufen von Anlagegold. Die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen sank um 4,42 Prozent auf 70,04 Tonnen. Goldmünzen spielen in China nur eine geringe Rolle. Laut CGA wurde im ersten Quartal nur 1 Tonne (32.150 Unzen) nachgefragt, was einem Rückgang um 62,96 Prozent im Vorjahresvergleich entsprach. Die Industrie fragte 27,82 Tonnen Gold nach und damit 2,28 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Analysten rechnen mit einer weiter steigenden Goldnachfrage. „Die Nachfrage nach Goldschmuck wird von der Schnäppchenjagd aufgrund des starken Dollars profitieren und vom steigenden wirtschaftlichen Wachstum weltweit. Zudem wird im Zuge der globalen geopolitischen Unsicherheiten auch der Status von Gold als sicherer Hafen gefestigt“, sagt Zhu Yi, Senior Analyst Metals and Mining bei Bloomberg Intelligence gegenüber China Daily.

Der World Gold Council spricht in seinem aktuellen Marktreport (Gold Demand Trends) sogar von einer Angebotsverknappung in China. Auch, weil die Goldimporte des Landes im ersten Quartal auf den niedrigsten Stand seit 2014 gefallen seien. Das steigende Aufgeld für Gold an der Shanghai Gold Exchange gegenüber dem Preis am London Bullion Market spiegele die angespannte Angebotslage wider (siehe Grafik unten). Der Unterschied betrug zuletzt fast 20 Dollar pro Unze.

China, Gold Angebot

Steigendes Aufgeld an der Shanghai Gold Exchange gegenüber dem Londoner Preis reflektiert eine Verknappung des Goldangebots (Quelle: World Gold Council)

 

Die Goldreserven Chinas sind im April so stark gewachsen wie zuletzt im Juni 2016. Knapp 15 Tonnen hat die People’e Bank of China offiziell zugekauft (Goldmarkt: China tätigt größten Kauf seit 2016). Währenddessen ist die Goldproduktion in China weiter rückläufig. Gemäß der CGA-Daten wurden im ersten Quartal 92,78 Tonnen Gold gefördert und damit 5,54 Prozent weniger als in Q1 2018. Aufgrund neuer Umweltauflagen, technischer Probleme und der Umstellung von Prozessen würden Minen geschlossen oder deren Produktion gekürzt, heißt es. Dafür lieferten die von China im Ausland betriebenen Minen mehr Gold. Mit 23,4 Tonnen entspreche diese Fördermenge aber nur 6 Prozent der chinesischen Inlandsproduktion.

Goldreporter

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Eingetragen von am 9. Mai. 2019. gespeichert unter China, Gold, Goldpreis, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

7 Kommentare für “China braucht mehr Gold, bekommt aber weniger”

  1. Irangeschäfte. So schreibt die Finanzpresse heute um die debilen Anleger nicht zu beunruhigen:
    Irangeschäfte mit Deutschland machen nur einen Bruchteil aus. Nicht nennenswert, wenn der Handel da einbricht.
    Auch mit Russland, China, USA, alles nicht nennenswert.
    Deutschland macht also mit überhaupt niemandem nennenswerten Handel.
    So kann auch nichts nennenswert einbrechen und die Börsen sind beruhigt.
    Also, kaufen die Papiere. Turbo long mit 40% Hebel auf Siemens und Wirecard.
    Haut rein, es kann nichts schiefgehen, da ohnehin kein nennenswerter Handel betrieben wird.

    • @renegade Der Handel mit Grossbritannien ist auch unerheblich,der wichtigste Handelspartner ist nämlich Griechenland Target II sei Dank.

  2. Die glücklichen Chinesen.
    Angebotsverknappung. Die Chinesen dürfen sich also über sinkende Goldpreise freuen.Denn die USA wird nun viel billiger liefern.
    Reine Marktökonomie: Je knapper das Angebot, desto günstiger die Preise.

  3. Bis 5 Dollar Aufgeld ist noch als normal anzusehen. 20 Dollar Aufgeld zeigt eine massive Verknappung in China. Da stellt sich dann die Frage ob unser Papierpreis 20 Dollar zu niedrig ist oder der physische Preis in China 20 Dollar zu hoch ist?

  4. Der countdown läuft, noch 42 min bis zur Drückung!

  5. China war schon immer das Land mit den geringsten Reserven an abbauwürdigem Golderz im Verhältnis zur Fördermenge.

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  • Krösus: @Toto Nur dumme Untertanen sind gute Untertanen. Zu allen Zeiten wurden die Beherrschten von der Herrschafft...
  • renegade: Übrigens, an die Chartanalysten: Wie arbeitet Ihr diese Vorgänge in Eure Chartinterpretation ein ?

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